Aktuelle Nachrichten aus der Region Hannover vom 22.Mai 2019

Mittwoch, 22 Mai 2019 05:52
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REGION HANNOVER.

Regionsversammlung beschließt Fortführung der Hörregion - Netzwerk und Initiative sollen weiter ausgebaut werden

Mehr als 100 Veranstaltungen innerhalb der ersten drei Jahre, mehr als 110 Partnerinnen und Partner: Seit ihrer Einführung hat die Hörregion Hannover als Netzwerk und Marke viel bewegt. Jetzt hat die Regionsversammlung entschieden, dass es weitergeht: Die zunächst bis Ende 2019 begrenzte Initiative soll bis einschließlich 2023 fortgesetzt werden.

Als in dieser Form bundesweit einmaliges Projekt bündelt die Hörregion Aktivitäten, die in der Region mit Schall, Klang und Akustik zu tun haben und bringt Unternehmen, Einrichtungen und Institute aus den Feldern Bildung, Gesundheit, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Mit Veranstaltungen, Projekten und Kooperationen macht sie auf die Qualität und Bedeutung des Hör-Sinns aufmerksam, fördert die Teilhabe hörbeeinträchtigter Menschen und trägt somit zur guten Lebensqualität in der Region Hannover bei. „Die Hörregion hat sich in den vergangenen drei Jahren als gutes Format bewährt und ist wichtig für die Region, weil sie Brücken zwischen  unterschiedlichen Themenfeldern schlägt und Menschen zusammenführt“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau.

Mit dem Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover ist in der Region Hannover das weltweit größte Zentrum für die Versorgung mit Cochlea-Implantaten ansässig, international operierende Firmen aus der Hörgeräte-Industrie haben  hier ihren Sitz. Mikrofone, Kopfhörer und Lautsprecher „made in Hörregion Hannover“ genießen einen weltweiten Ruf, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bildet Nachwuchsmusikerinnen und -musiker auf Spitzenniveau aus und als Ort mit besonderer musikalischer Vitalität wurde die Landeshauptstadt Hannover als UNESCO City of Music ausgezeichnet „Durch die Hörregion führen wir diese Stärken im Themenfeld Hören zusammen und schärfen das Profil unseres Standorts. Gleichzeitig schaffen wir Raum für Innovationen, Gesundheitsbildung und herausragende Klangerlebnisse, von denen sowohl die Beteiligten im Netzwerk als auch die Einwohnerinnen und Einwohner der Region profitieren“, so Dr. Martin Kinkel, Leiter Forschung und Entwicklung von Kind Hörgeräte und Sprecher des Kuratoriums der Hörregion. „Im Namen des Kuratoriums bedanke ich mich bei den Mitgliedern der Regionsversammlung, dass wir die begonnene Arbeit fortsetzen können.“

Gutes Hören als einen positiven Wert und damit auch als einen schützenswerten Sinn zu transportieren, steht als Gedanke hinter einem Großteil der Hörregions-Aktivitäten. In den vergangenen drei Jahren standen mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Programm – von Hörtest-Aktionen über wissenschaftliche Vortragsreihen und Tagungen bis hin zu hör-kulturellen Events wie dem Hörfest am Kaliberg Empelde im Sommer 2017.

Nahezu alle  Vorhaben entstehen in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern – wie die Reihe „Digital Sounds“ mit der UNESCO City of Music Hannover und hannoverimpuls oder „musIC 3.0“, ein Projekt des Deutschen HörZentrums der Medizinischen Hochschule Hannover und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zur Verbesserung der Wahrnehmung von Musik für Menschen mit Hörgeräten. Im Sommer 2018 ist die Hörregion zudem eine Kooperation mit der Hochschule Hannover eingegangen, um fakultätsübergreifend Schnittstellen zwischen den Fachrichtungen und Studiengängen der Hochschule und dem Hörregions-Netzwerk zu identifizieren.

Im August 2018 ist das Projekt „Gesund hören in der Region Hannover“ mit dem Verein Gesundheitswirtschaft Hannover mit einer Laufzeit von vier Jahren gestartet. Das Projekt richtet sich an Kinder und pädagogische Fachkräfte in Kitas, an Jugendliche, an Beschäftigte in Betrieben und an stationär und ambulant versorgte Pflegebedürftige. In ersten Schritten werden bis zur Jahresmitte 2019 ein Modul zum Thema Hören für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und Handlungsansätze zur Verbesserung der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen entwickelt. Zum kommenden Schuljahr soll bei den Schuleingangsuntersuchungen ein neues Hörtest-Verfahren erprobt und im Herbst 2019 ein zweiter Fachtag zum Thema „Akustik in Kitas“ angeboten werden.

