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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 9.Juni 2021

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Die Einigung über einen Tarifvertrag für die Landeshauptstadt ist erzielt: Prof. Dr. Lars Baumann, Dezernent für Personal und Digitalisierung (v.l.), Harald Memenga, ver.di, Karin Gödecke, Vorsitzende Gesamtpersonalrat, Dr. Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent, Belit Onay, Oberbürgermeister. © LHH Die Einigung über einen Tarifvertrag für die Landeshauptstadt ist erzielt: Prof. Dr. Lars Baumann, Dezernent für Personal und Digitalisierung (v.l.), Harald Memenga, ver.di, Karin Gödecke, Vorsitzende Gesamtpersonalrat, Dr. Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent, Belit Onay, Oberbürgermeister. © LHH

HANNOVER.

Stiftungsdatenbank online mit 155 Stiftungen in der Region Hannover

Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen der Stiftungsinitiative Hannover ist eine Stiftungsdatenbank mit 155 Stiftungen online gegangen. Unter www.stiftungen-hannover.de informieren Stiftungen mit Sitz in der Region Hannover über Förderprofile,  Ansprechpersonen und beispielhafte Projekte. 15 Suchkategorien helfen dabei, die passende Stiftung zu finden.

Die Datenbank löst das Handbuch "Wegweiser zu Stiftungen in Hannover" ab, das seit 2002 mit mehreren Auflagen als Nachschlagewerk für die hannoversche Stiftungslandschaft diente.

Die Stiftungsinitiative Hannover wurde von namhaften hannoverschen Stiftungen gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover gegründet, damit sich Stiftungen in der Region Hannover in unterschiedlichen Projekten und Veranstaltungen austauschen und engagieren können. Ein Koordinierungskreis mit 14 Stiftungen und Stiftungsverwaltungen steuert die Initiative.

„Die Stiftungsinitiative Hannover hat mit Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover 20 Jahre lang erfolgreich die Vernetzung von Stiftungen gefördert. Dieser fachliche Austausch war besonders für die ehrenamtlichen Stiftungsvorstände wichtig. Vielen Dank allen, die sich in diesem Netzwerk jahrelang engagiert haben“, so Oberbürgermeister Belit Onay, in dessen Büro die Stiftungsinitiative Hannover koordiniert wird.

Die Stiftungsdatenbank ist Teil eines neuen Stiftungsportals auf hannover.de, das über diverse Veranstaltungen sowie zu Fragen rund um das Stiften und die Antragsstellung informiert.

„Wer durch die neue Stiftungsdatenbank surft, wird über die Vielfalt der hannoverschen Stiftungslandschaft staunen. Jahrhunderte alte Stiftungen engagieren sich heute genauso für die Stadt und Region Hannover wie neu gegründete Stiftungen, mit denen sich Stifter*innen noch zu Lebzeiten aktiv für das Gemeinwohl einbringen wollen. Ich bin sicher, dass Menschen mit Projekten und Ideen jetzt noch schneller die richtige Stiftung finden werden“, so Theda Minthe, die seit 20 Jahren die Stiftungsinitiative im Büro des Oberbürgermeisters koordiniert und das Projekt Stiftungsdatenbank mit ihrem Team und der hannover.de Internet GmbH umgesetzt hat.

Finanziert wurde die Datenbank von 37 Stiftungen, darunter die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, die Stiftung Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Bürgerstiftung Hannover, die Stiftung Kulturregion Hannover, die VolkswagenStiftung, die VGH Stiftung, die Concordia-Stiftung, die Swiss Life Stiftung und die TUI Stiftung.

