Log in

Fliegerbombenfund in Hannover-Anderten

Gelesen 445
(0 Stimmen)
Fliegerbombenfund in Hannover-Anderten Die Berufsfeuerwehr koordiniert die Evakuierungsmaßnahmen vor Ort © Bernd Günther

HANNOVER - 09.01.2019. Bei einer Sondierung wurde heute im Laufe des Tages eine britische 5 Zentner Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Aus diesem Anlass wurde entschieden, den Blindgänger noch am Abend zu entschärfen. Um den Fundort musste eine 1000 Meter große Sicherheitszone gezogen werden.

Von der Evakuierung im Bereich des Ahltener Weg in Hannover-Anderten waren ca. 500 Personen betroffen. Der größte Teil des Gebietes ist allerdings Gewerbegebiet, in dem zur Zeit der Evakuierungsmaßnahmen ab 20.00 Uhr nur noch wenige Firmen arbeiteten. Die Polizei hatte das Gebiet weiträumig abgesperrt. Gegen 21.15 Uhr waren ca. 90% des Gebietes geräumt. An der Fundstelle wartete der Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen, Thomas Bleicher, um mit seinem Team bei gegebener Sicherheit die Entschärfung durchzuführen.

Laut dem Pressesprecher der Feuerwehr, Tobias Slabon, waren 298 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten im Einsatz. Die Betreuung von Personen aus der Bevölkerung wurde in der Turnhalle der Kurt-Schumacher-Schule durch den Malteser Hilfsdienst durchgeführt. Für den Transport liegender oder gehbehinderter Patienten war die Johanniter-Unfall-Hilfe mit 5 Rettungswagen und 5 Krankenwagen vor Ort. Zusätzlich stellte sie einen Bus mit 50 Sitzplätzen für die Evakuierung bereit. Ein Polizeihubschrauber wurde kurz vor der Entschärfung zur Kontrolle des Gebietes aus der Luft eingesetzt. Um 21.38 Uhr meldeten die Räumungskräfte Sicherheit im Evakuierungsbereich.

Gegen 22.05 Uhr wurde die Bombe mit Hilfe einer sogenannten Raketenkralle erfolgreich entschärft. Claus Lange, der Leiter der Feuerwehr Hannover, zeigte sich nach Abschluss der Entschärfung äußerst zufrieden mit dem zügigen Verlauf der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen. "Durch die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte konnte die Fliegerbombe nach nur sieben Stunden entschärft werde. Hierfür möchte ich den von der Evakuierung betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner, den vielen überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ausdrücklich danken."

Beim Bürgertelefon gingen bis 22.30 Uhr 160 Anrufe ein. Ingesamt suchten zehn Bürgerinnen und Bürger die Betreuungsstelle im Eisteichweg auf. Vier Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstelle gebracht werden.


Rettungsmittel auf der Anfahrt © Bernd Günther

Der Malteser Hilfsdienst rüstet die Turnhalle mit Sitzmöglichkeiten aus © Bernd Günther

Einsatzkräfte der Malteser bereiten die Turnhalle vor © Bernd Günther

Für die Betreuung der Bevölkerung sorgt der Malteser Hilfsdienst © Bernd Günther

Material für die Notunterkunft wird entladen © Bernd Günther

Die Johanniter-Unfall-Hilfe koordiniert die anfallenden Liegendtransporte © Bernd Günther

Kurze Lagebesprechung vor dem Einsatz © Bernd Günther

Der Krankenwagenhalteplatz der Johanniter-Unfall-Hilfe © Bernd Günther

Vorsorglich wurde auch ein Bus für 50 Personen von der Johanniter-Unfall-Hilfe bereit gestellt © Bernd Günther

Über den Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr wird der gesamte Einsatz koordiniert © Bernd Günther

Besprechung der Lageentwicklung in der Turnhalle © Bernd Günther

Die Registrierung der betroffenen Bevölkerung wird gleich am Eingang durchgeführt © Bernd Günther

Die Einsatzkräfte nutzen die Möglichkeit, sich bei den Draussen vorherrschenden Temperaturen kurz aufzuwärmen © Bernd Günther

Der Fundort der Bombe am Ahltener Weg © Bernd Günther

Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt © Bernd Günther

Schreibe einen Kommentar