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Streiks für höhere Löhne im Einzelhandel

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Warnstreikaufruf ver.di (C) Ulrich Stamm Warnstreikaufruf ver.di (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte des Einzelhandels im Rahmen der aktuellen Tarifrunde zu Warnstreiks aufgerufen. In den ersten Verhandlungsrunden hatte es keine Annäherung zwischen den Tarifparteien gegeben. 

An den Warnstreiks werden sich am heutigen 24. Mai Beschäftigte unter anderem aus folgenden Betrieben beteiligen: in Hannover Kaufhof an der Marktkirche sowie am Ernst-August-Platz, alle H&M Filialen, Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports, ZARA und IKEA am Expo Park

Ob in einigen Betrieben der Warnstreik am Folgetag fortgesetzt wird, entscheiden die Streikenden in einer Versammlung am Nachmittag.Gemeinsame Aktionen von Streikenden werden am 24. Mai zwischen 11:50 und 12:45 Uhr auf der Georgstr. in Hannover, Nähe Schillerdenkmal, stattfinden.

ver.di fordert für die Beschäftigten des Einzelhandels eine Erhöhung der Einkommen um 1 Euro pro Stunde und ein tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro im Monat. Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlung kein Angebot vorgelegt.

Bei Kaufhof hat der Arbeitgeber den Tarifvertrag komplett gekündigt und will dazu noch Stellen streichen.

„Die Beschäftigten im Handel erarbeiten tagtäglich die Gewinne der Unternehmen“, betont Juliane Fuchs, ver.di Gewerkschaftssekretärin. „Dafür verdienen sie eine Bezahlung, die zum Leben reicht und im Alter nicht zu Armutsrenten führt – davon sind wir derzeit weit entfernt!“ empört sich die Gewerkschafterin. Aber es gibt noch ein weiteres Problem „Die Beschäftigten im Einzelhandel Niedersachsens und Bremens sind den Arbeitgebern scheinbar noch weniger wert als in anderen Bundesländern. Es ist beschämend und respektlos gegenüber den Beschäftigten und ihrer täglichen Leistung, dass die Arbeitgeber noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt haben, im Gegensatz zu anderen Tarifgebieten“, kritisiert Sebastian Triebel, ver.di Gewerkschaftssekretär. „Das beantworten die Beschäftigten nun mit Arbeitskampf, um endlich Bewegung in die Tarifrunde zu bringen“, so Triebel.

Der nächste Verhandlungstermin für den Einzelhandel ist für den 17. Juni vereinbart.

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