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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 16.April 2021

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Insektenbündnis Blühflächenkarte © LHH Insektenbündnis Blühflächenkarte © LHH

HANNOVER

Erleichterung nach Freispruch für Yüksel Weßling

Freispruch für die ehemalige städtische Mitarbeiterin Yüksel Weßling in der Türkei: Mit Erleichterung reagieren die Landeshauptstadt Hannover und ihr Oberbürgermeister Belit Onay auf diese Nachricht.  „Ich bin überaus glücklich darüber, dass Yüksel Weßling von einem Gericht in Istanbul freigesprochen wurde und endlich nach mehr als 18 Monaten nach Hause zu ihrer Familie und ihren Freund*innen in Deutschland zurückkehren kann“, sagte Onay. Das habe er auch bereits in einem Telefonat mit dem Ehemann von Yüksel Weßling betont, so Onay.

Weßling sah sich mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung konfrontiert. Gut eineinhalb Jahre saß die 65-Jährige in der Türkei fest. Sie reiste im August 2019 in das Land. Bei der Rückkehr nach Deutschland wurde sie im Oktober 2019 in Istanbul festgenommen und kurz darauf wieder freigelassen. Sie wurde jedoch mit einer Ausreisesperre belegt.  Seitdem wartete sie in ihrem Geburtsort Tunceli auf den Beginn des Prozesses, der jetzt für sie ein gutes Ende nahm.

„ Es war eine schwierige und harte Zeit sowohl für Yüksel Weßling als auch für ihre Angehörigen. Umso mehr freue ich mich darauf, Frau Weßling bald hier im Rathaus zu treffen und gemeinsam die große Freude über den glücklichen Ausgang des Verfahrens zu teilen“, sagte Onay. „Der Landeshauptstadt und mir war es ein Anliegen,  Frau Weßling jede Art von Unterstützung zu ermöglichen – sei es in unserem engen Austausch mit dem Auswärtigen Amt oder im Rahmen der Solidaritätskampagne der Zivilgesellschaft und des Rates. Es war ein wichtiges Signal, dass viele Menschen in Hannover – aber auch andernorts –  sich für Frau Weßling stark gemacht haben. Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ich bin glücklich darüber, dass sich alles zum Positiven gewendet hat.“

Onay hatte gleich nach der Festsetzung Weßlings angemahnt, dass rechtsstaatliche und menschenrechtliche Prinzipien nicht verletzt werden dürfen. Die Landeshauptstadt Hannover hatte sich umgehend für die Mitarbeiterin eingesetzt und sich im Oktober 2019 an das Auswärtige Amt gewendet. Sie bat um eine durchgehende konsularische Betreuung für Yüksel Weßling, die die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Belit Onay wandte sich auch an die türkische Generalkonsulin. Die Stadt Hannover finanzierte den Einsatz von zwei Prozessbeobachtern in Istanbul mit. Ex-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg hatte sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesaußenminister Heiko Maaß und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für Weßling eingesetzt. In Hannover gab es Mahnwachen für Yüksel Weßling.

27 Jahre war die Sozialpädagogin bei der Landeshauptstadt Hannover beschäftigt. Sie wirkte an zahlreichen Projekten und Aktivitäten im Bereich der Integrations- und Netzwerkarbeit mit Migranten-Organisationen mit.  „Als kompetente und engagierte Mitarbeiterin wurde sie sehr geschätzt“, so Onay.

 

Kfz-Zulassungsbehörde geschlossen

Aufgrund weiterer Coronafälle und der damit verbundenen weiteren Quarantäneanordnungen in der Kfz-Zulassungsbehörde muss diese bis auf Weiteres komplett schließen. Alle Kund*innen, die bis einschließlich Montag, den 19. April einen Termin haben, werden gebeten, einen neuen Termin online zu buchen. Alle Kund*innen, die in der nächsten Woche einen Termin haben, werden gebeten, sich tagesaktuell im Internet unter www.Zulassungsbehörde-Hannover.de zu informieren. Die Schließung betrifft auch die Geschäftskund*innen und Zulassungsdienste.

