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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 24.Juni 2021

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Regenbogenfarben über der HDI Arena Hannover als Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz - Luftbild © Ulrich Stamm Regenbogenfarben über der HDI Arena Hannover als Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

Freilichtgalerie am Kronsberg präsentiert zweite Ausstellung „Kronsbeere“

Die Freilichtgalerie geht mit der Ausstellung „Kronsbeere“ vom 9. Juli bis 22. August in die nächste Runde. Das Künstlerduos Möller + Petersen verwandelt den Laubengang der Freilichtgalerie Kronsberg durch Elemente des Upcyclings und künstlicher Bepflanzung/Begrünung u.a. durch die Kronsbeere in eine temporäre Landschaft. Durch unterschiedliche Faktoren und bewusst gelenkten Eingriffen ist die Installation ständigen Veränderungen ausgesetzt. Die Bewohner*innen und Besucher*innen des Kronsbergs werden dazu eingeladen, diesen Ort zu erkunden. Zudem besteht die Möglichkeit Elemente der Installation mitzugestalten u.a. wird ein Workshop angeboten. So fügen sich einzelne Momentaufnahmen in die Entwicklungsprozesse ein, formen ein Gerüst und lassen die Arbeit mitten im Zentrum von Kronsberg förmlich aufblühen und Früchte tragen.

Zu den Künstler*innen der „Kronsbeere“

Das hannoverische Künstlerduo Möller + Petersen arbeitet künstlerisch an der Schnittstelle von Installation, Sound-/Medien- und Performancekunst. In Ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigen sie sich vor allem mit der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Umwelt und dem Erforschen/Bespielen neuer Räume.

Kerstin Möller ist Choreographin, Medienkünstlerin, Musikerin, creative Producer und urbane Soziologin. Sie zeigte eigene Arbeiten u.a. am Next Generation Festival des ZKM Karlsruhe, LungA Art Festival Island, Errant Bodies Gallery Berlin. Sie ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und arbeitet neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als creative Producer für Tanz, Performance und interdisziplinäre europäische Projekte.

Ben Petersen ist Illustrator, Medienkünstler, Performer und Gärtner. Seine Arbeiten changieren zwischen Zeichnung, Animation, Installation, Video/Projektion- und Performancekunst. Seine Videoarbeit »Alleinkommunikation« wurde in Deutschland, Spanien und Portugal gezeigt. Als Performer arbeitete er in Projekten u.a. mit Elisabeth Schilling, Cie.Willi Dorner, Aliénor Dauchez und Commedia Futura.

Der Hintergrund zur Freiluftgalerie am Kronsberg

Die Idee hinter der Freilichtgalerie am Kronsberg beschreibt Edin Bajric, künstlerische Begleitung, wie folgt: „Wir Kulturschaffenden brauchen Plätze, Orte an denen wir unsere Kunst präsentieren können. Wir brauchen vor allem Orte, die neue Formate ermöglichen, die frei zugänglich sind, die viele Menschen erreichen. Die nicht das klassische Format einer Galerie oder eines Kunstraumes bedienen, sondern wirklich so wie hier komplett offen und draußen sind. Formate, die eine Größe in der Arbeit ermöglichen und das gibt die Freilichtgalerie her.“ 

Think global, act local- Sinnstiftung und Verbundenheit in Zeiten von GlobalisierungSeit den Anfängen der Pop-Kultur fühlen sich Menschen weit über nationale und geografische Grenzen verbunden, die Digitalisierung hat diese Entwicklung beschleunigt. Lokale Strukturen der Verwurzelung, der kulturellen Identifikation vor Ort in Gemeinschaften sind aufgeweicht und teils über entfernte digitale Gruppen abgelöst. Die Corona-Pandemie hat die Zeit angehalten, haben die Bürger*innen vor Ort uns geschrieben. Und uns vor dem Hintergrund des Social Distancing zugleich deutlich gemacht, wie wichtig für uns Menschen doch das analoge Miteinander ist. „Was ist eigentlich wichtig für mich? Wie verbinde ich mich? Wo sind Oasen der Entspannung und Erholung? Wo finde ich Zusammen- und Rückhalt im Alltag? Und diese Fragen haben wir in die Ausschreibung mitgenommen. Alle Preisträger*innen haben gemeinsam, dass sie sich mit Themen und Ressourcen beschäftigen, die uns global verbinden und einladen, gemeinsam etwas vor Ort zu erschaffen“, so Parisa Hussein-Nejad, Leitung KroKuS.

