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Dr. Klaus Reinhardt rät zum Tragen von einfachen Schutzmasken

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Klare Empfehlung für die Bevölkerung selbstgemachten Mundschutz zu tragen © Bernd Günther Klare Empfehlung für die Bevölkerung selbstgemachten Mundschutz zu tragen © Bernd Günther

HANNOVER / Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, einfache Schutzmasken zu tragen. „Das Tragen auch von einfachen Masken kann bei der Eindämmung des Corona-Virus sinnvoll sein“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung.  Die einfachen Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien nur ein Hilfskonstrukt, aber dennoch besser als Nichts. „Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selber welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum. Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.“

Zugleich mahnte der Bundesärztekammer-Präsident die Bürgerinnen und Bürger, nur einfache Masken zu verwenden. „Bestellen Sie sich keine professionellen Schutzmasken im Internet oder kaufen solche. Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken.“ Diese professionellen Schutzmasken sollten Erkrankte tragen, wenn sie Umgang mit anderen Menschen haben. „Vor allem aber Ärzte und Pfleger, die sich um Erkrankte kümmern, brauchen diese Masken, um nicht selbst zu erkranken und zu Überträgern zu werden.

So wie auf unseren Bildern die hannoversche Modedesignerin Melanie Wedemeier von Sasse-Design es vormacht, schließen sich auch immer mehr Menschen mit Nähkenntnissen zusammen, um die Bevölkerung und wichtige Einrichtungen der Pflege, Arztpraxen und Firmen, mit selbstgenähtem Mundschutz zu versorgen. Wedemeier hierzu: "Wir werden von Anfragen überrannt und das Telefon, Whatsapp, Facebook und eMail stehen nicht mehr still". Sie versucht, wie viele andere, die Arbeit an den Mundschutzmasken so effektiv wie möglich zu gestalten. Hierbei werden auch unterschiedliche Modelle ausprobiert. Unterstützung bekommt sie zum Beispiel von ihren Auszubildenden. Dabei muss natürlich die Einhaltung der Abstände berücksichtigt werden, was die möglichen zeitgleichen Näharbeiten etwas erschwert. Zur Zeit schafft sie bis zu 16 Teile, vom Zuschnitt bis zur Fertigstellung, innerhalb 1 1/2 Stunden fertigzustellen. Anfragen gibt es genug.


Melanie Wedemeier von Sasse-Design aus Hannover näht stundenlang Masken © Bernd Günther

Behelfsmasken für die Bevölkerung schnell entworfen © Bernd Günther

Wo sonst Abendkleider und Brautmode entsteht, werden nun Masken geschneidert © Bernd Günther

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