Zum Koordinierungskreis der Stiftungsinitiative Hannover gehören: die Bürgerstiftung Hannover, die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, die Hanns-Lilje-Stiftung, die   Klosterkammer Hannover, die Landeshauptstadt Hannover, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, Stiftung Kulturregion Hannover, Stiftung Niedersachsen, TUI Stiftung, VGH Stiftung und die VolkswagenStiftung

 

Impfbrücke wird ausgeweitet

Benachrichtigung über spontan verfügbare Impfstoffreste per SMS

Die Impfkampagne in der Region Hannover schreitet weiter voran. Mittlerweile wurden im Impfzentrum auf dem Messegelände rund 480.000 Impfungen durchgeführt. Mit dem Wegfall der Priorisierung gibt es ab sofort für alle Impfwilligen die Möglichkeit, sich für die sogenannte „Impfbrücke“ zu registrieren. Sie soll dabei helfen, übrig gebliebene Impfdosen, die noch am selben Tag verimpft werden müssen, kurzfristig zu vergeben. Das Prinzip ist einfach: Sollten am Ende eines Tages Impfungen nicht wahrgenommen worden sein, bekommen Registrierte per Zufallsprinzip ein spontanes Impfangebot per SMS. So werden Impfstoffreste genutzt, die sehr kurzfristig übrigbleiben und daher nicht mehr für reguläre Termine über das Terminvergabesystem des Landes freigegeben werden können.

„Es ist seit Beginn der Impfkampagne das Ziel des Impfzentrums, den Impfstoff schnell und effizient an die Menschen zu bringen“, sagt Cordula Drautz, Finanz- und Gebäudedezernentin der Region Hannover. „Die Impfbrücke hat sich für hochmobile, schnell verfügbare prioritär Impfberechtigte bereits bewährt. Mit der Öffnung der Impfbrücke können nun alle Impfwilligen, die flexibel sind, sich registrieren lassen und darauf hoffen, nach dem Zufallsprinzip einen Impfstoffrest spontan zu erhalten.“

Um sich für die Impfbrücke zu registrieren, müssen sich Interessierte unter https://hannover.impfbruecke.de mit Geburtsdatum, Postleitzahl und Mobilfunknummer registrieren. Sollte Impfstoff übrigbleiben, aktiviert das Impfzentrum den Zufallsgenerator und die Software verschickt SMS an zufällig ausgewählte, im Vorfeld registrierte Personen. Diese hat dann in der Regel rund eine halbe Stunde Zeit, den Termin beim Impfzentrum wahrzunehmen. Eine kurze Antwort per SMS reicht als Bestätigung beim Impfzentrum. „Dadurch, dass die Priorisierung jetzt weggefallen ist, können wir auch solche niederschwelligen Termine für Spontane vergeben“, sagt Dr. Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover. „Wir sind sicher, dass dieses Instrument einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leistet, noch schneller für Immunität in der Region Hannover zu sorgen.“

Damit die Liste der Personen, die für ein spontanes Impfangebot offen sind, möglichst aktuell bleibt, erlischt die Registrierung nach einer Woche. Eine Neu-Registrierung ist dann wieder für jeden Interessierten möglich – eine Garantie, einen Impftermin über diesen Weg zu bekommen, gibt es bei diesem Losverfahren nicht.

 

Tarifvertrag für die Landeshauptstadt: Verhandlungspartner*innen einigen sich

Der Tarifvertrag für die rund 11.500 Beschäftigten der Landeshauptstadt Hannover (LHH) steht.  Die Arbeitgeberin, der Gesamtpersonalrat der Stadtverwaltung sowie die Verhandlungskommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben eine entsprechende Einigung erzielt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen einerseits und die ver.di-Mitglieder der LHH andererseits müssen dem Vertragswerk noch zustimmen. Im Juli befindet abschließend der Rat der Landeshauptstadt darüber.

 „Mehr Wirtschaftlichkeit, ein optimierter Service für die Bürger*innen und die Wahrung der Beschäftigteninteressen“ werden als gleichberechtigte Ziele in der Präambel zum „Zukunftstarifvertrag Beschäftigungssicherung“ (ZTVBS) genannt.  Der Vertrag, der am 31.12.2026 endet, schließt Arbeitsplatzabbau, betriebsbedingte Kündigungen sowie individuelle Herabgruppierungen von Beschäftigten aus. Der Tarifvertrag hält fest, dass städtische Einrichtungen nicht ausgegliedert werden. 