 

Tag der Architektur am 27. Juni: Landeshauptstadt Hannover mit acht Objekten beteiligt

Der jährliche Tag der Architektur findet am kommenden Sonntag (27. Juni) statt und lädt erneut dazu ein, besondere Bauprojekte zu erkunden. In diesem Jahr ist die Landeshauptstadt Hannover (LHH) als Bauherr*in mit acht Objekten dabei. Eines davon, das Stadtteilzentrum Stöcken, wurde von der Architektenkammer Niedersachsen als Titelbild für die Werbekampagne ausgewählt.

Die Veranstaltung, die über die Architektenkammer organisiert ist, steht immer noch unter dem Einfluss der Corona-Bestimmungen, daher werden nicht alle Objekte zur Besichtigung geöffnet sein. Allerdings können viele Projekte auch virtuell besucht werden.

Dank der niedrigen Inzidenzwerte finden in diesem Jahr aber wieder mehr Führungen vor Ort statt.

Außerdem kann kostenfrei die gedruckte Broschüre bestellt oder auf der Seite der Architektenkammer Niedersachsen (AkNds) unter

https://www.aknds.de/baukultur/tag-der-architektur heruntergeladen werden. Hier gibt es auch Informationen zu den einzelnen Führungen und den jeweiligen Anmeldemodalitäten.

 

Die Projekte der LHH

Gymnasium Goetheschule (Fachbereich Gebäudemanagement), Franziusweg 43, Führungen um 12 und 13.30 Uhr.

Sportleistungszentrum (Fachbereiche Sport und Bäder und Gebäudemanagement), Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 2a, es finden keine Führungen vor Ort statt, das Gebäude ist nicht für Besucher*innen geöffnet.

Wasserkunst Herrenhausen (Fachbereiche Herrenhäuser Gärten und Gebäudemanagement), Am Großen Garten 70, Führungen um 11, 12, 13 und 15.30 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Gartenpavillon Remy de la Fosse (Fachbereiche Herrenhäuser Gärten und Gebäudemanagement), Herrenhäuser Straße 4, Führungen um 10.30, 13, 15 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Theaterboskett Herrenhausen (Fachbereich Herrenhäuser Gärten), Herrenhäuser Straße 4, Outdoor-Führungen von 11 bis 12.15, 12.30 bis 13.45 sowie 14.30 bis 15.45 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Stadtteilzentrum Stöcken (Fachbereich Gebäudemanagement), Eichsfelder Straße 101, Führungen von 10 bis 10.35, 11.30 bis 12.05 sowie 13.30 bis 14.05 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Feuer- und Rettungswache 3 (Fachbereich Gebäudemanagement), Lange-Feld-Straße 113, es finden keine Führungen vor Ort statt, das Gebäude ist nicht für Besucher*innen geöffnet.

Moltkeplatz (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün), Moltkeplatz, Outdoor-Führungen um 11 und 13 Uhr, keine Anmeldung erforderlich.

Die Führungen vor Ort werden jeweils durch die beteiligten Architekturbüros angeboten. Weitere Projektinfos sind unter dem Link der AkNds zu entnehmen.

 

Inklusives Theaterfestival KLATSCHMOHN 2021 per Live-Stream aus dem Pavillon mit einer Begleit-Ausstellung in der artothek Hannover

21 Theater-, Tanz- und Musikgruppen aus Förderschulen, Inklusionsklassen, heilpädagogischen Fördereinrichtungen und freien inklusiven Gruppen streamen live vom 5. bis 7. Juli beim diesjährigen inklusiven Theaterfestival KLATSCHMOHN 2021 unter dem Motto „Was wir haben und was wir vermissen“ aus dem Kulturzentrum Pavillon kurze Filmbeiträge mit anschließenden Interviews. Begleitet wird das Festival von der Ausstellungen KLATSCH + MATCH vom 4. Juli bis zum 27. August in der artothek Hannover.

