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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 4.April 2020

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Offener Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil

In einem offenen Brief an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, appellieren Oberbürgermeister Belit Onay und Torsten Hannig, DGB Hannover, Lena Melcher, Gewerkschaft NGG Hannover, Dirk Schulze, IG Metall, sowie Harald Memenga, ver.di Hannover-Heide-Weser, an den Minister, wegen der ausgesprochen schwierigen Situation, in die die Corona-Krise viele Menschen bringt, eine deutliche Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf den Weg zu bringen.

 

Corona-Krise – hannover.de bietet Hannoveraner*innen eine Übersicht städtischer und privater Hilfsangebote

Viele Einwohner*innen, Organisationen, Vereine und Initiativen halten zusammen und engagieren sich während der Corona-Krise. Es wird Hilfe geleistet, organisiert und koordiniert. Hilfe, die in dieser Zeit Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen dringend benötigen.

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat unter www.hannover.de/coronahilfe einen Überblick über die derzeit bekannten Hilfsangebote veröffentlicht. Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert – das Anmelden der Hilfsaktionen in Hannover kann direkt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden.

Auf der Seite findet man unter anderem aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus, die wichtigsten Anlaufstellen des Landes Niedersachsen und der Region Hannover, Plattformen für die Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie, Beratungsangebote, Spendenabgabestellen, aber auch Tipps zur Freizeitgestaltung für Familien.

„Diese Übersichtsseite ist eine Möglichkeit für alle, sich zu informieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich als Helfer*in zu melden“, sagt Ralf Sonnenberg, Leiter Eventmanagement bei der LHH, dessen Team die Seite zusammen mit dem Fachbereich Senioren, weiteren zahlreichen Fachbereichen und externen Partner*innen initiiert und aufgebaut hat. 

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich um Angebote Dritter, weiterführende Links und Angebote in unterschiedlicher Struktur handelt. Für die jeweiligen Angebote sind die Anbietenden verantwortlich, daher sind die Angaben auf diesen Seiten ohne Gewähr. Die Landeshauptstadt Hannover und hannover.de sind aber bemüht, nur seriöse Offerten zu veröffentlichen.

 

Notbetreuung in den Schulen der Landeshauptstadt Hannover auch in den Osterferien gefragt

Die Notbetreuung in den hannoverschen Schulen wurde seit der Schulschließung (16. März) wöchentlich von circa 150 Schüler*innen (davon 130 Grundschüler*innen) in Anspruch genommen. Auch während der Osterferien ist die Nachfrage nahezu gleich hoch.

Das Angebot wird an 41 Schulstandorten für Schüler*innen der Klassenstufen eins bis acht umgesetzt. Die Notbetreuung ist für Eltern kostenfrei. Ebenso das Mittagessen für die betreuten Kinder, sofern eines angeboten wird. Die Kosten übernimmt die Stadt als Schulträgerin. 

Seit Beginn der Schulschließungen (am 16. März) wird in den Schulen der Landeshauptstadt Hannover zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 eine Notbetreuung angeboten. In der Zeit von 8 bis 13 Uhr ist diese Betreuung durch Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende gesichert.

In Ergänzung hierzu stellt die Landeshauptstadt Hannover als Schulträgerin gemeinsam mit den Ganztagskooperationspartner*innen während der Osterferien im Zeitraum vom 30. März bis zum 14. April 2020 eine Notbetreuung in der Zeit von 7 bis 17 Uhr sicher. Eltern aus derzeit besonders benötigten Berufsgruppen wird somit die Wahrnehmung ihrer beruflichen Aufgaben ermöglicht.

 

Osterfeuer untersagt

Die Landeshauptstadt Hannover weist darauf hin, dass im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in diesem Jahr auch alle Osterfeuer untersagt sind und keine entsprechenden Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen. Bereits frühzeitig erteilte Genehmigungen sind inzwischen alle widerrufen worden.

 

Schnelle Hilfe durch zusätzlichen Standort des Frauenhauses24

Stadt und Region Hannover schaffen kurzfristig Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und Kinder – Telefonnummer 0800 77 080 77

Die Fälle häuslicher Gewalt nehmen im Zusammenhang mit den notwendigen, verordneten Verhaltensmaßnahmen in Bezug auf die Corona-Virus Pandemie erschreckend zu. Um gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern in dieser Situation einen sicheren Rückzugsort anzubieten, haben Stadt und Region Hannover zusammen mit dem Verein Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen e.V., das auch das kürzlich eröffnete Frauenhaus24 (FH24) betreibt, dreiundzwanzig zusätzliche Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder geschaffen. Diese stehen ab sofort (3. April 2020) zur Verfügung. Das Angebot wird durch die Stadt und die Region Hannover zu gleichen Teilen finanziert.

