Aktuelle Nachrichten aus der Region Hannover vom 23. April 2019

Dienstag, 23 April 2019 17:13
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Aktuelle Nachrichten aus der Region Hannover vom 23. April 2019 Täglich aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Region Hannover (C) TUBS/Wikipedia

REGION HANNOVER.

 

Kultur im Schloss: Ensemble StimmImpuls mit „Say Yes“ 

Ensemble StimmImpuls (C) Matthias Rhomberg

Ensemble StimmImpuls (C) Matthias Rhomberg

Internationale A-cappella-Woche Hannover: Wandelkonzert am 30.4. 

Das Ensemble StimmImpuls präsentiert ein ungewöhnliches Format: Das Wandelkonzert „Haus der Wünsche“ führt am Dienstag, 30. April, 20 Uhr, durch die Räume im Schloss Landestrost. Ensemble und Publikum gehen in Gruppen verschiedene Wege, um in einer musikalischen Ausstellung Molly Blooms Gedankenwelt zu entdecken. Molly ist im Roman „Ulysses“ die unbefriedigte Ehefrau, die am Ende zwar „Ja“ zu ihrem Leben und dem Mann an ihrer Seite sagt. Doch zuvor stellt sie sich so einige Fragen, die das Ensemble in verschiedenen Räumen darstellt: Ist Begehren etwas Gutes, oder etwas Schlechtes, Krankhaftes? Gibt es verbotenes Verlangen? Ist die Ehe Ende oder Krönung der Leidenschaft? Lässt Begehren nach oder endet es erst mit dem Tod? Das Konzert findet statt im Rahmen der Internationalen A-cappella-Woche Hannover, Konzertgäste zahlen 18 Euro Eintritt, ermäßigt 13 Euro.

Zwischen Kammermusik und neuen Kompositionen, Tanz und szenischer Musik: Von Monteverdi bis Piaf springen die 14 Musikerinnen und Musiker durch Genres und Epochen und zeigen mit unterschiedlichen Sprachen, Bildern und Atmosphären die Gedanken einer begehrenden Frau. Das Konzertkonzept „Say Yes“ ist Preisträger des internationalen Dramaturgie-Wettbewerbs HUGO 2018. Die Jury hat damit nebst Tanz, Gesang und Virtuosität auch die Kreativität der Idee honoriert.

Vorverkauf

Eintrittskarten für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich: www.reservix.de. Die Reservix-Hotline ist täglich von 0 bis 24 Uhr unter Telefon (01805) 700733 (0,14 €/Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 €/Minute) erreichbar. Vorverkauf im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt, unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 9-12 Uhr und 13-16 Uhr; Fr. 9 bis 12 Uhr. Alle Veranstaltungen gibt es im Internet auf www.hannover.de/kulturimschloss

 

 

Lesung: Hitlerjunge Schall

Dr. André Postert liest aus den Tagebüchern eines jungen Nationalsozialisten (C) Privat

 

Dr. André Postert  liest aus den Tagebüchern eines jungen Nationalsozialisten (C)Privat

Aus den Tagebüchern eines jungen Nationalsozialisten liest der Historiker Dr. André Postert am Sonntag, 28. April 2019, 15 Uhr, in der Gedenkstätte Ahlem: Franz Albrecht Schall (1913-2001) stammte aus einem bildungsbürgerlichen protestantischen Elternhaus in Thüringen. Der Vater war mit Hermann Hesse befreundet und verfolgte besorgt die Krise der Demokratie. Doch der Sohn trat bereits mit 17 Jahren der Hitlerjugend bei.

