Bezirksbürgermeister Henning Hofmann war Straßenreiniger für einen Tag

Freitag, 14 Juni 2019 12:41
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v.l. Straßenreiniger Henning Hofmann und Wolfgang Schärfke (C) aha v.l. Straßenreiniger Henning Hofmann und Wolfgang Schärfke (C) aha

HANNOVER. 4.00 Uhr morgens – schrill klingelt der Wecker Henning Hofmann aus dem Bett. Heute will er bei der Straßenreinigung von aha mitarbeiten. Aber die Uhrzeit ist schon heftig. „Ich hatte schon lange den Wunsch, mal einen Tag als Straßenreiniger zu arbeiten“, sagt der Bezirksbürgermeister von Buchholz-Kleefeld. Pünktlich um 6.00 Uhr verlässt er mit den neuen aha-Kollegen die Betriebsstätte am Mengendamm. Selbstverständlich ist das Tragen der orangen Schutzkleidung und der persönlichen Schutzausrüstung. Gar nicht selbstverständlich findet er aber die Aufmerksamkeit, mit der die Kollegen durch Hannover fahren.

„Ihnen fiel an der Podbi sofort ein überquellender Papierkorb auf, der auf unserer Strecke lag“, lobt Hofmann die Kollegen. „Den haben wir sofort geleert, genauso die von Blättern verstopften Gullys. Großartig!“. Wie anstrengend der Job eines Straßenreinigers sein kann, kündigt sich schon kurz nach dem Start an. „Nach eineinhalb Stunden hatte ich meine erste Blase an der Hand, trotz Handschuhen“, sagt Hofmann. Und das Straßenfegen gar nicht so einfach ist, haben ihm die Kollegen auch gleich beigebracht. „So habe ich einen Besen noch nie angefasst, den speziellen Griff musste ich erst mal lernen“, lacht er. Begeistert zeigt er sich über die Kollegialität, mit der er von den Kollegen der Betriebsstätte Mengendamm aufgenommen wurde.

„Das Klima hat sofort gestimmt, das Team ist klasse“, so Hofmann. Was ihm dann im Laufe des Tages positiv auffiel, waren die zustimmenden Reaktionen der Menschen aus dem Stadtteil. „Die Arbeit der Straßenreinigung wird von ihnen wertgeschätzt. Es gab unglaublich viele positive Kommentare, ein tolles Feedback.“

Der Bezirksbürgermeister weiß, wo den Menschen aus dem Stadtteil der Schuh drückt: „Ich finde „Hannover sauber!“ richtig, denn das Thema Sauberkeit bewegt die Menschen. Schön zu sehen, dass es - auch durch die Kampagne – sichtbar sauberer in Hannover wird.“ Er sieht aber auch, dass beim Thema Sauberkeit bei manchen Hannoveranern noch viel zu tun ist. „Ein wichtiger Bestandteil der Kampagne ist die Umwelterziehung. Die muss schon in jungen Jahren beginnen, nur dann hat sie Erfolg.“

Zu einem sauberen Hannover hat Hofmann heute selbst beigetragen, sogar in einer Kehrmaschine durfte er einmal sitzen. „Das Fahren habe ich aber den Profis überlassen“, freut sich Hofmann. Jetzt freut er sich schon auf den nahen Feierabend. Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Der frisch gebackene Betriebsstättenleiter der zweiten Betriebsstätte, Frank Neubert, hat ihn mit einem Augenzwinkern zu einem weiteren Einsatz eingeladen. „Herr Hofmann hat sich sofort bereit erklärt, einen Tag beim Winterdienst dabei zu sein. Das ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung.“

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