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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 26.Mai 2022

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Gunter Demnig hat am 25. Mai 2022 erneut  Stolpersteine in Hannover verlegt - Archivbild © Ulrich Stamm Gunter Demnig hat am 25. Mai 2022 erneut Stolpersteine in Hannover verlegt - Archivbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

"Sport im Park" startet wieder - Erfolgreiches Fitnessangebot wird fortgesetzt 

Mit der Veranstaltungsreihe „Sport im Park“ bringt der städtische Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement auch in diesem Sommer wieder die Hannoveraner*innen in Bewegung.

Unter dem Motto "Ganz Hannover ist ein Sportraum für alle“ wird bis zum 4. September ein vielseitiges Sport- und Bewegungsprogramm angeboten. Los geht es am kommenden Montag (30. Mai).

Dank der Unterstützung vieler Sportvereine und Einrichtungen in der Stadt stehen über 1.200 Sport- und Bewegungsangebote in einer abwechslungsreichen Angebotspalette zur Verfügung. Das vollständige Programm findet sich unter www.sportimpark-hannover.de 

Teilnahme kostenlos - Anmeldung erforderlich

Das vielfältige Programm bietet in diesem Jahr u.a. Trendsportarten wie Beach-Tennis, Handball, Capoeira, Mölkky, Yoga, Workout und Selbstverteidigungskurse. Es werden auch gezielt Kurse für Kinder, Frauen und Senior*innen angeboten. Erstmalig ist auch Wassersport dabei, die Hannoveraner*innen können sich im Drachenbootfahren versuchen.

Die Online-Anmeldung ist ebenfalls unter www.sportimpark-hannover.de möglich. In Ausnahmefällen kann eine Anmeldung auch telefonisch unter 0511/168-36556 entgegengenommen werden. Die Teilnahme an allen Angeboten von "Sport im Park" ist kostenlos.

Fortgeführt wird auch die flankierende Aktion „Mit dem Rad zum Sport“ und damit ein wichtiger Beitrag zur umweltbewussten Sportstadt: Wer per Rad zu den Park-Angeboten kommt, kann an einer Verlosung teilnehmen.  

 

30 neue Stolpersteine für Hannover - Oberbürgermeister Onay erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

An neun Orten wurden am Mittwoch (25. Mai) im Stadtgebiet von Hannover insgesamt 30 Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Zum Ende hat Oberbürgermeister Belit Onay während der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Loebenstein in der Hindenburgstraße 34 an deren Schicksal erinnert. „Die Erinnerung an die verfolgten Menschen unter der NS-Diktatur ist und wird für unsere und auch die folgende Generation ein dauernder Auftrag sein: Es ist ein Auftrag für die Unverletzbarkeit der Würde der Menschen einzutreten und Respekt im eigenen Umfeld zu leben sowie die gesellschaftlichen Werte von Toleranz und Gerechtigkeit gegen Feinde der Demokratie zu verteidigen.“

Mit der  15. Verlegung von Stolpersteinen seit 2007 gibt es jetzt insgesamt 453 Stolpersteine im Stadtgebiet Hannovers. Informationen zu den Personen können über die Seite stolpersteine-hannover.de abgerufen werden.

 

Diese Stolpersteine sind am 25.Mai 2022 verlegt worden:

Stadtbezirk Linden-Limmer

Limmerstraße 2 D, 30451 Hannover, 2 Stolpersteine für Dr. med. Sigmund Kohn und Johanna Kohn, (Opfergruppe Juden/Jüdinnen)

 

Stadtbezirk Vahrenwald-List

Alemannstraße 18, 30165 Hannover, 1 Stolperstein für Karl-Heinz Bleifeld, (Opfergruppe Deserteure)

 

Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Vahrenwalder Str. 290, 30179 Hannover, 8 Stolpersteine für Familie Magnus/Rottenberg/Wolff, (Opfergruppe Juden/Jüdinnen)

 

Stadtbezirk Vahrenwald-List

Brahmsstraße 4, 30177 Hannover, 2 Stolpersteine für Joseph und Friedel Schorsch, (Opfergruppe Juden/Jüdinnen)

Bödekerstraße 100, 30161 Hannover, 5 Stolpersteine für Familie Simon/Grünenbaum, (Opfergruppe Juden/Jüdinnen)

 

Stadtbezirk Mitte

Seumestraße 1A/Ecke Lister Meile, 30161 Hannover, 1 Stolperstein für Fritz Lohmeyer, (Opfergruppe politisch Verfolgte)

Fundstraße 10, 30161 Hannover, 4 Stolpersteine für Familie Rose und Familie Golab, (Juden/Jüdinnen)

Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, 4 Stolpersteine für Familie Storch, (Opfergruppe Krankenmord, Juden/Jüdinnen)

Hindenburgstraße 34, 30175 Hannover, Verlegung von 3 Stolpersteine für Familie Loebenstein, (Opfergruppe Juden/Jüdinnen)

 

„Liebeserklärung an Hannover“  - Lesung aus den Lebenserinnerungen „Einmal und nie wieder“ von Theodor Lessing

Gegen den „Juden, Pazifisten und Sozialisten“ Theodor Lessing wurde im Jahr 1925 durch völkisch-nationalistische Kreise eine Hetzkampagne entfacht, nachdem er den damals in Hannover lebenden Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg kritisiert hatte. Die Kampagne führte zum Entzug der Lehrbefugnis an der Technischen Hochschule Hannover. 1933 wurde Theodor Lessing in seinem Exil in Marienbad von Nationalsozialisten erschossen. Die Lebenserinnerungen Lessings sind jetzt unter dem Titel „Einmal und nie wieder“ neu aufgelegt worden. Am Donnerstag (2. Juni) liest um 18.30 Uhr der bekannte Schauspieler und Sprecher Rolf Becker aus der Veröffentlichung im ZeitZentrum Zivilcourage, Theodor-Lessing-Platz 1a. Theodor Lessing zeichnet darin seine Jugendgeschichte als „Liebeserklärung an Hannover“ nach. Der Eintritt ist frei. 

Es handelt sich um eine Veranstaltung in Kooperation des ZeitZentrum Zivilcourage, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Hannover, der IG Metall Hannover, des SPD-Stadtverbands Hannover und des Bremer Donat Verlags, in dem das Buch erschienen ist. Neben der Lesung gibt es kurze Beiträge von Jörg Wollenberg und dem ehemaligen Kultusminister und Landtagspräsident von Niedersachsen, Rolf Wernstedt, die beide mit Beiträgen an dem Buch mitgewirkt haben. 

 

 

 

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