Zum Festival:

Bei den live-Streams wird nicht nur das fertige Endprodukt zu sehen sein, sondern auch der Probenprozess, ein Fundus oder Übungsraum. Damit ermöglichen die Verantwortlichen Blicke hinter die Kulissen und sie geben erstmals Einblicke in den kreativen Schaffensprozess, die in der gewohnten Festivalatmosphäre verborgen bleiben.

Die Vormittagsveranstaltungen beginnen jeweils um 10 Uhr. Dort werden die einzelnen Programmpunkte durch Aktionen zum Mitmachen unterbrochen. Es wird gebastelt, Musik gemacht, getanzt und gespielt - dabei taucht auch Bosno, ein echter Therapiehund auf…

Abends (Beginn 19.30 Uhr) wird über inklusive Kulturprojekte mit interessanten Interviewpartner*innen live aus dem Studio informiert. Vorgestellt werden beispielsweise das Filmfestival „Ganz schön anders“ oder das Festival Theaterformen, das sein Spektrum in Richtung Inklusion öffnet und in Kooperation mit KLATSCHMOHN die neue Produktion der esistso!company zeigt. Und natürlich wird über der inklusive Kunstdialog KLATSCH + MATCH zum Thema gemacht.

Daten und Fakten:

Unter diesem Link kann jede/r kostenfrei am Festival teilnehmen: https://www.youtube.com/channel/UC25e5HUBGBwLGgQE0mK8tUQ

(Suchwort auf youtube Theaterfestival Klatschmohn 2021 oder Zugang über die Homepage projekttheater-klatschmohn.de.)

Um Anmeldungen wird gebeten bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Alle Informationen gibt es unter www.projekttheater-klatschmohn.de.

 

Zu KLATSCH + MATCH

KLATSCH + MATCH - Kunst-Dialog im Rahmen des Theaterfestivals KLATSCHMOHN vom 4. Juli bis zum 27. August in der artothek Hannover.

Die Idee von KLATSCH + MATCH ist es, Menschen aus Hannover zusammenzubringen und einen inklusiven künstlerischen Austausch anzuregen.

Dafür hat ein*e Künstler*in eine weiße Leinwand, Querformat 50 x 100 cm, bekommen, die in drei gleich große Felder eingeteilt ist. Er/sie hat begonnen, das Bild im ersten Feld zu bemalen und die Leinwand dann an den/die nächste Künstler*in weitergereicht, der/die sich von dem Bild anregen lassen und es weiter gestaltet hat. Danach hat der/die erste Künstler*in das Bild zurückbekommen und es vervollständigt.

Auch ohne einen direkten physischen Kontakt sind sich in diesem Projekt Menschen nähergekommen, haben sich über die Person hinter dem Bild Gedanken gemacht und mit Spannung einen Impuls oder eine Antwort erwartet und bekommen.

Zu sehen sind 11 Bilder von 22 Menschen:

Pierre Heinicke + Vanessa Kirsch, Brigitte Sembill + Edin Bajric, Katrin Haase + Mignon Blings, Walter Heuer + Nigel Packham, Jens Schrage + Mass Jobe, Sandra Christians + Elham Emambakhsh, Arsen Nasibulin + Ziad El Kilani, Michael McCann + Taha Salih, Sabine Pierkowsky + Jane Wyrwa, Kamal Haji Gares + Angelika Wolf, Gaby Schulz + Martina Vollmer.

Daten und Fakten:

Öffnungszeiten: jeden ersten Dienstag im Monat von 16 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung. Da die Innenräume der artothek nicht barrierefrei sind, sind Anmeldungen erforderlich. Telefon 0511/99903408, Mobil 0178/4156203, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Bilder werden in den Innenräumen ebenso wie im geräumigen Innenhof präsentiert.

