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HANNOVER.

 

Organisations- und Personalausschuss tagt öffentlich

Am Donnerstag, 30. September, findet um 14 Uhr im Ratssaal, Neues Rathaus, Trammplatz 2, eine öffentliche Sitzung des Organisations- und Personalausschusses statt.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen wird dringend empfohlen. Besucher*innen werden gebeten, die Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten zu beachten.

 

HANNAH ARENDT TAGE „Fragil? Stabil?“ - die Lage der Demokratie im Jahr 2020

Das Thema der HANNAH ARENDT TAGE 2020 ist zurzeit aktueller denn je. Vom 6. bis zum 10. Oktober, stellen die Macher*innen der Veranstaltungsreihe unter anderem folgende Fragen zur Diskussion: „Wie fragil ist unsere Demokratie, und was braucht es, um ihre Stabilität zu stärken?“ oder „Wie können wir die Anziehungskraft des Populismus brechen und dieser Ideologie eine plurale, demokratische Zukunftsvision entgegensetzen?“

Im Rahmen eines Pressegesprächs im Ballhof Eins stellte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay das vielfältige Programm vor und betonte, worum es in den HANNAH ARENDT TAGEN geht: „Populismus, Nationalismus und Rassismus - unsere Demokratie ist zurzeit vielen Bedrohungen ausgesetzt. Sie ist zerbrechlich, wenn wir uns nicht unermüdlich und solidarisch für sie einsetzen.“

Der Ort für das Pressegespräch wurde nicht umsonst gewählt: Am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, feiert dort die musikalische Inszenierung „Grundgesetz – In Concert“ ihre Premiere. Die Regisseurin Friederike Schubert erforscht gemeinsam mit Schaupieler*innen und einer Liveband die Bedeutung dieses grundlegenden Textes, der im vergangenen Jahr 70 Jahre alt geworden ist und den kaum jemand komplett gelesen hat. Aus diesem Grund ist das Theaterstück „Grundgesetz – In Concert“ eine wunderbare Bereicherung der diesjährigen HANNAH ARENDT TAGE. Ist doch das Grundgesetz das Fundament für unsere Gemeinschaft, für unsere Demokratie.

Unsere Grundrechte wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Gleichheit, Glaubens-­ und Meinungsfreiheit sind für uns heute selbstverständlich. Aber diese Selbstverständlichkeit muss neuen Auslegungen und Angriffen standhalten. Grund genug für Sonja Anders, Intendantin am Schauspiel Hannover, sich dem Thema zu widmen: „Gerade in Zeiten von zunehmendem Nationalismus und Populismus ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Grundwerten unserer Demokratie unerlässlich. Mit „Grundgesetz – In Concert“ geht das Schauspiel Hannover spielerisch und musikalisch diesem wichtigen Text auf den Grund. Und ich bin sicher, Hannah Arendt hätte ihre Freude daran.“

Auch in der neuen coronabedingten Realität bleiben der Diskurs und der direkte Austausch zwischen dem Publikum und den Referent*innen im Vordergrund, deswegen finden die HANNAH ARENDT TAGE in diesem Jahr in „hybrider“ Form statt – mit persönlichen Begegnungen, Livestream-Übertragungen und Aufzeichnungen, die im Nachgang zu sehen sind. Sämtliche Zugänge zu den Online-Veranstaltungen sind ab Montag, 5. Oktober, auf hannah-arendt-hannover.de zu finden.  

Am Eröffnungstag lädt Pierre Rosanvallon, emeritierter Geschichtsprofessor am Pariser Collège de France, alle Interessierten dazu ein, über Populismus nachzudenken. Der Vortrag und die anschließende Diskussion finden nicht wie geplant als Präsenzveranstaltung, sondern als öffentliche Zoom-Konferenz online statt.

Am 7. Oktober hält Prof. Dr. Dieter Thomä, der Philosophie an der Universität St. Gallen lehrt, ein Plädoyer für ein Wir-Gefühl. Ohne die gemeinsame Lust am Gestalten und wenn jede*r nur an sich selbst denkt, droht die Demokratie zu zerfallen.

Erstmals gehen die HANNAH ARENDT TAGE auf Reisen. Ziel ist die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Die Schau folgt Arendts Blick auf das 20. Jahrhundert entlang 16 zeithistorischer Themenpunkte und macht deutlich, warum die Stellungnahmen der in Hannover geborenen Denkerin auch heute noch die Diskurse prägen. 

