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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 11. Juni 2019

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Modellprojekt: Einführung des Systems LOC.id an Ampelanlagen

Als Modellprojekt hat die LHH die Ampelanlagen an den Haltestellen Großer Hillen, Saarbrückener Straße und Bleekstraße mit dem System LOC.id des Unternehmens RTB ausgestattet. LOC.id basiert auf Bluetooth. Nähern sich Benutzer*innen einer mit einem Empfänger ausgestatteten Gerät, so werden sie erkannt und die Lautstärke des Orientierungssignals wird angehoben. Befinden sich Benutzer*innen direkt im Umfeld des Mastes, schaltet die Akustik wieder zurück in die Ausgangslautstärke.

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Anwendung, für die sich Benutzer*innen entscheiden können. Die Verwendung eines „Ein-Knopf-Gerätes“ als Sender oder aber eine App, die auf das Smartphone installiert wird und als Sender fungiert. Die App kann sowohl für Android als auch für iOS kostenfrei in den entsprechenden App-Stores heruntergeladen werden.

Viele der heute in Hannover bestehenden Ampelanlagen verfügen bereits über bestimmte Elemente der Signalisierung für Blinde und Sehbehinderte. An Ampelanlagen der neuesten Generation werden Blinde und Sehbehinderte über das sogenannte Orientierungssignal zu den einzelnen Furten hingeführt. Dort können sie an speziellen Anfordertastern ein akustisches Signal sowie unterstützend dazu ein Vibrieren des Tasters während der Freigabe anfordern.

In Anbetracht des demografischen Wandels der Gesellschaft mit einer zunehmenden Anzahl an Blinden und Sehbehinderten, ist diese Form der Signalisierung ein unabdingbares Element der barrierefreien Gestaltung des Verkehrsraums. In vielen Fällen besteht jedoch ein steter Interessenskonflikt bei der Einstellung der akustischen Signale. Im Fokus steht hierbei vor allem das Orientierungssignal, da es quasi permanent einen Ton absondert und damit für die Anwohner*innen eine deutliche Lärmbelastung darstellt.

 

Godehardistift: Neue Zukunftsperspektive

Für das von Schließung bedrohte Seniorenzentrum Godehardistift in Linden, Posthornstraße 17, hat die Landeshauptstadt Hannover (LHH) den Träger Paul Gerhardt Diakonie bei der Suche nach einem Grundstück unterstützt. Sie stellt jetzt eine geeignet erscheinende Fläche an der Einmündung Ricklinger Straße in die Deisterstraße im Rahmen einer sogenannten Anhandgabe zur Verfügung. Dieses Grundstück wird vom Betreiber auf Nutzbarkeit geprüft. Im Anschluss muss die Änderung des Baurechtes erfolgen. Die angedachte Schließung der Einrichtung in der Posthornstraße wird zunächst bis zum 30. Juni 2020 ausgesetzt.

Das Godehardistift sollte aufgrund des baulichen Zustandes in absehbarer Zeit geschlossen werden. Im Sinne der Bewohner*innen und der Versorgung des Stadtteils mit Altenpflegeplätzen hat sich die Stadt für einen möglichen Ersatzstandort eingesetzt.

Wegen der dichten Bebauung und des eingeschränkten Angebotes potenziell nutzbarer Flächen in Linden war die Suche schwierig. Die ausgewählte Fläche wird von Stadt und Betreiber mit einigen Einschränkungen als geeignet angesehen. Sie wird zurzeit als Parkplatzfläche genutzt.

Mit einer freien Anhandgabe reserviert die Stadt das Grundstück und gibt der Paul Gerhardt Diakonie Gelegenheit, es in den nächsten sechs Monaten auf Nutzbarkeit zu prüfen. Dazu gehören bauliche Möglichkeiten genauso wie konzeptionelle und wirtschaftliche Aspekte sowie Fragen der Bewirtschaftung eines Neubaus.

