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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 24. Januar 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Lehrte: Versuchter Raub auf Getränkehandel - Polizei sucht Zeugen

Ein Unbekannter hat am Donnerstag, 23.01.2020, gegen 09:00 Uhr versucht, ein Geschäft an der Bahnhofstraße in Lehrte auszurauben. Der Verkäufer hat den Täter in die Flucht schlagen können, ohne dass dieser Beute gemacht hat. Die Polizei sucht Zeugen. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte der Räuber die Geschäftsräume kurz nach Öffnung des Fachhandels betreten. Unter Vorhalt einer Schusswaffe forderte er die Öffnung der Kasse. Der 76 Jahre alte Verkäufer griff zu seiner Verteidigung nach einer Flasche aus dem Geschäft und floh auf die Straße. Auch der Täter ergriff eine Flasche des Getränkehandels, folgte dem Mitarbeiter auf die Straße und warf die Flasche in Richtung des Verkäufers. Nachfolgend warf auch der 76-Jährige seine Flasche, verfehlte jedoch ebenfalls den Täter. Daraufhin flüchtete der Räuber ohne Diebesgut in Richtung Bahnhof. Der Gesuchte ist schätzungsweise 1,80 Meter groß, hat eine kräftige und sportliche Figur und ist circa 35 bis 40 Jahre alt. Laut dem Mitarbeiter war er schwarz gekleidet, hatte eine Kapuze über den Kopf gezogen und mit einem hellen Tuch Mund und Nase verdeckt. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden. 

 

Garbsen: Wohnhaus und Auto nach Waffe durchsucht

Die Polizei hat heute (23.01.2020) ein Wohnhaus in Garbsen (Berenbostel) und ein Auto auf richterliche Anordnung durchsucht. Der 25-jährige Bewohner steht im Verdacht, am 19.10.2019, während eines Hochzeitskorsos aus einem Fahrzeug verbotswidrig eine Schreckschusswaffe abgefeuert zu haben. In den frühen Morgenstunden suchten Polizeibeamte das Wohnhaus des 25-Jährigen auf, um den von der Staatsanwaltschaft Hannover erwirkten Durchsuchungsbeschluss seiner Räumlichkeiten sowie seines Autos zu vollstrecken. Den während des Korsos abgefeuerten Schreckschussrevolver konnten die Beamten nicht finden. Jedoch entdeckten sie eine entsprechende Patronenhülse und darüber hinaus ein verbotenes Messer. Beides wurde sichergestellt. Aus diesem Grund wird gegen den 25-Jährigen nun wegen eines zusätzlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

 

Fünf Verletzte bei Unfall mit Linienbus

Bei einem Auffahrunfall an der Garkenburgstraße im Stadtteil Mittelfeld sind am Donnerstagvormittag, 23.01.2020, gegen 10:30 Uhr drei Fahrerund zwei Businsassen leicht verletzt worden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war ein 46 Jahre alter Fahrer mit einem Linienbus (124) MAN auf der Garkenburgstraße stadtauswärts unterwegs. Nachdem er den Messeschnellweg überquert hatte, bemerkte er aus bislang unbekannter Ursache zu spät, dass ein 57 Jahre alter Fahrer mit seinem VW vor einer roten Ampel stand. Im weiteren Verlauf fuhr er mit dem Omnibus auf den stehenden Pkw auf. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der VW auf einen davorstehenden Ford Transit einer 40-Jährigen geschoben. Alle Fahrer sowie zwei Insassen der Linie 124 erlitten bei dem Auffahrunfall leichte Verletzungen. Rettungswagen brachten die drei Fahrzeugführer zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser. Laut Schätzungen der Polizei beläuft sich der entstandene Sachschaden auf 25.000 Euro

 

Aggressiver Schwarzfahrer in der S-Bahn

Ein 35-jähriger Mann war in der vergangenen Nacht mit einem manipulierten Fahrschein in der S-Bahn von Barsinghausen nach Kirchdorf unterwegs. Dem Zugbegleiter fiel das auf. Als er eine Fahrpreisnacherhebung ausstellte, wurde der Mann aus Algerien aggressiv. Er bespuckte den Schaffner mehrfach und bewarf ihn mit einer gefüllten Plastiktüte. Anschließend schlug und trat der Algerier noch mehrfach gegen die Zugscheibe. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Urkundenfälschung und Betrugs ein.

