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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 13. November 2019

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Erfolgreicher Abschluss der 11. Exekutivkonferenz der Mayors for Peace in Hannover

Die 11. Mayors for Peace Exekutivkonferenz fand in Hannover statt, unter den Teilnehmenden waren Bürgermeister*innen aus acht Ländern, darunter: Kazumi Matsui aus Hiroshima (Japan), Tomihisa Taue aus Nagasaki (Japan), Jaime Fresnedi aus Muntinlupa (Philippinen), Ivan Knez aus Biograd na Moru (Kroatien) und Josep Mayoral aus Granollers (Spanien). (C) Stadt Hannover Die 11. Mayors for Peace Exekutivkonferenz fand in Hannover statt, unter den Teilnehmenden waren Bürgermeister*innen aus acht Ländern, darunter: Kazumi Matsui aus Hiroshima (Japan), Tomihisa Taue aus Nagasaki (Japan), Jaime Fresnedi aus Muntinlupa (Philippinen), Ivan Knez aus Biograd na Moru (Kroatien) und Josep Mayoral aus Granollers (Spanien). (C) Stadt Hannover

 

Nach zwei Tagen intensiver Gespräche ging heute (12. November 2019) die 11. Exekutivkonferenz des weltweiten Netzwerkes Mayors for Peace mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung zu Ende. Hannover war bereits zum dritten Mal Gastgeberin dieser Konferenz.

Bürgermeister*innen aus acht Ländern, darunter die Bürgermeister aus Hiroshima und Nagasaki waren zu Gast, um über die Erreichung des Ziels „Global Zero“, einer Welt ohne Atomwaffen, zu diskutieren und Maßnahmen zu erarbeiten.

Zudem stand die Gründung des „European Chapters“ auf dem Programm. In der Vereinbarung schlossen sich europäische Exekutiv- und Lead Cities zusammen, um durch gemeinsame Aktionen die Arbeit der Mayors for Peace in Europa sichtbarer zu machen.

Bürgermeister Thomas Hermann zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz: „Von Hannover gehen neue Impulse für die zukünftige Arbeit der Mayors for Peace aus. Das European Chapter wird die Mitgliedsstädte in Europa noch stärker miteinander verbinden. Wir werden nicht untätig zusehen, wenn die atomare Abrüstung stirbt.“

In der Abschlusserklärung hielten die Teilnehmenden fest:

„2020 ist ein entscheidendes Jubiläum für unsere Organisation, denn es ist der 75. Jahrestag der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki und das Ende des Zweiten Weltkriegs. Wir bleiben dem Wunsch der Hibakuschas nach einer Welt ohne Atomwaffen verpflichtet. Wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln, um dieses Ziel zu erreichen”.

Die Konferenzteilnehmer*innen legten zudem die Ecksteine für den Aktionsplan der Mayors for Peace von 2021 bis 2024 fest. Dieser wird im kommenden Jahr auf der Generalversammlung in Hiroshima verabschiedet. Im Kern sieht er vor, dass sich die Mitgliedsstädte der Mayors for Peace ganz im Sinne der Überlebenden (Hibakushas) der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki für die Abschaffung der Nuklearwaffen einsetzen und die Friedensarbeit mit jungen Menschen vertiefen. Darüber hinaus soll ein weiterer Fokus auf die Entwicklung sicherer und resilienter Städte gelegt werden. Die Zahl der Mitgliedsstädte soll weiter steigen.

Die Landeshauptstadt Hannover engagiert sich als Stadt des Friedens und als Vizepräsidentin der Mayors for Peace, des größten kommunalen Netzwerkes für die Ächtung von Atomwaffen, seit Anfang der 1980er Jahre für die Abschaffung von Nuklearwaffen und für eine friedliche Welt. Dabei steht sie an der Seite ihrer Partnerstadt und Mayors for Peace-Präsidentin Hiroshima mit weltweit mehr als 7.847 Städten aus 163 Staaten.