Für diesen Zweck wurden kurzfristig innerhalb der Region Hannover Zimmer angemietet. Das Angebot ist zunächst für zwei bis drei Monate geplant und wird vom neuen Frauenhaus24 umgesetzt. Die „Sofortaufnahme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder“ ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 77 080 77 erreichbar und wird die Aufnahmen organisieren. Die Arbeit des FH24 in dieser Notunterbringung wird von den drei hannoverschen Frauenhäusern unterstützt.

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover: „Schnelles Handeln ist gefordert. Besonders jetzt, da die räumliche Enge sowie existenzielle Ängste und Nöte Familien schwer belasten, müssen wir schnelle Auswege aus häuslicher Gewalt schaffen. Wir erwarten und sehen bereits, dass die Gewalt gegen Frauen und Kinder innerhalb der Familien deutlicher, häufiger und intensiver wird. Wir hoffen, dass die zusätzlich geschaffenen Schutzplätze betroffenen Frauen und Kindern einen sicheren Rückzugsort bieten und bedanken uns bei allen Partner*innen für die schnelle Umsetzung.“

Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover:  „Besondere Situationen erfordern ein schnelles lösungsorientiertes Handeln. Das ist den Vertreterinnen des Trägervereins Frauen helfen Frauen e.V. mit der Anmietung der zusätzlichen Räumlichkeiten für das Frauenhaus24 gelungen. Die Auswirkungen der Coronakrise belasten die Situation in manchen Familien bis aufs Äußerste, häusliche Gewalt ist dann vielfach die Folge. Ziel muss es deshalb weiterhin sein, Frauen in Notsituationen schnell für sie passende Hilfeangebote zu machen. Das wird mit den zusätzlichen Räumlichkeiten und dem großen Engagement von Frauen helfen Frauen e.V. gut gelingen.“

„Das tatsächliche Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Kinder in dieser Krise wird sich vermutlich erst in einigen Monaten zeigen – trotzdem müssen wir schon jetzt unterstützen. Die vorübergehenden Schutzplätze sind auch deshalb erforderlich, um in den Frauenhäusern und im FH24 zusätzlichen Raum zur Umsetzung der Abstandsregeln zu schaffen“, so Silke Dietrich vom Trägerverein Frauen helfen Frauen e.V. „Sollte es nötig sein, dass eines der Frauenhäuser unter Quarantäne gestellt wird, sind Ausweichquartiere unbedingt notwendig, um die Notfallkonzepte sicher umzusetzen.“

Durch die Corona-Virus Pandemie sind viele Frauen und auch Kinder in besonderem Maße gefordert: Die Aufforderung Zuhause zu bleiben und die damit verbundene Isolation, geschlossene Kitas und Schulen, Angst vor einer Erkrankung und oftmals auch Sorge um die finanzielle Existenz - das alles sind Faktoren, die Gewalt gegen Frauen und Kinder verstärken und sogar erzeugen können.

In dieser Situation zeigen gewaltbetroffene Frauen und Kinder oftmals trotzdem große Stärke. Der Wunsch der Frauenhäuser ist es, Frauen, die Gewalt erleben, zu ermutigen, Möglichkeiten zu finden, den Schutz der Frauenhäuser in Anspruch zu nehmen.

Zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist es immer erforderlich, freie Schutzplätze für die Frauen und Kinder vorzuhalten, die sie innerhalb von Stadt und Region auf kurzem Wege erreichen können. Die Grundsätze bleiben auf jeden Fall bestehen, dass die Flucht in eine andere Gemeinde/Stadt oftmals überlebenswichtig ist und Gewaltopfer ein Recht darauf haben, über den Ort zu entscheiden, an dem sie leben wollen.

 

Zeitplan Dezernatsneugliederung wird angepasst – Stadtbaurat Bodemann verschiebt Ruhestand bis Ende September

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse wird der Zeitplan für die zum 1. Juli 2020 vorgesehene Neugliederung der Verwaltung angepasst. Die Umsetzung erfolgt sukzessive mit der jeweiligen Besetzung der vakanten Dezernatsleitungen. Um bis dahin keine weitere Vertretungssituation entstehen zu lassen, hat Stadtbaurat Uwe Bodemann angeboten, nicht wie beabsichtigt zum 1. Juli sondern erst zum 1. Oktober 2020 in den Ruhestand zu gehen.

Die Verwaltung informiert zurzeit die Ratsgremien und legt notwendige Vorlagen zum Beschluss vor.

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