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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 17.Mai 2022

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Aegidientorplatz in Hannover © Ulrich Stamm Aegidientorplatz in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Region und Landeshauptstadt Hannover auf der Real Estate Arena

Gemeinsamer Auftritt bei der ersten Auflage der Immobilienwirtschaftsmesse

Es ist die erste ihrer Art und die größte im Norden – die Immobilienmesse Real Estate Arena auf dem hannoverschen Messegelände feiert ihre Premiere am 18./19. Mai. Auch die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover sind dabei und stellen ihre Kompetenzen auf einem der größten von rund 100 Ständen ins Schaufenster.

Ursprünglich war der Start der Messe 2020 geplant, doch die Corona-Pandemie machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. „Ich freue ich mich sehr, dass eine solch wichtige Messe in der Region Hannover stattfindet. Aktuelle Anlässe, die das Thema Immobilien betreffen, gibt es genug. Immer mehr Menschen ziehen in die Region Hannover. Das ist ein gutes Zeichen, wir benötigen aber auch mehr Wohnungen. Dass die Immobilienwirtschaftsmesse nach Hannover kommt, ist ein starkes Zeichen für unsere wachsende Region“, sagt Regionspräsident Steffen Krach.

Oberbürgermeister Belit Onay, der gemeinsam mit Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie und Bau des Landes Niedersachsen, und Messevorstand Jochen Köckler die Messe eröffnen wird, sagt: „Ein neues Format bietet die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und nicht im Bewährten stecken zu bleiben. Das ist gegenwärtig wichtiger denn je, da auch die erfolgreiche Immobilienbranche mit neuen Fragen zu kämpfen hat. Umso mehr freue ich mich, dass so viele junge Unternehmen und Akteur*innen die Chance ergriffen haben, sich mit Ihren Projekten und Ideen einzubringen. In Ihrer Größe bietet die Real Estate Arena die Möglichkeit zum echten Austausch – besser als bekannte Großmessen.“

Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover dauerhaft vor Ort

Die Projektkoordinatorinnen und Koordinatoren der Region Hannover sind während der Messetage unter anderem zu den Schwerpunktthemen Ansiedlung, Standortentwicklung, Marktdaten, bezahlbarem Wohnen und Wohnbauflächen für Messegäste zum Gespräch verfügbar. Die Region Hannover hat mit einer ersten Aktualisierung des Immobilienmarktberichtes Zahlen, Trends und Markteinschätzungen zum Immobilienstandort im Gepäck. Zudem wird das Hauptthema des ersten Messetages - Wohnen und Bezahlbarkeit - durch die WohnBauInitiative der Region Hannover in den Blickpunkt gerückt. Unter anderem werden Best-Practice-Beispiele aus der gesamten Region Hannover sowie angrenzender Landkreise vorgestellt.

Die Landeshauptstadt Hannover stellt die SCIENCE AREA 30X, den Wissenschaftspark und Technologiepark im Stadtteil Marienwerder, vor. Der Park mit seinen über 50 High-Tech-Unternehmen und Forschungsinstituten sowie 3 unterschiedlichen Technologiezentren ist umgeben von einem 28 Hektar großen Landschaftspark und bietet damit einen stimmigen Mix aus Natur und Innovation. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Fachbereich Wirtschaft und dem Fachbereich Planen und Stadtentwicklung sind vor Ort ansprechbar. Für Interessierte werden verschiedene Exkursionen, etwa zu wohnungsbaupolitischen Themen, Forschung und Wissenschaft als auch zur hannoverschen Innenstadt angeboten.

Auch der direkte Dialog darf nicht zu kurz kommen. So nimmt OB Belit Onay gemeinsam mit Dr. Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region Hannover an der Podiumsdiskussion „Inflation, Klimakrise und Krieg: Was der Wohnungsbau jetzt schnellstens tun muss“ teil (18. Mai, 10.50 Uhr) teil. Regionspräsident Steffen Kracheröffnet am gleichen Tag um 12:15 Uhr feierlich den Stand der BDA. Einen Tag später beteiligt sich Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, an der Podiumsdiskussion „Nachhaltige Mobilitätskonzepte als wesentlicher Baustein zukunftsweisender Stadtentwicklung“ (19. Mai, 15 Uhr). Am selben Tag talkt Stadtbaurat Thomas Vielhaber zum Thema „Zwischen Leerstand und 1-Euro-Shops: Wie haben Innenstadt eine gute Zukunft?“ (19. Mai, 11.15 Uhr).