Ein weiterer wesentlicher Punkt des Vertrages ist die Regelung von Leistungsvergaben. Demnach kann eine Vergabe von Leistungen an Dritte einen wichtigen Beitrag leisten, um die Stadtbeschäftigten zu entlasten und die Verwaltung insgesamt flexibler zu machen. Vergaben bis zu einer Wertgrenze von 850.000 Euro pro Jahr und Einzelfall sind möglich, ohne dass es zuvor einer Einigung bedarf. Diese Wertgrenze erhöht sich ab 2024 auf 900.000 Euro. Für Vergaben oberhalb der Wertgrenzen bedarf es des Einvernehmens zwischen Landeshauptstadt,  ver.di und Gesamtpersonalrat.

Weitere Eckpunkte des Tarifvertrages sind eine Digitalisierungsoffensive sowie eine verbesserte Gesundheitsförderung der Stadtbeschäftigten. Die Verhandlungspartner*innen haben außerdem eine Übernahme-Garantie von Auszubildenden für zwei Jahre vereinbart.

 „Aus meiner Sicht gibt das Vertragswerk die richtigen Antworten auf die sich verändernden Herausforderungen, mit denen sich die Stadtverwaltung konfrontiert sieht. Wir gehen damit einen weiteren Schritt in Richtung Modernisierung der Verwaltung“, betont Oberbürgermeister Belit Onay. Der Tarifvertrag sei „ein Aufbruchsignal“.

„Der Tarifvertrag gibt den Beschäftigten Sicherheit und eröffnet gleichzeitig der Verwaltung Möglichkeiten flexibler zu handeln, etwa bei Vergaben“: So bewertet Personaldezernent Prof. Dr. Lars Baumann das Vertragswerk. „Mit der Beschäftigungssicherung und der Übernahme von Auszubildenden positioniert sich die Stadt außerdem als attraktive Arbeitgeberin.“

Finanzdezernent Dr. Axel von der Ohe betont: „Sicherheit im Wandel – das ist das Motto des nun vorliegenden Tarifvertrages. In den Verhandlungen ist es gelungen, eine gemeinsame Perspektive auf die Herausforderungen von heute und morgen zu entwickeln. Das ist eine ordentliche Grundlage, um mit Zuversicht und ohne Angst die weitere Modernisierung und Flexibilisierung der Verwaltung genauso entschlossen anzupacken wie die notwendige Konsolidierung der Stadtfinanzen.“

Auch die Arbeitnehmer*innen-Seite ist zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen. Karin Gödecke, Vorsitzende des Gesamtpersonalrats (GPR) erklärt: „Die Dienstleistungen einer modernen Stadtverwaltung gehören als Daseinsvorsorge in kommunale Hände. Diesem Grundgedanken in Zeiten der Veränderung trägt der ZTVBS Rechnung und bietet den Beschäftigten Sicherheit und Perspektiven für die anstehenden Herausforderungen.“ Eine Auffassung, die Harald Memenga (ver.di) teilt: „Kommunale Daseinsvorsorge in einer moderneren, digitalisierteren zukunftsfähigen Stadtverwaltung braucht Sicherheit für die Beschäftigten, attraktive Arbeitsbedingungen und die Beteiligung der Beschäftigten in diesem Prozess. Dafür legt der Tarifvertrag die Grundlagen.“

 

Grundsanierung der Lange-Feld-Straße

In den kommenden Monaten wird entsprechend der Beschlussdrucksache 2763/2020 die Lange-Feld-Straße in Kirchrode zwischen Feuerwache 2 und DB-Brücke auf circa 550 Metern Länge grundsaniert. Auf der Ostseite der Straße wird ein kombinierter Geh- und Radweg entstehen. Zudem wird die Fahrbahn inklusive der Tragschichten erneuert. Um die Entwässerungssituation signifikant zu verbessern, wird die Fahrbahn beidseitig mit Bord- und Gossenanlagen eingefasst. So kann das Wasser künftig über Straßenabläufe in den neuen Regenwasserkanal abgeführt werden. Die gesamte Baumaßnahme soll im Mai 2022 abgeschlossen werden.

