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HANNOVER

Roter Faden wird ausgebessert

Der Rote Faden, der in der Innenstadt die Sehenswürdigkeiten verbindet, wird im Laufe dieser Woche punktuell überarbeitet, um ihn wieder besser sichtbar zu machen. Schwerpunkte sind dabei der Ballhofplatz, der Bereich vor dem Neuen Rathaus, das Marstalltor, der Johann-Trollmann-Weg und der Abschnitt vom Platz der Weltausstellung bis Bahnhofstraße. Insgesamt werden rund 500 Meter des Roten Fadens sowie acht Ziffern, fünf Symbole und vier Pfeilspitzen ausgebessert. Möglich wurden die Arbeiten durch das kurzfristige Angebot der Maler- und Lackiererinnung Hannover, die die Ausbesserung kostenfrei übernimmt. Ausgeführt werden die Malerarbeiten durch Auszubildende der Ausbildungsakademie der Innung sowie angeschlossener Unternehmen.

„Wir danken der Innung um Friedrich Stöter und den Auszubildenden für ihren engagierten Einsatz sehr“, sagt Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

„Der Rote Faden ist ein hervorragendes touristisches Angebot in Hannover. Deshalb war es uns wichtig, schnelle Hilfe anzubieten“, betont Friedrich Stöter, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Hannover.

Die Möglichkeiten einer langfristigen Lösung zur Erhaltung des Roten Fadens und die entsprechende Finanzierung werden derzeit verwaltungsintern geprüft.

 

Geänderte Öffnungs- und Marktzeiten am 3.Oktober

Wegen des Feiertags (Tag der Deutschen Einheit) am Sonnabend, 3. Oktober, wird der Wochenmarkt auf dem Lindener Markt auf Freitag (8 bis 13 Uhr) vorgezogen. Die Wochenmärkte in Misburg, auf dem Klagesmarkt (Stadtteil Mitte), auf dem Pfarrlandplatz (Linden-Nord) und in Herrenhausen sowie die Bauernmärkte auf dem Moltkeplatz (List) und in der Rimpaustaße (Bult) fallen ersatzlos aus.

Die Freitagsmärkte finden wie gewohnt statt.

Mit Ausnahme des Nord-Ost-Bades bleiben die städtischen Hallenbäder geschlossen. Folgende Zeiten können online unter www.reservierung-baeder-hannover.de gebucht werden: Schwimmhalle 10 bis 12 Uhr, 13 bis 15 Uhr und 16 bis 18 Uhr. Sauna: 10 bis 14 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

Die Sonnabend-Sprechzeit im Bürgeramt Aegi entfällt.

Das Sprengel Museum öffnet von 10 bis 18 Uhr.

Das Museum August Kestner öffnet von 11 bis 18 Uhr.

Das Museum Schloss Herrenhausen öffnet von 11 bis 18 Uhr.

Das Historische Museum Hannover bleibt geschlossen.

Das Stadtarchiv bleibt geschlossen.

Die Zentralbibliothek und alle Stadtteilbibliotheken bleiben geschlossen.

 

Ersatzbrücke an der Wasserkunst am Freitag gesperrt

Im Zuge der Erneuerung der Geh- und Radwegbrücken an der Wasserkunst muss die Ersatzbrücke am Freitag (2. Oktober) gesperrt werden. Grund ist, dass die restaurierten Stahlträger angeliefert und eingebaut werden. Darüber hinaus ist die Straße „Am Großen Garten“ vor der Wasserkunst während dieser Zeit nur beschränkt für den Geh- und Radverkehr passierbar. Kraftfahrzeuge können dort nicht passieren. Der Geh- und Radfahrverkehr wird über den vorhandenen Dammweg zum Wehr westlich des Ernst-August Kanals an der Baustelle vorbeigeführt.

Die Geh- und Radwegbrücken über den Ernst-August-Kanal in Herrenhausen waren in Teilen schadhaft und müssen erneuert werden. Die Sanierungsarbeiten haben Ende Mai begonnen und werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen.