 

Insektenschutz im urbanen Raum - Landeshauptstadt Hannover und hanova für vorbildliches Insektenschutzprojekt ausgezeichnet

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün und hanova haben erfolgreich mit einer Projektidee am Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ teilgenommen. Damit verbunden war ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für die Umsetzung von Maßnahmen zum Insektenschutz und zur Förderung von Stadtnatur am „Emmy-Lanzke-Weg“ in Hannover-Vahrenheide. Die Maßnahmen wurden inzwischen weitestgehend umgesetzt. Das Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.“ hat Stadt und hanova an diesem Montag (16. Mai) vor Ort für das vorbildliche Engagement im Insektenschutz offiziell ausgezeichnet.

Neue Wege im Insektenschutz - Kooperation zwischen Stadt und Wohnungsbaugesellschaft

Den Kern des Insektenschutzprojektes stellt ein von Stadt und hanova in Kooperation erarbeitetes Maßnahmenkonzept dar. „In dieser aufeinander abgestimmten Maßnahmenkonzeption auf großer Fläche ist der besondere Innovationsgehalt zu sehen“, betont Ulrich Prote, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün. Das Projektgebiet am Emmy-Lanzke-Weg umfasst circa 15.000 Quadratmeter öffentliche Grünflächen und rund 30.000 Quadratmeter Siedlungsgrün der hanova. Die Stadt hat die Pflege ihrer dortigen Wiesen auf eine insektenfreundliche Weise umgestellt. Die Flächen werden fortan nicht mehr einheitlich, sondern zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Häufigkeit gemäht, so dass stets geeignete Rückzugsorte für Heuschrecke, Schmetterling und Co. vorhanden sind.

Auf circa 1.400 Quadratmetern wurden im vergangenen Herbst Blühwiesen und Kräuterrasen neu eingesät, die ein reichhaltiges Nahrungsangebot für die Insekten bieten sollen. Für die Einsaat sind die sogenannte „Hannover-Mischungen“ zum Einsatz gekommen, die im Rahmen des 2020 gegründeten und von Stadtrat beschlossenen „Insektenbündnis Hannover“ für die Standortbedingungen und Bodenverhältnisse in Hannover entwickelt worden waren.

Da zahlreiche Insekten auf besondere Nistmöglichkeiten angewiesen sind, hat die Stadt über den ganzen Grünzug verteilt Nisthügel sowie Totholzstrukturen geschaffen. „Erfolge dieser noch jungen Maßnahmen sind schon sichtbar“, freut sich Prote und verweist auf erste Niströhren, die von Wildbienen in den Sandhügeln angelegt wurden. Weiterführende Untersuchungen hierzu sind im Rahmen eines Monitorings vorgesehen. Auf dieser Grundlage sollen Rückschlüsse gezogen werden, ob die Maßnahmen die gewünschten Effekte erzielen oder ob nachgesteuert werden muss.

In direkter Nachbarschaft zum städtischen Grünzug schließen die Flächen von hanova an. „Das neu entstandene Lebensraumnetz für Insekten greift somit auch in die Bereiche mit Wohnbebauung über“, erläutert hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus. Neben weiteren Blühwiesen aus heimischem Saatgut wurden, durch die Anlage von dauerblühenden Staudenstreifen, großflächigen Frühjahrsblühern und Benjeshecken im gesamten Wohnbestand neue Lebensräume geschaffen. Durch Baumpflanzungen wurden nachhaltig Lebensräume auch für die weitreichende Zukunft entwickelt. „Bei allen Maßnahmen legt hanova großen Wert auf die Einbindung der Mieter*innen“, betont Klaus. Im Wohngebiet Vahrenheide hat hanova durch die jahrzehntelange Beteiligung der Mieterschaft einen Bestand an Balkon-, Mieter- und Terrassengärten. Diese werden im jährlichen, internen Wettbewerb „Grüner Leben“ bereits seit vielen Jahren gekürt und nun auch durch das zusätzliche Kriterium der Ökologie, Vielfalt und Nachhaltigkeit bewertet.