Telefonische Anfragen oder E-Mails können derzeit ebenfalls leider nicht beantwortet werden.

Privatkund*innen haben weiterhin die Möglichkeit, das i-Kfz-Verfahren zu nutzen und ihre Zulassung online vorzunehmen. Weitere Informationen zum i-Kfz-Verfahren gibt es ebenfalls unter www.Zulassungsbehörde-Hannover.de.

Die Stadtverwaltung bedauert diese Entwicklung und hat das Gesundheitsamt gebeten, das Infektionsgeschehen in der Zulassungsbehörde zu analysieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus werden intern alle Maßnahmen geprüft, um den Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen zu können.

 

„Insektenbündnis Hannover“ legt neue Blühwiese für den Kleingärtnerverein Heide-Kamp e.V. an

 

Insektenbündnis Blühflächenkarte © LHH

 

Auf einer rund 5.000 Quadratmeter großen Fläche auf dem Gelände des Kleingärtnervereins (KGV) Heide-Kamp e.V. im Heideviertel entsteht ein Insektenparadies. Zu diesem Zweck wurde dort heute (15. April) eine insektenfreundliche Mischung aus heimischen Pflanzenarten angesät, unter anderem Gewöhnliche Schafgarbe, Wiesen-Margerite, Herbst-Löwenzahn, Wilde Möhre und Rot-Klee. Das war die erste Aktion des „Insektenbündnisses Hannover“. Dieser Zusammenschluss mehrerer Institutionen hat sich die Verbesserung der Lebensbedingungen für Insekten zur Aufgabe gemacht. Eine kleine Hauptrolle bei den Arbeiten kam dem Rückepferd „Geert“ zu, das in Vorbereitung der Handaussaat mit historischen Saatschalen zur Bearbeitung der neuen Pflanzfläche eingesetzt wurde.

„Das Insektenbündnis ist eine wichtige Initiative, um die Biodiversität in unserer Stadt zu erhalten und zu fördern. Mit diesem Zusammenschluss haben wir unser Engagement für die biologische Vielfalt auf ein noch breiteres Fundament gestellt. Ich freue mich sehr, dass wir kurz nach der Gründung des Bündnisses heute den ersten wichtigen Beitrag für mehr insektenfreundliche Blühflächen im Stadtgebiet von Hannover geleistet haben“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay bei der Saataktion im Heideviertel.

Naturnahe Flächen für mehr Artenvielfalt

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, durch die konkrete Anlage von neuen Blühwiesen und weiterer naturnaher Flächen sowie durch die Reduzierung der Mahd die biologische Vielfalt zu fördern (Projekte „Artenreich & Vielfältig“ und „Naturstadt-Kommunen“). Insgesamt beläuft sich der Bestand dieser Areale im Stadtgebiet mittlerweile auf circa 104 Hektar (ohne Stadtwald- und Naturschutzgebiet-Flächen). Davon sind 13,6 Hektar Blühwiesen. Rund 90 Hektar werden extensiv, ökologisch orientiert gepflegt und maximal einmal jährlich gemäht.

Im Jahr 2020 wuchs der Anteil an Blühwiesenflächen um etwa einen Hektar an, so wurde beispielsweise am Leibnizufer  eine Blühwieseangelegt. Für 2021 und in den Folgejahren strebt das Insektenbündnis weitere deutliche Zuwächse zum Erhalt und Erhöhung der Artenvielfalt an. Für diesen Zweck recherchieren die Fachleute der Stadtverwaltung derzeit nach geeigneten Flächen und sammeln Ideen und Anregungen der Bündnispartner*innen für die konkrete Umsetzung von möglichen Maßnahmen. Im ersten Schritt sollen bis zum Herbst 2021 beispielsweise in der Culemannstraße, am Benther Berg, am Lindener Berg sowie in Lichtungen in der Eilenriede blühende, insektenfreundliche Bereiche geschaffen werden.