Ab Montag, 21. Juni, beginnt die Stadtentwässerung mit dem Bau des neuen Regenwasserkanals. Dies wird leider nur unter Sperrung der Lange-Feld-Straße für den motorisierten Individualverkehr möglich sein, da der Kanal mittig in der Fahrbahn liegt. Die Prüfung der gemäß Arbeitsstättenrichtlinie ASR A5.2 zum Schutz von Mitarbeiter*innen auf Straßenbaustellen zur Verfügung stehenden Restbreiten hat ergeben, dass kein motorisierter Individualverkehr während der Bauzeit im Baufeld möglich ist. Er wird daher über eine Umleitungsstrecke, die über den Bünteweg und Lange-Hop-Straße führt, geleitet. Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ist die Lange-Feld-Straße jedoch weiterhin durchgängig nutzbar.

In direktem Anschluss an die Kanalbauarbeiten beginnt der Fachbereich Tiefbau voraussichtlich ab Mitte September mit der ersten Phase des Straßenbaus. Auf der östlichen Seite wird eine neue Bord- und Gossenanlage errichtet und der neue kombinierte Geh- und Radweg erstellt. Während der Straßenarbeiten können Fußgänger*innen und Radfahrer*innen die Lange-Feld-Straße nutzen. Jedoch ist es auch in dieser Phase notwendig, die Arbeiten unter Sperrung für den motorisierten Individualverkehr durchzuführen, da die notwendigen Räume zum sicheren Arbeiten keine Restbreiten für Fahrzeuge zulassen.

In der zweiten Bauphase des Straßenbaus wird die westliche Bord- und Gossenanlage errichtet, die alte Fahrbahn ausgekoffert und die neue Fahrbahn gebaut. In dieser Phase werden die Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bereits auf der neuen Nebenanlage die Lange-Feld-Straße nutzen können. Für den motorisierten Individualverkehr ist die Verkehrsfläche weiterhin gesperrt.

 

Familienfreizeit im Sommercamp Otterndorf: KinderFit - Bewegungsförderung für Kinder

Der Jugend Ferien-Service der Landeshauptstadt Hannover bietet in diesem Sommer erstmalig eine Familienfreizeit in Kooperation mit den Krankenversicherungen an. Neben der Erholung stehen Kurseinheiten zu dem Thema Bewegungsförderung im Mittelpunkt des Aufenthaltes. Die Freizeit findet vom 21. bis 28. August statt.

Das an der Nordsee gelegene Sommercamp ist ein wahres Paradies für Kinder und Familien. Es liegt direkt an der Elbmündung, umgeben von Meer und Deichen, mit einem großartigen Blick über die Elbmündung und das Wattenmeer. In der Umgebung befinden sich zahlreiche Ausflugsziele. Das Sommercamp bietet zudem eine Vielzahl an Angeboten und Möglichkeiten für die Familie von Groß bis Klein, unter anderem das Reiten auf Ponys, Minigolf spielen, Stand-upPaddeln auf dem See, Segeln und Tretboot fahren, Fahrradausleihe, einen Werkraum, Krökeln sowie Tischtennis. Die Erkundung des Wattenmeeres mit den dazugehörigen Wattschlachten gehört natürlich auch dazu. Untergebracht sind die Teilnehmer*innen mit anderen Familien in einem Zeltdorf.

Während der Freizeit besuchen die Familien ein Präventionsangebot für Kinder und Eltern. Im Verlauf des Kurses werden Freude an Bewegung und Tipps zur gesunden Ernährung vermittelt. Die Kosten für dieses Angebot können von der Krankenversicherung übernommen werden. Dies muss vor einer Buchung abgeklärt werden.

