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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 26.Januar 2022

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Der Dicke-Pulli-Tag geht in die 2.Runde  - Archivfoto 2021 © Lothar Schulz / Stadtreporter.de Der Dicke-Pulli-Tag geht in die 2.Runde - Archivfoto 2021 © Lothar Schulz / Stadtreporter.de

HANNOVER.

 

Kulturbüros aus Hannover und Rouen vergeben vierwöchiges Aufenthaltsstipendium - Deutsch-französisches Autor*innen-Tandem steht fest

Die Kulturbüros der europäischen Partnerstädte Rouen und Hannover vergeben für die Jahre 2022 und 2023 jeweils ein 4-wöchiges Aufenthaltsstipendium für ein deutsch-französisches Autor*innen-Tandem, das es den beiden ausgewählten Autor*innen ermöglichen soll, in gastfreundlicher und kollegialer Atmosphäre an kreativen Projekten zu arbeiten und internationale Kontakte zu knüpfen. Auf das Stipendium, das mit 1.000 Euro dotiert ist und mietfreies Wohnen und die Reisekosten miteinschließt, konnten sich hannoversche Autor*innen aller literarischen Genres bewerben, die bereits auf Veröffentlichungen verweisen können.

Hannovers Partnerstadt Rouen hat mit Alice Baude eine junge, 26-jährige, jedoch schon mehrfach ausgezeichnete Autorin für das Stipendium nominiert, die in ihrer konzeptuellen Lyrik gesellschaftskritische Perspektiven einnimmt und die Wechselbeziehungen von Raum und Geist, Landschaft und Text immer wieder ins Zentrum ihrer Poesie und Reisetagebücher stellt.

Unter einer Vielzahl starker Bewerbungen hat die hannoversche Jury als Tandempartnerin für Alice Baude die 28-jährige hannoversche Autorin Laura M. Neunast ausgewählt. Neunast befasst sich in ihren Gedichten und autobiografischen Prosatexten sehr gegenwärtig und lebensnah mit der Fragilität menschlicher Existenz und betreibt nebenbei – mal humorvoll, mal politisch – den Twitteraccount @komodowaranin. Mit der Entscheidung möchte die Jury zwei jungen Autorinnen die Chance für einen internationalen Kulturaustausch geben, die literarisch schon von sich reden gemacht und bereits mehrfach veröffentlicht haben, die sich für das gesellschaftspolitische Geschehen in Europa interessieren und die sich auch an neuen literarischen Formaten versuchen.

Im September 2022 wird Alice Baude nach Hannover kommen, 2023 reist Laura M. Neunast im gleichen Zeitraum nach Rouen. Die künstlerische Zusammenarbeit des Autorinnen-Tandems beginnt jedoch bereits im Februar 2022: In einem mehrmonatigen Briefwechsel nähern sich die Autorinnen auf literarische Weise dem Thema „Europa“ an. Der Briefwechsel wird von zwei literarischen Übersetzerinnen begleitet und zum Abschluss der Residenz bei einer Lesung im Kestner Museum der Öffentlichkeit vorgestellt.

Alice Baude, geboren 1995, hat neben Beiträgen in Anthologien bereits das Reisetagebuch „Dialogue avec les Nuages“ (Dialog mit den Wolken) und den Gedichtband „Miniature aux Portes Ephémères“ (Miniatur an den flüchtigen Türen) veröffentlicht. Baude hat den Masterstudiengang Kreatives Schreiben in Le Havre abgeschlossen und ist bereits mit mehreren Stipendien ausgezeichnet worden. Die Autorin betrachtet das Dichten als eine Praxis des Entwickelns und Teilens von möglichen Perspektiven auf die Welt, dabei bilde Europa die Matrix für ihr Denken und Schreiben.

Laura M. Neunast, geboren 1993, absolvierte eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studiert seit 2019 Germanistik und Religionswissenschaft in Hannover. Neunast versteht sich als Europäerin mit kritischem Blick auf die EU. Die Autorin, die auch für den Preis der hannoverschen Autor*innenkonferenz 2021 nominiert war, legte im Frühjahr 2021 mit „Liebe in Zeiten der psychischen Krankheit“ ihren ersten Lyrikband im hannoverschen Re:sonar Verlag vor. 2022 erscheint ihr autobiographisches Buch „Keine Lilien“ bei Re:sonar.