 

Ohne Fahrschein und kiffend im ICE

Dreister geht es kaum. Ein Mann (29) aus Leipzig war gestern Nachmittag ohne Fahrschein im Intercity Express von Berlin nach Braunschweig unterwegs - ohne Fahrschein. Er schloss sich in der Toilette ein und zündete sich noch einen Joint an. In Braunschweig wollten Bundespolizisten den Mann aus dem Zug holen. Der weigerte sich dann auch noch auszusteigen, leistete Widerstand und beleidigte die Beamten permanent. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten zwei Gramm Marihuana bei dem einschlägig polizeibekannten Leipziger. Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Erschleichens von Leistungen wurde eingeleitet.

 

Drogensüchtiger sortiert Schuhe im Umkleideraum

Ein kurioser Sachverhalt führte gestern Morgen zur Festnahme eines 35-jährigen Mannes in einem Schnellrestaurant im Hauptbahnhof. Mitarbeiter riefen die Bundespolizei, weil sie den Mann unberechtigt in ihrem Aufenthaltsraum erwischten. Dort sortierte er die Schuhe der Mitarbeiter in einem Schuhregal. Freiwillig wollte er nicht gehen. Auch nicht, als die Bundespolizisten eintrafen. Stattdessen wurde er immer aggressiver. Der Mann aus Springe wurde schließlich zwangsweise zur Wache mitgenommen. Dabei leistete er Widerstand und musste gefesselt werden. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten neun Gramm Kokain. Die Bereitschaftsrichterin ordnete eine Blutentnahme und Gewahrsam an. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 35-Jährige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hinreichend polizeibekannt ist. Nachdem er sich beruhigt hatte, konnte er gehen. Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.

 

Dobermann verletzt vier Menschen in Isernhagen

Zwei Läuferinnen (55, 57), eine 49-Jährige sowie ein 34 Jahre alter Mann sind am Mittwochnachmittag, 22.01.2020, gegen 16:45 Uhr am Helleweg von einer Hündin angegriffen und leicht verletzt worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte sich die angeleinte Hündin von der Halterin (65) losgerissen, als ihr die beiden Läuferinnen auf dem Feldweg in Höhe des Schulzentrums entgegenkamen. Im weiteren Verlauf rannte der eineinhalb Jahre alte Dobermann auf die Frauen zu und biss sie jeweils in die Waden.

Als sich wenig später die beiden Fußgänger der Situation näherten, ließ der Hund von den Joggerinnen ab und attackierte die 49-Jährige und ihren 34 Jahre alten Begleiter. Auch diesen beiden Menschen biss er in die Waden. Anschließend konnte die Halterin den Hund anleinen und wieder unter Kontrolle bringen. Die vier Personen erlitten bei dem Vorfall leichte Bissverletzungen und begaben sich eigenständig in ein Krankenhaus. Nun ermittelt die Polizei gegen die 65 Jahre alte Hundehalterin aus Isernhagen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte sie ihren Hund mit nach Hause nehmen. Die Beamten haben den Vorfall bereits dem zuständigen Veterinäramt der Region Hannover gemeldet.

 

Springe: Baumunfall auf der Bundesstraße (B) 217

Zwei Insassen (18, 19) eines BMW Mini sind am Donnerstagmorgen, 23.01.2020, bei einem Verkehrsunfall auf der B 217 bei Springe schwer verletzt worden. Bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover zufolge war der 18-Jährige zusammen mit seinem Beifahrer gegen 07:15 Uhr mit einem BMW Mini auf der B 217 in Richtung Hannover unterwegs. Zwischen den Ortschaften Springe und Völksen geriet er aus bislang unbekannter Ursache nach rechts auf den Seitenstreifen. Im weiteren Verlauf lenkte er gegen, verlor dabei die Kontrolle über seinen Pkw und prallte mit dem Fahrzeug frontal gegen einen Baum. Ersthelfer befreiten die beiden Insassen und löschten Flammen im Motorraum des verunglückten Wagens. Im Anschluss brachten Rettungswagen die schwer verletzten Männer aus Hameln zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Während der Unfallaufnahme musste die B 217 in Richtung Hannover voll gesperrt werden. Anschließend wurde die Fahrbahn von der Straßenmeisterei gereinigt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 7.000 Euro.