Die Kosten für Übernachtung und Vollverpflegung betragen 152,50 Euro pro Person, Kinder bis zwölf Jahren zahlen 99 Euro. Fragen zu den Details der Freizeit beantwortet der Jugend Ferien-Service: über die Info-Hotline unter der Telefonnummer 0511/168-47070 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Platzangebot für diese Freizeit ist begrenzt, es können maximal sieben Familien mitfahren. Aufgrund der derzeitigen Situation durch Sars-CoV-2 (Corona) kann es sein, dass Freizeiten und Seminare angepasst oder gar abgesagt werden müssen. Hierzu wird rechtzeitig informiert.

 

Klavierschüler*innen der Musikschule erfolgreich beim Klavierwettbewerb „Einbecker Klavierfrühling“ 2021

Zehn Klavierschüler*innen der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover haben erfolgreich am internationalen Klavierwettbewerb „Einbecker Klavierfrühling“ teilgenommen, den die Stadt Einbeck am 17. April 2021 zum siebenten Mal veranstaltet hat. Sie wurden intensiv vorbereitet von ihren Lehrerinnen an der Musikschule Juliane Strauß-Ovens und Alvyda Zdaneviciute-Lee.

Der Wettbewerb für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wurde in diesem Jahr als reiner Onlinewettbewerb durchgeführt, die Teilnehmenden präsentierten sich mit Videos.

Schüler*innen von Juliane Strauß-Ovens: SelinauangH Huang (12, 1. Preis, Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der Epoche Klassik), Helena Ernst (17, 1. Preis, Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Frédéric Chopin), Anny Jiang (10, 2. Preis), Selinda Chen (12, 2. Preis) und Valentino Spani Molella (12, 2. Preis).

Schüler*innen von Alvyda Zdaneviciute-Lee: Maximilian Yanzhen Yang (7, 2. Preis), David Kukat (9, 3. Preis), Enno Pieper (10, 3. Preis), Jorin Ahlers (11, 3. Preis) und Eva Borcherding (21, 3. Preis).

 

Erster Spatenstich für den Kleingartenpark „Im Othfelde“

Ein Teil der Kleingartenanlage „Im Othfelde“ (Stadtteil Vahrenwald) wird zu einem ökologischen Kleingartenpark umgestaltet. Auf einer Fläche von circa 11.000 Quadratmetern soll im Rahmen eines Modellprojekts bis 2023 in zwei Bauabschnitten ein Verbund kleinerer Pachtgrundstücke mit bis zu 37 Kleingarten-Parzellen entstehen, das von großzügigen Frei- und Gemeinschaftsflächen umgeben sein wird. Neben dem ökologischen Gärtnern und sozialen Miteinander stehen dabei Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt im Mittelpunkt. Darüber hinaus sind neue verbindende Grün- und Wegestrukturen geplant, die sich perspektivisch in eine Grünverbindung vom Mittellandkanal zum Schulbiologischen Zentrum einfügen.

Den offiziellen ersten Spatenstich hat heute (8. Juni) Ulrich Prote, Fachbereichsleiter Umwelt und Stadtgrün, gemeinsam mit Irma Walkling-Stehmann, Bürgermeisterin Stadtbezirk Vahrenwald-List und Dr. Reinhard Martinsen, Vizepräsident Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V. (BZV) und erster Vorsitzender des neu gegründeten Vereins „KGV Friedenauer Vielfalt“, vorgenommen. Das Vorhaben ist ein Projekt des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem BZV und dem Verbundprojekt „Städte wagen Wildnis“. Interessent*innen für die neuen Parzellen im ersten Bauabschnitt können sich ab Frühjahr 2022 für die Pacht eines Gartens beim Bezirksverband der Kleingärtner Hannover e.V. bewerben.

