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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 24.November 2021

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Orange Day": Auch die Polizeidirektion Hannover setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen will am Donnerstag, 25.11.2021, neben Initiativen aus Politik und Gesellschaft auch die Polizeidirektion Hannover Zeichen setzen. Abseits von ganzjährig laufender Präventionsarbeit beteiligt sich die Polizei an diesem Tag an diversen Aktionen und bietet Beratung vor Ort. Bereits seit 40 Jahren organisieren Menschenrechtsorganisationen am 25. November weltweit Aktionen und Kampagnen, um damit auf Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, die Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind. Um ein deutlich sichtbares Zeichen zu setzen, sollen an diesem Donnerstag anlässlich des als "Orange Day" bekannten Aktionstages auch in der Landeshauptstadt Hannover und der Region markante öffentliche Gebäude orangefarben angestrahlt werden.

Die Farbe Orange gilt dabei als Sinnbild für Licht und Wärme. Sie steht in den Augen der Initiatoren für eine positive Zukunft und für die Hoffnung auf ein gewaltfreies Leben. Vertreter der Polizeiinspektionen Hannover, Burgdorf und Garbsen wollen am Donnerstag bei verschiedenen Aktionen unterstützen beziehungsweise Präsenz zeigen. Zudem sind Beratungsangebote an Informationsständen geplant. Präventionsexperten der Polizeidirektion Hannover nehmen anlässlich des "Orange Day" darüber hinaus an Fachtagungen zu den Themen "Femizide" und "Kinder im Spannungsfeld von Häuslicher Gewalt" teil. In Hannover können Interessierte am Donnerstag an verschiedenen Örtlichkeiten mit dem Kontaktbereichsdienst des Polizeikommissariats Hannover-Limmer ins Gespräch kommen und Informationen zum Thema erhalten. Von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr sind die Beamtinnen und Beamten im Bereich der Limmerstraße vertreten.

Von 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr sind zudem persönliche Gespräche an Infoständen auf dem Hof der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 6, sowie von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr gemeinsam mit dem Kulturtreff "Plantage" auf dem Davenstedter Markt möglich.

Im Bereich der Polizeiinspektion Burgdorf unterstützt das Präventionsteam eine Ankreideaktion der Stadt. Im Rahmen dieser sollen kurze Sätze, die auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen, mit Kreide auf Straßen und Plätze geschrieben werden. Außerdem soll auf Hilfsangebote hingewiesen werden.

Dasselbe gilt für eine Hotline des Arbeitskreises Häusliche Gewalt der Stadt Burgdorf, in dem sich auch die Polizei engagiert. Von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr sind unter der Telefonnummer 05136 898-270 auch anonyme und vertrauliche Beratungen möglich. Im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Garbsen werden Angehörige des Präventionsteams beim Hissen der Fahne der Organisation "Terres de Femmes" Präsenz zeigen und so ein Zeichen setzen.

Nach wie vor verzeichnet auch die Polizeidirektion Hannover jährliche mehrere Tausend Fälle jeglicher Formen sexualisierter, digitaler, physischer und psychischer Gewalt gegen Frauen. Allein im Bereich Häusliche Gewalt flossen im vergangenen Jahr mehr als 4.400 Fälle in die Polizeiliche Kriminalstatistik ein.

Nach dem starken Anstieg vom Jahr 2018 (4.151) auf 2019 (4.417 Fälle) blieb die Fallzahl somit auf einem hohen Niveau.

"Ursächlich für die hohe Zahl könnte das positive Anzeigeverhalten von Betroffenen, aber auch Nachbarn sein, das wiederum auf entsprechende Präventionsarbeit der Polizei zurückzuführen ist", erklärt Markus Häckl, Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention der Polizeidirektion Hannover. So startete die Polizeidirektion Hannover im vergangenen Jahr die Kampagne "#schlussdamit! Häusliche Gewalt ist keine Privatsache".

Grundlage bildet hier die interdisziplinäre sowie überörtliche Vernetzung in Gremien und Netzwerken, um bei Bekanntwerden entsprechender Fälle ein reibungsloses und schnelles Einschreiten sicherzustellen. Ganz aktuell engagiert sich die Polizeidirektion Hannover im Kommunalen Präventionsrat, der erst im Oktober dieses Jahres das Jahresmotto "Hannover ist stärker als Gewalt - für sichere Familien in unserer Stadt" ausgerufen hat.

