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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 31.Oktober 2020

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Neues Rathaus Hannover - Luftbild (C) Ulrich Stamm Neues Rathaus Hannover - Luftbild (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Städtische Dienstleistungsbereiche halten ihren Service aufrecht

In der Corona-Krise fährt Deutschland ein zweites Mal das öffentliche Leben runter. Der von Bund und Ländern beschlossene Lockdown, der ab dem kommenden Montag greifen soll, betrifft viele Einrichtungen der Landeshauptstadt Hannover. Die städtischen Dienstleistungsbereiche halten jedoch ihren Service aufrecht. Auch der Politikbetrieb soll fortgesetzt werden.

Von der Schließung betroffen sind Bäder und Saunen, die Museen sowie Bibliotheken. Der Gartensaal im Neuen Rathaus schließt, ebenso der Gastronomiebetrieb im HCC. Betriebssport, Angebote von Freizeitaktivitäten in Spielparks, Messen, Kongresse, gewerbliche Ausstellungen und Jahrmärkte sind nicht mehr möglich. Das Neue Rathaus wird ab Montag  für touristische Gäste nicht mehr besuchbar sein. In den Stadtteilzentren ist nur noch ein minimales Angebot möglich, da Sport-  Bewegungs- und Vergnügungsangebote sowie handwerkliche und kulturelle Angebote im Zuge des Lockdowns abgesagt werden müssen.

Nicht erfasst vom Veranstaltungsverbot sind Wochenmärkte. Sie können weiterhin stattfinden. Das HCC wird nicht komplett geschlossen. Ihren Betrieb setzt auch die Volkshochschule fort. Die VHS hat inzwischen ein umfangreiches Online-Angebot entwickelt, das gut angenommen wird. Damit ist sie auch auf Einschränkungen im Präsenzbetrieb vorbereitet.   

In den kundenintensiven Dienstleistungsbereichen der Stadtverwaltung, wie etwa in den Bürgerämtern oder in der Zulassungsstelle, sind keine Einschränkungen geplant. Die Stadt hält die  Services aufrecht. Dabei gilt es, die strengen infektionsschutzrechtlichen Regelungen zu beachten – dafür bittet die Stadt die Bürger*innen um Verständnis.   

Der kommunalpolitische Betrieb in Hannover läuft weiter. Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und der Stadtbezirksräte werden unter Beachtung der Corona-Regelungen weiterhin stattfinden. Da einige Stadtbezirksräte in Einrichtungen tagen, die nach der neuen Verordnung zu schließen sind, werden sie auf alternative Tagungsorte ausweichen müssen.

 

VHS Hannover und das Klinikum Wahrendorff kooperieren

Für die seelische Gesundheit: Prävention durch Information

 

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) und das Klinikum Wahrendorff widmen sich in einer neuen Kooperation dem Thema „Seelische Gesundheit“. Gemeinsam werden die VHS und das Klinikum die jeweils vorhandenen Kompetenzen und Potenziale einsetzen, um attraktive bürgernahe Bildungsinhalte zur seelischen Gesundheit anzubieten. Erfahrene Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen sowie Ärzt*innen des Klinikums stehen zukünftig als Referent*innen in einzelnen Kursen, Vorträgen oder einer Reihe zur Verfügung. Die Veranstaltungsformate starten in Zeiten der Corona-Pandemie zunächst online.

„Mit diesem Angebot wollen wir Prävention durch Information erreichen und den Menschen helfen, die in der aktuellen Lage besonders leiden. Ich freue mich sehr, dass wir in dieser Kooperation mit dem Klinikum Wahrendorff einen kompetenten Partner an unserer Seite haben“, begrüßt Hannovers Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski die Zusammenarbeit zwischen VHS und Klinikum.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie treten in weiten Teilen der Bevölkerung Krisen-, Stress- und Angstsituationen auf“, fasst Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am Klinikum Wahrendorff, zusammen. Seelische und körperliche Symptome lassen sich nicht einfach abstellen. Sie entziehen sich der bewussten Kontrolle. Betroffene fühlen sich vielfach ausgeliefert, hilf- und machtlos – weit entfernt von der eigentlich erwünschten Lebensführung und stärkenden Ressourcen. „Die Folgen der Pandemie und der Shutdowns werden die Menschen in aller Unsicherheit und zum Teil mit hoher Existenzangst noch lange begleiten“, ist sich Prof. Dr. Ziegenbein sicher.

 

Auftakt mit Vortrag zur Corona-Pandemie

Auftakt in der Kooperation bildet der kostenfreie Online-Vortrag von Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein „Corona-Pandemie: Jenseits der Normalität“ am Dienstag, 24. November 2020, von 18 bis 20.15 Uhr. Und darum geht es: Unsere Gesellschaft spaltet sich gerade sehr deutlich auf. Einige Menschen kehren mit viel Zuversicht in den Alltag zurück, andere wiederum machen sehr vorsichtig und zögerlich die nötigsten Schritte. Was aber alle eint, ist die schwebende Ungewissheit jenseits der „bekannten Normalität“.

Erfahrungen zeigen Muster auf: Solange Menschen in einer Krise mit deren Bewältigung und dem Aushalten beschäftigt sind, funktionieren sie. Wenn wieder eine gewisse Normalität herrscht, dann kommt der Zusammenbruch. Studien belegen diese Erfahrungen. Prof. Dr. Ziegenbein erwartet, dass in den nächsten drei bis sechs Monaten mit einer verstärkten Zunahme von Depressionen zu rechnen ist, oft auch vergesellschaftet mit Ängsten.

Die sind häufig Teil der Depressionen. Auch Alkohol wird in Krisensituationen und wegfallenden Strukturen häufig schleichend mehr getrunken. Wie aber kann man am besten mit den Sorgen, Ängsten und dem Stress umgehen? Prof. Dr. Ziegenbein gibt Tipps für Situationen in seelischer Not.

Anmeldungen sind direkt bei der VHS möglich, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0511 168 43918. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.vhs-hannover.de, www.wahrendorff.de und im Online-Magazin: www.wahre-seele.de.

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