Die Jury: Janika Millan (Kulturbüro Hannover, Internationale Kultur), Annette Hagemann (Kulturbüro Hannover, Literaturförderung), Laure Dreano-Mayer (Antenne Métropole) und Dr. Sabine Göttel (Literaturwissenschaftlerin und Autorin).

 

Fotowettbewerb „Mein liebstes Winteroutfit“ gestartet - Am 6. Februar findet der zweite „Dicke-Pulli-Tag“ in Hannover statt

Passend zum winterlichen Wetter hat das städtische Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro den Wettbewerb „Mein liebstes Winteroutfit“ gestartet. Im Umfeld des zum zweiten Mal in Hannover stattfindenden „Dicken-Pulli-Tags“ am 6. Februar sollen Bilder von der besten, coolsten oder liebsten Winterkleidung eingeschickt werden. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Es spielt auch keine Rolle, ob die Bilder mit dem Handy gemacht werden oder bei einem professionellen Fotoshooting entstehen.

Der Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 25. Februar. Teilnehmende senden ihre Beiträge mit dem Betreff „Dicker-Pulli-Wettbewerb“ per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bis zu drei Fotos können eingereicht werden, die Größe je Foto sollte 500 Kilobyte nicht überschreiten. Außerdem können die Bilder bei Instagram oder Facebook veröffentlicht werden. Das Nachhaltigkeitsbüro der Stadtverwaltung in diesem Fall mit @nachhaltigkeitsbuero.lhh auf dem Beitrag markiert werden. Außerdem wären die Hashtags #dickerpullihannover, #getfair und #hannofair zu nutzen.

Unter allen Einsendungen werden Preise wie plastikfreie Frühstücksdosen sowie Stofftaschen mit Infos und weitere Überraschungen verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen zum Wettbewerb, den das Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Energiesparprogramm des städtischen Fachbereichs Gebäudemanagement organisiert, und zu den Teilnahmebedingungen sind im Internet unter www.hannover.de/dicker-pulli-tag zu finden.

Aktionstag am 6. Februar

Am „Dicken-Pulli-Tag“ am 6. Februar präsentieren um 14 Uhr auf dem Trammplatz Studierende des Studiengangs Modedesign der Hochschule Hannover auf dem Catwalk ihre Designs zum Thema. Anschließend können Besucher*innen ungeliebte Pullis tauschen, umgestalten oder sich im eigenen dicken Pulli fotografieren lassen. Bei guter Musik und heißer Suppe können Tipps, Tricks und Inspirationen zum Thema Nachhaltigkeit ausgetauscht werden. Auch das Museum August Kestner hat im Rahmen der Ausstellung „use-less“ seine Tore geöffnet und lädt zu Aktionen und Workshops rund um das Thema Stricken ein. Der „Dicke-Pulli-Tag“ wird gefördert mit Mitteln des enercity-Fonds proKlima.

„Pimp your Pulli“

Am Tag zuvor, am 5. Februar, bietet das Stadtteilzentrum Stöcken in Kooperation mit dem Stöber-Treff Stöcken und unter der Leitung von Beatrix Landsbek, Modedesignerin, Hochschule Hannover, von 15 bis 18 Uhr den Workshop „Pimp your Pulli“ an. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

In dem Workshop entstehen aus alten Pullis neue Kreationen. Dafür wird gestopft, zerschnitten, genäht und neu zusammengestellt. Wer keinen eigenen Pullover mitbringt, kann auf einen Second-Hand-Pullover vom Stöber Treff Stöcken zurückgreifen.

Hintergrund: Dicker-Pulli-Tag

Seinen Ursprung hatte der Klimaaktionstag unter dem Namen „Dikke Truien Dag“ im Jahr 2005 in Belgien. Die Grundidee ist, die Heizung um ein Grad niedriger zu stellen und als Ausgleich einen dicken Pullover zu tragen, um damit Heizenergie zu sparen und damit den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Dieser Ansatz soll verdeutlichen, dass alle zum Klimaschutz beitragen und das Leben auf einfache Weise nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten können. Die Bilder des „Dicken-Pulli-Tags“ 2021 und der damaligen Präsentation auf dem Trammplatz sind im Internet unter www.hannover-nachhaltigkeit.de zu finden.

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