FRANKFURT/MAIN. Europäische Aktien haben am Montag Anlauf für eine Erholung genommen. Im Kielwasser der am Freitag noch deutlich ins Plus gedrehten und am Montag weiter steigenden New Yorker Börsen begann der EuroStoxx (EURO STOXX 50) die neue Woche mit einem Kurssprung um 2,75 Prozent auf 3223,19 Punkte. Er glich so einen beachtlichen Teil des Kursrutsches aus der Vorwoche, der dem Eurozonen-Leitindex am Freitag ein Tief seit Mitte Juni bescherte, wieder aus.

Am Markt hieß es, die Anleger seien auf ermäßigtem Niveau plötzlich in Scharen in den Aktienmarkt zurückgekehrt. Laut Analyst Chris Hussey positionierten sie sich zu Wochenbeginn optimistischer, bevor die Karten in den kommenden Tagen mit wichtigen Wirtschaftsdaten neu gemischt werden. Dem Goldman-Sachs-Experten zufolge scheint ihnen auch die neue Welle der Coronavirus-Infektionen nun wieder weniger Sorgen zu bereiten.

Für den französischen CAC 40 ging es um 2,40 Prozent auf 4843,27 Punkte hoch, während der britische FTSE 100 1,46 Prozent auf 5927,93 Zähler gewann.

Im Branchentableau des marktbreiten Stoxx Europe 600 gab es zu Wochenbeginn nur Gewinner. Mit Abstand ganz vorne lag der Bankenindex mit einem Plus von 5,6 Prozent, der sich damit von einem zwischenzeitlichen Rekordtief am vergangenen Freitag erholte. Ihm gab vor allem ein etwa neunprozentiger Kurssprung bei HSBC Auftrieb. Die zuletzt gebeutelten Aktien der britischen Bank profitierten von der Nachricht, dass der chinesische Versicherer und Finanzdienstleister Ping An seine Beteiligung ausgebaut hat.

Auch für den Index der konjunktursensiblen Autoindustrie ging es mit fast vier Prozent besonders deutlich nach oben. Ihn stützten sowohl erfreuliche Nachrichten aus China, wo die Nachfrage anzieht, als auch der Kursgewinn von sieben Prozent beim französischen Branchenvertreter Renault. Dessen japanischer Partner Nissan (Nissan Motor) hatte für 2021 die Rückkehr zur Profitabilität in Aussicht gestellt, falls die derzeitige positive Dynamik anhalte.

Die Aktien von ArcelorMittal schnellten nach der Ankündigung, das US-Geschäft an den Konkurrenten Cleveland-Cliffs verkaufen zu wollen, um knapp elf Prozent hoch. 1,4 Milliarden US-Dollar sollen dafür auf den Tisch gelegt werden. Alan Spence von Jefferies Research lobte, dass der Stahlkonzern damit seine Schulden schulden senke. Anteilseignern winke nun eine Beteiligung über Aktienrückkäufe.

Dagegen hinkten die Branchenindizes der Telekomkonzerne, der Medizinunternehmen und der Versorger mit Gewinnen von maximal 1,2 Prozent dem rasanten marktbreiten Kursanstieg hinterher. Diese als defensiv geltenden Branchen spielen ihre relative Stärke meist eher in einem negativen Marktumfeld aus.

Bei den in London gehandelten Diageo-Aktien konnten sich die Aktionäre über einen Kursanstieg um sechs Prozent freuen. Der Schnaps- und Bierkonzern war dank einer Erholung des US-Geschäfts gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet und betonte, die Aussichten für das erste Halbjahr hätten sich damit verbessert.

Dagegen sackten die Papiere von William Hill in London um 11,6 Prozent auf knapp 276 Pence ab. Am Freitag hatte ein Bericht, wonach der Finanzinvestor Apollo am britischen Wettanbieter interessiert sei, den Aktienkurs bis auf 313 Pence nach oben katapultiert. Doch nun sorgte der US-Glücksspielkonzern Caesars Entertainment mit einer Offerte in Höhe von 272 Pence je Aktie für eine kalte Dusche. Dessen Einfluss über ein bestehendes Gemeinschaftsunternehmen mit William Hill mache konkurrierende Angebote unwahrscheinlich, sagte ein Analyst.

(Quelle:finanzen.net)

HANNOVER.

