1.Playoff-Viertelfinalspiel

Hannover United unterliegt den Doneck Dolphins mit 63:75

Hannover United unterliegt den Doneck Dolphins mit 63:75 United-Kapitän Eike Gößling (Nummer 9) baut das Team nach der Niederlage gegen die Doneck Dolphins Trier für Spiel 2 auf. (C) Team zur Nieden

1.Playoff-Viertelfinalspiel

Hannover United unterliegt den Doneck Dolphins mit 63:75

HANNOVER. Am Wochenende gab es einen Dämpfer für Rollstuhlbasketball-Bundesligist Hannover United. Das Team von Spielertrainer Martin Kluck verlor das erste Playoff-Viertelfinale in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL1) vor 355 Zuschauern gegen die Doneck Dolphins Trier mit 63:75. Nun steht die Mannschaft vor der Herausforderung, am nächsten Wochenende in Trier zwei Spiele gewinnen zu müssen, um den Traum vom Halbfinale zu leben. Das ist nicht unmöglich, aber schwierig. Denn Trier ist in dieser Saison für die Füchse einfach nicht zu knacken. In den vier Partien stehen vier Niederlagen zu buche.

Dabei stellte sich Hannover gar nicht schlecht an, aber die Doneck Dolphins sind einfach stark. Zum Playoff-Auftakt reisten die Gäste mit acht Spielern an – und wechselten nicht einmal. Nach der Pause überlegten sie sich einen besonderen Plan: hohes Pressing. Mit vier Akteuren ließen sie United wenig Luft zum Atmen und nahmen viel Zeit vom Spielaufbau. „Es ist super anstrengend, wenn du erst einmal 15 Sekunden benötigst, um in die Wurfpositionen zu kommen“, erklärte United-Coach Martin Kluck. Der Kraftaufwand der Gäste war beeindruckend. „Die spielen mit fünf Spielern durch und haben am Ende immer noch die Power, um sich Würfe zu nehmen. Da geht die Quote wenig nach unten“, sagte Kluck. „Davor ziehe ich meinen Hut.“
Hannover, für seine gute Defense bekannt, verteidigte über weite Strecken sehr ordentlich. Die Füchse stellten Dolphins-Topscorer Dirk Passiwan und Diana Dadzite häufig zu. Dafür übernahm dann ein anderer. „Ryan Wright hat uns heute bestraft“, sagte Kluck. Der US-Amerikaner übernahm Verantwortung, als die United-Abwehr sich um Passiwan und Dadzite kümmerte. „Wenn du bei drei Leuten an die Stühle musst, die souverän treffen, wird es super schwer – vor allem, wenn man offensiv ein paar Dinger liegen lässt“, sagte Kluck.
Mit der Einwechslung von Eike Gößling Mitte des dritten Abschnitts lief es auch offensiv wieder besser. „Gigantisch gut“, fand der Spielertrainer den Auftritt seines Kapitäns. Gößling verteidigte stark und traf furios – sogar einen Dreier. „Da waren wir nochmal auf acht Punkte dran“, sagte Kluck. Die Hoffnung währte kurz. Der Stimmung auf der Tribüne tat das dennoch keinen Abbruch. Die Fans feierten ihre Mannschaft, baten sie trotz Niederlage auf eine Ehrenrunde. Die Belohnung für eine sensationelle Spielzeit, selbst wenn die am nächsten Wochenende zu Ende gehen sollte.
 
Hannover United: Joe Bestwick (34 Punkte), Jan Sadler (14), Eike Gößling (11), Jan Haller, Christoph Lübrecht (je 2), Vanessa Erskine, Alexander Budde, Jack Gibbs, Oliver Jantz, Martin Kluck.
Doneck Dolphins Trier: Ryan Wright (25 Punkte), Dirk Passiwan (22), Diana Dadzite, Correy Rossi (je 12), Mariska Beijer (4), Jack Davey, Matthias Heimbach, Frank Doesken.

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