Ein weiteres Highlight ist die Hannah-Arendt-Lecture "Seit ein Gespräch wir sind" in der Villa Seligmann. Marie Luise Knott, Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin, referiert über Hannah Arendts Suche nach Grundlagen für eine neue politische Moral und deren persönliche Verantwortung.

Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe ist der Abschlussdialog im Xplanatorium im Schloss Herrenhausen. Referent*innen Prof. Dr. Naika Foroutan und Linda Teuteberg (MdB, FDP) sprechen über das zentrale Versprechen einer Demokratie, Pluralität und Parität zu verbinden, und stellen die Frage, ob es gelingen kann, dieses Versprechen wirklich umzusetzen.

In Kooperation mit der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung ist eine interaktive Entdeckungstour zu Orten der Demokratie im Angebot zu finden, die sich an Jugendliche, aber auch an Erwachsene richtet.

Alle Details zu diesen und weiteren Programmpunkten der HANNAH ARENDT TAGE 2020 finden Sie im Flyer und online unter www.hannah-arendt-hannover.de

Bitte beachten: Anmeldungen sind nur noch für die Aktion „Spot on“ und die Fahrt nach Berlin zur Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ möglich. Tickets für die Theateraufführung sind ebenfalls noch erhältlich. Bei allen Veranstaltungen – bis auf die Theateraufführungen – ist der Eintritt frei.

 

 

Oberbürgermeister Belit Onay bestärkt „Fridays for Future“-Aktivisten

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay bestärkt die Aktivist*innen der „Fridays-for-Future“-Demonstration am 25. September. Er begrüße den Einsatz für den Klimaschutz auch in Zeiten der Corona-Pandemie und betont, wie wichtig dieser Einsatz sei, heißt es in einer Mitteilung. An diesem Freitag (25. September) finden stationäre Kundgebungen an neun Orten in Hannover statt.

Für den 25. September, ab 12.30 Uhr, haben die Aktivist*innen von „Fridays for Future“ auch einen Globalen Klimastreik in Hannover organisiert. Mit einem coronakonformen Hygienekonzept demonstrieren die Teilnehmenden für eine Energie- und Verkehrswende. Unter dem Motto „#KeinGradWeiter“ sollen neun stationäre Kundgebungen im Stadtgebiet stattfinden. Zu den Standorten zählen der Friedrichswall, der Aegidientorplatz, der Schiffgraben, der Königsworther Platz, die Schloßwender Straße, das Leibnizufer, die Berliner Allee, die Raschplatzhochstraße und die Hamburger Allee.

Oberbürgermeister Belit Onay schätzt das Engagement der Teilnehmenden, sich auch während der Corona-Krise für das Klima einzusetzen. „Die Covid-19-Pandemie stellt uns alle vor eine globale Herausforderung - doch das tut der Klimawandel auch. Es ist dementsprechend wichtig, dass auch in diesen Zeiten die Themen Klima- und Umweltschutz nicht an Bedeutung verlieren. Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen für eine bessere Zukunft auf die Straße gehen.“

 

Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) fördert Projekte zur Jugendbeteiligung

Die Entscheidung zum diesjährigen Ideenwettbewerb des Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) ist gefallen. Thema dieses Jahres war „Mach mit! Junge Menschen gestalten Integration in Hannover“. Mit der diesjährigen Themenwahl sollten Jugendliche motiviert werden, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Diese Rechnung ging auf: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist im Juni gingen 30 Anträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 550.000 Euro ein. Die GFZ-Jury empfahl dem Internationalen Ausschuss die Förderung von 13 Projekten, die zur Durchführung Zuwendungen in Höhe von insgesamt 135.000 Euro erhalten sollen – der Ausschuss stimmte zu und legte damit die Weichen für mehr Jugendbeteiligung in der Stadt.