Burgwedel: Schwer verletzter Krad-Fahrer nach Unfall auf der Kreisstraße (K) 116

Am Freitag, 25.09.2020, ist es gegen 18:50 Uhr auf der K 116 zwischen Neuwarmbüchen und Thönse zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Leichtkraftrad und einem Pkw BMW gekommen. Durch den Zusammenstoß ist der Krad-Fahrer (20 Jahre alt) schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhren beide Fahrzeuge auf der Neuwarmbüchener Straße in Richtung Thönse. Der männliche 75-jährige Fahrer des BMW Cabrio wollte des Kraftrad der Marke MZ überholen und befand sich bereits auf dem Fahrstreifen des Gegenverkehrs.

In Höhe eines Feldweges wollte der Kraftradfahrer nach links in diesen abbiegen, als es zum Unfall mit dem neben ihm befindlichen BMW gekommen ist. Der 20-Jährige wurde durch die Kollision auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Bei dem BMW-Fahrer wurden keine Verletzungen bekannt. Die sofort hinzugerufenen Rettungskräfte und ein Notarzt versorgten den Kradfahrer und fuhren ihn in ein Krankenhaus. Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme sowie die Abschlepp- und Reinigungsmaßnahmen musste die Polizei die K 116 zwischen dem Kreisel und Thönse beidseitig für etwa zweieinhalb Stunden sperren. An den Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden von 5000 Euro.

 

Frau stirbt nach Stadtbahnunfall

Bereits am vergangenen Mittwoch, 23.09.2020, ist es gegen 12:45 Uhr in einer Stadtbahn der Linie 6 zu einem Unfall gekommen. Nach Informationen des Verkehrsunfalldienstes ist die lebensgefährlich verletzte 77-Jährige am Freitag, 25.09.2020, im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

HANNOVER.

 

Organisations- und Personalausschuss tagt öffentlich

Am Donnerstag, 30. September, findet um 14 Uhr im Ratssaal, Neues Rathaus, Trammplatz 2, eine öffentliche Sitzung des Organisations- und Personalausschusses statt.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen wird dringend empfohlen. Besucher*innen werden gebeten, die Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten zu beachten.

 

HANNAH ARENDT TAGE „Fragil? Stabil?“ - die Lage der Demokratie im Jahr 2020

Das Thema der HANNAH ARENDT TAGE 2020 ist zurzeit aktueller denn je. Vom 6. bis zum 10. Oktober, stellen die Macher*innen der Veranstaltungsreihe unter anderem folgende Fragen zur Diskussion: „Wie fragil ist unsere Demokratie, und was braucht es, um ihre Stabilität zu stärken?“ oder „Wie können wir die Anziehungskraft des Populismus brechen und dieser Ideologie eine plurale, demokratische Zukunftsvision entgegensetzen?“

Im Rahmen eines Pressegesprächs im Ballhof Eins stellte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay das vielfältige Programm vor und betonte, worum es in den HANNAH ARENDT TAGEN geht: „Populismus, Nationalismus und Rassismus - unsere Demokratie ist zurzeit vielen Bedrohungen ausgesetzt. Sie ist zerbrechlich, wenn wir uns nicht unermüdlich und solidarisch für sie einsetzen.“

Der Ort für das Pressegespräch wurde nicht umsonst gewählt: Am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, feiert dort die musikalische Inszenierung „Grundgesetz – In Concert“ ihre Premiere. Die Regisseurin Friederike Schubert erforscht gemeinsam mit Schaupieler*innen und einer Liveband die Bedeutung dieses grundlegenden Textes, der im vergangenen Jahr 70 Jahre alt geworden ist und den kaum jemand komplett gelesen hat. Aus diesem Grund ist das Theaterstück „Grundgesetz – In Concert“ eine wunderbare Bereicherung der diesjährigen HANNAH ARENDT TAGE. Ist doch das Grundgesetz das Fundament für unsere Gemeinschaft, für unsere Demokratie.

