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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 23.April 2021

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Die Eilenriede in Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm Die Eilenriede in Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Schul- und Bildungsausschuss tagt öffentlich

Am kommenden Mittwoch (28. April) findet um 16.15 Uhr eine öffentliche Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, statt. Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Auf Zeitreise: 650 Jahre Eilenriede als hannoverscher Stadtwald

Bedauerlicherweise ist der Walter-Meyer-Weg in unserer Pressemitteilung falsch geschrieben worden. Hier nun in richtiger Fassung (ohne „h“). Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Die Eilenriede ist seit 650 Jahren Hannovers Stadtwald. Im Jahr 1371 erhielten die Bürger*innen der heutigen Landeshauptstadt durch die Herzöge Wenzeslaus und Albrecht die Nutzungsrechte. Dieses Jubiläum wird die Stadt in diesem Jahr auf verschiedene Weise würdigen. So werden die 27 wichtigsten Daten des Stadtwaldes entlang des Walter-Meyer-Wegs in der südlichen Eilenriede, Stadtteil Kleefeld, mit besonders gestalteten Informationstafeln präsentiert. Zudem hat die Stadtverwaltung ein kleines Programm erarbeitet, das – je nach Corona-Lage – von Mai bis Oktober zu 50 Veranstaltungen, vor allem Führungen, bietet.

„Die Eilenriede ist untrennbar mit Hannover verbunden und zweifelsfrei ein wichtiger Ort für alle Einwohner*innen dieser Stadt. Wir blicken auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurück, die mittels der kleinen Zeitreise im Kleefelder Teil des Waldes sehr schön wiedergegeben wird. Ich bin sicher, dass dieses Angebot gut angenommen und auch vielen alteingesessenen Einwohner*innen noch neue Einblicke bringen wird“, sagte Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der heutigen Präsentation des Informationspfades.

Zeitreise in der südlichen Eilenriede

Neue grüne Markierungen und Zahlen sowie aufgestellte Baumstämme in der südlichen Eilenriede nehmen die Passant*innen mit auf eine Zeitreise: 27 Informationstafeln sind auf einer Länge von knapp 500 Metern entlang des Walter-Meyer-Wegs aufgestellt und an Stammabschnitten befestigt worden, die von abgestorbenen Bäumen des vergangenen Jahres stammen. Sie vermitteln kurz, wie sich die Sichtweise auf den Wald, der bereits 1333 erstmals urkundlich erwähnt wurde, sowie die Nutzungsansprüche verändert haben. Anfänglich wurde der feuchte Wald gemieden und erwies sich als ungeeignet für den Siedlungsbau, bald schon avancierte er zum wichtigen Rohstofflieferanten und zum Ort der Viehweide. Später wurde die Eilenriede zum mystischen Sehnsuchtsort verklärt und in Teilen parkartig gestaltet. Heute sind die Ansprüche an den Stadtwald höher denn je: Als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten mitten in einer Großstadt erfüllt er eine wichtige Rolle für den Naturschutz. Gleichzeitig ist er das zentrale Naherholungsgebiet der Stadt und erfreut sich größter Beliebtheit bei Erholungssuchenden und Freizeitsportler*innen.

Spaziergänger*innen am Walter-Meyer-Weg erfahren konkret, dass der anfangs 465 Hektar große Wald schon sehr bald nach der Schenkung durch den Bau von Landwehren und Warttürmen vor feindlichen Truppen, aber auch vor dem damals verbreiteten Holzdiebstahl geschützt werden musste. Die Holzentnahme zieht sich wie ein „roter Faden“ durch die Geschichte des Stadtwaldes und findet einen letzten traurigen Höhepunkt noch nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als die vom Krieg gebeutelten Menschen dringend Feuerholz zum Überleben benötigten.

Demgegenüber stehen zahlreiche Walderweiterungen und Neupflanzungen: Vor allem bis 1646 wurde der Stadtwald um mehr als 150 Hektar vergrößert. Die jüngsten Veränderungen sind noch ganz frisch: Im gerade vergangenen März wurden rund 2.000 junge Eichen in der Eilenriede eingepflanzt. Teil der wechselvollen Geschichte des Waldes sind aber auch die vergangenen drei Trockenjahre. Die Klimaextreme führten zu schweren Schäden. Vor allem alte Buchen sind im Zuge der Dürre abgestorben.