Von den vielen Antragssteller*innen konnte unter anderem Keliane Rosanda mit ihrem Projekt „Black lives matter“ die Jury überzeugen. An dem Projekt nehmen junge Menschen im Alter von 20 bis 26 Jahren teil, um gemeinsam über das Thema Rassismus aufzuklären. Ihr Anliegen ist es, ihren Mitbürger*innen zu helfen, sensibler und aufgeklärter an dieses Thema heranzugehen. Sie fordern zum Beispiel, dass Unternehmen bei Personalentscheidungen stärker auf Diversität achten, und dass Schulen besser über Rassismus und Kolonialgeschichte aufklären. Durch die Gestaltung von vier Kulturtagen durch Jugendliche soll ihr Lebensgefühl in Form von Tanz, Gesang und weiteren Performances präsentiert werden. Aufgrund der Covid 19-Einschränkungen sind auch Online-Diskussionen und Beiträge über Youtube geplant. Ziel ist eine größere öffentliche Präsenz von Menschen mit dunkler Hautfarbe und eine Sensibilisierung zum Thema Rassismus. Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich mitteilen können und in öffentlichen Diskussionen und Debatten Gehör finden.

Zu den ausgewählten Projektträger*innen gehören nicht nur Vereine und Verbände, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Jugend, die an der Überarbeitung des Lokalen Integrationsplans (LIP) mitwirkt. Diese setzt sich für die Einführung unabhängiger Antidiskriminierungsstellen in Bildungseinrichtungen ein, die von jungen geschulten Menschen geführt werden sollen. Betroffene erhalten einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung vor Ort.

Der GFZ-Ideenwettbewerb findet seit 2009 jedes Jahr statt und soll das zivilgesellschaftliche Engagement in der Stadt stärken. Eine vollständige Auflistung der zu fördernden Projekte finden Sie hier: www.hannover.de/Ideenwettbewerb

 

 

 

HANNOVER

Versammlungen der Fridays-for-Future-Initiative verlaufen ohne bekannte Zwischenfälle - erwartete Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Polizeidirektion Hannover hat eine positive, vorläufige Bilanz der heutigen Einsatzmaßnahmen bezüglich mehrerer Versammlungen in der Innenstadt gezogen.

Gleich an acht Orten auf dem Cityring ist die hannoversche Fridays-for-Future-Initiative am Freitag, 25.09.2020, mit Versammlungen einem weltweiten Aufruf gefolgt. In der Folge ist der innerstädtische Verkehr über mehrere Stunden beeinträchtigt worden.

Bei der Versammlungsbehörde der Polizeidirektion Hannover waren für den heutigen Tag acht Versammlungen im Zusammenhang mit der Fridays-for-Future-Bewegung mit einer Teilnehmerzahl von je 2.000 angezeigt worden. Insgesamt wurden an allen Orten 3.000 Teilnehmer gezählt. Die Polizei gewährleistete die sichere und ordnungsgemäße Durchführung der Versammlungen. Dabei wurde auch auf die Einhaltung der geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geachtet. Die Polizei verzeichnete im Zusammenhang mit den versammlungsrechtlichen Aktionen keine besonderen Vorkommnisse.

Allerdings kam es aufgrund der Sperrung von mehreren bedeutenden Knotenpunkten auf dem Cityring seit 10:00 Uhr zu Verkehrsstörungen. Autofahrer waren gebeten worden, den Cityring weiträumig zu umfahren.

 

Linden-Mitte: Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte bei Unterstützung von Zwangsvollstreckung

 

Eine 58-jährige Frau hat am Donnerstag, 24.09.2020, am Rande einer geplanten Zwangsvollstreckung hinzugerufene Polizeibeamte angegriffen.

Zuvor hatte die Frau einer Gerichtsvollzieherin den Zutritt zu einem Objekt verwehrt. Als der Schlüsseldienst die Tür geöffnet hat, reagierte die Frau aggressiv und leistete Widerstand gegen die folgenden polizeilichen Maßnahmen. Nach ersten Erkenntnissen wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung am Donnerstag gegen 15:15 Uhr in die Fössestraße gerufen. Eine Gerichtsvollzieherin des Amtsgerichts Hannover hatte die Polizei um Amtshilfe gebeten, da ihr eine 58-Jährige den Zutritt zu einem dortigen Gebäude verwehrte. Nachdem die Beamten der Frau die Rechtsgrundlagen erläutert hatten und ein hinzugezogener Schlüsseldienst die Tür geöffnet hatte, reagierte die Frau aggressiv und stellte sich vor die geöffnete Tür. Da sie auch auf Androhung von polizeilichen Zwangsmaßnahmen nicht reagierte, ergriffen die Beamten ihre Arme und führten sie von der Tür weg. Die Frau versuchte sich zu befreien und trat mehrfach in Richtung der Beamten. Einem 29 Jahre alten Polizisten biss sie zudem in den Arm.