„Vorzeigeprojekt mit überregionaler Bedeutung“

„Mit dem Projekt entsteht ein Modell, das stadtübergreifend als Aushängeschild für neue Kleingarten- und Lebensformen steht. Vor dem Hintergrund eines notwendigen ökologischen Stadtumbaus, welcher Ziele des Klima- und Artenschutzes und der Förderung der Biodiversität beinhaltet, entwickelt sich – durch den Fokus auf die Produktion eigener Lebensmittel, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit – ein kleingärtnerisches Vorzeigeprojekt mit überregionaler Bedeutung“, erläutert Ulrich Prote. Reinhard Martinsen ergänzt: „Ökologisches Gärtnern, soziales Miteinander und biologische Vielfalt bilden die Schwerpunkte des neuen Kleingartenparks.“

„Friedenauer Vielfalt“

Der für die Verwaltung der Flächen bereits neu gegründete Verein „KGV Friedenauer Vielfalt“ trägt das Konzept des geplanten Kleingartenparks bereits in seinem Namen: Im Vordergrund stehen Mensch und Natur in ihrer Vielfalt. Ein hoher Anteil ökologisch wertvoller Gemeinschaftsflächen wird durch die Gärtnernden gemeinsam gepflegt. Mit den Gemeinschaftsflächen als Vorbild werden die Kleingärtner*innen dazu angeregt, auch ihre eigenen Gartenparzellen nachhaltig zu bewirtschaften. Ziel dieses neuen kleingärtnerischen Vereinsmodells ist die Etablierung einer inklusiven Gemeinschaft, die Vorbildcharakter auch für andere Kleingartenvereine haben kann. 

Mit der Umstrukturierung werden in dem Modellprojekt Kleingartenschollen in der Größe von circa 180 Quadratmetern – und somit kleinere Parzellen als sonst im Stadtgebiet üblich – angelegt. Zum Vergleich: Das Bundeskleingartengesetz hat eine Richtgröße von bis zu 400 Quadratmetern verankert. Die Gemeinschaftsflächen in dem Projektgebiet nehmen dafür mit etwa 24 Prozent einen größeren Anteil an der Gesamtfläche ein und bieten in ihrer Funktion Raum für Erholung und Naturbeobachtung. „Dies ist auch eine Anpassung an die veränderten Bedürfnisse der Stadtgesellschaft, deren geändertes Freizeitverhalten mit beruflich bedingten, knappen Zeitressourcen eine Tendenz zu kleineren Gärten erkennen lässt und deren individuellen Ansprüchen durch das erweiterte Angebot an verschieden großen Parzellen entsprochen wird“, verdeutlicht Ulrich Prote.

Vorhandene Grünstrukturen werden verzahnt, die Anlage wird durch Erschließungswege zum öffentlichen Straßenraum hin geöffnet und soll so für alle Bürger*innen als Ort des Naturerlebens und der Naherholung erfahrbar werden.

Das Umgestaltungskonzept wurde in Zusammenarbeit mit dem hannoverschen Landschaftsarchitekturbüro „Gruppe Freiraumplanung“ entwickelt. Die vorgesehene Anlage eines ökologisch ausgerichteten Kleingartenparks bietet die Chance, ein zukunftsweisendes Modellprojekt zu schaffen, das durch die nachhaltige Bewirtschaftung zum Artenschutz beiträgt und zusätzlich das Angebot zur Naherholung ergänzt. Dabei wird eine ausgewogene Mischung aus ökologischem Gärtnern und gezielten Maßnahmen zum Artenschutz sowie dem sozialen Miteinander angestrebt. 

Der den Hauptweg begleitende insektenfreundliche Blühstreifen mit Staudenpflanzungen sowie ein ökologischer Modellgarten, der als Anschauungsobjekt das Herzstück der neu geschaffenen Anlage bildet, werden mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Hannover realisiert.

