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Unerkannter Bluthochdruck birgt große Risiken – auch für Kinder

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HANNOVER. Wie die Ärtztekammer Hannover mitteilt, wirkt Bluthochdruck oft lange Zeit im Verborgenen, bevor sich die Schäden durch körperliche Beschwerden bemerkbar machen. Die Folgen sind vielfach schwerwiegend. Hypertonie, so der Fachbegriff, gilt als Risikofaktor für Gefäßschäden, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenversagen und auch Netzhautveränderungen. „Deshalb ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu kontrollieren“, empfiehlt Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, aus Anlass des Welthypertonietags am 17. Mai. Eine mit Stress behaftete Arbeitssituation, verbunden mit Schlafdefiziten, bedeutet laut einer aktuellen Studie der Technischen Universität München ein dreifach höheres Risiko, an kardiovaskulären Erkrankungen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.

„Aber nicht nur Erwachsene, sondern vermehrt auch Kinder sind von der Diagnose Bluthochdruck betroffen“, warnt Wenker. Besonders anfällig seien Kinder mit Übergewicht, so die Ärztekammerpräsidentin. Studien wie eine jüngst in der renommierten Zeitschrift „JAMA Internal Medicine“ veröffentlichte Untersuchung an israelischen Rekruten haben etwa ergeben, dass ein hoher Blutdruck im Jugendalter im späteren Leben vielfach mit Nierenleiden einhergeht. Deshalb ist es Wenker zufolge zwar wichtig, Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Am besten aber sei es, den Risiken frühzeitig mit einem angemessenen Gewicht und einer salzarmen Ernährung mit großen Anteilen von Obst und Gemüse zu begegnen. „Eine gesunde, ausgewogene Kost ist genauso wichtig wie regelmäßige Bewegung“, bekräftigt Wenker.

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