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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 13.August 2022

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Graffiti-Festival „Urban Nature“ feiert fünfjähriges Jubiläum in Hannover © LHH Graffiti-Festival „Urban Nature“ feiert fünfjähriges Jubiläum in Hannover © LHH

HANNOVER.

 

Landtagswahl am 9. Oktober: Alle Direktkandidat*innen für die hannoverschen Wahlkreise zugelassen

Der Kreiswahlausschuss der Landeshauptstadt Hannover hat in seiner Sitzung am heutigen Freitag (12. August) alle vorgeschlagenen Direktkandidat*innen für die Landtagswahl am 9. Oktober zugelassen. Die im derzeitigen Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien (SPD, CDU, GRÜNE, FDP und AfD) sowie DIE LINKE. haben in allen fünf hannoverschen Wahlkreisen Direktkandidat*innen aufgestellt. Weiter kandidieren die Partei Volt in den Wahlkreisen Döhren, Linden, Ricklingen und Mitte, die Humanisten Niedersachsen, Die PARTEI und die PIRATEN in den Wahlkreisen Linden und Mitte, dieBasis im Wahlkreis Linden sowie die Partei „sonstige“ im Wahlkreis Mitte. Im Wahlausschuss wurde kein eingereichter Wahlvorschlag zurückgewiesen.

 

Graffiti-Festival „Urban Nature“ feiert fünfjähriges Jubiläum in Hannover

Das Urban-Nature-Festival für Graffitikunst wird vom 18. bis 21. August an verschiedenen Orten in Hannover gefeiert. Das mehrtägige Festival ist aus der ehrenamtlichen Tätigkeit des Graffiti-Netzwerks gewachsen. Es bringt die hannoversche Szene mit internationalen Künstler*innen und interessierten Besucher*innen zusammen. Das nicht kommerzielle Festival wird vom Graffitinetz Hannover und dem Kulturbüro der Stadt veranstaltet.

Künstler*innen aus den hannoverschen Partnerstädten sind regelmäßig dabei. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Bristol nehmen zwei Künstler*innen aus der englischen Partnerstadt am Festival teil. Seit Jahren pflegen beide Städte einen intensiven Austausch zwischen Street-Art-Künstler*innen. Dazu gehören gegenseitige Besuche zum Upfest in Bristol und beim Urban-Nature-Festival in Hannover.

Das Jubiläumsprogramm reicht vom Sommerkino im Hof des Künstlerhauses über eine große Jam und eine Podiumsdiskussion mit Gästen aus der Partnerstadt Bristol zum Thema „Urban Art“ bis hin zum Kunstkiosk, bei dem Werke der Künstler*innen erworben werden können.

Programm

Den Auftakt macht am kommenden Donnerstag (18. August) der Film „Martha: A Picture Story“ beim Sommerkino im KoKi Hannover, Sophienstraße 2. Live-Musik mit Shyriiwook (Franzi Natra x Sam Boca), Eintritt: 10 Euro. Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr.

Am 19. August (Freitag) gibt es eine Vernissage des Künstlers HNRX in der Galerie Brutal, Ihmeplatz 8H. Egal ob es eine Paprika, Wurst oder Thunforelle ist - mit der Verformung von Lebensmitteln verarbeitet HNRX die Warenwelt unseres Alltags. All dies und weitere Objekte aus dem Leben des HNRX werden in der Galerie Brutal auf dem von ihm bevorzugten Material Beton präsentiert. Eine Huldigung an die Dinge, die uns umgeben – und perfekt im Ambiente der Galerie Brutal.

Zentrales Happening des Festivals ist die Graffiti-Jam, die am 20. August (Sonnabend) ab 10 Uhr der Ihmehall, Spinnereistraße 1, unterhalb der „Drei warmen Brüder“, stattfindet. Mehr als 70 Maler*innen unterschiedlichsten Alters gestalten die gesamte Fläche neu - neben der lokalen Szene werden auch die Gäste aus der hannoverschen Partnerstadt Bristol vor Ort sein. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene.

„In diesem Jahr freuen wir uns sehr, Hazard One & The Hass aus Bristol begrüßen zu dürfen und damit den Austausch zwischen den lebendigen Szenen in Bristol und Hannover unterstützen zu können“, sagt Bianca Thomas aus dem Kulturbüro, Sachgebiet Internationale Kultur.

Ebenfalls am 20. August findet um 14 Uhr die Podiumsdiskussion „Urban Art in Bristol und Hannover – eine Standortbestimmung“ mit Teilnehmer*innen aus Hannover in der Faust Warenannahme, Zur Bettfedernfabrik 3, statt. Für Bristol wird unter anderen die stellvertretende Bürgermeisterin Asher Craig gemeinsam mit Bürgermeisterin Monica Plate auf dem Podium sitzen. Bereits ab 13.15 Uhr wird sie begleitet von den Mitgliedern des Bristol Hannover Council und der Hannover Bristol Gesellschaft das Festival an der Ihmehall besuchen. Der Eintritt ist frei. „Mit einem weiblichen Fokus wollen wir auf dem Podium in den Dialog gehen, voneinander lernen, empowern und Zukunftsperspektiven erörtern“, erläutert Sarah Kniep, Koordinatorin in der Jungen Kultur im Kulturbüro.