Die Stadt selbst hat in der Anhandgabe neben notwendigen bauplanung- und bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen, die in einem etwaigen Kaufvertrag aufgenommen würden, für Nutzungskonzepte der alten und neuen Fläche folgende zu berücksichtigende Punkte formuliert:

  • Unterbringung von Pflegewohnen und Kurzzeitpflege, einschließlich preisgünstiger Angebote
  • Angebote an den Stadtteil zum Beispiel in Form eines Quartierszentrums mit Seniorenzentrum, Beratungsangeboten, Kindertagesstätte
  • stadtteiltypische Konzepte, wie zum Beispiel Baugemeinschaften
  • Erstellung eines groben Zeitplanes
  • etwaiger Tausch von nicht mehr benötigten Flächen an der Posthornstraße 17 mit neuem Grundstück an der Deisterstraße.

Bei positiver Einschätzung muss im nächsten Schritt die Änderung des Baurechts durch die LHH erfolgen. Die finale Entscheidung über Schaffung von Baurecht und einen Flächenverkauf liegt bei den Ratgremien.  

Der Vorstand der Paul Gerhardt Diakonie hat den im Raum stehenden Schließungstermin auf den 30. Juni 2020 verschoben, um ausreichend Zeit für eine sorgfältige Prüfung zu haben.

Nach erfolgreichem, zeitgerechten Abschluss aller notwendigen Schritte beabsichtigt die Paul Gerhardt Diakonie, das bisherige Godehardistift zu derzeitigen Bedingungen weiter zu betreiben und später direkt in den Neubau umzuziehen.

„Der Stadt Hannover ist es sehr wichtig, dass den Menschen in ihren Stadtteilen wohnortnahe stationäre Pflegeangebote zur Verfügung stehen,“ erläutert Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf und unterstreicht: „Wir freuen uns daher über die konstruktiven Gespräche mit der Paul Gerhardt Diakonie. Und dass wir schließlich den Weg ebnen konnten, auf dem die Schließung des Godehardistifts vorerst ausgesetzt und der Bau einer neuen Versorgungseinrichtung für ältere Menschen im Stadtteil Linden vorbereitet werden kann. Dies auch vor dem Hintergrund, dass nach überschlägigen Berechnungen nahezu die gesamte Bewohnerschaft des Godehardistifts in einem Neubau an der Deisterstraße Platz finden könnte - rund 100 stationäre Pflegeplätze von insgesamt 200 im Stadtteil Linden. Außerdem kann am bisherigen Standort an der Posthornstraße 17 ein zukunftsorientiertes Quartierskonzept mit Tagespflege-, Beratungs- und Begegnungsangeboten entstehen und bei Tausch von Grundstücksanteilen ein stadtteiltypisches Baugemeinschaftskonzept unterstützt werden. Eine solches Konzept würde die Stadt für den Stadtteil Linden sehr begrüßen.“

„Ich bin sehr froh, dass sich in den letzten Wochen eine so gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt ergeben hat. Nur dadurch konnte dieses Grundstück gefunden werden. Wir haben nun die Hoffnung, dass wir eine gute Anschlussperspektive für die Bewohner und Mitarbeiter des Godehardistifts finden können,“ sagt Geschäftsführer Wolfram Rohleder.

 

 

 

„Hannover Salon“ des Freundeskreises des Historischen Museums Hannover lädt ein:Team Kulturhauptstadtbewerbung ruft bei der Nacht der Museen am 15. Juni zu Unterstützer*innen-Statements auf

Zum ersten „Hannover Salon“ lädt der Freundeskreis des Historischen Museums Hannover bei der Nacht der Museen am Sonnabend (15. Juni) von 20 bis 21 Uhr gemeinsam mit dem Team Kulturhauptstadtbewerbung (khh25) zum Thema „Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt“ ein. Die Vorsitzenden der Gremien, die Hannover auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 beraten, sprechen über ihr ehrenamtliches Engagement zu Hannovers Bewerbung zur Kulturhauptstadt und diskutieren mit den Besucher*innen über die Fragen: Wie ist der Stand der Dinge? Wie geht es weiter? Dabei sind für das khh25-Kuratorium Marlis Fertmann und für den Beirat Ninia Binias, Autorin und Künstlerin Ninia LaGrande. Für den Kulturrat steht die Vorsitzende Magdalena Jackstadt zum Gespräch bereit. Daneben haben die Gäste die Möglichkeit, an einer Medienstation auf der Webseite www.khh25.de ein Unterstützer*innen-Statement für die Kulturhauptstadt abzugeben.