Er wurde dadurch leicht verletzt. Auch im weiteren Verlauf des Einsatzes leistete die Frau erheblichen Widerstand und trat erneut mehrfach in Richtung der Einsatzkräfte. Um weitere Störungen der polizeilichen Maßnahmen und Straftaten zu verhindern, kam die Frau ins Polizeikommissariat Limmer.

Dort verblieb die 58-Jährige bis zur Feststellung ihrer Personalien. Gegen die Frau wurden gleich mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

 

Widerstand und versuchte Gefangenenbefreiung bei Kontrolle am Ihmeufer

 

Bei einer Personenkontrolle hat ein 25-jähriger Mann in der Nacht zu Freitag, 25.09.2020, erheblichen Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet. In der Folge hat ein zweiter Mann in die Auseinandersetzung eingegriffen und versucht den 25-Jährigen zu befreien. Nach einer kurzzeitigen Flucht ist auch der 33-Jährige gestellt worden. Der Einsatz war von zahlreichen Schaulustigen beobachtet und kommentiert worden.

Nach ersten Erkenntnissen war die Besatzung eines Funkstreifenwagens am Freitag gegen 0:45 Uhr auf den 25-Jährigen im Bereich Peter-Fechter-Ufer aufgrund eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufmerksam geworden. Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, zeigte sich dieser aggressiv und schubste schließlich einen der Beamten. In der Folge sollte der 25-Jährige zu Boden gebracht werden, um einen erneuten Angriff auf die Beamten zu verhindern.

Währenddessen löste sich jedoch ein 33 Jahre alter Bekannter des Mannes aus einer etwa 30-köpfigen Personengruppe, die den Polizeieinsatz beobachtete, kommentierte und zum Teil auch filmte. Der 33-Jährige zeigte sich ebenfalls aggressiv und stieß einen der Beamten zu Boden.

Es kam zu einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung, die durch zusätzliche Einsatzkräfte beendet werden konnte. Dabei versuchte der 33-Jährige in Richtung Ihmeufer wegzulaufen, konnte jedoch von der Polizei gefasst werden. Ein 31 Jahre alter Beamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.

Beide Männer kamen ins Verhinderungsgewahrsam und am frühen Morgen wieder auf freien Fuß. Bei dem 33-Jährigen ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 2,08 Promille. Eine Blutprobe wurde entnommen. Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Widerstands, versuchter Körperverletzung sowie versuchter Gefangenenbefreiung wurden eingeleitet.

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen haben am Freitag erneute Verluste verzeichnet. Der EuroStoxx (EURO STOXX 50) fiel zwischenzeitlich erstmals seit Mitte Juni wieder knapp unter die Marke von 3100 Punkten, am Ende konnte er sein Minus aber reduzieren. Mit 3137,06 Punkten ging er 0,71 Prozent tiefer aus dem Handel. Auf Wochensicht hat er 4,4 Prozent verloren - vor allem wegen des Kursrutsches am Montag.

Am Markt hieß es, die Börsen in Europa litten weiter unter den anhaltenden Sorgen um steigende Corona-Infektionszahlen sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Als maßgeblich galt dabei eine Rekordzahl neuer Fälle in Frankreich und den Niederlanden, schrieb Marktanalyst David Madden von CMC Markets. Allerdings konnten die hiesigen Börsen ihr Minus am Nachmittag reduzieren, mitunter weil der Handel in New York recht solide gestartet war.

Der französische CAC 40 verabschiedete sich 0,69 Prozent tiefer bei 4729,66 Punkten in das Wochenende. Der britische FTSE 100 hob sich derweil positiv ab, am Ende gewann er 0,34 Prozent auf 5842,67 Zähler. Börsianer argumentierten hier mit einer Gegenbewegung nach einer besonders schwachen Börsentendenz in London am Vortag.

Mit Blick auf die Branchenwertung gab es vor allem Verluste in den Sektoren Automobile, Banken und Öl/Gas mit Abschlägen von jeweils mehr als einem Prozent. Dabei sorgte der Teilindex der Bankenwerte Stoxx Europe 600 Banks mit einem zwischenzeitlich erreichten Rekordtief für Aufsehen. BNP Paribas waren im EuroStoxx mit fast 3 Prozent unter den größten Verlierern. Gleiches galt für die UBS-Aktien im Züricher Leitindex SMI.