Der Planungsprozess wurde maßgeblich auch durch das Projekt „Städte wagen Wildnis“ begleitet, ein im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün angesiedeltes Verbundprojekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Biodiversität in der Stadt zu steigern. Denn mit dem neuen Kleingartenpark wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der innerstädtischen Artenvielfalt und zum Klimaschutz geleistet. Durch die Umstrukturierungen und die extensive Nutzung der Flächen werden außerdem unterschiedliche Habitate und Futterpflanzen für Insekten geschaffen und ihr Naherholungsangebot erweitert.

 

Elektroautos fahren mit Sonnenenergie – Neue Ladesäulen vor früherem dänischen Pavillon in Betrieb

Neue Ladensäulen für Elektroautos auf dem EXPO-Gelände: Auf dem Parkplatz des Architekturbüros Carsten Grobe, das seinen Standort im ehemaligen dänischen Pavillon hat, wurden acht neue, für rund 100.000 Euro errichtete Ladepunkte in Betrieb genommen. Vier davon nutzt das Architekturbüro für den eigenen Fuhrpark, der sukzessive auf E-Mobilität umgestellt wird. Die anderen vier Ladepunkte unter der Adresse Boulevard der EU 11 wurden für die Öffentlichkeit aufgestellt. Das Besondere ist, dass der Strom für den Ladevorgang mithilfe der hauseigenen Photovoltaikanlage gewonnen wird.

„Strom zum Laden von Elektroautos zu verwenden, der direkt vor Ort durch Sonnenenergie erzeugt wird, ist ein äußerst innovativer und zukunftsorientierter Ansatz, weil diese E-Tankstellen das Netz entlasten“, betont Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. „Davon profitieren die Mitarbeiter*innen und Gäste des Architekturbüros und der benachbarten Unternehmen sowie künftig auch Messebesucher*innen. Und es ist ein Beitrag für den Klimaschutz.“

Der solar erzeugte Strom der 325 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von knapp 61 Kilowatt-Peak versorgt bislang auch schon die Gebäude des Architekturbüros. Ein Batteriespeicher stellt sicher, dass auch in sonnenarmen Zeiten ausreichend Leistung für die angeschlossenen Ladestationen zur Verfügung steht.

„Dass wir unseren Firmenfuhrpark auf Elektroautos umstellen, war eine logische Konsequenz unserer Firmenphilosophie, nämlich ökologisch vernünftige und energetisch optimierte Bauprojekte umzusetzen. Mithilfe der Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover konnten wir den Aufbau der dafür erforderlichen Ladeinfrastruktur umsetzen“, betonte Carsten Grobe.

Der gesamte ehemalige dänische EXPO-Pavillon wurde vom Architekturbüro Grobe umfangreich zu einem Plusenergiegebäude saniert. Das bedeutet, dass mehr Energie im und auf dem Gebäude gewonnen wird, als von außen bezogen wird. Das Unternehmen setzt dabei auf den Einsatz erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Solarthermie und Erdwärme, in Kombination mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe. Auf dem Hauptgebäude des früheren Pavillons wurde hierzu eine spezielle Photovoltaikanlage als Indach-System installiert, die zugleich Strom und Wärme erzeugt.

Damit stehen nach der Fertigstellung des ehemaligen dänischen Pavillons nun auch die Nebengebäude – Pyramide, Kuppel und Kubus – der Öffentlichkeit als private und geschäftliche Versammlungsstätten zur Verfügung. Und sie bieten jetzt den Service einer Lademöglichkeit für Elektroautos.

Errichtet wurden die Ladesäulen mit Hilfe von Fördergeldern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die Klimaschutzleitstelle der Landeshauptstadt Hannover als Projektleitung hat rund 17,1 Millionen Euro für die Stadt und zahlreiche Partner für das Projekt „H-stromert – E-Laden für kommunale, gewerbliche und private Elektromobilität in Hannover" eingeworben. Über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren werden damit bis September 2022 rund 1.300 private und halböffentliche Ladepunkte in Hannover aufgebaut.

Weitere Informationen zum Thema „Elektromobilität in Hannover“ bietet das Internet unter hannover-stromert.de.

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