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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 30.März 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Mann zieht Notbremse im Intercity und landet in Psychiatrie

Ein 21-jähriger Mann aus Gütersloh zog am Freitag (27.03.2020) bei der Einfahrt des Intercitys 143 in den Hauptbahnhof Hannover die Notbremse. Dann öffnete er die Tür und flüchtete über die Gleise in Richtung ZOB. Seinen Pullover und eine Jacke mit persönlichen Dokumenten ließ er im Zug liegen.

Der Zugbegleiter verständigte die Bundespolizei und konnte eine Personenbeschreibung abgeben. Wenig später entdeckten die Beamten den Mann in der Bahnhofshalle. Der 21-Jährige versuchte zu flüchten, konnte aber gestellt werden. Da er sehr aggressiv war und einen stark verwirrten Eindruck machte, nahmen ihn die Beamten zur Wache mit.

Eine gerade anwesende Psychiaterin empfahl die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung. Der zuständige Amtsrichter veranlasste die sofortige Einweisung.

Da der Mann stark schwitzte und hustete, bestand kurzfristig ein Infektionsverdacht, der sich nach eingehender Untersuchung aber nicht bestätigte.

 

19-Jähriger hält sich für Adolf Hitler

Am Freitag Mittag (27.03.2020) bat eine Zugbegleiterin um Unterstützung der Bundespolizei. In dem Intercity Express aus Münster saß ein junger Mann (19) ohne Fahrschein und Geld. Er wollte nach Berlin reisen. Gegenüber der Schaffnerin gab er an, Adolf Hitler zu sein und daher keinen Fahrschein zu benötigen.

Der Aufforderung, den Zug in Hannover zu verlassen, kam der verwirrte junge Mann nicht nach.

Den Weisungen der Polizisten folgte der aggressive Heranwachsende aus Münster auch nicht und musste zwangsweise zur Wache gebracht werden. Auch ein Gespräch mit dem psychiatrischen Notdienst war nicht möglich. Auf richterlichen Beschluss erfolgte die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung.

 

Groß-Buchholz: Schmierereien an Unterführung - Wer kann Hinweise geben?

AmSonntag (29.03.2020) hat die Polizei Farbschmierereien an der Mittellandkanalbrücke des Messeschnellweges festgestellt. Am Betonfundament sind mehrere Schriftzüge und Symbole, darunter vier Hakenkreuze vorgefunden worden. Nun ermittelt die Kripo. Nach einem Zeugenhinweis stellten Polizeibeamte insgesamt sieben Schmierereien in blau fest. Auf einer Breite von etwa fünf Metern wurden eine "SS-Rune" (Siegrune), vier Hakenkreuze und zweimal der Schriftzug "Sieg Heil" aufgetragen.

Ein Verfahren wegen Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet. Nach einer Zeugenaussage waren die Graffiti bereits am Freitag, 27.03.2020, vorhanden. Die Polizei sucht Zeugen, die am Freitag oder zuvor verdächtige Personen im Bereich der Messeschnellwegbrücke über den Mittellandkanal beobachtet haben. Die Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

 

Handfester Streit nach nächtlicher Belästigung

In der Nacht von Samstag, 28.03.2020 auf heute ist die Polizei zu Streitigkeiten in den Stadtteil Mittelfeld gerufen worden. Vor Ort sind die Streitenden befragt und ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte ein 23-jähriger Hannoveraner gegen 23:25 Uhr an einem Mehrfamilienhaus am Letterhausweg wiederholt die Hausklingeln aller Haushalte betätigt. Ein 39-jähriger Bewohner aus dem Haus habe daraufhin den Störenden zur Rede gestellt.

Dabei sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, bei dem der 23 Jahre alte Dauerklingler einen Schlag gegen den Oberarm bekam. Der 23-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Gegen den 39-jährigen Hausbewohner wurde ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung eingeleitet.

 

Anderten: Schmierereien an Autobahnbrücke - Wer kann Hinweise geben?

Über einen Zeugenhinweis ist die Polizei, gestern, 28.03.2020, auf Farbschmierereien an der Autobahnbrücke der BAB 7 über den Mittellandkanal aufmerksam geworden. Am Betonfundament sind mehrere Schriftzüge und ein Hakenkreuz festgestellt worden. Nun ermittelt die Kripo. Ein Zeuge hatte gegen 19:00 Uhr der Polizei die Graffiti unterhalb der Brücke gemeldet. Die alarmierten Polizeibeamten stellten vor Ort sechs Schmierereien in rot, schwarz und orange fest. Darunter war auch ein circa quadratmetergroßes Hakenkreuz.

Ein Verfahren wegen Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde die Farbe bereits vor 15:30 Uhr aufgetragen. Die Polizei sucht Zeugen, die am Freitagabend oder Samstag vor 15:30 Uhr verdächtige Personen im Bereich der Autobahnbrücke am Mittellandkanal beobachtet haben. Die Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

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