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HANNOVER. Um Punkt 13 Uhr wurde es plötzlich still in der Culemannstraße hinter dem Rathaus. Wo eben noch fröhliche Musik aus Lautsprechern plärrte und bunt kostümierte Menschen schon einmal  fröhlich winkten, war plötzlich Ruhe. Hannovers Jecken legten eine Schweigeminute für die Opfer von Hanau ein. Zehn Minuten später fiel heute Mittag (22. September) dann  der fröhliche Startschuss zu Hannovers Karnevalsumzug. An der Spitze der Narren: Der neue Oberbürgermeister Belit Onay, auch der Ratsvorsitzende, der 1. Bürgermeister Thomas Hermann war mit dabei. Da regnete es viel Kamelle auf das Pflaster und die kleinen Zuschauer am Rand gingen emsig auf Beutezug. Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel war bei dem karnevalistischen Treiben gut vertreten. Die Eugenesen aus Mittelfeld und die Döhrener Karnevalsvereine Funkenartillerie Blau-Weiß, HFG und das Hannoversche Carneval Corps beteiligten sich mit eigenen Wagen.


Karnvealsumzug in Hannover

Hannovers OB Belit Onay bekommt einen Orden


v.l. Hannovers OB Belit Onay, Karnevalschef Ronny Jackson und 1. Bürgermeister Thomas Hermann

Döhrens Prinz Karneval

Das Kinderprinzenpaar von Hannover



Die Minis von den Eugenesen

Die Eugenesen nahmen Hannovers Baustellen auf’s Korn. Frei nach Hermann Löns: »Es ist doch mein altes Hannover, Ich kenne es wieder: sie buddeln noch!«








Baller-Kalle war auch mit dabei








HANNOVER. „Die städtische Fläche vor dem Döhrener Freizeitheim macht einen eher abweisenden und traurigen Eindruck. Ein Begrünungskonzept könnte hier Insekten und Vögel anlocken, aber auch den Besuchern des Freizeitheimes eine verbesserte Aufenthaltsqualität auf dem Gelände ermöglichen, sowie den gesamten Gebäudeeindruck optisch aufwerten“, meinte die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren und Wülfel. Auf der jüngsten Sitzung des Gremiums im Freizeitheim Döhren beantragten sie,  dass „die Verwaltung ,,,  gebeten (wird), zeitnah ein Konzept zur Aufwertung des Eingangsbereiches und der Grünfläche vor dem Freizeitheim Döhren zu erstellen, und dieses möglichst noch in diesem Jahr umzusetzen. Denkbar wären neben der Aussaat bienenfreundlicher Blumen auch die Aufstellung von Blumenkübeln, die Errichtung von Hochbeeten sowie die Aufstellung von 1-2 Bänken.“

 Das Thema wird die Ortspolitiker im März noch einmal beschäftigen. Die Christdemokraten meldeten weiteren Beratungsbedarf und so wurde der Antrag in die nächste Sitzung vertagt.

 Einstimmig beschlossen wurde hingegen ein weiterer Antrag der Sozialdemokraten. Darin wird die Verwaltung aufgefordert dem Bezirksrat Döhren-Wülfel einen verbindlichen Terminplan für die Einrichtung des seit 2017 geforderten und beschlossenen Fahrradweges anstelle des unbefestigten Weges entlang des Bahndamms von der Friedhofsallee in Richtung Hoher Weg vorzulegen. Sven Rühmeier: „Im April 2017 wurde ein Antrag der SPD beschlossen, den bislang unbefestigten Weg entlang des Bahndammes von der Friedhofsallee in Richtung hoher Weg zu einem beidseitig befahrbaren Fahrradweg auszubauen. Seitdem plant die Verwaltung.“