Auch für die kommenden vier Jahre ist einiges geplant. „Wir wollen nun die Planungen für einen Ort forcieren, an dem die Hörregion erlebbar wird und der als Plattform für unsere Partnerinnen und Partner dient. Mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren ist dazu als nächster Schritt die Vergabe einer Machbarkeitsstudie verabredet. Auf diese Weise können wir das Thema in der Region noch weiter voranbringen“, sagt Dorothée Rhiemeier,  Leiterin der Hörregion Hannover.

Bis 2020 läuft zudem das dreijährige Bildungsprojekt „Hör mal hin!“ in Kooperation mit den Instituten für Sonderpädagogik und Didaktik der Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover. Mit Unterrichtsmaterialien, Anleitungen und Fortbildungen sollen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Jahrgangsstufen die Bedeutung des Hörsinns und das physikalische Phänomen Schall vermittelt werden – anschaulich und mit Experimenten.

Um die Sensibilisierung und Förderung des Hör-, Vorstellungs- und Ausdrucksvermögens geht es in dem für die Hörregion entwickelten Modul „Klänge und Geräusche“ der Forscher-Kids Region Hannover. Seit 2018 können Kitas und Krippen Entdeckerkisten ausleihen, die Materialien zur Klangerzeugung, Instrumente, Schallpegelmesser, Geräusche-Spiele, Ohrmodell u.a. enthalten. Für die Anwendung werden die pädagogischen Fachkräfte durch das Team der Forscher-Kids angeleitet. Die vier Kisten für den Kita- und Hortbereich sowie die zwei Kisten für den Krippen-Bereich sind bereits bis Ende 2019 gebucht.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de.  

 

Region Hannover fördert Solarkollektoranlagen - Bewerbung noch bis Oktober 2020 möglich

Region Hannover fördert Solarkollektoranlagen (C) Mirko Bartels

 

Die „Richtlinie über die finanzielle Förderung von Solarkollektoranlagen in der Region Hannover“ gibt es seit 2017. Bisher gehörte es zu den Auflagen, dass die geförderten Solarwärmeanlagen spätestens neun Monate nach Bewilligung der Fördermittel in Betrieb genommen werden konnten. Damit die Bürgerinnen und Bürger auch bei unvorhersehbaren Störungen noch auf die Zuschüsse der Region bauen können, wird die Frist nun verdoppelt. Das hat die Regionsversammlung in ihrer heutigen Sitzung (21. Mai) beschlossen. Wenn auch ein Zeitrahmen von 18 Monaten nicht ausreicht, kann sogar eine zusätzliche Fristverlängerung beantragt werden.

Eine klimaneutrale Region Hannover – das haben sich Politik und Verwaltung bis 2050 zum Ziel gesetzt. Erneuerbare Energien spielen dabei  eine entscheidende Rolle. Damit nicht nur große Unternehmen, sondern auch Privatpersonen die Chance haben, die regionale Energiewende aktiv mitzugestalten, fördert die Region Hannover die Errichtung und den Ausbau von Solarkollektoranlagen auf bestehenden Gebäuden. „Ohne unsere Bürgerinnen und Bürger ist es unmöglich, unsere Klimaziele in der Region zu erreichen“, weiß Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen wollen, müssen auch Privathaushalte die Möglichkeit haben, auf erneuerbare Energien umzurüsten.“

Das Angebot ist mit der Solarwärme-Förderung für bestehende Gebäude des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gekoppelt. Das bedeutet: Zusätzlich zur Basisförderung des BAFA erhalten Privatpersonen in gleicher Höhe einen Zuschuss von der Region Hannover. Die Förderung durch die Region ist auf maximal 1.000 Euro pro Anlage begrenzt. Insgesamt stehen für das Förderprogramm 300.000 Euro zur Verfügung. Bewerbungen sind noch bis Oktober 2020 bei der Klimaschutzleitstelle Region Hannover möglich.

Alle wesentlichen Informationen zur Solarwärme-Richtlinie sind in einem Faltblatt zusammengefasst. Es steht, zusammen mit der Förderrichtlinie und dem Antragsformular, unter www.hannover.de/solaroffensive bereit und kann auch per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

Die Solarwärme-Richtlinie ist Teil der „Solaroffensive“, die die Region Hannover gemeinsam mit der Klimaschutzagentur 2017 ins Leben gerufen hat. Noch bis 2020 will die Region so gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren den Ausbau von Solarwärme- und Solarstrom-Anlagen fördern. Dazu gehören neben der Bevölkerung selbst die 20 Städte und Gemeinden in der Region, das Handwerk und die Wohnungswirtschaft.

 

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