 

Neustadt am Rübenberge: Radfahrer bei Unfall schwer verletzt

Am Montag, 22.11.2021, ist ein 57-jähriger Radfahrer bei einem Verkehrsunfall in Neustadt am Rübenberge lebensgefährlich verletzt worden. Er stieß mit einer 68-Jährigen zusammen, die mit ihrem VW Golf aus Richtung Neustadt am Rübenberge in Richtung Poggenhagen unterwegs war.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr die 68-Jährige mit ihrem VW Golf die Wunstorfer Straße aus Richtung Neustadt am Rübenberge in Süden entlang und beabsichtigte an der Einmündung Moordorfer Straße/Wunstorfer Straße weiter geradeaus in Richtung Poggenhagen zu fahren.

Zeitgleich warteten mehrere aus Richtung Moordorf kommende Autos an im Einmündungsbereich, um den vorfahrtsberechtigten Verkehr in Richtung Neustadt am Rübenberge bzw. in Richtung Poggenhagen passieren zu lassen. Der Radfahrer überholte die wartenden Pkw mit seinem Rennrad und fuhr auf die WunstorferStraße. Dabei wurde er frontal vom von links kommenden VW Golf getroffen und stürzte zu Boden. Bei dem Unfall wurde der 57-Jährige lebensgefährlich verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Die Fahrerin des VW Golf wurde leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun in zwei Fällen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

 

Erneuter Zeugenaufruf: Hinweisgeber nach Autodiebstahl und Fahrerflucht gesucht

 

Nach dem Auffinden eines gestohlenen und verunfallten Hyundai i30 auf dem Messeschnellweg hat die Polizei neue Hinweise zum Hergang und sucht weiterhin nach Zeugen. Nach dem Feststellen des schwarzen Hyundai i30 am 11.11.2021 gegen 08:15 Uhr auf dem Standstreifen des Messeschnellwegs entdeckten die Einsatzkräfte nicht nur frische Unfallschäden am Fahrzeug, sondern auch, dass dieses am 04.11.2021 in der Innenstadt von Hannover gestohlen wurde. Von den Insassen fehlte jede Spur. Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen wurde vonseiten der Polizei der oben verlinkte Zeugenaufruf veröffentlicht. Darauf meldeten sich eine 46-Jährige und ihr 51 Jahre alter Ehemann bei der Polizei.

Diese hatten den Hyundai am 11.11.2021 bereits gegen 07:10 Uhr auf der Brücke von der Kronsbergstraße zur Lissabonner Allee im Bereich des ehemaligen Expo-Geländes gesehen. Von dort fuhr der Hyundai auf den Messeschnellweg in Richtung Norden auf. Das Ehepaar überholte den Hyundai auf dem Messeschnellweg und nahmen zu diesem Zeitpunkt schon den Unfallschaden an der Front des Pkw und von den Vorderrädern ausgehenden Rauch wahr. Im Fahrzeug saßen zwei dunkel gekleidete Männer, welche auf 22 bis 30 Jahre geschätzt wurden. Es wird daher angenommen, dass der noch unbekannte Unfallort nicht im Bereich des Messeschnellweges liegt, sondern auf der Kronsbergstraße oder möglicherweise auf dem Weg, den der Hyundai davor befahren hat.

Die Polizei sucht daher nach Zeugen, die den Hyundai i30 schon zuvor gesehen haben und Angaben zu den Fahrzeuginsassen oder dem vorangegangenen Unfall machen können. Diese werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Mitte unter 0511 109-2820 zu melden.

 

49-Jähriger geht erst bei Rot über die Straße und dann hinter Gitter

Ein Rotlichtverstoß vor den Augen der Polizei ist für einen 49-Jährigen am Dienstag, 23.11.2021, in einer Justizvollzugsanstalt geendet. Der Mann war in der hannoverschen Innenstadt über eine rote Fußgängerampel gelaufen.

Als die Polizei ihn kontrollierte, stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Gegen 08:20 Uhr fiel der 49-Jährige im Bereich der Fernroder Straße in der hannoverschen Innenstadt auf, weil er vor den Augen der Fahrradstaffel der Polizeidirektion Hannover trotz roter Ampel über die Straße lief. Noch bevor er auf der gegenüberliegenden Straßenseite ankam, machte ihn ein Beamter auf den Rotlichtverstoß aufmerksam.

Der Polizist forderte den Mann anschließend auf, stehenzubleiben. Der Fußgänger zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und setzte seinen Weg einfach fort. Der Beamte folgte dem Mann daraufhin auf seinem Fahrrad. Statt stehenzubleiben, bepöbelte und beleidigte der 49-Jährige den Polizisten jedoch. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Einsatzkräfte fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Wegen unerlaubten Besitzes von Drogen war er im Februar dieses Jahres zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er jedoch noch nicht gezahlt hat. Daher muss der Mann nun eine 50-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen und kam noch am Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt.

 

 

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