Ab 22 Uhr am 20. August lädt das UJZ Glocksee, Glockseestraße 35, auf den Hof zu einer Illumination mit Fotos der vergangenen Festivaljahre mit anschließender Party ein.

Am 19., 20. und 21. August gibt es im Bei Chez Heinz, Liepmannstraße 7B, Kunstwerke, Sticker, Postkarten und Merchandising-Artikel der teilnehmenden Künstler*innen zu kaufen: Freitag, 19. August, von 15 bis 20 Uhr, Sonnabend, 20. August, von 12 bis 20 Uhr undSonntag, 21. August, von 12 bis 18 Uhr.

 

2018 wurde von der Stadt Hannover eine 1000 Quadratmeter große Freifläche für urbane Kunst geschaffen, auf der legal Graffiti als Kunstform gestaltet werden kann. An der sogenannten „Ihmehall“ findet dort einmal im Jahr das Urban Art & Graffiti-Festival „Urban Nature“ statt, das jedes Jahr weiterwächst und auch Künstler*innen aus hannoverschen Partnerstädten mit einbezieht. 2020 und 2021 fand das Festival aufgrund der Pandemie sehr verschlankt statt.

Das Thema Urban Art hat sich seit dem Start des Sachgebiets Junge Kultur im Kulturbüro 2017 schnell als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. „Uns ist es wichtig, dass sich junge Menschen in der Stadt wohlfühlen und ihre Interessen verfolgen können“, so Sarah Kniep. „Wir sehen uns als Möglichmacher*innen – in diesem Fall ist ein wunderbares buntes Festival herausgekommen, das wir sehr gerne unterstützen.“

„Es ist schön mitanzusehen, dass sich das Festival im fünften Jahr mehr und mehr internationalisiert und damit dem Ziel des Kulturentwicklungsplans, ein internationales Urban Art Festival in Hannover zu etablieren immer näherkommt“, sagt Bernd Jacobs, Sachgebietsleiter Junge Kultur im Kulturbüro.

 

75 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Bristol: Die Jubiläumsfeierlichkeiten zeigen die Vielfältigkeit der Beziehungen

Hannovers älteste Städtepartnerschaft wird 75 Jahre alt. Das Jubiläum feiern die niedersächsische Landeshauptstadt und ihre Partnerstadt Bristol vom 18. bis zum 20. August mit einem abwechslungsreichen Programm, das die vielfältigen Beziehungen charakterisiert. Dabei blicken sie zurück, aber vor allem auch nach vorn – mit neuen Inhalten und Ideen. Aktuelle und zukünftige Projekte werden die Vertreter*innen der beiden Städte, Oberbürgermeister Belit Onay und stellvertretende Bürgermeisterin Asher Craig, am 20. August um 10.30 Uhr beim Festakt im Neuen Rathaus feiern und die neuen Schwerpunkte in einem Memorandum besiegeln.

Die Kooperation Hannovers mit Bristol als erste Städtepartnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg basierte auf dem Verlangen nach Frieden, Aussöhnung und Verständigung. Im Lauf der vergangenen Jahrzehnte haben sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien und auch die Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Bristol stetig verändert. Der größte Einschnitt, die Entscheidung des United Kingdom aus der EU auszutreten, ist die größte Herausforderung, aber zugleich auch eine große Chance für die städtepartnerschaftliche Ebene.

Netzwerk wächst trotz Brexit

„Der Brexit ist für uns ein großer Ansporn. Wir wollen noch enger zusammenarbeiten, damit wir unsere vielfältigen Kontakte erhalten und der europäische Gedanke durch enge Freundschaften, gemeinsame Projekte und neue Ideen fortlebt“, stellt Oberbürgermeister Belit Onay im Vorfeld der Jubiläumsfeierlichkeiten in Hannover klar. Erwartet wird vom 18. bis 20. August eine Delegation aus Bristol unter der Leitung von Asher Craig, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bristol, nachdem vom 14. bis 17. Juli eine hannoversche Delegation in Bristol zu Gast war.

Durch viele kleine und große Kooperationen haben seit 75 Jahren engagierte Menschen aus beiden Städten gemeinsam das starke und dauerhafte Netzwerk der Städtepartnerschaft geknüpft, das jetzt dem Brexit zum Trotz intensiver wird und beständig weiterwächst.

Ginko-Baum bekräftigt Partnerschaft

Symbolisch bekräftigen Oberbürgermeister Belit Onay und die stellvertretende Bürgermeisterin Asher Craig aus Bristol die gemeinsame Städtepartnerschaft, indem sie am 19. August um 10 Uhr im Palaisgarten des Museum Wilhelm Busch einen Ginko-Baum einpflanzen. Er wurde aus den Samen eines Ginko-Baumes gezogen, der in Hannovers japanischer Partnerstadt Hiroshima den Atombombenabwurf überlebt hat. Der Baum steht für Versöhnung, Solidarität und Frieden. Sein Pendant wurde im Juli im Beisein der hannoverschen Delegation im Botanischen Garten in Bristol eingepflanzt.