 

Ein Seriensieger und zwei Neulinge als „fahrradfreundlichste Arbeitgeber“ ausgezeichnet

Ein Verein und zwei Unternehmen sind in diesem Jahr im Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“ der Region Hannover als Sieger ausgezeichnet worden: der Bund für Familiensport und freie Lebensgestaltung Hannover e.V. (BffL), das Hannover Congress Centrum (HCC) als Eigenbetrieb der Stadt sowie die WERTGARANTIE Group, die ihren Status als Seriensieger festigt. Die gemeinsame Auszeichnung von Landeshauptstadt und Region Hannover wird alle zwei Jahre in drei Kategorien vergeben.

Eigene Fahrräder im Unternehmen, gesicherte Abstellplätze und Reparaturmöglichkeiten oder Räumlichkeiten zum Umziehen – es gibt vielfältige Möglichkeiten für Unternehmen und Betriebe die Motivation zum Fahrradfahren zu erhöhen und den Beschäftigten den Umstieg aufs Rad zu erleichtern. Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover hatten dazu in diesem Jahr zum vierten Mal gemeinsam einen Wettbewerb der besten Beispiele ausgeschrieben. „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber der Region Hannover“ sind heute (12. November) im HCC ausgezeichnet worden. Weitere 14 Bewerber-Institutionen aus Hannover, Laatzen, Langenhagen, Springe und Wunstorf dürfen sich „fahrradfreundliche Arbeitgeber“ nennen.

„Wer morgens aufs Rad steigt, um zur Arbeit zu fahren, macht eigentlich alles richtig: Er tut etwas für seine Gesundheit, legt die Strecke zum Arbeitsplatz umweltfreundlich zurück und ist meistens auch noch ausgeglichener als wenn er sich im eigenen Auto durch den Verkehr quält“, meint Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover sowie Schirmherr des Wettbewerbs. „Schön, dass das viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unterstützen – auch im eigenen Interesse. Ich freue mich, dass der Wettbewerb wieder viele gute Wege aufgezeigt hat, um unsere Gesellschaft noch fahrradfreundlicher zu gestalten.“

 „Klimaschutz nimmt in der öffentlichen Debatte mittlerweile einen großen Raum ein und ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen. Gerade im Verkehrsbereich können wir mit verschiedenen Maßnahmen unsere Umwelt schonen – Radfahren kann an dieser Stelle einen großen Beitrag leisten“, ergänzte Schirmherrin Sabine Tegtmeyer-Dette. „Ich bin sehr froh, dass wir engagierte Betriebe in Stadt und Region haben, die ihre Beschäftigten aktiv zum Radfahren animieren. Damit fördern sie neben dem Klima auch die Gesundheit der Beschäftigten und wirken vorbildlich in die Gesellschaft hinein“, führte Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin weiter aus.

Die Sieger-Betriebe wurden von einer Fach-Jury ermittelt, der neben Schirmherrin, Schirmherr und dem Kooperationspartner Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) auch Vertreter*innen der Handwerkskammer Hannover, der IG Metall Hannover, der Industrie- und Handelskammer und dem Verein Pro Hannover Region e.V. angehörten. Moderiert und operativ begleitet wurde der Wettbewerb erneut durch Dieter Brübach vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.).

An dem Wettbewerb konnten sich Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen aus Hannover und den anderen 20 Regionskommunen beteiligen, die ihre Mitarbeiter*innen dabei unterstützen, mehr mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. 16 Unternehmen und Institutionen, die an dem Wettbewerb erfolgreich teilgenommen haben, erhalten eine Urkunde und ein Schild für den Eingangsbereich: 13 Betriebe als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber 2019“, die drei Erstplatzierten als „Fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2019“. Die drei siegreichen Wettbewerbsbeiträge werden darüber hinaus mit je einem Fahrrad vom Typ „Hannover Rad“ – gestellt von Stadt und Region Hannover – belohnt.

Der Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“ gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr in und um Hannover erhöht werden soll. Region und Landeshauptstadt Hannover haben sich mit dem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima (VEP) und dem Masterplan Mobilität 2025 das gemeinsame Ziel gesetzt, die Kohlendioxidemissionen im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. 2021 wollen Stadt und Region Hannover erneut zu diesem Wettbewerb einladen.

