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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 9.September 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus  Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Polizei Hannover klärt zwei langjährige Vermisstenfälle auf

Bereits am Dienstag, 05.05.2020, haben Jäger in einem Waldstück bei Kirchhorst einen skelettierten menschlichen Schädel entdeckt. Bei der genaueren Absuche des Fundorts am Folgetag, 06.05.2020, ist dann ein weiterer ebenfalls skelettierter menschlicher Schädel gefunden wurden. Anhand der Zahnstatus und DNA-Abgleiche sind die Schädel jetzt zweifelsfrei identifiziert worden.

Nach Erkenntnissen der Kriminalpolizei hielten sich in den Abendstunden des Dienstags, 05.05.2020, Jäger in einem Waldstück bei Kirchhorst auf. Bei der Suche nach einem geschossenen Tier stießen sie auf einen weiblichen Schädel. Ermittlern der Polizei ist es nun durch Zahn- und DNA-Abgleiche gelungen, die sterblichen Überreste einer seit 2008 vermissten Person zuzuordnen. Es handelt sich um eine damals 67 Jahre alte Frau aus Langenhagen. Sie war stark dement und orientierungslos, als sie ihr persönliches Umfeld verließ. Die Polizei geht aus heutiger Sicht von einem Unglücksfall aus.

Einen Tag nach dem Fund des Schädels wurde das Waldstück genauer abgesucht. Nur knapp hundert Meter entfernt tauchte dann ein weiterer Schädel auf, der aufgrund seines Zustands ebenfalls länger in dem Waldstück gelegen haben muss. Auch dieser konnte jetzt einem Vermissten zweifelsfrei zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich um einen bereits seit 1994 vermissten Mann aus Isernhagen, der im damaligen Alter von 45 Jahren Suizidabsichten geäußert hatte und verschwand.

Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich in beiden Fällen nicht ergeben. Die Polizei geht zudem davon aus, dass zwischen den beiden Todesfällen kein Zusammenhang besteht.

 

Überfall in Wettbergen - Polizei sucht Zeugen

Am Samstag, 05.09.2020, ist ein 35 Jahre alter Mann am Werner-Blumenberg-Weg im hannoverschen Stadtteil Wettbergen von drei bislang unbekannten Tätern überfallen und schwer verletzt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Raubs und bittet Zeugen um Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern.

Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte der 35-Jährige, gegen 04:00 Uhr zur Arbeit zu fahren, und ging deswegen zu seinem Pkw auf einem Parkplatz am Werner-Blumenberg-Weg. Auf einem Spielplatz bemerkte er drei männliche Personen, die plötzlich auf ihn zuliefen.

 

Der Mann flüchtete zu seinem Auto und versuchte wegzufahren. Das gelang ihm jedoch nicht: Einer der Täter öffnete die Autotür, der andere schlug mit einem Baseballschläger auf den 35-Jährigen ein. Die Täter zogen den Mann aus dem Auto und schlugen auf ihn weiter ein, bis der Baseballschläger zerbrochen war. Da sich der 35-Jährige wehrte und laut um Hilfe rief, ließen die Täter von dem Mann ab und flüchteten in Richtung Tresckowstraße.

Der 35-Jährige wurde bei dem Überfall schwer verletzt. Er alarmierte die Polizei, die umgehend Fahndungsmaßnahmen einleitete. Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein Teil der mutmaßlichen Tatwaffe wurde vor Ort von der Polizei gefunden und sichergestellt. Da die Suche nach den Tätern ohne Erfolg verlief, erhoffen sich die Ermittler nun mit einem Zeugenaufruf Hinweise aus der Bevölkerung.

Von den mutmaßlichen Tätern liegt der Polizei nur eine vage Beschreibung vor. Die Gesuchten werden von dem 35-Jährigen auf circa 20 Jahre geschätzt und sollen zwischen 1,75 Meter und 1,80 Meter groß und kräftig sein. Zum Tatzeitpunkt waren die drei Männer maskiert.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall und den mutmaßlichen Tätern machen können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Ricklingen unter der Telefonnummer 0511 109-3015 zu melden.

 

Hannover-Bemerode: Polizei sucht nach Unfall mit verletztem Kind flüchtigen Autofahrer

Bei der Kollision mit einem Pkw ist am Montag, 07.09.2020, in Hannover-Bemerode ein Kind leicht verletzt worden. Das Auto hat den neun Jahre alten Radfahrer an der Einmündung Oheriedentrift/Sticksfeld erfasst, der daraufhin zu Boden stürzte. Nachdem die Beifahrerin sich kurz um das Kind gekümmert hatte, hat der Autofahrer seine Fahrt fortgesetzt, ohne die Personalien auszutauschen. Bei der Suche nach ihm setzt die Polizei nun auf Zeugenhinweise.