Unsere Grundrechte wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Gleichheit, Glaubens-­ und Meinungsfreiheit sind für uns heute selbstverständlich. Aber diese Selbstverständlichkeit muss neuen Auslegungen und Angriffen standhalten. Grund genug für Sonja Anders, Intendantin am Schauspiel Hannover, sich dem Thema zu widmen: „Gerade in Zeiten von zunehmendem Nationalismus und Populismus ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Grundwerten unserer Demokratie unerlässlich. Mit „Grundgesetz – In Concert“ geht das Schauspiel Hannover spielerisch und musikalisch diesem wichtigen Text auf den Grund. Und ich bin sicher, Hannah Arendt hätte ihre Freude daran.“

Auch in der neuen coronabedingten Realität bleiben der Diskurs und der direkte Austausch zwischen dem Publikum und den Referent*innen im Vordergrund, deswegen finden die HANNAH ARENDT TAGE in diesem Jahr in „hybrider“ Form statt – mit persönlichen Begegnungen, Livestream-Übertragungen und Aufzeichnungen, die im Nachgang zu sehen sind. Sämtliche Zugänge zu den Online-Veranstaltungen sind ab Montag, 5. Oktober, auf hannah-arendt-hannover.de zu finden.  

Am Eröffnungstag lädt Pierre Rosanvallon, emeritierter Geschichtsprofessor am Pariser Collège de France, alle Interessierten dazu ein, über Populismus nachzudenken. Der Vortrag und die anschließende Diskussion finden nicht wie geplant als Präsenzveranstaltung, sondern als öffentliche Zoom-Konferenz online statt.

Am 7. Oktober hält Prof. Dr. Dieter Thomä, der Philosophie an der Universität St. Gallen lehrt, ein Plädoyer für ein Wir-Gefühl. Ohne die gemeinsame Lust am Gestalten und wenn jede*r nur an sich selbst denkt, droht die Demokratie zu zerfallen.

Erstmals gehen die HANNAH ARENDT TAGE auf Reisen. Ziel ist die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Die Schau folgt Arendts Blick auf das 20. Jahrhundert entlang 16 zeithistorischer Themenpunkte und macht deutlich, warum die Stellungnahmen der in Hannover geborenen Denkerin auch heute noch die Diskurse prägen. 

Ein weiteres Highlight ist die Hannah-Arendt-Lecture "Seit ein Gespräch wir sind" in der Villa Seligmann. Marie Luise Knott, Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin, referiert über Hannah Arendts Suche nach Grundlagen für eine neue politische Moral und deren persönliche Verantwortung.

Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe ist der Abschlussdialog im Xplanatorium im Schloss Herrenhausen. Referent*innen Prof. Dr. Naika Foroutan und Linda Teuteberg (MdB, FDP) sprechen über das zentrale Versprechen einer Demokratie, Pluralität und Parität zu verbinden, und stellen die Frage, ob es gelingen kann, dieses Versprechen wirklich umzusetzen.

In Kooperation mit der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung ist eine interaktive Entdeckungstour zu Orten der Demokratie im Angebot zu finden, die sich an Jugendliche, aber auch an Erwachsene richtet.

Alle Details zu diesen und weiteren Programmpunkten der HANNAH ARENDT TAGE 2020 finden Sie im Flyer und online unter www.hannah-arendt-hannover.de

Bitte beachten: Anmeldungen sind nur noch für die Aktion „Spot on“ und die Fahrt nach Berlin zur Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ möglich. Tickets für die Theateraufführung sind ebenfalls noch erhältlich. Bei allen Veranstaltungen – bis auf die Theateraufführungen – ist der Eintritt frei.

 

 

Oberbürgermeister Belit Onay bestärkt „Fridays for Future“-Aktivisten

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay bestärkt die Aktivist*innen der „Fridays-for-Future“-Demonstration am 25. September. Er begrüße den Einsatz für den Klimaschutz auch in Zeiten der Corona-Pandemie und betont, wie wichtig dieser Einsatz sei, heißt es in einer Mitteilung. An diesem Freitag (25. September) finden stationäre Kundgebungen an neun Orten in Hannover statt.

Für den 25. September, ab 12.30 Uhr, haben die Aktivist*innen von „Fridays for Future“ auch einen Globalen Klimastreik in Hannover organisiert. Mit einem coronakonformen Hygienekonzept demonstrieren die Teilnehmenden für eine Energie- und Verkehrswende. Unter dem Motto „#KeinGradWeiter“ sollen neun stationäre Kundgebungen im Stadtgebiet stattfinden. Zu den Standorten zählen der Friedrichswall, der Aegidientorplatz, der Schiffgraben, der Königsworther Platz, die Schloßwender Straße, das Leibnizufer, die Berliner Allee, die Raschplatzhochstraße und die Hamburger Allee.

