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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 31.Oktober 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Exhibitionist im Intercity-Express

Ein junger Mann ist gestern Vormittag im Intercity-Express wegen exhibitionistischer Handlungen aufgefallen. Außerdem hatte er keinen Fahrschein und wurde von der Staatsanwaltschaft Essen wegen einer laufenden Diebstahlsermittlung gesucht. Der Zug war auf der Fahrt von Wolfsburg nach Hildesheim. Eine Frau (31) aus Berlin saß allein in einem Sechserabteil. Der vermutlich 22-jährige Marokkaner setzte sich zu ihr und entblößte sein Geschlechtsteil. Die schockierte Frau verständigte die Zugbegleiterin. In Hildesheim nahmen Bundespolizisten den Mann vorläufig fest. Der Marokkaner ist seit mehreren Jahren mit insgesamt 16 unterschiedlichen Identitäten in Deutschland unterwegs. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann von der Staatsanwaltschaft Essen zur Aufenthaltsermittlung wegen eines Diebstahls gesucht wurde. Aktuell ist er im Ankerzentrum Bamberg im Asylverfahren. Die Staatsanwaltschaft und das Ankerzentrum wurden verständigt.

Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Exhibitionistischer Handlungen und Leistungserschleichung ein.

 

Schlachtrinder ohne Wasser: Polizei leitet Verfahren gegen Fahrer eines Tiertransporters auf der Bundesautobahn (BAB) 2 ein

Einen tierischen Einsatz haben Beamte der Autobahnpolizei am Mittwoch, 28.10.2020, auf der BAB 2 nahe Godshorn erlebt. Aufgrund eines Hinweises wurde die Polizei auf Schlachtrinder aufmerksam, die von einem defekten Tiertransporter in einen anderen umgeladen wurden. Dabei bestand die Gefahr, dass eines der Tiere entweicht und auf die Autobahn läuft. Zudem wurden weitere Mängel festgestellt. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei war der mit 26 Schlachtrindern beladene Tiertransporter eines 52-Jährigen bereits am Donnerstagmorgen aufgrund eines Reifenplatzers liegengeblieben. Das Fahrzeug war zuvor in Tschechien gestartet und auf dem Weg zu einem Schlachtbetrieb in Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund des Defekts an dem Lkw der Marke DAF wurde ein Ersatzfahrzeug zu dem Rastplatz geschickt, in das die Rinder umgeladen werden sollten. Als die Polizei gegen 14:50 Uhr auf dem Rastplatz in Fahrtrichtung Dortmund eintraf, stellten die Beamten zwei hintereinanderstehende Lastwagen fest, deren Laderampen geöffnet waren. Mit Hilfe seitlich angebrachter Verladegitter hatten bereits zehn Bullen das Fahrzeug gewechselt.

Dabei bestand jedoch die Gefahr, dass ein aufgeschrecktes Tier, die niedrigste Stelle der Gitter überspringen und auf den Rastplatz oder die Autobahn laufen könnte. Ohnehin wurde die Verladung in diesem Moment jedoch gestoppt, weil Veterinäre hinzugezogen wurden und die Transportbedingungen überprüfen sollten. Als die Experten eintrafen, stellten sie diverse Verstöße in Bezug auf den Tiertransport fest. Das Hauptproblem war, dass die Tiere vor Ort nicht getränkt werden konnten.

Zudem war der Ersatz-Lkw zu klein, um alle Tiere aufzunehmen und bis zum Ziel zu transportieren. Aus diesem Grund wurde die Auflage gemacht, dass ein weiterer Lkw kommen müsse, um die restlichen Tiere zum Zielort zu transportieren. Um die Tiere während der Wartezeit mit Wasser zu versorgen, musste außerdem die Feuerwehr hinzugezogen werden, die die Tränken des Pannen-Lkw mit Wasser befüllte. Erst gegen 19:45 Uhr traf der zweite Ersatz-Lkw auf dem Rastplatz an, so dass die Verladung der übrigen Tiere beginnen konnte und die Transporter ihre Fahrt zum Bestimmungsort fortsetzen konnten. Die Polizei hat aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ein Verfahren gegen den 58 Jahre alten Lkw-Fahrer eingeleitet. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro hinterlegen.