Die Landeshauptstadt Hannover setzt sich schon seit langer Zeit für die Steigerung der Biodiversität im Stadtgebiet ein: Bereits im Jahr 2009 wurde als Strategie das Programm „Mehr Natur in der Stadt“ ins Leben gerufen. Zwei Jahre später erhielt Hannover die Auszeichnung als „Bundeshauptstadt der Biodiversität“. 2012 erfolgte der Ratsbeschluss zum Beitritt der Stadt in das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“. 2018 beschloss der Rat das Programm „In Hannover blüht was“, ein Jahr später das „Aktionsprogramm Bienenschutz“.

Zusammenschluss „Insektenbündnis Hannover“

Mit Beschluss im hannoverschen Rat vom 17. Dezember 2020 verpflichtete sich die Stadt zum Beitritt in das „Insektenbündnis Hannover“ mit dem Ziel, weitere Verbesserungen im Sinne der Insektenfauna in Hannover vorzubereiten. Die mitbeschlossene Deklaration mit einem umfassenden Bündel von konkreten Maßnahmen ist die Grundlage des Handelns. Vor allem die Kooperationspotenziale zwischen Wirtschaft, Grundstückseigentümer*innen, Umwelt- und Naturschutzverbänden und weiteren Akteur*innen und Initiativen mit der Landeshauptstadt zur Verbesserung der Lebensräume für Insekten sollen im Rahmen eines starken Interessenverbundes ausgeschöpft werden. Die örtlichen Umwelt- und Naturschutzverbände hatten sich dafür starkgemacht, nach Vorbildern anderer Städte auch für Hannover ein Insektenbündnis zu gründen.

Neben dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover sind im „Insektenbündnis“ vertreten : Bezirksverband Hannover der Kleingärtner, Bürgerinitiative Umweltschutz, Bund für Umwelt und Naturschutz - Region Hannover, Deutsche Umwelthilfe, Hannover summt!, Kreisimkerverein Hannover, Landvolk Hannover, Landwirtschaftskammer Niedersachsen Bezirksstelle Hannover - Fachbereich Ökologischer Landbau, Leibniz Universität Hannover - Institut für Umweltplanung, NABU - Hannoverscher Vogelschutzverein, Naturhistorische Gesellschaft, Naturschutzbeauftragte Karola Hermann, Guido Madsack, Gerd Sommerkamp, Gerd Wach, Naturschutzverband Niedersachsen, Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer, Ökologische Station Mittleres Leinetal sowie Umweltzentrum Hannover.

Vor der Gründungssitzung im Oktober vergangenen Jahres war von allen Mitgliedern eine gemeinsame Deklaration erarbeitet und unterzeichnet worden. Diese Deklaration enthält vor allem folgende Maßnahmen und Ziele: Erhalt sowie Erhöhung der Artenvielfalt (Diversität) und Größe der Populationen (Abundanz) von Insekten in Hannover durch Verbesserung ihrer Lebensräume (Habitate). Dabei sollen Akteur*innen des Naturschutzes und der Flächeneigentümer*innen einbezogen werden. Neben konkreten Fördermaßnahmen soll das Bewusstsein in der Stadtgesellschaft für den Insektenschutz durch Öffentlichkeitsarbeit und Angebote zur Umweltbildung gefördert werden. Die Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen, sind:

  • Schaffung eines möglichst durchgehenden Pollen- und Nektarangebots von März bis November;
  • Verbesserung und Schaffung von Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten unter anderem durch den Erhalt und die Entwicklung wichtiger Teillebensräume;
  • besonderer Schutz von seltenen, wertgebenden und besonders gefährdeten Arten;
  • Berücksichtigung des Insektenschutzes im Rahmen der Bauleitplanung;
  • Aufbau eines Biotopverbundes insbesondere auch für Insekten mit Vernetzung von Teillebensräumen im Stadtgebiet;
  • ökologisches, auf den Insektenschutz ausgerichtetes Grünflächen- und Gewässermanagement;
  • weitgehender Verzicht der Verwendung von insektenschädlichen Pflanzenbehandlungsmitteln, insbesondere Neonicotinoiden, auf städtischen Flächen;
  • überwiegende Verwendung gebietsheimischer oder regionaler Pflanzenarten im besiedelten Bereich;
  • Motivation und Unterstützung der Privatflächenbesitzer*innen für die Verwendung gebietsheimischer und regionaler Pflanzenarten;
  • Aufbau und Stärkung von Angeboten gebietsheimischer Pflanzenarten;
  • Erhalt naturnaher Flächen und Entwicklung von Wildnisinseln, Weidelandschaften und Insektenbiotopen im Stadtgebiet;
  • Reduzierung von Lichtverschmutzung durch Umstellung auf insektenfreundliche Lichtquellen;
  • regelmäßige, themenbezogene Umweltbildungsangebote und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit durch die Akteur*innen des Bündnisses;
  • Entwicklung und Vertrieb von „regiozertifizierten“ „Hannoverschen Mischungen“ mit gebietsheimischen insektenfreundlichen Pflanzenarten für öffentliche und private Flächen;
  • Förderung von Maßnahmen für den Insektenschutz auf privaten land- und forstwirtschaftlichen Flächen und in Privatgärten sowie
  • wissenschaftliche Begleitung der Maßnahmen und eine Erfolgskontrolle durch ein Monitoringprogramm und gegebenenfalls Anpassung der Maßnahmen.

 

Anmeldeschluss für Kurse in der Studienvorbereitenden Ausbildung an der Musikschule der Landeshauptstadt ist am 23. April

Die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover bietet dieses Jahr die Aufnahmeprüfungen zur Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) in einem Online-Verfahren an. Die Aufnahme- und Zwischenprüfungen finden am Wochenende (12. und 13. Juni) statt. Der Anmeldeschluss für die SVA ist am 23. April.

Die SVA dient zur gezielten Vorbereitung auf die Eignungsprüfungen an allen Hochschulen und Universitäten mit musikrelevanten Studiengängen. Von allgemeiner Musiktheorie bis zu Gehörbildung wird alles vermittelt, was für eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung nötig ist.

Die SVA kann insgesamt sechs Jahre in Anspruch genommen werden. Eine Anmeldung im Alter von 13 Jahren bietet sich bereits an.

Nähere Auskünfte erteilt Andreas Bürgel, Fachleiter der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, unter der Rufnummer 168-44282.

 

 

Stadt informiert per Telefon unter dem Motto „(K)eine Entscheidung fürs Leben: Informationen zum Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule“

„(K)eine Entscheidung fürs Leben“ – unter diesem Motto informiert die Stadt am 21. April 2021 (Mittwoch) von 15 bis 19 Uhr erneut Eltern, die Fragen zum Schulwechsel nach Klasse vier haben. Corona-bedingt werden die Auskünfte über eine Telefonhotline unter der Nummer 0511 168-38013 gegeben.

Damit wird an die erfolgreiche Aktion im Januar angeknüpft, als die städtischen Schulexpert*innen an zwei Terminen rund 200 Telefonate mit Ratsuchenden geführt haben.

Telefonhotline

An der Telefonhotline werden Fragen zum Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule von Expert*innen der Stadt antworten. Wenn alle Plätze belegt sind, können die Anrufenden ihre Frage oder ihre Kontaktdaten in einer Voicemail hinterlassen und werden zurückgerufen, sobald ein Telefonplatz frei geworden ist.

Häufig gestellte Fragen

Zusätzlich werden die Fragen, die im Rahmen der vergangenen Veranstaltungen am häufigsten gestellt wurden, zusammengetragen und unter www.hannover.de/bildungsbuero/ beantwortet.

Selbstverständlich können die Fragen jederzeit auch schriftlich per E-Mail an die Expert*innen der Stadt gerichtet werden. Die entsprechende E-Mail-Adresse lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

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