Oberbürgermeister Belit Onay schätzt das Engagement der Teilnehmenden, sich auch während der Corona-Krise für das Klima einzusetzen. „Die Covid-19-Pandemie stellt uns alle vor eine globale Herausforderung - doch das tut der Klimawandel auch. Es ist dementsprechend wichtig, dass auch in diesen Zeiten die Themen Klima- und Umweltschutz nicht an Bedeutung verlieren. Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen für eine bessere Zukunft auf die Straße gehen.“

 

Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) fördert Projekte zur Jugendbeteiligung

Die Entscheidung zum diesjährigen Ideenwettbewerb des Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) ist gefallen. Thema dieses Jahres war „Mach mit! Junge Menschen gestalten Integration in Hannover“. Mit der diesjährigen Themenwahl sollten Jugendliche motiviert werden, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Diese Rechnung ging auf: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist im Juni gingen 30 Anträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 550.000 Euro ein. Die GFZ-Jury empfahl dem Internationalen Ausschuss die Förderung von 13 Projekten, die zur Durchführung Zuwendungen in Höhe von insgesamt 135.000 Euro erhalten sollen – der Ausschuss stimmte zu und legte damit die Weichen für mehr Jugendbeteiligung in der Stadt.

Von den vielen Antragssteller*innen konnte unter anderem Keliane Rosanda mit ihrem Projekt „Black lives matter“ die Jury überzeugen. An dem Projekt nehmen junge Menschen im Alter von 20 bis 26 Jahren teil, um gemeinsam über das Thema Rassismus aufzuklären. Ihr Anliegen ist es, ihren Mitbürger*innen zu helfen, sensibler und aufgeklärter an dieses Thema heranzugehen. Sie fordern zum Beispiel, dass Unternehmen bei Personalentscheidungen stärker auf Diversität achten, und dass Schulen besser über Rassismus und Kolonialgeschichte aufklären. Durch die Gestaltung von vier Kulturtagen durch Jugendliche soll ihr Lebensgefühl in Form von Tanz, Gesang und weiteren Performances präsentiert werden. Aufgrund der Covid 19-Einschränkungen sind auch Online-Diskussionen und Beiträge über Youtube geplant. Ziel ist eine größere öffentliche Präsenz von Menschen mit dunkler Hautfarbe und eine Sensibilisierung zum Thema Rassismus. Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich mitteilen können und in öffentlichen Diskussionen und Debatten Gehör finden.

Zu den ausgewählten Projektträger*innen gehören nicht nur Vereine und Verbände, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Jugend, die an der Überarbeitung des Lokalen Integrationsplans (LIP) mitwirkt. Diese setzt sich für die Einführung unabhängiger Antidiskriminierungsstellen in Bildungseinrichtungen ein, die von jungen geschulten Menschen geführt werden sollen. Betroffene erhalten einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung vor Ort.

Der GFZ-Ideenwettbewerb findet seit 2009 jedes Jahr statt und soll das zivilgesellschaftliche Engagement in der Stadt stärken. Eine vollständige Auflistung der zu fördernden Projekte finden Sie hier: www.hannover.de/Ideenwettbewerb

 

 

 

HANNOVER

Versammlungen der Fridays-for-Future-Initiative verlaufen ohne bekannte Zwischenfälle - erwartete Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Polizeidirektion Hannover hat eine positive, vorläufige Bilanz der heutigen Einsatzmaßnahmen bezüglich mehrerer Versammlungen in der Innenstadt gezogen.

Gleich an acht Orten auf dem Cityring ist die hannoversche Fridays-for-Future-Initiative am Freitag, 25.09.2020, mit Versammlungen einem weltweiten Aufruf gefolgt. In der Folge ist der innerstädtische Verkehr über mehrere Stunden beeinträchtigt worden.

Bei der Versammlungsbehörde der Polizeidirektion Hannover waren für den heutigen Tag acht Versammlungen im Zusammenhang mit der Fridays-for-Future-Bewegung mit einer Teilnehmerzahl von je 2.000 angezeigt worden. Insgesamt wurden an allen Orten 3.000 Teilnehmer gezählt. Die Polizei gewährleistete die sichere und ordnungsgemäße Durchführung der Versammlungen. Dabei wurde auch auf die Einhaltung der geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geachtet. Die Polizei verzeichnete im Zusammenhang mit den versammlungsrechtlichen Aktionen keine besonderen Vorkommnisse.