Die Kooperationspartner*innen für KLATSCHMOHN 2021 sind: Stadtteilkultur der Landeshauptstadt Hannover, Leibniz Universität, Caritas Werkstätten Hannover, Otto-Hahn-Schule Wunstorf und das Kulturzentrum Pavillon.

 

 

Steinbockbrücke in der Eilenriede eingeweiht

Oberbürgermeister Belit Onay hat am Donnerstag (24.06.2021) die neue Steinbockbrücke in der Eilenriede eingeweiht.

Nach mehrmonatiger Bauzeit wurde die circa 5 Meter breite und 11 Meter lange Brücke am Ententeich in der Eilenriede, nahe der Hochschule für Musik, Theater und Medien, fertiggestellt.

Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Bodens waren die Fundamente der alten Brücke auseinandergedriftet, was zu Rissen am Bauwerk geführt hat. Aus diesem Grund wurde die Steinbockbrücke abgerissen und komplett neu errichtet. Die neue Brücke wurde auf bis zu 8 Meter tief reichenden Fundamenten gegründet, um die Standsicherheit zu gewährleisten.  Auch das Geländer wurde komplett erneuert und entspricht nun den aktuellen Sicherheitsstandards. Optisch ist das Geländer der Gestaltung des alten Bauwerks angepasst.

Während der Bauarbeiten wurde die für die Brücke namensgebende Skulptur, der „Steinbock“, fachgerecht demontiert und eingelagert. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist sie nun wieder an seinem ursprünglichen Platz an der neuen Brücke zurückgekehrt. Das Original wurde von Ernst Gorsemann 1929 in Bronze gegossen, die aktuelle Skulptur ist ein Nachguss von 1950.

Oberbürgermeister Onay hob bei der Einweihung die Bedeutung des Stadtwaldes hervor und dankte auch der Firma Dirk Rossmann GmbH, die sich mit einem Betrag von 25.000 Euro an den Gesamtkosten von 320.000 Euro beteiligt hat.

 

Oberbürgermeister Belit Onay hisst Regenbogenfahnen

Oberbürgermeister Belit Onay hat aus Anlass des Fußball-EM-Gruppenspiels Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch (23.06.2021) Regenbogenfahnen am Friedrichswall vor der Neuen Rathaus gehisst. „Die uefa will kein leuchtendes Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen, aber wir zeigen Flagge! FÜR Vielfalt, FÜR freie Selbstbestimmung und vor allem FÜR Solidarität. Nicht nur, aber auch wenn es um Fußball geht. Sport ist gesellschaftliche Teilhabe und damit für alle da!“, so der Oberbürgermeister.

Er setzt damit ein Zeichen für die Anerkennung und gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie Trans*-, Inter*- und queeren Personen (LSBTIQ).

Die Regenbogenfahne steht weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden. Sie gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz und der Vielfalt von Lebensformen.

 

Ausstellung im Berggarten: „Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt“ eröffnet

Gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neophyten breiten sich auf vielfältige Weise aus. Auch Botanische Gärten und Privatgärten tragen dazu bei, dass sie ganz neue Standorte besiedeln. Von heute an bis zum 3. Oktober lädt eine neue Ausstellung dazu ein, bei einem Streifzug durch den Berggarten anhand von Schautafeln Wissenswertes über die „Neuen Wilden“ zu erfahren. Thematisiert werden unter anderem die Reisewege und Eigenschaften der Pflanzenarten sowie Chancen und Risiken.

