Suzi Quatro rockt das Aegi in Hannover

Mittwoch, 15 Mai 2019 21:27
Publiziert in Kultur
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Suzi Quatro rockt das Aegi in Hannover (C) Ulrich Stamm Suzi Quatro rockt das Aegi in Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Suzi Quatro rockte am Mittwoch Abend (15.5.2019) im Theater am Aegi, dass die Stühle wackelten und die Wände bebten. Unglaublich, wie viel Energie in der nur 1,52 Meter kleinen Frau steckt, die die 800 Zuschauer von Anfang an begeistern konnte.

Die Musikalität liegt in der Familie, ihr Vater hatte eine eigene Band, das Art-Quatro-Trio. Suzi hat Percussion und Piano gelernt, als ihr Vater ihr dann aber den Bass in die Hand drückte, wusste sie: Das ist IHR Instrument!

Mit acht Jahren trat Susan (Suzi) Kay Quatro das erste Mal mit ihrem Vater auf. Quatro ist übrigens kein Künstlername. Ihr Großvater war damals von Italien nach Amerika ausgewandert. Er hieß Michele Quatrocchio, daraus wurde Michael Quatro.

In den 55 Jahren, die sie nun im Musikgeschäft ist, verkaufte sie 55 Millionen Tonträger. Im März dieses Jahres veröffentlichte sie über die hannoversche Plattenfirma Steamhammer/SPV ihr neues Album „No Control“, das sie gemeinsam mit ihrem Sohn Richard Tuckey geschrieben hat.

Neben ihren großen Erfolgen wie „48  Crash“, „Can the Can“ und „Rockin‘ in the free world“, wo viele textsicher mitsangen, klatschten und tanzten, präsentierte sie etliche Lieder vom neuen Album. „No Soul/No Control“, „Heavy Duty“ und der eher etwas ruhigere Song „Love Isn‘t Fair“ kam sehr gut bei den Fans an. Alte Erinnerungen weckte „Stumblin’ in“, das sie 1978 als Duett mit dem ehemaligen Smokie-Frontmann Chris Norman aufnahm. Gestern sang sie es mit ihrem Gitarristen Tim Smith. Die sechs Musiker unterstützten die Rockröhre mit ihrer unverwechselbaren rauen Stimme aufs Angenehmste. Für „Can I Be You Girl“ scheuchte Suzi Quatro sie allerdings von der Bühne und setzte sich selbst ans „Piano“ und spielte in Gedenken an ihren Vater, was bei vielen im Saal Gänsehautmomente auslöste. Nach knapp zwei Stunden feinstem Rock’n’Roll-Programm, das viele der Zuschauer um Jahrzehnte verjüngte, verließen sie das Theater am Aegi. Vielleicht lag es auch an dem wunderschönen Mai-Abend...!

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