Allerdings kam es aufgrund der Sperrung von mehreren bedeutenden Knotenpunkten auf dem Cityring seit 10:00 Uhr zu Verkehrsstörungen. Autofahrer waren gebeten worden, den Cityring weiträumig zu umfahren.

 

Linden-Mitte: Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte bei Unterstützung von Zwangsvollstreckung

 

Eine 58-jährige Frau hat am Donnerstag, 24.09.2020, am Rande einer geplanten Zwangsvollstreckung hinzugerufene Polizeibeamte angegriffen.

Zuvor hatte die Frau einer Gerichtsvollzieherin den Zutritt zu einem Objekt verwehrt. Als der Schlüsseldienst die Tür geöffnet hat, reagierte die Frau aggressiv und leistete Widerstand gegen die folgenden polizeilichen Maßnahmen. Nach ersten Erkenntnissen wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung am Donnerstag gegen 15:15 Uhr in die Fössestraße gerufen. Eine Gerichtsvollzieherin des Amtsgerichts Hannover hatte die Polizei um Amtshilfe gebeten, da ihr eine 58-Jährige den Zutritt zu einem dortigen Gebäude verwehrte. Nachdem die Beamten der Frau die Rechtsgrundlagen erläutert hatten und ein hinzugezogener Schlüsseldienst die Tür geöffnet hatte, reagierte die Frau aggressiv und stellte sich vor die geöffnete Tür. Da sie auch auf Androhung von polizeilichen Zwangsmaßnahmen nicht reagierte, ergriffen die Beamten ihre Arme und führten sie von der Tür weg. Die Frau versuchte sich zu befreien und trat mehrfach in Richtung der Beamten. Einem 29 Jahre alten Polizisten biss sie zudem in den Arm.

Er wurde dadurch leicht verletzt. Auch im weiteren Verlauf des Einsatzes leistete die Frau erheblichen Widerstand und trat erneut mehrfach in Richtung der Einsatzkräfte. Um weitere Störungen der polizeilichen Maßnahmen und Straftaten zu verhindern, kam die Frau ins Polizeikommissariat Limmer.

Dort verblieb die 58-Jährige bis zur Feststellung ihrer Personalien. Gegen die Frau wurden gleich mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

 

Widerstand und versuchte Gefangenenbefreiung bei Kontrolle am Ihmeufer

 

Bei einer Personenkontrolle hat ein 25-jähriger Mann in der Nacht zu Freitag, 25.09.2020, erheblichen Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet. In der Folge hat ein zweiter Mann in die Auseinandersetzung eingegriffen und versucht den 25-Jährigen zu befreien. Nach einer kurzzeitigen Flucht ist auch der 33-Jährige gestellt worden. Der Einsatz war von zahlreichen Schaulustigen beobachtet und kommentiert worden.

Nach ersten Erkenntnissen war die Besatzung eines Funkstreifenwagens am Freitag gegen 0:45 Uhr auf den 25-Jährigen im Bereich Peter-Fechter-Ufer aufgrund eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufmerksam geworden. Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, zeigte sich dieser aggressiv und schubste schließlich einen der Beamten. In der Folge sollte der 25-Jährige zu Boden gebracht werden, um einen erneuten Angriff auf die Beamten zu verhindern.

Währenddessen löste sich jedoch ein 33 Jahre alter Bekannter des Mannes aus einer etwa 30-köpfigen Personengruppe, die den Polizeieinsatz beobachtete, kommentierte und zum Teil auch filmte. Der 33-Jährige zeigte sich ebenfalls aggressiv und stieß einen der Beamten zu Boden.

Es kam zu einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung, die durch zusätzliche Einsatzkräfte beendet werden konnte. Dabei versuchte der 33-Jährige in Richtung Ihmeufer wegzulaufen, konnte jedoch von der Polizei gefasst werden. Ein 31 Jahre alter Beamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.

Beide Männer kamen ins Verhinderungsgewahrsam und am frühen Morgen wieder auf freien Fuß. Bei dem 33-Jährigen ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 2,08 Promille. Eine Blutprobe wurde entnommen. Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Widerstands, versuchter Körperverletzung sowie versuchter Gefangenenbefreiung wurden eingeleitet.

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