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Wohnungs- und Dachbrand mit einer schwerverletzten Person

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Gleich zweimal musste die hannoversche Feuerwehr bei nachfolgenden Bränden zur gleichen Adresse ausrücken © Bernd Günther Gleich zweimal musste die hannoversche Feuerwehr bei nachfolgenden Bränden zur gleichen Adresse ausrücken © Bernd Günther

HANNOVER. Im Stadtteil Groß Buchholz kam es am heutigen späten Nachmittag (19.06.2019) zu einem Wohnungsbrand in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus. Im Verlauf der Einsatzmaßnahmen wurde der Mieter bewusstlos in der Wohnung aufgefunden.

Gegen 17:15 Uhr wurde die Feuerwehr Hannover über den Notruf 112 durch Nachbarn zu einer Rauchentwicklung auf einem Balkon in die Straße Winkelriede alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass es zu einem Brand in einer Wohnung im 3. Obergeschoss gekommen war. Die Bewohner hatten das Haus vor Eintreffen der Feuerwehr selbstständig verlassen. Der ca. 50 Jahre alte Mieter wurde in der Wohnung bewusstlos vorgefunden und sofort dem Rettungsdienst übergeben. Nach ersten Wiederbelebungsmaßnahmen vor Ort kam er begleitet durch einen Notarzt in ein Krankenhaus zur intensivmedizinischen Behandlung. Das Feuer im Schlafzimmer konnte schnell gelöscht werden, nach dem Ablöschen von Glutnestern und ausführlicher Kontrolle der Wohnung mittels einer Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle um ca. 18:15 Uhr der Polizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben.

Die übrigen Mieter des viergeschossigen Mehrfamilienhauses konnten in ihre Wohnungen wieder zurückkehren. Lediglich die Brandwohnung ist unbewohnbar.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren bis 18:15 Uhr mit rund 30 Einsatzkräften und 10 Fahrzeugen im Einsatz.

Bereits um ca. 18:45 Uhr wurde die Feuerwehr Hannover erneut in die Winkelriede alarmiert. Jetzt brannte es im Bereich der Dachkante aus der dortigen Verkleidung. Sofort wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht und das Feuer durch Einsatzkräfte vom Dach aus bekämpft. Zeitgleich verhinderten Löschtrupps vom Boden aus das Übergreifen der Flammen.

Erst nachdem die Verkleidung großflächig abgetragen wurde, konnte die Ausbreitung verhindert werden. Die Bewohner hatten auch dieses Mal das Haus selbstständig verlassen und wurden in einem Bus der Feuerwehr mit Getränken versorgt und betreut. Die Brandbekämpfung zog sich bis ca. 20:30 Uhr hin. Erschwerend kam hinzu, dass durch die warmen Außentemperaturen und die körperliche Arbeit ein häufiger Austausch der Einsatzkräfte stattfinden musste.

Ob der erste und der zweite Einsatz an gleicher Stelle in einem Zusammenhang zu bringen sind, wird das Ergebnis der Brandursachenermittlung der Polizei ergeben.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 48 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen bis 22:00 Uhr vor Ort. In regelmäßigen Abständen wird eine Brandnachschau durchgeführt.

Auch nach dem zweiten Ereignis konnten alle Mieter von Einsatzkräften begleitet zurück in ihre Wohnungen.

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