RECKEN unterliegen deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt mit 28:33

Freitag, 15 März 2019 05:10
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RECKEN unterliegen deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt mit 28:33 TSV Hannover-Burgdorf "Die RECKEN"

HANNOVER. Nach vier Siegen am Stück hat es die TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga wieder erwischt. Mit der 28:33 (13:17) Niederlage gegen den amtierenden deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt befinden sich DIE RECKEN aber in guter Gesellschaft, denn die Norddeutschen stehen verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. „Flensburg hat das sehr abgezockt gespielt und verdient gewonnen“, erkannte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen an.  

Zumindest in den ersten 20 Minuten gestalteten DIE RECKEN die Partie ausgeglichen. Lautstark angefeuert von den 7.061 Fans präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega von der ersten Sekunde an bereit für dieses schwere Match. Zwar ging der erste Angriff noch daneben, doch in der Abwehr klaute sich Cristian Ugalde den Pass von Rasmus Lauge auf Magnus Rød, lief allein aufs Tor zu und vollendete zum 1:0. Torhüter Martin Ziemer war ebenfalls direkt da, und entschärfte einen Strafwurf von Magnus Jøndal, den Nachwurf des Norwegers konnte der RECKEN-Keeper aber nicht verhindern.

Jeden Angriff mussten sich DIE RECKEN ihre Torchancen mit unterschiedlichen Spielzügen hart erarbeiten. Zunächst gelang dies jedoch weitestgehend erfolgreich, so dass Kai Häfner mit seinem 1.000 Treffer in der DKB Handball-Bundesliga das 8:7 markierte. Dies sollte aber die letzte RECKEN-Führung bleiben, denn in der Folge steigerte sich der deutsche Meister erheblich. „In der Anfangsphase konnten wir die Flensburger noch vor Probleme stellen, doch danach sind sie weggezogen“, analysierte Sven-Sören Christophersen.

Besonders Gästeakteur Rasmus Lauge stellte die Defensive der RECKEN regelmäßig vor große Probleme und war zu keiner Zeit in den Griff zu kriegen. War es hier noch ein grandioser Pass von Rückraum links auf Rechtsaußen, war es im nächsten Angriff schon wieder ein unhaltbarer Unterarmwurf. Der dänische Weltmeister wusste auf jede Aufgabe, vor der die Gastgeber ihn stellten, die richtige Antwort. Zwar steckten DIE RECKEN nie auf und kämpften sich immer wieder heran. Doch die Wucht des Flensburger Angriffs, rund um den bis zur Pause insgesamt sieben Mal erfolgreichen Lauge, war bis zum 13:17 (30.) nur schwer zu bremsen. „Wir haben alles probiert, aber nach 20 Minuten hatten wir einfach keine Chance mehr“, sagte Trainer Ortega und ergänzte: „Flensburg ist im Moment die beste Mannschaft der Liga.“

Wer nun gehofft hatte, dass der Favorit aus dem hohen Norden nach der Pause einen Gang runterschalten und etwas federn lassen könnte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Zwar stellten DIE RECKEN nach der Halbzeit die Abwehr etwas um und verteidigten von nun an in einer offensiveren 5:1 Formation, doch auch darauf fanden die spielstarken Gäste immer Lösungen. Schnell bauten die Flensburger die Vier-Tore-Halbzeitführung weiter aus und zogen bis auf sieben Treffer davon. 

Was man den RECKEN aber zu Gute halten musste war, dass die Niedersachsen zu keiner Zeit aufgaben. „Wir haben uns gewehrt, aber uns hat einfach das Besondere heute gefehlt“, bewertete Kapitän Häfner das Ergebnis, dass aufgrund einer guten Schlussviertelstunde der Heimmannschaft im Rahmen blieb. So konnte Nachwuchstalent Vincent Büchner, der vor zehn Tagen mit einem Profivertrag ausgestattet wurde, einige sehenswerte Treffer erzielen. „Vincent bringt Schwung in unser Spiel und agiert sehr unbeschwert. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit ihm in unserem Team“, lobte Christophersen den Youngster. 

Eine weitere positive Notiz war das Comeback von Pavel Atman, der insgesamt zwei Treffer beisteuerte. Somit blieb den RECKEN zwar die Gewissheit der ersten Liganiederlage im Jahr 2019, aber auch die Hoffnung, schnell wieder eine neue Serie zu starten. „Wir wollen noch weiter nach oben klettern in der Tabelle und auch in den anderen beiden Wettbewerben alles versuchen“, so Kai Häfner.

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