 

Zeugenaufruf: Geisterfahrer gefährdet Verkehrsteilnehmer

Die Polizei Hannover hat am Mittwoch, 22.01.2020, gegen Mitternacht einen 31 Jahre alten Mann auf der Bundesstraße (B) 3 gestoppt. Der Geisterfahrer ist in verkehrter Fahrtrichtung über die B 3 und der Bundesautobahn (BAB) 37 in Richtung Celle unterwegs gewesen. Mutmaßlich ist er zwischen dem Start- und Haltepunkt an einem Unfall beteiligt gewesen. Die Polizei sucht Zeugen. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten mehrere Verkehrsteilnehmer der Polizei Hannover gegen 23:45 Uhr einen Geisterfahrer auf der B 3 gemeldet, der sich zu diesem Zeitpunkt zwischen der Abfahrt Schillerslage und Otze befand. Er setzte seinen Weg mit einem Toyota RAV 4 auf der BAB 37 in Richtung Hannover fort - jedoch auf der Fahrbahn Richtung Celle. An der Ausfahrt Misburg verließ er schließlich die Autobahn, wo er bereits von der Besatzung zweier Funkstreifenwagen erwartet wurde. Die Beamten forderten den Fahrer auf, anzuhalten.

Dem kam er jedoch nicht nach, beschleunigte und fuhr entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung auf der Buchholzer Straße weiter. An Kreuzung zur Abfahrt B 3 (Anschlussstelle Hannover-Misburg) versperrte ihm ein weiterer Streifenwagen den Weg und zwang den Fahrer gegen 00:10 Uhr zum Stoppen. Bei ihm handelt es sich um einen 31-Jährigen. Offenbar war er alkoholisiert. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. An dem Auto des Mannes stellten die Beamten Beschädigungen fest, die darauf hinweisen, dass der 31-Jährige auf seiner Fahrt mutmaßlich an einem Verkehrsunfall beteiligt war. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann die Polizeidienststelle wieder verlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Die Polizei bittet nun Zeugen, die Angaben zum Fahrtweg (von wo aus der Mann startete, ist derzeit noch unklar) und einem Verkehrsunfall mit Beteiligung des Toyota machen können, sich beim Polizeikommissariat Lahe unter der Telefonnummer 0511 109-3317 zu melden.

 

Oberricklingen: 35-Jähriger bedroht Schüler mit Waffe

Am Mittwoch, 22.01.2020, kurz vor 08:00 Uhr, hat ein zunächst unbekannter 35-Jähriger mehrere Schüler in einer Stadtbahn der Linie 7 mit einer Schusswaffe bedroht. Er ist am Nachmittag im Bereich Wettbergen festgenommen worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Mann in der Bahn (Richtung Innenstadt) kurz vor der Haltestelle "Bartold-Knaust-Straße" mit Schülern in Streit geraten. Im weiteren Verlauf beleidigte der Mann die Kinder. Ein 16-Jähriger mischte sich ein und forderte die Schüler auf, die Bahn an der Haltestelle "Bartold-Knaust-Straße" zu verlassen, um eine Eskalation der Situation zu verhindern. Plötzlich wurde der Jugendliche von dem 35-Jährigen verbal attackiert, ehe der Mann eine Schusswaffe zog und sie auf den 16-Jährigen richtete. Daraufhin entwickelte sich ein Gerangel zwischen den beiden, dabei schlug der Mann mit der Waffe auf die Augenhöhle des Jugendlichen und verletzte ihn leicht. An der Haltestelle "Bartold-Knaust-Straße" schaffte es der 16-Jährige, den Angreifer aus der Bahn zu drängen und über ein Geländer zu stoßen. Der Täter fiel auf die Wallensteinstraße, zielte mit seiner Waffe auf mehrere unbeteiligte Personen und bedrohte den Jugendlichen. Anschließend flüchtete er in Richtung des Stadtteils Mühlenberg. Trotz zügig eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte der Täter entkommen. Durch umfangreiche Ermittlungen gelang es den Beamten dennoch, die Identität des Mannes und eine Kontaktadresse an der Olbrichtstraße (Wettbergen) festzustellen.

Kurz vor einer richterlich angeordneten Durchsuchung wurde der Mann beim Verlassen der Anschrift von Polizeieinsatzkräften festgenommen. Die Waffe konnten die Ermittler bei anschließenden Durchsuchungen nicht finden. Der Täter wurde gestern von einem Arzt begutachtet, der eine Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik anordnete. Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die den Mann mit der Waffe zwischen der Haltestelle "Bartold-Knaust-Straße" und der Olbrichtstraße gesehen haben und Hinweise auf den Verbleib der Waffe geben können. Zeugenhinweise nimmt das Polizeikommissariat Ricklingen unter der Rufnummer 0511 109-3017 entgegen.

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