 

Ricklingen: Pedelecfahrer von Auto erfasst und schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall an der Göttinger Chaussee ist am späten Donnerstagabend, 29.10.2020 ein 72-Jähriger schwer verletzt worden. Ein Pkw hatte den vorfahrtberechtigten Pedelec-Fahrer erfasst. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover befuhr der 50 Jahre alte Fahrer eines Peugeot gegen 22:25 Uhr die Straße "Göttinger Hof" Richtung Süden, um auf die Göttinger Chaussee einzufahren. Die Vorfahrt an der Einmündung ist durch ein Stopp-Schild geregelt, ein farblich markierter und für beide Richtungen freigegebener Radweg entlang der Göttinger Chaussee ist vorhanden. Auf diesem Radweg kam es zur Kollision mit dem 72-Jährigen, der mit seinem Pedelec der Göttinger Chaussee in Richtung Norden folgte. Der Pedelecfahrer wurde beim Aufprall auf den Peugeot aufgeladen und anschließend zu Boden geschleudert. Dabei wurde er schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Der 50-jährige Autofahrer muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und Missachtung der Vorfahrt verantworten. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

 

Mitteilung der Polizeidirektion Hannover, der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und der regiobus Hannover GmbH

 

Nach den gemeinsamen Bund-Länder-Beratungen hat die Bundesregierung verschärfte Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die Polizeidirektion Hannover sowie die beiden Verkehrsunternehmen ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und regiobus Hannover GmbH nehmen die verschärften Maßnahmen sowie die drastisch ansteigenden Infektionszahlen zum Anlass, die Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an die bereits seit April geltende Pflicht zum Tragen einer geeigneten Mund-Nase-Bedeckung in Bussen, Bahnen und an Haltestellen zu erinnern. In ihrer Funktion als Trägerin des ÖPNV hat die Region Hannover in ihrer jüngsten Allgemeinverfügung die Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen und in Stationen klar geregelt: Demnach gilt für Personen, die keine Mund-Nase-Bedeckung in Fahrzeugen oder Haltestellen und in Stationen des ÖPNV tragen, ein Nutzungsverbot.

Ausgenommen von der Tragepflicht sind lediglich Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können sowie für Kinder unter sechs Jahren. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Die Einhaltung der Regelung wird von den Unternehmen, deren Sicherheitsdiensten sowie der Polizei überwacht und durchgesetzt. "Die erste Woche nach den Herbstferien hat gezeigt, dass sich in Bahnen und Bussen nicht immer die ebenfalls vorgeschriebenen Mindestabstände von 1,5 Metern einhalten lassen", sagt Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover. "Genau aus diesem Grund unterstützen wir die Verkehrsbetriebe dabei, gemeinsam an die Vernunft aller zu appellieren, aber auch noch einmal deutlich an die Maskenpflicht zu erinnern." Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, dankte den Fahrgästen, die bereits von Beginn an Alltagsmasken tragen, sobald sie Bahnhöfe oder Fahrzeuge betreten. "Mit einer Vielzahl von Maßnahmen schützt die ÜSTRA zudem aktiv ihre Fahrgäste vor einer Infektion mit dem Corona-Virus", sagt Dr. Volkhardt Klöppner. "Die Tatsache, dass es bislang keine massiven Ausbrüche von Infektionen im Nahverkehr gab, belegt die Wirksamkeit dieser Maßnahmen." Dazu zählen unter anderem Aufkleber an Fahrzeugen, Aushänge in den Stationen und regelmäßige Durchsagen, mit denen auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes hingewiesen wird. Türen an Fahrzeugen öffnen automatisch, so dass Fahrgäste keine Türtaster bedienen müssen.

Kontaktflächen an Tür- und Haltegriffen werden regelmäßig mit hochkonzentrierten Reinigungsmitteln desinfiziert. Zudem gibt es an in Stationen aufgestellten Snackautomaten Masken zu kaufen.

ÜSTRA und regiobus kontrollieren die Einhaltung der Pflicht und gehen konsequent gegen Maskenverweigerer vor. Die Verkehrsunternehmen setzen dafür insgesamt rund 110 Mitarbeiter im Prüf- und Sicherheitsdienst ein. "Um das Ansteckungsrisiko im Öffentlichen Nahverkehr auch zukünftig so gering wie möglich zu halten, sollten sich alle Fahrgäste zwingend an die Regelung zur Mund-Nase-Bedeckung halten", betont abschließend Elke Maria van Zadel, Geschäftsführerin der regiobus Hannover GmbH.

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