Nach ersten Erkenntnissen befand sich das Kind am Montag gegen 12:55 Uhr auf dem Nachhauseweg von einer Schule in Bemerode und befuhr dazu den in beide Fahrtrichtungen freigegebenen Radweg der Oheriedentrift in Richtung Kattenbrookstrift. Zur selben Zeit befuhr ein bislang unbekannter Autofahrer mit einem weißen Pkw die Oheriedentrift in gleiche Richtung und beabsichtigte dann nach links in die Straße Sticksfeld einzubiegen. Dabei stieß der Radfahrer mit dem Pkw vorne links zusammen und stürzte auf den Asphalt.

Die ebenfalls unbekannte Beifahrerin des Wagens stieg daraufhin kurz aus, um sich nach dem Befinden des Jungen zu erkundigen. Offensichtlich im guten Glauben, dass nichts passiert sei, entfernte sich der Autofahrer wenig später vom Unfallort, ohne zuvor die Personalien auszutauschen. Erst später bei der Ankunft zu Hause bemerkten die Eltern des Jungen, dass der Neunjährige leicht verletzt und Helm, Fahrrad sowie Kleidung beschädigt waren. Der Vater des Jungen erstattete schließlich Anzeige.

Die Polizei sucht nun nach dem Unfallfahrer, der laut Angaben des Jungen ein südeuropäisches Aussehen mit dunklem Teint und schwarzen Haaren haben und etwa 50 Jahre alt sein soll. Die Beifahrerin beschrieb der Zeuge als etwa 45 Jahre alt, 1,65 Meter groß sowie korpulent. Auch sie habe ein südeuropäisches Aussehen und schwarze gelockte Haare. Zum Zeitpunkt des Unfalls habe sie bunte Kleidung getragen. Details zu dem gesuchten Fahrzeug sind - bis auf die weiße Lackierung - unbekannt. Womöglich weist es im vorderen linken Bereich Schäden aufgrund der Kollision auf.

Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug und den Insassen geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Döhren unter Telefon 0511 109-3617 zu melden.

 

Aktionswoche "Sicherheit im Radverkehr" beendet

Im Rahmen einer Verkehrssicherheitskonzeption wurde von den Dienststellen der Polizeidirektion Hannover vom 31.08.2020 bis 06.09.2020 eine Aktionswoche "Sicherheit im Radverkehr" durchgeführt.  Nun zieht die Polizei Bilanz. Ziel war es, Verstöße von und gegenüber Radfahrenden festzustellen und zu ahnden. Die Kontrollen wurden an verschiedenen Örtlichkeiten in der Region Hannover durchgeführt.

Insgesamt haben die Polizeibeamten bei Fahrradfahrenden 994 Verstöße und bei anderen Verkehrsteilnehmern 257 Verstöße zum Nachteil von Radfahrenden festgestellt. Mehr als jeder dritte kontrollierte Radfahrende hat den Radweg in falscher Richtung benutzt. Etwa 170 Verstöße stellte die Polizei jeweils bei Vorfahrtsverletzungen und bei Befahren unzulässiger Verkehrsbereiche (Fußwege etc.) fest. Beim Radverkehr ist die steigende Handynutzung wie auch beim Autofahren immer häufiger eine vermeidbare Unfallgefahr. In der Kontrollwoche wurden 132 Handyverstöße bei Radfahrenden geahndet. Neben diversen weiteren Ordnungswidrigkeiten verfolgte die Polizei 115 Fälle, bei denen ein vorhandener Radweg nicht genutzt worden ist.

Die Ordnungswidrigkeiten zum Nachteil von Radfahrenden durch andere Verkehrsteilnehmer sind unterschiedlicher Art. Die meisten (74) sind Vorfahrtsverletzungen und das Vorbeifahren mit zu geringem Seitenabstand (37). Autofahrer müssen seit dem 28.04.2020 mit der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung innerorts einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu Radfahrenden und Fußgängern einhalten, wenn sie an ihnen vorbeifahren. Sollte der Abstand nicht einzuhalten sein, muss gegebenenfalls auf das Vorbeifahren verzichtet werden.

Im Zuge der Kontrollmaßnahmen wurde am Dienstag, 01.09.2020, gegen 17:50 Uhr an der Vahrenwalder Straße Ecke Arndtstraße ein 34-jähriger E-Bike-Fahrer angehalten. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass für ihn ein Haftbefehl bestand. Die Beamten fanden bei der Festnahme 111,5 Gramm Amphetamine, die sie beschlagnahmten. Des Weiteren leiteten sie gegen ihn Ermittlungen wegen Fahrraddiebstahls und wegen des Handels mit nicht geringen Mengen von Betäubungsmitteln ein.

 

 

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