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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 1.Dezember 2020

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Neues Rathaus Hannover und Maschpark (C) Ulrich Stamm Neues Rathaus Hannover und Maschpark (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Veröffentlichung von Umfrageergebnissen: Klimaschutz im Lieferverkehr von Relevanz

Zum Schutz des Klimas müssen Prozesse der urbanen Logistik nachhaltig verändert werden. Dies ist eine Erkenntnis der Online-Befragung der Forschungsgruppe USEfUL (Untersuchung, Simulation und Evaluation für Urbane Logistik). Unter Leitung der Hochschule Hannover wurde im Zeitraum von Juli bis September 2020 eine Online-Befragung zur urbanen Logistik durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.

78 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen eine umweltfreundliche Logistik wichtig oder eher wichtig ist. Fast die Hälfte (47 Prozent der Teilnehmenden) hat das Bedürfnis, mit ihrem Bestellverhalten die Reduzierung von Emissionen im logistischen Prozess zu beeinflussen und ist bereit, hierfür einen Beitrag zu zahlen.

Circa 25 Prozent der Befragten erhalten mindestens wöchentlich eine Warenlieferung. Mehr als die Hälfte kann sich vorstellen, ihre bestellten Waren nicht mehr an die Haustür liefern zu lassen. Bereits jetzt werden alternative Optionen genutzt wie die Zustellung an fußläufig erreichbaren Abholstationen, Filialen oder Paket-Shops.

Die kompletten Ergebnisse der Befragung können auf der Projektseite www.hannover.de/Urbane-Logistik-Hannover unter dem Punkt "Dialog" abgerufen werden.

Über die Befragung

Für die Analyse des logistikrelevanten Akzeptanzverhaltens wurden Bürger*innen deutscher Städte mittels einer Online-Befragung eingebunden. Der Fokus der Erhebung lag auf dem Erkenntnisgewinn über moderne Logistikangebote und dem Bestellverhalten der Bürger*innen. Ziel war es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwiefern neuartige Lieferkonzepte - wie Auslieferungen mit Lastenrädern oder Lieferungen zu Abholstationen - akzeptiert und Einkäufe zur täglichen Versorgung durchgeführt werden. An der Umfrage nahmen 1.200 Personen teil.

Das Forschungsprojekt USEfUL

Im Rahmen des Forschungsprojekts USEfUL (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung-Förderung, FKZ 03SF0547) wird eine Web-Applikation entwickelt, mit der Logistikkonzepte bewertet sowie deren Auswirkungen auf das Leben in der Stadt und den Gesamtverkehr aufgezeigt werden können. Projektpartner*innen sind die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, die TU Braunschweig und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Insbesondere Politiker*innen und Verwaltungen von Kommunen sollen künftig die zu entwickelnde App verwenden, um entsprechend ihrer Nachhaltigkeitsziele effektive Maßnahmen zu identifizieren. Indem Verkehrs- und Warenströme modelliert und simuliert werden, können sich Entscheidungsträger*innen über innovative urbane Logistikkonzepte informieren und einen Einblick über die zu erwartenden Auswirkungen gewinnen, bevor die Konzepte in der Realität umgesetzt werden.

 

Neue Continental-Unternehmenszentrale: Schutzverkleidung der Brücke wird demontiert

Der Bau der neuen Unternehmenszentrale von Continental schreitet weiter voran: Vom 5. bis 7. Dezember 2020 wird die Schutzverkleidung der fertiggestellten Brücke demontiert, die für die Dauer der Fassadenarbeiten an der Brücke angebracht wurde.

 

Stadtfriedhof Ricklingen: 80 junge Bäume für Weißdornallee

Die Weißdornallee auf dem Stadtfriedhof Ricklingen wird derzeit mit 80 jungen Bäumen wiederhergestellt. In den vergangenen Jahren hatte sich der Baumbestand an dem etwa 280 Meter langen Weg im Süden des Friedhofs altersbedingt ausgedünnt – nun wird er komplett erneuert.

„Die ersten gepflanzten Bäume geben schon einen guten Eindruck davon, wie sich die Allee künftig präsentieren wird“, sagte Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette heute (30. November), als sie sich gemeinsam mit Ulrich Prote, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, ein Bild von den Arbeiten gemacht hat. „Schon seit rund 20 Jahren mehrten sich die Fällungen von altersbedingt kranken oder abgestorbenen Bäumen in der ursprünglichen Allee, weil die Bäume nicht mehr verkehrssicher waren. Die Friedhofsverwaltung verzichtete dort bewusst auf sofortige Nachpflanzungen, um diese dann als einheitliche Allee wiederherstellen zu können“, erläuterte die Dezernentin.

Die Sachkosten für die Maßnahme, die voraussichtlich Anfang Dezember abgeschlossen wird, belaufen sich auf insgesamt rund 16.000 Euro.

Die Weißdornallee ist eine der längsten Alleen auf dem Stadtfriedhof Ricklingen. Sie beginnt am historischen Brunnen angrenzend an Abteilung 22 und verbindet die ursprünglichen Erdbestattungsfelder mit den Urnenabteilungen der Erweiterungsflächen aus den 1920er-Jahren. Weißdorn, botanisch: Crataegus, ist als Alleebaum eher ungewöhnlich, weil es sich um einen kleinkronigen Baum mit einem etwas unregelmäßigen Wuchs handelt. Die neuen Bäume sollen den historischen Charakter dieser Allee wiederherstellen. Weil die klimatischen Herausforderungen durch vermehrte Extremwetterlagen und lange Trockenzeiten für Bäume immer größer werden, testet die Friedhofsverwaltung im Rahmen dieser Pflanzarbeiten erstmals verschiedene Möglichkeiten der Bodenverbesserung. Mittel- bis langfristig sollen daraus Standards für besondere Standorte entwickelt werden.

Auf dem denkmalgeschützten Stadtfriedhof Ricklingen stellen Alleen unterschiedlichster Baumarten besondere Gestaltungselemente dar. Der Friedhof wurde 1908 als Hauptfriedhof der damals noch eigenständigen Stadt Linden eröffnet. Wegen seiner Größe sollte er durch die Bepflanzung mit charakteristischen Alleen besser gegliedert werden und Besucher*innen eine gute Orientierung bieten. Neben den üblichen Alleebäumen wie Kastanien (weiß- und neuerdings auch gelbblühend) und Eichen befinden sich auf dem Friedhof auch Alleen aus Rotbuchen, Hainbuchenkegeln und Omorika-Fichten sowie Kiefernhecken und Weißdorn als wegbegleitende Gehölze.

 

Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten tagt öffentlich

Am kommenden Freitag (4. Dezember) findet um 14 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL) statt. Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Bodenuntersuchungen am Lindener Berg

Die Landeshauptstadt Hannover lässt ab heute (30. November) Bodenuntersuchungen in der Kleingartenkolonie „Lindener Eisen und Stahl“ (Kleingärtnerverein Linden e.V.) am Lindener Berg vornehmen. Dabei werden Bohrungen in bis zu 15 Meter Tiefe vorgenommen. Anlass für die Untersuchungen sind Erdabsackungen von Böden innerhalb der Kolonie in den Jahren 2006 und 2019.

Im zweiten Weltkrieg wurden unterhalb des Lindener Bergs sogenannte „Luftschutzstollen“ angelegt. Mit den Bohrungen soll erkundet werden, welche Tragfähigkeit die Decke über den Stollen aufweist und welche Sicherungsmaßnahmen möglicherweise vorzunehmen sind. Die Arbeiten, die ein beauftragtes Unternehmen durchführt, werden circa eine Woche dauern.

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