Die Informationstafeln gehen aber nicht nur auf forstliche und geografische Aspekte ein: Auch besondere Anlagen und Ereignisse, wie die Entstehung des Rasenlabyrinths, das so genannte „Rad“, die historischen „Eilenriederennen“ für Motorräder und die Untaten des berüchtigten Räubers Jasper Hanebuth finden Erwähnung. Ebenso wie die letzte große Zäsur des Waldes, als der Bau der Schnellwege um Hannover herum eine Schneise durch die Eilenriede schlug und, nach heftigen Bürger*innenprotesten, die Gründung des Eilenriedebeirats nach sich zog.

Jubiläumsprogramm

Im Jubiläumsjahr 2021 werden aber nicht nur historische Daten der Eilenriede vermittelt und präsentiert. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat darüber hinaus, in Kooperation mit dem Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt, ein kleines Veranstaltungsprogramm entwickelt. Mit rund 50 Angeboten von Mai bis Oktober wird, vor allem im Rahmen von Führungen, der Stadtwald als vielfältiger Umweltbildungsort vorgestellt. Das Programm enthält Führungen zu Baumarten ebenso wie Spaziergänge zur Bau- und Kulturgeschichte und literarische Exkursionen und Lesungen. Es gibt Angebote zum Waldgesundheitstraining und zum Tanzen im Rasenlabyrinth, aber auch die Möglichkeit, essbare Wildkräuter zu entdecken oder sich über Vögel und Fledermäuse zu informieren.

Das Programm „650 Jahre Eilenriede – Entdeckungen in Hannovers Stadtwald“ liegt ab sofort im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün (Arndtstraße 1) und in der Waldstation Eilenriede (Kleestraße 82) zur kostenlosen Mitnahme aus und kann von der Internetseite www.hannover.de/650-jahre-eilenriede heruntergeladen werden. Die Angebote finden unter strengen Teilnahmebegrenzungen und Hygienemaßnahmen nur dann statt, wenn es die jeweils geltende Corona-Verordnung beziehungsweise die Inzidenzwerte ermöglichen. Aktuelle Informationen und gegebenenfalls Absagen von Veranstaltungen werden laufend auf der genannten Internetseite veröffentlicht. Darüber hinaus informiert die neue Internetseite auch über weitere Themen zum Jubiläum „650 Jahre Eilenriede“. Auch die Chronologie „Auf Zeitreise in der Eilenriede“ kann dort, als blätterbare PDF-Broschüre, heruntergeladen werden.

 

iF Design Award 2021 für das zweite Bewerbungsbuch zur Kulturhauptstadtbewerbung 2025 und den Kulturentwicklungsplan

Der iF Design Award 2021 geht in diesem Jahr zweimal nach Hannover. Die Expert*innen-Jury hat Hannovers 2. Bewerbungsbuch in der Disziplin Kommunikationsdesign von Sebastian Peetz und den Kulturentwicklungsplan (KEP) von Hardy Seiler in der Disziplin Kommunikation ausgezeichnet. „Die Auszeichnung mit dem if Design Award adelt unsere kreative und innovative Bewerbung und unseren KEP“, freut sich Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf als Auftraggeberin der beiden Werke und gratuliert sowohl Sebastian Peetz als auch Hardy Seiler zu ihren herausragenden Arbeiten.

Der Designer und Typograph der hannoverschen Bid Books Sebastian Peetz wurde dafür gelobt, dass sich die Buchrolle von Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung mit einer neuen Formsprache stark von der Designkonkurrenz absetzt. Er habe damit Vorbildcharakter für mutiges und entschlossenes Design erzielt, von der großartigen Gesamtidee bis zu feinsten Schriftsatzdetails in den Textanmerkungen, so die Jury. „Der iF Design Award gehört zu den wichtigsten Designpreisen der Welt – die erneute Prämierung auch für das zweite Buch ehrt mich sehr“, freut sich Peetz, der bereits für das 1. Bewerbungsbuch den iF Design Award 2020 verliehen bekommen hat.