Einbeziehung der Nachbarschaft

Insgesamt wird Wert daraufgelegt, dass das Insektenschutzprojekt eine möglichst große Akzeptanz in der Bevölkerung erzielt. Aus diesem Grund wurden gestalterische Aspekte und andere Nutzungsansprüche an die Freiflächen bei der Maßnahmenplanung besonders berücksichtigt. „Wir wollen ein echtes Miteinander und Verständnis für mehr Insektenschutz erreichen“, sind sich Ulrich Prote und Karsten Klaus einig. Bereits während der Maßnahmenumsetzung wurden an verschiedenen Flächen Hinweisschilder aufgestellt, die über das Projekt informieren. In den kommenden Wochen sollen diese durch dauerhafte Informationstafeln ersetzt werden.

Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ verleiht Auszeichnung

Sonja Mohr-Stockinger vom Wettbewerbsträger „Bündnis Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.“ verschaffte sich an diesem Montag (16. Mai) einen Eindruck von den umgesetzten Maßnahmen. Bei dieser Gelegenheit überreichte sie den Projektbeteiligten von Stadt und hanova eine Auszeichnung und betonte den besonders innovativen und vorbildlichen Charakter des Projektes.

Mohr-Stockinger verwies darauf, dass insgesamt 332 Beiträge aus 310 verschiedenen Kommunen Deutschlands für den Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ eingereicht wurden. Nur die 40 besten Projektideen wurden ausgezeichnet. Maßgeblich waren hierbei, inwieweit die Projektideen zu Verbesserungen für Stadtnatur, Insekten und deren Lebensräumen führen, zu Umweltbildung und gesellschaftlichem Engagement beitragen und nachhaltig wirken.

Der bereits 2020 ausgelobte Wettbewerb wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen bietet das Internet unter www.wettbewerb-naturstadt.de.

 

Als kommunaler Konzern gestaltet hanova die städtebauliche Entwicklung Hannovers nachhaltig mit, um die Landeshauptstadt liebens- und lebenswerter zu machen. Dabei stehen der wirtschaftliche Erfolg und die soziale Verantwortung stets ausgewogen nebeneinander. Als größter Immobiliendienstleister in Hannover realisiert und bewirtschaftet hanova Wohn- und Gewerberäume, baut Schulen und Kindergärten, schafft Parkraum und entwickelt die Stadt jeden Tag aktiv weiter – mit Hannoverherz und Immobilienverstand.Weitere Informationen: www.hanova.de

 

Menschen für zukunftsfähige Mobilität begeistern - Cargobike Roadshow am 19. Mai auf dem Trammplatz

Die Cargobike Roadshow tourt durch Niedersachen und kommt am 19. Mai nach Hannover. Der Trammplatz wird in der Zeit von 13 bis 18 Uhr zum Testparcours. Hier können Cargobikes nach kompetenter Einweisung ausprobiert werden. Mit einer großen Auswahl von zwölf unterschiedlichen E-Lastenrädern erhalten Interessierte einen aktuellen Überblick über Modelle für diverse Einsatzzwecke wie Familie, Freizeit und Arbeit.

Darüber hinaus erwartet die Besucher*innen ein buntes Programm mit Informationen und Services rund ums Radfahren in der Landeshauptstadt. Die Initiative „Lust auf Fahrrad“ ist zu allen Fragen zum Fahrradfahren in Hannover vor Ort. Stadtmobil informiert über „stadtradLa“, das kürzlich gestartete Verleihsystem von Lastenrädern, die ebenfalls getestet werden können. Auch der ADFC ist mit einem Stand vertreten, genauso wie „Radeln ohne Alter“. Die verschiedenen Räder können rund um das Neue Rathaus und auf einem kleinen Testparcour der Radfahrschule Hannover ausprobiert werden.

Unter den Testrädern der Cargobike Roadshow sind zwei- und dreirädrige Modelle. Alle Testräder haben einen E-Antrieb, der bis maximal 25 km/h unterstützt und sind für die private Nutzung (insbesondere für den Kindertransport) ausgerüstet. Auch eine Rikscha für Senior*innen ist dabei. Gewerbetreibende sind ebenfalls zum Testen eingeladen, denn die meisten Testräder sind auch mit Transportaufbauten für gewerbliche Einsätze erhältlich. 

Alle Angebote sind kostenlos. Eine vorherige Anmeldung und Vorerfahrungen mit Lastenrädern sind nicht erforderlich.

 

Die Cargobike Roadshow ist im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V. in 12 niedersächsischen Kommunen zu Gast. Sie wurde 2016 von unabhängigen Cargobike-Expert*innen ins Leben gerufen und wird von der Berliner Verkehrswende-Agentur cargobike.jetzt organisiert. Weitere Informationen sind im Internet unter cargobikeroadshow.org zu finden.

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