In der Zukunft sollen im „Hannover Salon“ aktuelle Themen von Stadtbedeutung mit Besucher*innen diskutiert werden.

 

 

Spatenstich für neues Sozialgebäude der Stadtentwässerung

Die Stadtentwässerung bekommt an ihrem Standort in der Sorststraße (Stadtteil Hainholz) ein neues Sozialgebäude. Den offiziell ersten Spatenstich dafür haben Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette sowie der kommissarische Betriebsleiter, Dr. Hans-Otto Weusthoff, heute (11. Juni) getätigt. Auf einem Teil des bisherigen Parkplatzes des Verwaltungsgebäudes in der Sorststraße entsteht in den kommenden zwei Jahren für rund 8,5 Millionen Euro ein dreigeschossiger Neubau.

„Die tägliche Arbeit am und im rund 2.500 Kilometer langen Abwasserkanalnetz ist ein harter Job und unweigerlich eine schmutzige Angelegenheit. Umso wichtiger ist, dass die Beschäftigten angemessene Räumlichkeiten zum Waschen und Umziehen sowie für Pausen haben“, bekräftigte Sabine Tegtmeyer-Dette die Notwendigkeit dieses Neubaus.

In dem Gebäude entstehen rund 200 Umkleideplätze und mehr als 100 Duschen. Dank einer Gesamtfläche von über 2.600 Quadratmetern kann im neuen Gebäude für die Kanalbetriebsarbeiter*innen eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung eingehalten werden. Dies heißt zum Beispiel, dass separate Räumlichkeiten für das Betreten mit verschmutzter beziehungsweise sauberer Kleidung bereitgestellt werden. Gleichzeitig werden die Duschbereiche den individuellen Bedürfnissen entsprechen und sind entweder offen, mit Sichtschutz oder als Kabinen ausgebaut. Genügend große Spinde bieten allen die Möglichkeit, Bekleidung und persönliche Gegenstände belüftet unterzubringen. Auch die Informations- und Aufenthaltsbereiche werden einladend und den aktuellen Anforderungen entsprechend umgesetzt. Hierzu gehört auch die bauliche Anlehnung an den Passivhaus-Standard mit Wärmerückgewinnung und die Vorrichtung zum Nachrüsten von Solarmodulen auf dem Dach des Neubaus.

Das benachbarte vorhandene Gebäude aus den 1970er-Jahren weist einen hohen Sanierungsbedarf auf: So hat Feuchtigkeit dem Haus zugesetzt und die Armaturen sind veraltet. Zudem entspricht das Platzangebot nicht mehr heutigen Ansprüchen. Wenn das neue Haus fertiggestellt ist, sollen im bisherigen Sozialgebäude Büro- und Besprechungsräume entstehen.

 

Zwölf Literat*innen nehmen an „1. Hannoverscher Autor*innenkonferenz“ teil: Der „Kurt 2019“ geht an Alexander Rudolfi

Mit dem ersten „Kurt 2019“ und 300 Euro Preisgeld wurde bei der „1. Hannoverschen Autor*innenkonferenz“ Alexander Rudolfi geehrt. Zwölf Literat*innen haben sich kopfüber in die „1. Hannoversche Autor*innenkonferenz“ gestürzt und blicken auf ein intensives Arbeitswochenende zurück. An drei Tagen, vom 7. bis heute (9. Juni) haben sie sich kennengelernt, ausgetauscht, haben gegenseitig Schreibstile und –weisen diskutiert, an noch unveröffentlichten Texten gearbeitet und sind von kompetentester Seite beraten worden: von Prof. Dr. Gabriela Jaskulla, Schriftstellerin, Professorin für Kulturjournalismus und Wissenschaftliche Leiterin der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), sowie vom Fernseh- und Radiojournalisten Martin Reckweg, NDR Niedersachsen.