 Ebenfalls geschlossen  wurden Anträge der Fraktion der Grünen verabschiedet. „Die Verwaltung wird aufgefordert, Maßnahmen einzuleiten, die zu einem geregelten Abstellen von E-Rollern im Bezirk Döhren-Wülfel (und darüber hinaus im gesamten Stadtgebiet) führen. Sinnvolle Maßnahmen wären etwa die Definition und Kennzeichnung von Bereichen, in denen die Leih-Roller ausschließlich abgestellt werden dürfen, oder andere Vorgaben zur Art des Abstellens. Nach dem Vorbild der Stadt Düsseldorf soll das Abstellen in bestimmten Bereichen, etwa in Naturschutzgebieten, auf Spielplätzen und Friedhöfen untersagt sein (wie schon jetzt in Grünanlagen)“, heißt es in einem Antrag.

 Ein Blinklicht in Mittelfeld lag den Grünen ebenfalls am Herzen und fand Zustimmung auch der anderen Parteien. Michael Rinker forderte  „am Fußgängerüberweg (kein Scherz: im Originaltext des Antrages heißt es tatsächlich Fußgänger*innen-Überweg) am Brunnentreff zwischen den Haltestellen der Buslinie 124 auf der Straße Am Mittelfelde gelb blinkende Warnlichter zu installieren, um Autofahrer*innen auf die querenden Fußgänger aufmerksam zu machen.

 Und auch die Anträge der CDU-Fraktion passierten das Gremium mit den Stimmen aller Parteien. Wichtigstes Thema der Christdemokraten: „die geplante Sanierung der Schultoiletten der Grundschule Beuthener Straße soll unverzüglich umgesetzt werden. Fraktionschefin Gabi Jakob beschrieb sehr drastisch ihre Geruchseindrücke bei einer Begehung der Schule und forderte: „Bis zum Ende der Sanierungsarbeiten ist die olfaktorische Belästigung regelmäßig mittels spezieller Reinigung zu minimieren.“

HANNOVER. Radrennbahn, Spielplatz, Fußgängerampel, Rattenköder und ein Bauprojekt: Die Politiker des Bezirksrates Döhren-Wülfel zeigten auf ihrer jüngsten Sitzung gestern Abend (20. Februar) im Freizeitheim Döhren viel Wissendurst.

 Vergiftete Rattenköder in der Leineaue: Gerhard Sommerkamp von der CDU-Fraktion wollte wissen, ob weiterhin vergiftete Rattenköder im Bereich des Regenrückhaltebeckens neben der Brücke des Südschnellweges in der Leineaue notwendig sind. „Ja“ lautete die Antwort der Stadt, den Ratten gibt es dort immer noch. Die Köder seien so gestaltet, das freilaufende Hunde diese nicht aufnehmen können. Nur Ratten und Mäuse kommen danach an sie heran.

 Unbeantwortet blieb eine Anfrage der Sozialdemokraten. Die SPD hatte erfahren, „dass der Betreiber der Hotelanlage Wienecke XI an der Hildesheimer Straße 380 einen Erweiterungsbau mit offenbar 5 ½ Geschossen auf der Fläche zwischen den einstigen Wülfeler Brauerei-Gaststätten und dem „Jägerhaus“ plant.“ Nun wollten die Genossen wissen, was dort überhaupt baurechtlich zulässig ist. Verwaltungssprecherin Gundala Ohlhorst musste indes passen. „Aus der Fachverwaltung liegt noch keine Antwort vor“, sagte sie. Jetzt will Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner das Thema im März erneut auf die Tagesordnung setzen.