Der Anfangs noch von den Virusängsten belastete Index der Freizeit- und Reisebranche drehte noch deutlich in die Gewinnzone. Nach einem früh erreichten Tief seit Anfang August schaffte er es letztlich noch mit mehr als 3 Prozent ins Plus. Als Treiber galten hier aber enthaltene Glücksspiel-Aktien wegen eines Berichts, wonach der Finanzinvestor Apollo am britischen Wettenanbieter William Hill interessiert sei. Dies sorgte in diesem Segment für allgemeine Übernahmefantasie. William Hill schossen in London um 43 Prozent hoch und Papiere der Wettbewerber GVC und Flutter Entertainment um 16 respektive 7 Prozent.

Im Tauziehen um die Übernahme des Abfallentsorgers Suez (Suez Environnement Company) will Konkurrent Veolia Environment (Veolia Environnement) sein Angebot für die Anteile des Energiekonzerns Engie (Engie (ex GDF Suez)) nachbessern. Während sich die Suez-Titel um 5,8 Prozent verteuerten, ging es für Veolia um 2,1 Prozent hoch. Bei Engie dagegen reagierten die Anleger verhalten, die Aktien gaben letztlich um 0,1 Prozent nach.

In Zürich büßten die Aktien von Julius Bär 1,4 Prozent ein. Im Rechtsstreit um verschollene DDR-Vermögen hat das Bankhaus auch vor dem Schweizer Bundesgericht den Kürzeren gezogen. Die Bank wurde nun endgültig zu einer Zahlung von rund 150 Millionen Franken verurteilt. Der Betrag ist allerdings durch eine Rückstellung gedeckt.

(Quelle:finanzen.net)

HANNOVER.

48-Jähriger für tot erklärt

Am Mittwoch, 23.09.2020, ist es gegen 21:30 Uhr im Bereich Marstall in Höhe der Knochenhauerstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Ein 48-jähriger Mann hat dadurch so schwere Verletzungen erlitten, dass der Hirntod festgestellt wurde.

 

Am Donnerstag, 24.09.2020, gegen 18:30 Uhr ist der Mann für tot erklärt worden. Die Polizei hat aufgrund dessen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

 

Erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen auf dem Cityring

Am Dienstag, 22.09.2020, hat die Polizeidirektion Hannover erste Informationen zu den für Freitag, 25.09.2020, angezeigten Versammlungen der Fridays-for-Future-Bewegung veröffentlicht. Aktuell liegen der Polizei in diesem Zusammenhang Anzeigen zu acht Versammlungen mit insgesamt rund 16.000 Teilnehmern vor. Auf dem Cityring ist mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Vor dem Hintergrund eines weltweiten Aufrufs hat auch die Fridays-for-Future-Initiative aus Hannover für Freitag von 12:30 Uhr bis 15:30 an acht verschiedenen Stellen auf dem Cityring Versammlungen mit insgesamt 16.000 erwarteten Teilnehmern angezeigt. Betroffen von den Versammlungen sind folgende Knotenpunkte: Aegidientorplatz, Friedrichswall, Leibnizufer, Königsworther Platz, Schloßwenderstraße/nördlicher Klagesmarkt, Hamburger Allee, Raschplatzhochstraße, Berliner Allee.

Aktuell erwartet die Polizeidirektion Hannover zu den Fridays-for-Future-Versammlungen 16.000 Teilnehmer. Aufgrund der Vor- und Nachbereitungen an den einzelnen Versammlungsorten wird in der Zeit von 10:00 Uhr bis mindestens 18:00 Uhr mit erheblichen Verkehrsstörungen auf dem Cityring und den Zufahrtsstraßen gerechnet.

Der Hauptbahnhof Hannover soll trotz der Verkehrseinschränkungen für den Kraftfahrzeugverkehr erreichbar bleiben. Aus Richtung Vahrenwalder Straße erfolgt die Zufahrt über Arndtstraße, Herschelstraße, Kurt-Schumacher-Straße.

 

Aus Richtung Bremer Damm ist der Hauptbahnhof über den Königsworther Platz, Otto-Brenner-Straße, Celler Straße, Herschelstraße und Kurt-Schumacher-Straße erreichbar.

 

Kraftfahrer, die aus Richtung der Ritter-Brüning-Straße kommen, nutzen die Gustav-Bratke-Allee, Humboldtstraße, Goethestraße, Goseriede und Kurt-Schumacher-Straße. Aus Richtung Hildesheimer Straße kann der Hauptbahnhof über den Schiffgraben, Berliner Allee und Lister Meile angesteuert werden. Auch hier müssen jedoch Behinderungen einkalkuliert werden.