Pflanzen "reisen" viel schneller und weiter, als es ihnen natürlicherweise möglich wäre. Mit Hilfe des Menschen und der modernen Transportmittel überwinden sie spielend natürliche Barrieren. Viele der beabsichtigt oder unbeabsichtigt eingebrachten Pflanzenarten können sich in der neuen Heimat dauerhaft ansiedeln. Einige von ihnen sind bereits in unsere Flora integriert. Manche besiedeln in urbanen Lebensräumen Standorte, die von heimischen Arten nicht besetzt werden und können somit zur Begrünung und zum Erhalt eines angenehmen Stadtklimas beitragen. In natürlichen und naturnahen Lebensräumen jedoch können sich manche neu eingebrachten Arten auf Kosten der heimischen Flora ausbreiten, ursprüngliche Arten verdrängen und das Miteinander verschiedener Tier- und Pflanzenarten aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Ausstellung erklärt auf 14 großformatigen, thematischen Tafeln alles Wissenswerte über Neophyten und Invasive. Reisewege und Pflanzeneigenschaften, die Invasivität begünstigen, werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung von Botanischen Gärten und Privatgärten als Keimzelle für die Ausbreitung von Neophyten. Sowohl die Risiken als auch die Chancen durch neue Pflanzenarten werden erörtert.

35 kleinere Tafeln sind einzelnen Pflanzenarten gewidmet. Während eines Spaziergangs im Berggarten können Besucher*innen praktisch im Vorbeigehen viel Wissenswertes über die Pflanzen erfahren, die bei uns oder in anderen Teilen der Welt als „Neue Wilde“ heimisch geworden sind.

Eine knapp 80 Seiten umfassende Ausstellungsbroschüre ist in den Shops der Herrenhäuser Gärten für 8 Euro erhältlich.

Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit der Woche der Botanischen Gärten und ist eine Initiative des Verbands Botanischer Gärten e.V. Sie wird in 24 weiteren Mitgliedsgärten gezeigt.

 

Neue Wilde – Globalisierung der Pflanzenwelt23. Juni bis 3. Oktober, Herrenhäuser Gärten30419 Hannoverwww.herrenhaeuser-gaerten.deTelefon (0511) 168-34000täglich ab 9 Uhr geöffnetEintritt Berggarten 3,50 Euro, Kinder unter 12 Jahre frei, die Ausstellung ist im Garteneintritt enthalten

 

Stadtverwaltung öffnet zusätzlich Bürgerämter

Mit einem ganzen Maßnahmenpaket will die Stadtverwaltung die Terminvorlaufzeiten in ihren Bürgerämtern reduzieren. Spätestens zum Ende des Jahres soll die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin nicht länger als eine Woche betragen.

Durch den "Lockdown" im vergangenen Jahr und mehrere kurzzeitige Schließungen einzelner Bürgerämter auf Grund von Corona-Infektionen im Winter 2020/2021 hat sich die Terminvorlaufzeit deutlich erhöht. Hinzu kommt, dass seit diesem Frühjahr deutlich mehr Einwohner*innen Dienstleistungen der Bürgerämter nachfragen. Es soll nun ein schrittweiser Abbau dadurch entstandener Rückstände erfolgen. Die Verwaltung hat dafür, und ebenso um den Terminvorlauf deutlich zu verkürzen, ein Maßnahmenpaket vorbereitet. In erster Linie wurde zusätzliches Personal akquiriert, welches überwiegend im Juni und Juli den Dienst antritt. Teilweise werden die Bürgerämter dadurch personell verstärkt, teilweise werden dadurch die folgenden Maßnahmen ermöglicht:

Kurzanliegen-Kalender

In einigen Bürgerämtern bereits eingeführt sind sogenannte „Kurzanliegen-Kalender“. Kund*innen, mit einem Kurzanliegen haben bei der Onlinebuchung die Möglichkeit den Standort „BA Kurzanliegen (plus Name des Bürgeramtes)“ zu wählen und erhalten so bereits in wenigen Tagen einen Termin. Kurzanliegen sind: Die Abholung von Dokumenten, die Beantragung eines Führungszeugnisses oder einer Gewerbezentralregisterauskunft, die Abmeldung einer Nebenwohnung oder der Wegzug ins Ausland und die Aktivierung der Online-Funktion des Personalausweises.