Am Ende der Konferenz, die vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftsteller – VS Niedersachsen/Bremen organisiert wurde, haben alle Konferenzteilnehmer*innen die/den vielversprechendste/n Literatin/en gewählt und mit dem „Kurt 2019“ geehrt: Alexander Rudolfi hat den „Kurt 2019“ und damit 300 Euro erhalten. Namensgeber für „Kurt“ ist Kurt Schwitters, Autor des berühmten „Anna Blume“-Gedichts, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Zur „1. Hannoverschen Autor*innenkonferenz“:

Zahlreiche hannoversche Autor*innen hatten sich für die Premiere der Schreibwerkstatt mit ihren unveröffentlichten Texten beworben. Eine Fachjury, bestehend aus Annette Hagemann (Kulturbüro Hannover, Literaturförderung), Achim Engstler (Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Niedersachsen/Bremen) und Marco Sagurna (freier Autor und Herausgeber, für das Autor*innennetzwerk Hannover), hat zwölf Teilnehmer*innen für die Konferenz ausgewählt: Nicole Balschun, Naby Benjamin Berdjas, Gyde Callesen, Bodo Dringenberg, Eva Horter, Leander Fischer, Nima Moraghebi, Tobias Premper, Alexander Rudolfi, Barbara Schlüter, Axel Schnell und Tarja Sohmer.

Literatur in Hannover bekommt neuen Schwung

Kaum ist die eine Veranstaltung zu Ende plant das Kulturbüro schon die nächsten neuen Literaturveranstaltungen. Mit neuen Formaten setzt das Kulturbüro in Hannovers Literaturszene neue Impulse. Seit April gibt es eine laufende „Junge Schreibwerkstatt“ für Schreibinteressierte von 16 bis 30 Jahren. Jetzt hat das Kulturbüro die „1. Hannoversche Autor*innenkonferenz“ mit der „Kurt“-Preisverleihung organisiert und im Juli startet die neue Lesereihe „Literarisches Speeddating: Hannovers Autor*innen stellen sich vor“. In dem neuen Lesungsformat kann das hannoversche Publikum „seine“ Autor*innen näher kennenlernen: Die Besucher*innen wandern von Autor*in zu Autor*in: Bei Kurzlesungen im kleinen Kreis und bei Gesprächen auf Augenhöhe können sie von den hannoverschen Schriftsteller*innen dabei auch erfahren, wie sie auf ihre Ideen kommen und wie so ein Schreiballtag aussieht. Karten für neun, ermäßigt fünf Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus unter der Rufnummer Tel.168-41222. Achtung: Begrenzte Sitzplätze.

Zum Auftakt der Reihe am Mittwoch (3. Juli) von 19.30 bis 21.15 Uhr in der Heldraumstation, Gerberstr. 3A (Hinterhaus) stellen sich an fünf Lesestationen insgesamt sieben Autor*innen mit einem breiten literarischen Spektrum vor: Ulrike Gerold und Wolfram Hänel kennen das Geheimnis, wie man mehr als 120 in 30 Sprachen übersetzte Bücher veröffentlicht und wie das ist, zwischen mehreren Pseudonymen und auch zwischen Romanfiguren wie dem Serienmörder Haarmann, dem Collie „Dusty“ oder der jungen Nachkriegs-Architektin Ilse zu wechseln. Drehbuchautor Christoph Honegger kann darüber Auskunft geben, wie visuelles Erzählen geht – und was eigentlich „Bügelfernsehen“ ist. Romanautorin Lisa Kreißler versteht es, der Gegenwart ein mythisches Gesicht zu geben, und beantwortet vielleicht auch Fragen zum „skandinavisch-magischen Realismus“ ihrer Bücher. Krimikönigin und Bestsellerautorin Susanne Mischke weiß, wie man die bösen Buben erst erfindet und dann via Kommissar mit Charakterkopf wieder einfängt. Und die preisgekrönte Journalistin Gabi Stief und der langjährige HAZ-Gerichtsreporter und Kolumnist Hans-Peter Wiechers berichten, wie man aus Details des hannoverschen Alltags bis hin zu brisanten lokalen Gerichtsfällen lesenswerte und perspektivverändernde Geschichten macht.

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