Die Polizeidirektion Hannover bittet mit Nachdruck alle Bürgerinnen und Bürger, im aufgeführten Zeitraum öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder auf andere Alternativen zurückzugreifen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich die Behinderungen auch auf den Busverkehr auswirken werden. Autofahrer sollten zudem den Cityring weitläufig umfahren. Autofahrer können dabei auf die kostenlose und werbefreie App "NUNAV" zurückgreifen.

Die App navigiert stauvermeidend an den Sperrungen vorbei zum Ziel. Die Anwendung ist sowohl für iOS- als auch Android-Betriebssysteme verfügbar.

Weitere Versammlungen: Neben den angezeigten Veranstaltungen der Fridays-for-Future-Bewegung wurden der Polizeidirektion für diesen Freitag noch weitere Versammlungen angezeigt:

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland demonstriert von 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr auf dem Conrad-Wilhelm-Hase-Platz unter dem Motto "Aktiv gegen Umweltzerstörung - Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft". Hierzu werden 20 Teilnehmer erwartet.

Auf dem Opernplatz wollen von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr auf Initiative einer Privatperson freie Musiker auf ihre Situation aufmerksam machen. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 200 Teilnehmern.

Rund 15 Teilnehmer erwartet zudem eine private Initiative am Ernst-August-Platz/Ecke Bahnhofstraße zum "Protest gegen die Tierindustrie". Die Versammlung wurde von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr angezeigt.

 

Wunstorf: Raubüberfall scheitert - bislang unbekannter Täter flüchtet

Am Mittwoch, 23.09.2020, ist es zu einem versuchten Raubüberfall auf eine Gaststätte in Wunstorf gekommen. Ein bislang unbekannter Täter hat mit einem Messer einen 47 Jahre alten Wirt bedroht und Geld gefordert.

Dies hat der Wirt verweigert, der Täter ist daraufhin geflüchtet. Die Polizei sucht nun nach Zeugen dieser Tat.

Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der bislang unbekannte Täter zunächst als Gast im Lokal an der Bahnhofstraße in Wunstorf auf. Er verließ die Gaststätte und kehrte gegen 22:20 Uhr zurück, um einen vergessenen Rucksack zu holen. Unvermittelt zog er ein Messer und forderte vom Wirt die Herausgabe des Geldes. Der 47-Jährige kam dieser Aufforderung nicht nach, woraufhin der Täter in Richtung Bahnhof Wunstorf flüchtete.

Der Wirt wurde bei der Tat nicht verletzt. Er alarmierte umgehend die Polizei, die unverzüglich die Fahndung einleitete. Diese verlief jedoch ohne Erfolg. Nun erhofft sich die Polizei Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Der Täter wird von dem Wirt auf circa 30 bis 35 Jahre geschätzt. Er soll 1,80 Meter groß und schlank sein. Er hat lockiges dunkles Haar. Er sprach Hochdeutsch. Bei der Tat trug der Täter einen Pullover und eine Brille. Der Gesuchte hatte einen dunklen Rucksack mit weißen Streifen auf der Rückseite bei sich.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Täter geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

 

 

HANNOVER

Rat stimmt ab: Drei neue Köpfe für die Führungsriege der Stadtverwaltung

Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Hannover hat an diesem Donnerstag (24. September) über die Besetzung von drei Spitzenpositionen in der Stadtverwaltung entschieden. Der Rat wählte Lars Baumann (49) aus Hannover zum neuen Leiter des Dezernats für Personal, Digitalisierung und Recht. Zum neuen Leiter des Baudezernats wurde Thomas Vielhaber (59) aus Arnsberg gewählt. Neue Sozialdezernentin soll dem Ratsvotum zufolge die Hannoveranerin Sylvia Bruns (51) werden. Dem scheidenden Baudezernenten Uwe Bodemann dankte Oberbürgermeister Belit Onay ausdrücklich für dessen „großartiges Engagement“. Er habe Hannover geprägt.

Lars Baumann wird das Amt am 1. Oktober antreten, Sylvia Bruns beginnt zum nächstmöglichen Zeitpunkt und Thomas Vielhaber nimmt seine Arbeit im Baudezernat am 1. November auf.

