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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 14.April 2021

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Hannover HBF - Luftbild © Ulrich Stamm Hannover HBF - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Schiedsperson für den Stadtbezirk Mitte gesucht

Für den Schiedsamtsbezirk Hannover-Mitte mit den Stadtteilen Calenberger Neustadt, Mitte, Oststadt und Zoo wird eine neue Schiedsperson gesucht. Voraussetzung ist, dass die Person selbst in einem der genannten Stadtteile wohnt. Die Aufgabe der Schiedsperson besteht darin, alltägliche Konflikte im Verhandlungsweg zu lösen, um dadurch gerichtliche Verfahren zu vermeiden und die Gerichte zu entlasten. Schlichtungsverfahren kommen zum Beispiel in Betracht bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, Beleidigungen, Körperverletzungen, Schadensersatzforderungen und Sachbeschädigungen. Rechtskenntnisse sind nicht erforderlich. Schiedspersonen unterstehen der Aufsicht des Präsidenten des Amtsgerichts und werden für eine Amtszeit von fünf Jahren von dem zuständigen Stadtbezirksrat gewählt. Es handelt sich um ein Ehrenamt, für das eine Kostenpauschale gezahlt wird. Die erforderlichen Kenntnisse hinsichtlich des Ablaufs eines Schlichtungsverfahrens werden in Schulungen und Fortbildungen vermittelt, die der Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen durchführt. Unter den 13 hannoverschen Schiedspersonen besteht ein regelmäßiger Austausch. An dem Amt Interessierte können bei erfahrenen Schiedspersonen hospitieren und sich näher informieren. Im Bezirk Hannover-Mitte gab es in den vergangenen Jahren durchschnittlich sechs offizielle Verhandlungen jährlich. Wer Interesse an diesem Amt hat, mindestens 30 Jahre alt ist und über einen Internetzugang verfügt, kann sich bis zum 20. Mai 2021 unter Beifügung eines kurzen Lebenslaufs unter folgender Adresse oder per E-Mail bewerben:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Recht, Leinstr. 14, 30159 Hannover oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, telefonische Auskünfte unter 0511-168 45215.

 

„Modell Hannover – Öffnen mit Sicherheit“: Stadt bewirbt sich in zweiter Phase erneut – City-Geschäfte können sich ab Donnerstag anmelden

Niedersachsens Landeshauptstadt bewirbt sich auch in der zweiten Phase mit dem „Modell Hannover – Öffnen mit Sicherheit“. Die gemeinsame Bewerbung von Landeshauptstadt Hannover (LHH), Region Hannover als verantwortlicher Gesundheitsbehörde, der Industrie- und Handelskammer Hannover sowie dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, dem Handelsverband und der City-Gemeinschaft wurde gestern (12. April) beim Land Niedersachen abgegeben.

Das Konzept wurde gegenüber der ersten Bewerbung in einigen Punkten konkretisiert, zudem begrenzt sich das Modellgebiet diesmal auf einen enger gefassten Raum in der Innenstadt. Der Bereich liegt in etwa zwischen Hauptbahnhof und Am Hohen Ufer sowie zwischen Schauspielhaus und Celler Straße. Das Projekt soll im Fall einer erfolgreichen Bewerbung ab dem 26. April für die Dauer von drei Wochen durchgeführt werden. Die erste Bewerbung wurde durch das Land grundsätzlich positiv bewertet. Ausschlusskriterium war die Inzidenzzahl, die über 100 lag. Für kommenden Sonnabend (17. April) hat das Land Niedersachsen die Entscheidung darüber angekündigt, welche Modellkommunen ausgewählt werden.

Konkretisierung bei Nachverfolgung und Besuchsteuerung

Die aktuelle Bewerbung im Rahmen der derzeit gültigen Verordnung des Landes Niedersachsen sieht weiterhin vor, dass Geschäfte und kulturelle Einrichtungen innerhalb des Modellgebiets abweichend von den bestehenden „Corona-Regeln“ mit umfangreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen öffnen können. Das im März vorgelegte Konzept wurde hinsichtlich der Besucher*innen-Steuerung konkretisiert. Sollte es sich im Betrieb zeigen, dass die Nachfrage in dem Modellgebiet zu hoch ist und die Abstandsregeln nicht mehr gewahrt werden können, wird nur noch Menschen mit Wohnsitz in der Region Hannover der Zutritt zu den Geschäften gewährt. In einem zweiten Schritt könnte der Zugang auf Personen mit Wohnsitz in der Landeshauptstadt Hannover begrenzt werden.