 Zwar eine Antwort, aber keine befriedigende Antwort wurde aufgrund einer weiteren Anfrage der SPD verlesen. „Die Straßenkreuzung Hildesheimer Straße, Wilkenburger Straße / Behnstraße in Wülfel, hat lediglich im Süden einen ampelgeregelten Fußgängerübergang über die Hildesheimer Straße. Auf der Nordseite dürfen offiziell jedenfalls nur Radfahrer zusammen mit den Autos die Hildesheimer Straße queren. Für Passanten, die aus Richtung Mömax auf die andere Seite Richtung KFC und Mediamarkt wechseln wollen (oder umgekehrt), bedeutet dies die Querung dreier Straßen und entsprechende Umwege. Sie müssen erst die Behnstraße queren, dann die Hildesheimer Straße auf der Südseite und dann die Wilkenburger Straße mit den jeweiligen Wartezeiten an der Ampel. Diese Verbindung ist für Fußgänger unzumutbar.  Fußgänger sind leider bislang die am geringsten geachteten Verkehrsteilnehmer (obwohl am klimafreundlichsten) und werden oft gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern benachteiligt. Dies sollte geändert werden“, sagte Brigitta Miskovic.

 Der Bedarf für eine Querung auf der Nordseite sei nicht gesehen worden“,  hieß es zur Begründung und eine Änderung der Verkehrsführung würde einen kostenträchtigen Umbau der Kreuzung bedingen. Das konnten die Politiker nicht nachvollziehen. Die nördliche  Radwegefurt ist breit genug, um dort auch Fußgänger zuzulassen“, argumentierten sie.

 Daneben hatten sich die Sozialdemokraten den etwas ärmlichen Spielplatz am Gundelachweg (Mittelfeld) angenommen, Hier wurde von der Verwaltung versprochen, dass neue Ersatz-Fußballtore im Frühjahr 2020 aufgestellt werden. Auf Antrag der CDU wollen sich die Politiker trotzdem den Spielplatz im Rahmen eines Ortstermins noch einmal ganz genau ansehen.

 Der Parkplatz der Radrennbahn kann bei Bedarf von Veranstaltern aus der benachbarten Schießsportanlage zur Nutzung angemietet werden, erfuhren die Grünen auf eine entsprechende Anfrage hin. Interessant eine weitere Bemerkung der Stadt: Danach befindet sich ein neues Interessenbekundungsverfahren für die Nachnutzung der alten Radrennbahn Wülfel  in Vorbereitung.

Hannover. Der Bebauungsplan für ein neues Autohaus an der Stadtgrenze zu Laatzen ist auf dem Weg. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel stimmte auf seiner Februarsitzung gestern Abend (20. Februar) im Freizeitheim Döhren dem Planentwurf ohne Gegenstimme zu. VW will seinen Service (Werkstatt und Verkauf) vom bisherigen Standort Bischoff & Hamel weiter nach Süden verlagern. Zunächst ist eine Betriebszeit von 15 Jahren angepeilt – auf Veränderungen im Automobilsektor reagieren zu können, wie es hieß. Auf dem Flachdach sollen Autos ausgestellt werden, die im Dunkeln dann auch beleuchtet sind. Auf Nachfrage seitens der SPD-Fraktion hieß es aber, dass der Lichtschein eng begrenzt sei und Lampen verwendet würden, die insektenverträglich seien. Weil sich in einer ausgehobenen Grube Libellen angesiedelt haben, werde nun auch geprüft, ob an der Rückseite des Grundstücks ein neuer Libellenteich angelegt werden muss, sagte Stadtplaner Dr, Hans-Heiner Schlesier auf eine entsprechende Frage seitens der Grünen. Bemerkenswert: Volkswagen hält sich die Option offen, an sieben Tage der Woche bis spät in die Nacht dort für den Kunden da zu sein.

 Weiteres Bauvorhaben: Das Vital-Quartier in Mittelfeld. Darum ging es, als sich die neue Geschäftsführung der Diakovere vorstellte. Stefan David zeigte, dass er nicht nur etwas von wirtschaftlichen Dingen versteht, sondern auch von Computern. Er brachte mit einigen Handgriffen Laptop und Beamer in der Bezirksratssitzung zum Laufen, nachdem die Vertreter der Stadt es nicht geschafft hatten. Sein Kollege Pastor Uwe Mietzko stellte noch einmal das sogenannte Vitalquartier vor. Unter anderem soll zwischen den Neubauten auch eine integrative Kindertagesstätte mit 60 Plätzen geschaffen werden.

