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Großhandel Niedersachsen und Bremen: Kein Durchbruch in Tarifverhandlungen

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ver.di ver.di

HANNOVER. Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten im niedersächsischen und bremischen Großhandel endete am heutigen Donnerstag, 20. Juni, in Hannover ohne Fortschritte. In der Folge kündigte ver.di weitere Streiks an.

ver.di fordert für die mehr als130.000 Beschäftigten im Großhandel Niedersachsens und Bremens weiterhin eine Lohnerhöhung um 180 Euro (mindestens jedoch 6,5 Prozent). Die Laufzeit des den neuen Tarifvertrags soll 12 Monate betragen.Die Arbeitgeber legten lediglich ein leicht verbessertes Angebot vor. Es sieht Lohnsteigerungen von 2,0 Prozent im Jahr 2019, weiteren 1,0 Prozent im Jahr 2020 und eine Laufzeit von 24 Monaten vor.

„Einerseits beklagen die Unternehmen die Streiks, andererseits legen sie weiterhin inakzeptable Angebote vor“, kritisiert ver.di Verhandlungsführer David Matrai. „Diese Verweigerungshaltung hilft keinem“, so der ver.di-Vertreter weiter. „Wir werden nun den Druck auf die Unternehmen erhöhen, um einen Durchbruch in der nächsten Verhandlung zu ermöglichen.“

In den letzten Wochen hatten bereits die Belegschaften der Edeka Lagerstandorte, der Pharmahändler Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare sowie des Lebensmittelhändlers Metro gestreikt.Die nächste Verhandlung findet am 05. Juli in Hannover statt.

Von der Tarifrunde betroffen sind über 120.000 Beschäftigte in Niedersachsen und über 13.000 in Bremen. Zu den Teilbranchen gehört der Groß- und Außenhandel (darunter etwa das Unternehmen Metro und die Unternehmen des Pharmagroßhandels) sowie der Genossenschaftliche Großhandel (hierzu zählen vor allem dieLagerstandorte von Edeka, von denen aus die Edeka Märkte beliefert werden).

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