Für die erforderliche Nachverfolgung setzen die Initiator*innen weiterhin auf die „Luca-App“, die verpflichtend für die teilnehmenden Betriebe und Kund*innen und Besucher*innen ist. In Einzelfällen bieten die teilnehmenden Betriebe den Besucher*innen die digitale Erfassung ohne Handy an.

Interessenbekundung ab Donnerstag möglich

Innerhalb des Modellgebiets sollen Außenflächen von Gastronomiebetrieben, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Galerien, Ausstellungen, Kinos sowie Fitnessstudios (gemäß Verordnung vom 28. März 2021) für drei Wochen probeweise öffnen können. Interessierte Geschäftsleute innerhalb des Modellgebiets können ihr Interesse ab Donnerstag (15. April) bekunden. Hierzu ist der entsprechende Vordruck im Internet unter hannover.de/modellprojekt-hannover herunterzuladen, auszufüllen und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu versenden. Auf hannover.de steht auch ein umfangreiches Informationspapier für die teilnehmenden Betriebe zur Verfügung. Das Konzept „Öffnen mit Sicherheit“ wurde von den genannten Projektpartnern gemeinsam entwickelt, um mit den im Modellprojekt gesammelten Erfahrungen dazu beizutragen, allen Unternehmen und Einrichtungen eine Öffnungsperspektive zu geben.

Konzept mit Corona-Tests

Das Konzept enthält weiterhin Eckpunkte wie etwa die Beschränkung der Kund*innen-Zahl je Quadratmeter Verkaufsraum, die Begrenzung der Gastronomie auf den Außenbereich und vor allem den Zugang nur mit einem aktuellen negativen Corona-Test (nicht älter als zwölf Stunden). Den teilnehmenden Handelsbetrieben wird eine Öffnungszeit von 11 bis 19 Uhr empfohlen. Die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts wird durch die Medizinische Hochschule Hannover sowie das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, übernommen.

Die Durchführung steht unter dem Vorbehalt der Zulassung durch das Land und eventueller bundespolitischer Entscheidungen im Hinblick auf das Infektionsschutzgesetz. Den Initiator*innen ist bewusst, dass sich das Vorhaben in einem Spannungsfeld befindet, denn im Vordergrund steht für alle die Bekämpfung der Pandemie. Deshalb handelt es sich bei dem Modellprojekt um einen sehr vorsichtigen Schritt unter großen Sicherheitsauflagen, der Erkenntnisse für die weitere Öffnungsstrategie des Landes liefern soll. Trotz der derzeit hohen Inzidenzzahlen hält die Landeshauptstadt Hannover das Modellprojekt für sehr wichtig für die lokale Ökonomie. Wenn der hiesigen Wirtschaft eine Chance zum Überleben gegeben werden soll, muss aus Sicht der Initiator*innen der Mut für ein solches, streng reglementiertes Modellprojekt aufgebracht werden, um hieraus Erkenntnisse im Hinblick auf das Infektionsgeschehen zu erlangen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, nachfolgend eine flächendeckende Öffnung unter bestimmten Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.

 

Große Nachfrage an der „3. Hannoverschen Autor*innenkonferenz – KURT 2021“

In diesem Jahr gab es mehr Bewerbungen als je zuvor, und die Jury hatte die Qual der Wahl: Aus allen Einreichungen unveröffentlichter Texte haben Annette Hagemann, Kulturbüro Hannover, Achim Engstler, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Niedersachsen/Bremen, und Alexa Dietrich, freie Autorin und Preisträgerin des KURT 2020, jetzt elf Teilnehmer*innen ausgewählt. Von den sechs Frauen und fünf Männern im Alter zwischen 25 und 63 Jahre kommen drei aus Hildesheim.

Die Konferenz am 9. und 10. Juli, die von Prof. Dr. Gabriela Jaskulla, Wissenschaftliche Leitung Fachhochschule des Mittelstands, und Martin Reckweg, NDR Niedersachsen, geleitet wird, beschäftigt sich inhaltlich mit Texten aus den Bereichen Roman, Kurzgeschichte, Jugendbuch, Lyrik und szenischer Text/Theatertext. Am Ende der Textwerkstatt wählen die Autor*innen unter sich den/die diesjährige/n Preisträger*in des „KURT 2021“.

Die Teilnehmer*innen:

Fenja Englhart, Tabea Farnbacher, Nikola Huppertz, Ken Merten, Laura M. Neunast, Kadir Özdemir, Angela Regius, Stefanie Schweizer, Bert Strebe, Burkhard Wetekam und Armin Wühle.

 

 

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