 Alles klar: Zwei neue Straßen im Grenzbereich von Mittelfeld und Bemerode können nun getauft werden. Die Ortspolitiker waren mit den Namensvorschlägen aus dem Nachbarbezirk einverstanden. Die Namen: „Auf dem Bassel“ und „Vera-Rubin-Straße.“

 Einstimmig votierte der Bezirksrat auch für den städtischen Vorschlag zu den Zuwendungsverträgen für die Stadtteilkulturarbeit. Allerdings, so merkte die SPD an, sei es schon verwunderlich, dass etwa das Kulturbüro in der benachbarte Südstadt mit rund der doppelten Summe geförderte werde, als die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld, obwohl die „doch auch sehr gute Arbeit macht“.

HANNOVER.

Ehrung und ein Ständchen zum Abschied. Hans-Joachim-Pohl war ein Vierteljahrhundert lang Vorsitzender des Fördervereins des Ansgarhauses und damit auch Aufsichtsratsmitglied. Nun gibt er dieses Amt auf. Während des diesjährigen Patronatsfestes gestern Abend (13. Februar)  dankten Ansgarhaus-Heimleiterin Martina Pfennig  und Brigitte Köhler Hans-Joachim  Pohl  den ältere Döhrener noch als Leiter der Sparkassenfiliale in der Bernwardstraße kennen – für seine 25jährige mit einer Ehrenadel, der dazugehörigen Urkunden und einen schönen Blumenstrauß. Als Überraschung rief dann Martina Pfennig die Sängerinnen des Ansgar-Chores nach vorn, die den Jubilar ein Ständchen brachten.

 Traditionell stehen die Auszeichnungen für langjährige Mitarbeiter im Mittelpunkt des Patronatsfestes. Für eine zehnjährige Tätigkeit im Ansgarhaus wurden in diesem Jahr Sabine Sorge aus dem Pflegebereich und der Koch Patrick Kretschmer geehrt.

  Zum Gedenken an den Namenspatron des ökumenischen Altenzentrums an der Olberstraße in Döhren laden Aufsichtsrat und Heimleitung schon seit fast 30 Jahren immer im Februar eines jeden Jahres Heimbewohner, Förderer und Freunde aus dem Stadtbezirk zu einem mehrgängigen Festessen ein. Dabei wird auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und natürlich auch vorsichtig nach vorn in das aktuelle Jahr geschaut. „Ansgar war Missionar und brachte den Menschen die Botschaft, dass Gott ihnen einen Platz bietet. Und auch das Ansgarhaus bietet Menschen einen Platz“, sagte Pfarrer  Thomas Berkefeld in einer Ansprache, bevor Pastor Dr. Michael Wohlers ein kurzes Tischgebet sprach. Dann wurde Entenbrust mit Kroketten und Romanesco serviert. Unter den Ehrengästen waren wieder eine Reihe von Vertretern aus dem Bezirksrat Döhren-Wülfel mit Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner an der Spitze. "Meine Kollegen aus allen Fraktionen des Bezirksrates und ich kommen immer wieder sehr gern hierher- und das liegt nicht nur an der ganz phantastischen hauseigenen Küche. Nein, wir kommen gern hierher, weil hier statt des überall in der Gesellschaft beklagten Gegeneinander immer ein Miteinander spürbar ist. Weil in diesem Haus ein ganz besonderer Geist herrscht. Weil Sie die Ökumene eben nicht nur im Namen tragen, sondern sie in diesem Haus auch leben. Und das nun schon über vier Jahrzehnte", sagte die Bezirksbürgermeisterin in ihrem Grußwort.


Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner überbrachte die Grüße des Bezirksrates

v.l.: Sabine Sorge, Patrick Kretschmer, Martina Pfennig und Hans-Joachim Pohl

Hans-Joachim Pohl wird geehrt

Martina Pfennig dirigiert den Ansgar-Chor

Am Bezirksratstisch

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