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Erlebnis-Zoo muss erneut schließen

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Erlass der niedersächsischen Landesregierung verfügt die Schließung des Zoos vom 02. bis voraussichtlich 30. November © Bernd Günther Erlass der niedersächsischen Landesregierung verfügt die Schließung des Zoos vom 02. bis voraussichtlich 30. November © Bernd Günther

HANNOVER (PM). Nachdem nunmehr die niedersächsische Landesregierung den Beschluss der Bundesregierung nach der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 28. Oktober in der neuen Verordnung, die am Montag in Kraft tritt, umgesetzt hat, muss auch der Erlebnis-Zoo in Hannover erneut für Besucher schließen. Die artenreiche Tierwelt muss vom 02. November bis voraussichtlich 30. November 2020 wieder auf Familien und lachende Kinder verzichten, die Spaziergänge durch die herbstlich anmutenden Themenwelten des Erlebnis-Zoo Hannover genießen wollten.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Die Gesundheit unserer Besucher liegt uns genauso wie das Wohl unserer Tiere am Herzen. Mit ihren Hygienekonzepten haben daher die Zoos, Tierparks und Wildgehege in Niedersachsen seit dem ersten Lockdown bewiesen, dass sie verantwortungsvoll und sensibel mit den Herausforderungen, die diese weltweite Pandemie mit sich bringt, umgehen.“ Zoologische Gärten haben sich gemäß dem Robert-Koch-Institut nicht als Infektionsherde des Coronavirus erwiesen.

Neben der klassischen Aufgabe im Artenschutz und der Bildung, nicht nur als anerkannter außerschulischer Lernort, übernimmt der Erlebnis-Zoo eine wichtige gesellschaftliche und soziale Ausgleichsfunktion. „Insbesondere in diesen Zeiten wäre ein Zoobesuch eine wertvolle Ablenkung für Jung und Alt gewesen und ein wichtiges Ventil, um die soziale Entspannung in den Haushalten während der grauen Novembertage zu gewährleisten“, sagt Casdorff.

Bereits die achtwöchige Schließung des Zoos im Frühjahr zum Start in die Sommersaison hat den Erlebnis-Zoo vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Denn auch ohne Besucher laufen nahezu alle die Kosten weiter – die Versorgung der Tiere steht an erster Stelle. Durch die Aufnahme von zusätzlichen Krediten konnte der Betrieb im Frühjahr aufrechterhalten werden. „Auch die Unterstützung in der Politik war herausragend und eine große Wertschätzung für die Arbeit des gesamten Zoo-Teams. Aber eine erneute Schließung im November bedeutet knapp 1 Mio € an weiteren Umsatzausfällen. Umso mehr freuen wir uns über die große Unterstützung unserer treuen Besucher, die mit einer Jahreskarte oder einer Tierpatenschaft ihren Zoo unterstützen,“ so Zoo-Chef Andreas M. Casdorff hoffnungsvoll. „Jeder kleine Beitrag hilft uns weiter!“

Aufgrund der mit der jüngsten Entwicklung des Infektionsgeschehens einhergehenden Risiken wird auch der geplante Christmas Garden, der erstmals in diesem Jahr seine Premiere im Erlebnis-Zoo Hannover geben wollte, nicht stattfinden. Der mit viel Liebe zum Detail konzipierte, illuminierte Spaziergang durch die Zoo-Themenwelten mit ausgearbeitetem Hygienekonzept sollte das Winter-Highlight für die Hannoveranerinnen und Hannoveraner werden. „Die Enttäuschung hierüber sitzt sehr tief,“ so Casdorff

„Selbstverständlich unterstützen wir alle notwendigen Maßnahmen und wollen alle gemeinsam dazu beitragen, die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Wir sind zuversichtlich, unsere Besucher Anfang Dezember wieder im Erlebnis-Zoo zu begrüßen und Ihnen ganz viel Lebensfreude zu bereiten. Das Leben ist schön!“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Über weitere Entwicklungen informiert der Zoo auf seiner Website unter www.erlebnis-zoo.de

 

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