Durch die Einführung dieser Kurzanliegen-Kalender konnten Lücken, die durch die Online-Terminbuchung entstehen, bereits reduziert und die Terminkapazitäten effizienter gestaltet werden. Insgesamt konnte die Zahl der wöchentlichen Termine dadurch um 500 erhöht werden. Das entspricht einer Steigerung von 11 %. Gleichzeitig konnte der Vorlauf für diese Termine auf circa eine Woche verkürzt werden. Da rund ein Drittel aller Termine auf solche Kurzanliegen entfallen, konnte die Terminvorlaufzeit für viele Kund*innen bereits deutlich reduziert werden.

Wiederöffnung des Bürgeramtes Döhren

Die Verwaltung hat das Bürgeramt Döhren mit einem eingeschränkten Angebot wieder geöffnet. Ab sofort können für das Bürgeramt Döhren wieder Termine online gebucht werden. Aus technischen und organisatorischen Gründen und vor dem Hintergrund der nach wie vor geltenden Hygienevorschriften können dort zunächst keine Personaldokumente beantragt werden. Kund*innen, die einen Personalausweis oder Reisepass benötigen, müssen auf eines der anderen sieben Bürgerämter ausweichen. Alle anderen Dienstleistungen von An- und Ummeldungen bis zu Führungszeugnissen werden dort uneingeschränkt angeboten.

Dadurch werden zusätzliche Bearbeitungskapazitäten geschaffen.

Sonderaktion Führerscheine

Diejenigen, die einen Führerschein besitzen, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt ist, sind gesetzlich verpflichtet, ihren bisher unbefristeten Führerschein gegen einen befristeten Führerschein umzutauschen. Grund für die Umtauschpflicht ist das Ziel eines einheitlichen, fälschungssicheren Führerscheines in ganz Europa. Außerdem werden alle ausgestellten Führerscheine in einer zentralen Datenbank beim Kraftfahrt-Bundesamt erfasst, um Missbrauch zu vermeiden. Die Frist für diesen Umtausch ist nach Geburtsjahrgängen gestaffelt. Um den hierdurch zu erwartenden Fallzahlsteigerungen der nächsten Monate angemessen zu begegnen und gleichzeitig die Bürgerämter zu entlasten, werden solche Führerscheinumtausche und alle Anträge auf Ersterteilung einer Fahrerlaubnis ab sofort zentral im Hannover-Service-Center am Schützenplatz bearbeitet. Weitere Informationen und Terminbuchungen sind unter www.Fahrerlaubnisbehoerde-Hannover.de zu finden.

Für Kund*innen, die eine solche Ersterteilung oder den Umtausch beantragen wollen, wird es dadurch zu deutlich kürzeren Terminvorlaufzeiten kommen. Gleichzeitig wird die Terminkapazität für alle anderen Leistungen in den Bürgerämtern steigen.

Weitere Maßnahmen

Um weitere Bedienangebote zu schaffen wird auch das Bürgeramt Ricklingen in den nächsten 12 Wochen wieder öffnen und zwar mit einem definierten Dienstleistungsangebot. Sobald ein konkreter Betriebsbeginn feststeht, wird die Verwaltung dazu entsprechend informieren.

Unter dem Begriff PopUp-Bürgeramt plant die Verwaltung befristet bis zum Jahresende ein zusätzliches Bürgeramt zu eröffnen. Der Standort dieses Bürgeramtes wird in der Unternehmenszentrale der enercity AG am Ihmeplatz sein. Ab dem 1.August 2021 wird hier ein Bürgeramt mit voraussichtlich 13 Arbeitsplätzen als zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen. Um der sehr hohen Nachfrage nach Personaldokumenten Rechnung zu tragen, wird die Arbeit dieses Bürgeramtes auf die Ausstellung von Reisepässen, Kinderreisepässen und Personalausweisen konzentriert sein. Kund*innen werden zudem um Verständnis gebeten, dass im PopUp Bürgeramt am Ihmeplatz ausschließlich mit ec-Karte bezahlt werden kann.

Ab August ist mit einem kontinuierlichen Rückgang der Terminvorlaufzeit zu rechnen.

 

 

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