Der Austausch zwischen den beiden Städten findet zurzeit auf vielen Ebenen statt und ist über viele Bereiche sichtbar.  Dazu gehört die abenteuerliche Bootsfahrt von einem Fass Gin von Hannover nach Bristol als Hommage an die Verbundenheit Hannovers mit dem Vereinten Königreich trotz der neuen Bürokratie mit dem Zoll nach dem Brexit.

Zu den vielfältigen Beziehungen gehört auch der Wirtschaftskontakt zur Deutschen Messe AG, die ebenso wie die Städtepartnerschaft vor 75 Jahren gegründet wurde. Auf eine britische Initiative geht denn auch die erste Export-Messe im Jahr 1947 zurück.  Dieses gemeinsame Jubiläum würdigen Oberbürgermeister Belit Onay und die stellvertretende Bürgermeisterin Asher Craig gemeinsam mit Andrea Aulkemeyer, Finanzvorständin der Deutschen Messe AG, am 18. August, wenn sie um 17 Uhr „75 Jahre Deutsche Messe AG“ mit einem Geburtstagskuchen feiern.

Weitere enge wirtschaftliche Kontakte pflegen auch die Wirtschaftsjunior*innen der IHK mit der Junior Chamber of Commerce in Bristol.

Als Beispiel der internationalen Kooperationen im Bereich von Bildung, Wissenschaft und Forschung hat jüngst beim hannoverschen Besuch in Bristol die Vizepräsidentin für Internationales und Nachhaltigkeit an der Leibniz Universität Hannover, Professorin Christina von Haaren, eine strategische Vereinbarung mit der Bristol University abgeschlossen, um den Studierendenaustausch zu intensivieren und zu erleichtern.

Mit Blick auf die Zukunft haben Jugendprojekte einen besonderen Stellenwert in den Städtepartnerschaften. Beispielhaft steht hierfür das aktuelle Tanzprojekt zum Thema Menschenrechte, das die Rise Youth Dance Initiative aus Bristol gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Stadtteilzentrum Linden und dem Jugendzentrum Feuerwache erarbeitet haben. Es wird zum Festakt am Sonnabend (20. August) im Neuen Rathaus aufgeführt.

Gemeinsam das koloniale Erbe aufarbeiten und die Herausforderungen der Zukunft angehen

Besonders intensiv ist zurzeit der Austausch zwischen den Städten Hannover und Bristol im Umgang mit dem kolonialen Erbe. Mit der Ausstellung „Von goldenen Kutschen und kolonialer Vergangenheit“ im Historischen Museum hat sich Hannover mit Unterstützung aus Bristol der Aufarbeitung seiner Kolonialgeschichte gewidmet, die in Hannover stark im Zusammenhang mit der Zeit der Personalunion steht. Im Juli hat die städtische Delegation aus Hannover die Arbeit der History Commission kennen gelernt, die die Stadt Bristol nach dem Sturz der Colston Statue gegründet hat. Dieser Austausch soll intensiviert werden und so nimmt in einem ersten Schritt Asher Craig gemeinsam mit anderen Initiativen aus Hannover am 19. August um 16 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Decolonize our minds“ im Historischen Museum teil.

Beide Städte sind sich der Rolle der Kultur für die Gestaltung resilienter Innenstädte bewusst: Dafür steht Hannovers Innenstadt-Dialog und Bristol als eine Stadt mit viel urbaner Kunst und dem Künstler Banksy. Seit Jahren pflegen die beiden Städte auch einen intensiven Austausch zwischen Street Art Künstler*innen: Gegenseitige Besuche zum Up Fest in Bristol und beim Urban-Nature-Festival am 20. August um 13 Uhr an der Ihmehall in Hannover stehen auf dem Programm. Auf internationaler Ebene werden die UNESCO City of Film Bristol und die UNESCO City of Music Hannover ihre Zusammenarbeit künftig weiter ausbauen.

 

Wegesanierung im Von-Alten-Garten

Die Stadt saniert ab Montag (15. August) die Deckschichten der Wegeflächen im Von-Alten-Garten (Stadtteil Linden-Mitte). Es handelt sich dabei um insgesamt rund 3.000 Quadratmeter Oberfläche aus sandigem Material (sogenannte „wassergebundene Fläche“). Die Beschäftigten des städtischen Ausbildungsbetriebs Garten- und Landschaftsbau des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, die diese Arbeiten übernehmen, werden voraussichtlich etwa vier Wochen dafür benötigen. Mit Einschränkungen für Besucher*innen ist zu rechnen, der Park wird in dieser Zeit aber grundsätzlich nutzbar bleiben. Die Kosten für den Material- und Maschineneinsatz im Rahmen der Arbeiten belaufen sich auf circa 55.000 Euro.

 

 

 

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