Mehr zum Bid Book findet sich unter folgendem Link https://khh25.de/normalitaet-ist-keine-option

Auch der KEP ist mit dem iF Design Award 2021 ausgezeichnet worden. Für den verantwortlichen Designer Hardy Seiler ist diese Auszeichnung eine große Ehre und er erläutert: „Jede gestalterische Entscheidung zielte darauf ab, eine lesbare, Hannover bezogene und zukunftsweisende Publikation zu erschaffen. Eine zeitgemäße Interpretation von Kurt Schwitters MERZ-Heften lag der Gestaltung zu Grunde, wie auch die im KEP verwendete Font ‚Kurt‘ zeigt. Das Design ist stark mit dem Inhalt verknüpft.“

Mehr zum KEP gibt es unter www.kep-hannover.de.

Bereits im vergangenen Jahr haben das erste Bid Book und der KEP Design-Preise eingeheimst. Das 1. Bid Book erhielt den iF Design Award, den Red Dot Design Award und den German Design Award. Mit letzterem wurde auch der KEP ausgezeichnet.

 

Anmeldung der Lernanfänger*innen auch für das Schuljahr 2022/2023 schriftlich – Präsenztermine entfallen

Die Schulanfänger*innen für das Schuljahr 2022/23 müssen auch in diesem Jahr schriftlich bei der jeweils zuständigen Grundschule angemeldet werden. Die ursprünglich veranschlagten Präsenztermine am 27. und 28. April 2021 finden Corona-bedingt nicht statt.

Die Aufforderung zur Schulanmeldung mit allen Informationen wird im Mai vom Schulträger an die Erziehungsberechtigten versandt. Der Anmeldezeitraum gilt vom Erhalt der Anschreiben bis zum 30. Juni 2021.

Die Schulen werden individuelle Regelungen zum Verfahren treffen; Erziehungsberechtigte sollten sich daher unbedingt auf der Homepage der jeweiligen Schulen informieren.

Das Team Einschulung der Landeshauptstadt Hannover steht unter der Telefonnummer 0511-168-43994 für weitere Anfragen zur Verfügung. Die jeweils zuständige Grundschule kann ebenfalls kontaktiert werden, sofern diese bereits bekannt ist.

 

Angebot für Senior*innen: Yoga mit dem Stuhl für Späteinsteiger*innen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind gemeinsame Aktivitäten und Gruppenangebote vor Ort zurzeit nicht möglich. Der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) veranstaltet daher dienstags von 11 bis 11:45 Uhr ein Yogaangebot in digitaler Form, um Senior*innen zu ermutigen, auch zuhause aktiv zu bleiben. Der erste Termin ist kommenden Dienstag (27. April).

Lebenslust und Vitalität mit sanften Übungen und Entspannung erfahren, Körper, Geist und Seele in Einklang bringen: Das sind die Ziele des Bewegungsangebots im Stil des Hatha-Yogas, das sich an Senior*innen ab 60 Jahre richtet. Im Vordergrund stehen Vor-, Rück und Seitbeugen, Drehungen, Umkehr- und Sitzhaltung sowie Gleichgewichts- und Atemübungen, die im Stehen und im Sitzen ausgeführt werden. Die professionelle Unterstützung übernimmt die lizensierte Gesundheitssportübungsleiterin Ulli Wiesner. Wichtig zu wissen ist, dass eventuell notwendige Korrekturen in der Haltung digital nicht vorgenommen werden können.

Interessierte benötigen für das Bewegungsangebot lediglich einen Stuhl und ein digitales Endgerät (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone), auf dem die kostenlose App „Zoom“ installiert ist. Der Link zum Einwählen wird nach der Anmeldung verschickt. Das Angebot ist kostenfrei.

Anmelden können sich Senior*innen bei Katja Steffensen beim KSH, telefonisch unter 0511-168-42652 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.Bei technischen Fragen erhalten Interessierte telefonische Unterstützung durch die ehrenamtlichen Medien- und Techniklots*innen des KSH. Hierzu können sie sich einige Tage vorab an das Seniorentelefon unter der Rufnummer 0511-168-42345 wenden.

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