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Der Bezirksrat ist mit der Infomationspolitik der Verwaltung unzufrieden

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AGesperrte Außenflächen der Kita an der Loccumer Straße in Wülfel Jens Schade AGesperrte Außenflächen der Kita an der Loccumer Straße in Wülfel

HANNOVER. Das gesperrte Außengelände der Wülfeler DRK-Kindertagesstätte Ratz & Rübe war eines der zentralen Themen in der gestrigen Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel im Freizeitheim Döhren (16. Mai). Die örtlichen Politiker waren besonders erbost darüber, dass die Stadt sie nicht über die Maßnahme vorab informiert hatte. Erst durch Elternbeschwerden wurden die Bürgervertreter auf das Problem aufmerksam. In einem von SPD-Bezirksratsfrau Brigitta Miskovic entworfenen interfraktionellen Antrag fordern nun alle Mitglieder des Bezirksrates parteiübergreifend einen Ortstermin mit den zuständigen Verwaltungsmitarbeiten an der Loccumer Straße.

Bevor dieser Antrag beschlossen wurde, musste die Stadt bei einer SPD- und einer interfraktionellen Anfrage erst einmal Rede- und Antwort stehen. Es seien "sicherheitsrelevante Mängel festgestellt worden". Folglich hätten Teilbereiche des Außengeländes gesperrt werden müssen, argumentierte die Verwaltung in ihrer Antworf auf eine entsprechende Anfrage der Sozialdemokraten. Eine Außenflächenplanung sei in Arbeit, erst danach könne der genaue Zeitplan für die notwenigen Baumaßnahmen genannt werden.

"Warum wurden die Bezirksratsmitglieder nicht zeitnah informiert", wollte der Bezirksrat in der interfraktionellen Anfrage wissen. Wenig befriedigend die Antwort aus dem Rathaus: Die Mängelbeseitigung auf der Außenfläche sei ein Geschäft der laufenden Verwaltung."

Vorletztes Jahr sind auf dem Gelände des Alten Jagdhauses in Seelhorst denkmalgeschützte Nebengebäude abgerissen worden, ohne dass dies von der Stadt genehmigt worden ist. Daraufhin wurde durch die Stadt ein Baustopp verhängt. Zuvor waren Pläne bekanntgeworden, auf dem Gelände Mietwohnungen zu errichten. Nun war in einer hannoverschen Zeitung zu lesen, dass die Gastronomie im alten Jagdhaus schließt. „Was passiert dort im denkmalgeschützten Jagdhaus weiter“, wollte die SPD-Fraktion in einer weiteren Anfrage wissen. Die Antwort war ernüchternd. "Der Stadt ist nicht bekannt, welche Nachnutzungen für das Alte Jagdhaus geplant sind", teilte Verwaltungssprecherin Gundula Ohlhorst in der Sitzung mit. Immerhin wurde bestätigt, dass es sich bei dem geschichtsträchtigen Gebäude am Waldrand der Seelhorst um ein gesetzlich geschütztes Baudenkmal handelt.

Nachdem die Stadtbücherei Döhren kürzlich wieder für einige Zeit wegen Baumaßnahmen ihre Pforten schließen musste, hakten auch hier die Sozialdemokraten nach. Sie wollten wissen, wie hoch der Sanierungsbedarf an sich eigentlich ist oder ob nicht besser „parallel die Planungen für den Neubau des Freizeitheims Döhren einschließlich der der Stadtbücherei besser zügig vorangetrieben werden“ sollten. "Die Instandhaltungskosten der vergangenen Jahre hielten sich in einem vertretbaren Maß", teilte Gundula Ohlhorst dem Bezirksrat mit, fügte dann aber einen Satz an, der alle Politiker aufhorchen ließ: Ein Beteiligungsverfahren für den Neubau eines Stadtteilzentrums sei derzeit in Vorbereitung, sagte sie. Auf Nachfrage von SPD-Fraktionschef Jens Schade konnte die Verwaltungssprecherin jedoch keine weiteren konkreten Angaben zu diesem Beteiligungsverfahren machen.

Keine Satire, sondern ernstgemeint, war ein Antrag der Einzelvertreter der Satire-PARTEI und der FDP. Die Teile des Neubaugebietes am Kronsberg, die im Bereich des Stadtbezirkes Döhren-Wülfel liegen, sollten an den Nachbarbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode abgegeben werden. Doch nur die Grünen und der Linken-Vertreter Manfred Milkereit schlossen sich diesem Antrag an. Da CDU und SPD einmütig von diesem Vorschlag nichts wissen wollte, wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

 

 

 

 

 


Zum wiederholtem Male kurzfristig geschlossen: Das Gebäude der Stadtbücherei Döhren ist marode.

Die SPD sorgt sich um das historische "Alte Jagdhaus" in Mittelfeld.

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