Sieger Kategorie "Große Betriebe"

Die WERTGARANTIE Group aus Hannover setzte sich bereits zum vierten Mal in Folge bei den Betrieben ab 250 Mitarbeiter*innen als „fahrradfreundlichster Arbeitgeber“ durch. Für das Unternehmen mit über 520 Beschäftigten in Hannovers City gehört das Fahrrad im Alltag dazu. Auch als Anbieter für Garantie-Dienstleistungen und Versicherungen rund ums Fahrrad ist das Unternehmen an sich schon zweiradaffin aufgestellt. Zu den Angeboten gehört unter anderem ein Komplettschutz für das Fahrrad, der ähnlich ausgestaltet ist wie eine Auto-Vollkaskoversicherung und entsprechend für Kosten von Reparaturen und Diebstahlschäden aufkommt.

Die WERTGARANTIE Group wird auch als Seriensieger des Wettbewerbs nicht müde, innovative Wege in der innerbetrieblichen Fahrradförderung zu gehen. Das Unternehmen setzt sich aktiv für das Fahrrad als Fortbewegungsmittel der Zukunft ein. So gibt es für Kund*innen Anfahrtsbeschreibungen mit dem Rad, und die bisherigen Ausstattungen der Umkleidemöglichkeiten werden mit zusätzlichen Föhnen erweitert. Beschäftigte haben zudem die Möglichkeit, sich kostenfrei ein E-Lastenfahrrad auszuleihen, damit auch größere Transporte unter Verzicht auf das Auto erledigt werden können.

Sieger Kategorie "Mittelgroße Betriebe"

In der Kategorie „49-249 Beschäftigte“ geht der Erste Preis an den städtischen Eigenbetrieb Hannover Congress Centrum (HCC) mit rund 100 Mitarbeiter*innen. Das HCC verfügt über einen abschließbaren Fahrradkeller, der von vielen Beschäftigen genutzt wird. Darüber hinaus sind Dusch- und Umkleidemöglichkeiten vorhanden. Zudem gibt es einen (kostenpflichtigen) Service durch ein nahegelegenes Fahrradgeschäft, welches Reparaturen für Beschäftigte ausführt und die Räder vom Arbeitsplatz abholt und wieder zurück liefert. Mit der Teilnahme an der Velo-Night werden Team-Building-Maßnahmen mit dem Radfahren verbunden. Das HCC plant seine Aktivitäten zu erweitern – so sollen spezielle E-Lastenfahrräder für Veranstaltungen angeschafft und HCC-Fahrradhelme für Mitarbeiter*innen gefördert werden.

Sieger Kategorie "Kleine Betriebe"

Der Verein Bund für Familiensport und freie Lebensgestaltung Hannover e.V. (BffL) ist der Sieger der Kategorie „bis 49 Beschäftigte“. Mit acht Mitarbeiter*innen ist er zugleich der „kleinste“ Wettbewerbsteilnehmer, konnte aber mit verschiedenen Maßnahmen die Jury überzeugen. Für Dienstfahrten auf dem Vereinsgelände stehen E-Fahrräder zur Verfügung; Ladestationen und eine multifunktionale Druckluftstation wurden im Eingangsbereich installiert. Besucher*innen und Vereinsmitglieder haben die Möglichkeit Fahrradkarten kostenfrei auszuleihen und die Umgebung umweltfreundlich mit dem Fahrrad zu erkunden. Für kleine Reparaturen kann Werkzeug kostenfrei entliehen und Ersatzteile, wie Fahrradreifen und -schläuche können direkt vor Ort erworben werden. Zudem werden gemeinsame Fahrradtouren vom Verein organisiert.

 

Sozialausschuss tagt öffentlich

Am 18. November (Montag) findet um 15 Uhr im Hodlersaal des Neuen Rathauses eine öffentliche Sitzung des Sozialausschusses statt. Die vollständige Tagesordnung hängt an der Informationstafel in der Rathaushalle und steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

 

 

 

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