Wie der junge Mann in den Sog des Nationalsozialismus geriet, davon zeugen seine Tagebücher: Massenaufmärsche, politische Vorträge und Propagandafahrten sind ebenso festgehalten wie seine persönlichen Eindrücke von Hitler. Während der Vater wegen seiner Kontakte zur Opposition verhaftet wurde, machte der Sohn Karriere in der NS-Diktatur. Fast bis Kriegsende war sein Glaube an das NS-Regime ungebrochen.André Postert stieß im Rahmen seiner Forschung zur Jugend im Nationalsozialismus auf die Geschichte von Franz Albrecht Schall. Er hat die Lebensgeschichte Schalls bis zu dessen Tod 2001 rekonstruiert und den testamentarischen Nachlassverwalter ausfindig gemacht, der im Besitz weiterer Dokumente war. Unverfälscht zeigen die Tagebücher die Anziehungskraft des Nationalsozialismus auf junge Menschen. Zusammen mit der historischen Einordnung ermöglichen sie einen neuen Blick auf die NS-Zeit,und so ist „Hitlerjunge Schall“ zugleich ein anschaulicher Beitrag zum Thema Jugend und ideologische Verführung.

André Postert, hat Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Duisburg-Essen studiert. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut in Dresden.

 

 

Vortrag: Adenauer, die Alliierten und das Grundgesetz

 

Dr. Michael Feldkamp referiert am 2. Mai im Regionshaus (C) Privat

 

Dr. Michael Feldkamp referiert am 2. Mai im Regionshaus (C) Privat

 

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ratifiziert, um Mitternacht desselben Tages trat es in Kraft. Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem referiert Dr. Michael Feldkamp am Donnerstag, 2. Mai 2019, 19 Uhr, im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18 in Hannover darüber, wie das Grundgesetz zustande kam. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei.

Ein eigens gebildeter „Parlamentarischer Rat" hatte das Grundgesetz vom 1. September 1948 bis zum 23. Mai 1949 erarbeitet. Präsident dieses Gremiums war Konrad Adenauer, der mit großem Geschick die Verhandlungen mit den Alliierten führte. Ein erforderlicher Schritt, denn die alliierten Siegermächte hatten sich die Genehmigung des Grundgesetzes vorbehalten. In diesen Auseinandersetzungen profilierte sich Adenauer als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Der Vortrag erinnert 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes an die unmittelbare Vorgeschichte der Bundesrepublik Deutschland.

 

Der Historiker Michael Feldkamp hat in Bonn und in Rom studiert. Er arbeitet als Historiker in der Verwaltung des Deutschen Bundestages und war unter anderem als Redenschreiber, Ghostwriter für den Deutschen Bundestag tätig. In zahlreichen Publikationen befasste er sich mit der Geschichte des Deutschen Bundestages und mit ausgewählten Fragen aus der Universitäts- und Kirchengeschichte vom ausgehenden Mittelalter bis in die heutige Zeit.

 

 

„Zukunft Europa“:  Region lädt für den 24. April zur Diskussion ein - Regionspräsident, Politik-Wissenschaftlerin und Messe-Vorstandschef diskutieren

Die Europawahl steht vor der Tür. Aber was bedeutet Europa für die Menschen? 47 Prozent der Deutschen sahen dem Eurobarometer im März zufolge die EU positiv. Doch von emotionalen Strömungen, die wie früher Grenzbarrieren einreißen, ist Europa inzwischen weit entfernt. Das Chaos um den Brexit, die stärker werdenden nationalistischen Töne in allen Mitgliedsstaaten lassen nur wenige Wochen vor den Europawahlen befürchten, dass der europäische Integrationsprozess langsam zum Auslaufmodell werden könnte - wenn ihr nicht eine Frischzellenkur verordnet wird. Sind die in dem offenen Brief an alle Europäer formulierten Ideen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein Ansatz für eine zukunftsweisende Reform? Braucht Europa mehr oder weniger EU? 

Um diese und weitere Fragen dreht sich ein Diskussionsabend am Mittwoch, 24. April, im Haus der Region, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover. Regionspräsident Hauke Jagau, Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Christiane Lemke und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG, Dr. Jochen Köckler, erläutern im Gespräch mit HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt ihre Ideen und Ansätze. Der Abend in der Reihe „Region im Dialog“ steht unter dem Titel„Zukunft Europa“. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

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