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Der deutsche Ferienflieger Condor führt den Flugbetrieb regulär fort

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Der Infoschalter von Thomas Cook war auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen heute verwaist © Bernd Günther Der Infoschalter von Thomas Cook war auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen heute verwaist © Bernd Günther

HANNOVER / FRANKFURT 23.09.2019: Condor Flüge werden weiterhin durchgeführt, obwohl die Muttergesellschaft Thomas Cook Group plc Insolvenz eingereicht hat. Deutschlands beliebtester Ferienflieger ist seit vielen Jahren profitabel und bringt jährlich über acht Millionen Gäste zu über 100 Zielen weltweit.

„Condor ist seit über 60 Jahren auf den Ferienflug spezialisiert und die erste Wahl für Gäste, die in den Urlaub fliegen. Grund hierfür ist neben einer vielfältigen Zielauswahl, ein gutes Produkt zu einem attraktiven Preis sowie ein herausragendes Vertriebsnetzwerk im touristischen Bereich,“ so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Wir konzentrieren uns auch weiterhin auf das, was wir am besten können: Unsere Gäste pünktlich und sicher in den Urlaub zu fliegen.“

Die bisherige Konzernmutter Thomas Cook Group plc musste am 23.09.2019 einen Insolvenzantrag stellen. Trotz intensiver Bemühungen hat der Konzern keine Refinanzierung durch Fusion, Banken und Gläubiger erreichen können. Condor führt als deutsche Gesellschaft den Betrieb weiter.

Um Liquiditätsengpässe bei Condor zu verhindern, wurde ein staatlich verbürgter Überbrückungskredit beantragt. Dieser wird derzeit von der Bundesregierung geprüft.

Am Airport Hannover-Langenhagen scheint der Betrieb normal weiterzulaufen. Der Schalter von Thomas Cook im Terminal B ist allerdings verwaist. Die Airline Condor darf keine Fluggäste von Thomas Cook mehr annehmen. Auch Neckermann Reisen und Bucher Reisen gehört mit zum Konzern. Diese haben laut ihrer Internetseiten mit sofortiger Wirkung den Verkauf jeglicher Reisen gestoppt. Sie wollen ihre Kunden für den 23. und 24.09.2019 schnellstmöglich kontaktieren und bitten von einer Rückfrage im Callcenter abzusehen.

Inzwischen verlangen teilweise Hotels von ihren Gästen, die über Thomas Cook oder Neckermann Reisen sowie Bucher Reisen gebucht haben anscheinend Sicherheitszahlungen vor dem Auschecken, aus Angst, dass sie auf ihren Kosten sitzen bleiben. Reisebüros empfehlen hier auf keinen Fall diese Zahlungen durchzuführen bzw. das sich betroffene Reisende unbedingt mit ihren Reiseveranstaltern in Verbindung setzen. 

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