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Bezirksrat Döhren-Wülfel besteht auf den Vorschriften der Erhaltungssatzung im Fall von Wichmann

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Von der Gastwirtschaft Wichmann ist kaum etwas übrig geblieben. Jens Schade Von der Gastwirtschaft Wichmann ist kaum etwas übrig geblieben.

HANNOVER. Das Drama um die historische Gastwirtschaft Wichmann an der Hildesheimer Straße lässt den Bezirksrat Döhren-Wülfel keine Ruhe. In der Juni-Sitzung hatten die Ortspolitiker nach einer entsprechenden Anfrage der SPD erfahren, dass der Investor die bisherigen Pläne zum Neuaufbau der Gebäudes nicht mehr verwirklichen will. Nun forderte das Gremium am vergangenen Donnerstag bei seinem jüngsten Treffen einhellig auf Antrag der Sozialdemokraten die Bauverwaltung auf, bei etwaigen neuen Bauanträgen strikt auf die Vorschriften der Erhaltungssatzung zu achten. Der neue Grundeigentümer hatte das alte Gebäude bis auf zwei Außenmauern abbrechen lassen. Seither ist nichts geschehen. Eine ungenutzte Brachfläche will der Bezirksrat aber auch nicht hinnehmen. „Notfalls muss mittels eines Baugebotes dafür gesorgt werden, dass die Gebäude wieder errichtet werden“, hieß es von Seiten der Politiker

Die CDU griff das Thema ebenfalls auf. Die Christdemokraten erfuhren auf ihre Anfrage, dass nach derzeitigem Baurecht auf dem Grundstück wegen der Erhaltungssatzung keine zwei Vollgeschosse zulässig sind. Welche Überlegungen der Eigentümer aber nun hinsichtlich „Wichmann“ hege, so die Auskunft der Stadt, wisse auch der Fachbereich Bau nicht.

Auch auf das Baudenkmal „Altes Jagdhaus“ vor der Seelhorst hat der Bezirksrat sein wachsames Auge geworfen. Wiederum fragte die SPD nach dem Stand der Dinge. „Der Eigentümer erwägt das Objekt zu veräußern. Für eine sensible und denkmalgerechte Reaktivierung der Liegenschaft hat die Verwaltung Kontakt zum Eigentümer aufgenommen“, heißt es in der Antwort. Ob aber wegen des illegalen Abrisses eines ebenfalls denkmalgeschützten Nebengebäudes ein Strafverfahren eingeleitet worden ist und ob das Bauwerk wieder rekonstruiert werden muss, erfuhr der Bezirksrat nicht. Auf diese Fragen blieb die Verwaltung die Antwort schuldig.

In einer weiteren Anfrage wollten die Sozialdemokraten wissen, was mit einem freigeräumten Grundstück an der Friedhofsallee passieren soll. Nach dem geltenden Bebauungsplan, so die Stadt, sei Wohnungsbau zulässig. Einem Investor sei auch auf Anfrage mitgeteilt worden, dass eine Kindertagesstätte dort zulässig sei. Aber bislang sei weder eine Bauvoranfrage noch ein Bauantrag gestellt worden. 

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