Onay sieht die Stadtspitze künftig „hervorragend aufgestellt“. Es sei gelungen, „kompetente Köpfe für die Verwaltungsspitze zu gewinnen, die ausgewiesene Expertise und vielfältige Erfahrungen in ihren jeweiligen Ressorts mitbringen“, betonte der Oberbürgermeister.

Prof. Dr. Ing. Lars Baumann lehrt im Bereich Wirtschaftsinformatik und Verwaltungsinformatik an der Hochschule Hannover. Als Unternehmer ist er in der IT-Branche seit rund 20 Jahren als Berater aktiv und aktuell Geschäftsführer der probusiness Gruppe, die sich mit Organisationsentwicklung und agilem Projektmanagement befasst. 

Thomas Vielhaber (59) arbeitet in der Stadt Arnsberg als Planungs- und Baudezernent. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Diplom-Ingenieurs für Raumplanung gehören unter anderem nachhaltige Stadtentwicklung und Stadterneuerung, Baukultur, Wohnungs- und Wohnbauflächenpolitik sowie stadtverträgliche und integrierte Verkehrsplanung. Thomas Vielhaber wirkt in zahlreichen Arbeitsgruppen auf regionaler und überregionaler Ebene mit – so ist er etwa in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung berufen.

Die Politikwissenschaftlerin Sylvia Bruns ist Abgeordnete der FDP im Niedersächsischen Landtag. Als Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Verbraucherschutz der FDP-Landtagsfraktion bringt die Hannoveranerin ausgewiesene Expertise für das Sozialdezernat der Landeshauptstadt mit. Vor ihrem Einzug in den Landtag im Jahr 2013 war sie in leitender Funktion bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Hannover tätig. Sylvia Bruns kennt das Neue Rathaus. Von 2011 bis 2016 war sie Mitglied des Rates der Landeshauptstadt und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion.

Mit dem Antritt der neuen Dezernent*innen wird eine längere Zeit von Vakanzen in der Führungsriege der Stadtverwaltung zu Ende gehen. Die Mitarbeitenden der Verwaltung und die Dezernent*innen Sabine Tegtmeyer-Dette, Rita-Maria Rzyski, Konstanze Beckedorf, Dr. Axel von der Ohe und Uwe Bodemann hätten diese Situation gut im Griff gehabt, sagte Onay. Er bedankte sich für das „außerordentliche Engagement“.

„Ich bin mir sicher, dass es den neuen Dezernent*innen gelingt, entscheidende Impulse zu setzen“, erklärte Onay. Er sagte das auch im Hinblick auf die angestrebte Neugliederung der Stadtverwaltung und einen Neuzuschnitt der Dezernate. Das Konzept sieht sieben statt wie bisher sechs Dezernate vor. Der Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters wird verschlankt. Das sei die Antwort auf die Herausforderungen, vor denen die Stadt stehe, sagte Onay. Er meinte damit die Konsequenzen der Corona-Pandemie sowie die großen Projekte der Stadt wie etwa die Mobilitätswende, die Digitalisierung, die Verbesserung der Servicequalität oder die Kulturhauptstadtbewerbung.

 

Waldweg entlang der Kleestraße wird erneuert

Der städtische Forstbetrieb des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün erneuert derzeit den rund zwei Kilometer langen Waldweg in der nördlichen Eilenriede, der parallel zur Kleestraße verläuft. Begonnen wurde auf Höhe der Kapellenstraße. Die Sanierung erstreckt sich in den kommenden zwei bis drei Wochen bis zur Waldstation. Dabei werden die Mineralgemischdecken komplett erneuert. Der städtische Forstbetrieb führt die Arbeiten selbst aus, die Materialkosten belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Der Weg wird in kleinen Abschnitten kurzfristig gesperrt. Falls Eingänge von der Kleestraße in den Wald vorübergehend gesperrt werden müssen, wird örtlich umgeleitet.

 

Neue Holzbrücke

Zeitgleich mit den Wegearbeiten wird in den ersten Oktober-Tagen eine alte Holzbrücke, die in Höhe Crappiusstraße von der Kleestraße in den Wald führt, gegen eine neue ausgetauscht. Die neue Brücke wurde aus Eichenholz, das aus der Eilenriede stammt, auf einem städtischen Betriebshof vormontiert. Am neuen Standort werden die Bauteile nur noch verschraubt. Dadurch kann die Zeit der Brückensperrung auf wenige Tage begrenzt werden.

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