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Tarifabschluss im niedersächsischen Einzelhandel: Beschäftigte haben mehr Geld erkämpft

 

 

Nach mehreren Streikaktionen in 40 Betrieben des niedersächsischen Einzelhandels konnte heute die Tarifrunde 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich für die etwa 330.000 vom Tarifvertrag betroffenen Beschäftigten auf folgendes Ergebnis geeinigt:

 

Die Entgelte steigen ab 1. August diesen Jahres um 2,5 Prozent, eine weitere Erhöhung der Entgelte um 2,0 Prozent erfolgt zum 1. Mai 2016. Die Ausbildungsvergütungen werden jeweils zum 1. September entsprechend angehoben. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate und endet am 30. April 2017.

 

„Damit gibt es eine deutliche Erhöhung der Realeinkommen und es kommt spürbar mehr Geld bei den Kolleginnen und Kollegen an. Aber ohne das Engagement der vielen Streikenden wäre dies nicht möglich gewesen“, bewertete ver.di Verhandlungsführerin Sabine Gatz das Ergebnis. „Wir sind zwar im Kampf gegen die drohende Altersarmut im Einzelhandel einen Schritt weiter gekommen, aber von einer wirklichen Lösung noch weit entfernt. Die Tarifverhandlungen über eine neue, zukunftssichere Entgeltreform sind dazu ein wichtiger Schritt, ebenso die Tarifverhandlungen zu mehr guter und gesunder Arbeit im Tarifprojekt zur Demografie“, so Gatz weiter.

 

Verärgert zeigten sich die Gewerkschafter über die Ablehnung der Arbeitgeber, die Tarifverträge im Einzelhandel wieder für alle Betriebe und Konzerne für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. „Die Allgemeinverbindlichkeit hätte zur Folge, dass der Verdrängungswettbewerb im Handel nicht weiter über Lohndumping angeheizt werden könnte. Denn die Leidtragenden dieses Konkurrenzkampfes sind die Beschäftigten, denen Armut trotz Arbeit droht. Auch hier werden wir weiter kämpfen“, kündigt die Gewerkschafterin an.

83 Kinder freuen sich über bunte Schultüten

 

ING-DiBa AG übergibt gefüllte Schultüten an Schulanfänger

 

 

 

Von links: Stefanie Lorenzen (Leiterin der Caritas Kita St. Godehard, Selin Dortmund (Ideengeberin der ING-Diba), Tamar Düberova (ING-Diba), Peggy und Lilly Büscher mit neuer Schultüte, Britta Villbrandt (ING-Diba), Simone Olligs (ING-Diba), Nicole Wilke (Caritas Fachberaterin für Kindertagesstätten) (C) Caritas Hannover

Hannover (cke), 23.07.2015

 

Rund 300,00 Euro kostet die Einschulung eines Kindes, sieht man mal von den zusätzlichen Kosten für die Einschulungsfeier und der notwendigen Anschaffung eines Schreibtisches  und passenden Stuhls ab. Schultasche,  Schultüte, Stifte, Turnbeutel, Tuschkasten und die lange Materialliste der Schule stellen Eltern und Familien oft vor große finanzielle Herausforderungen, besonders wenn das Familienkommen nicht so groß ist.

Heute konnten sich 83 Kinder und ihre Eltern freuen. Denn die ING-DiBa AG spendete den Schulanfängern aus vier Einrichtungen der Caritas gut gefüllte Schultüten im Wert von jeweils 40,00 pro Tüte.

 

Unter dem Titel „Deine Fairantwortungsvolle Idee“ konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ING-DiBa AG im vergangenen Jahr eigene Ideen für ein bankweites gemeinnütziges Projekt einreichen. 2015 gewann die „Einschulungsaktion“ von Selin Dortmund, Mitarbeiterin im Trainingsmanagement des Kundendialogs in Hannover.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen packte sie in den vergangenen Wochen fleißig Schultüten mit den wichtigsten Gegenständen für den Schulstart.

Die bunten mit Dschungelmotiven gestalteten Tüten wurden heute in einer großen Übergabeaktion durch „Leopold“, Maskottchen der ING-Diba an die 83 Kinder in den Räumen der Kindertagesstätte St. Godehard in Hannover Linden übergeben.

 

Stefanie Lorenzen, Leiterin der Kita und Nicole Wilke, Fachberaterin für Kindertagesstätten bei der Caritas begrüßten die Kinder und Gäste. „Euch allen, Kindern und Eltern steht mit der Einschulung ein besonderer Tag bevor“, sagte Wilke „und wir freuen uns riesig, dass wir so vielen Kindern dank der ING-Diba zum Schulanfang eine Schultüte mit ganzen wichtigen Dingen für die Schule überreichen können.“

 

Ideengeberin, Selin Dortmund, freute sich über die strahlenden Kinderaugen und verriet, dass sie selbst Zwillinge habe und die Einschulung zwar als eine aufregende und schöne Sache erlebt hat, aber auch mit den vielen Dingen, die gleich für zwei besorgt werden mussten, ganz schön zu tun hatte. „ Dann habe ich mir überlegt, wie man denn die Eltern entlasten und auch den Kindern eine Freude machen könnte. Und so entstand die Schultüten-Idee für die ING-Diba“, erklärte sie.

 

Maskottchen Leopold, ein stattlicher Löwe, sprach den Kindern Mut zu und ließ sich natürlich gerne mit ganzen vielen Schulanfängern und begeisterten Eltern fotografieren

RECKEN messen Kräfte im Auswärtsspiel mit Bundesligakonkurrent HSG Delmenhorst am 25.Juli 2015 

 

 

Erste Herausforderung

 

Die Testspielserie der TSV Hannover-Burgdorf geht in dieser Woche weiter. Am Freitag wartet mit dem TBV Lemgo zum ersten Mal ein größeres Kaliber auf die Schützlinge von Trainer Jens Bürkle. Vor ausverkaufter Kulisse in der Sporthalle in Badenstedt wollen DIE RECKEN ihre aktuelle Form erstmalig gegen einen Bundesligakonkurrenten testen. 

„Nach diesem Spiel werden wir bereits wissen, wo wir ungefähr stehen“, misst Trainer Jens Bürkle der Partie einen hohen Stellenwert bei. „So ein starker Gegner, wie der TBV Lemgo, wird unsere Fehler aufzeigen“, spricht der RECKEN-Trainer von einem sehr aufschlussreichen Testspiel zu einem frühen Zeitpunkt in der Vorbereitung.

Die Kartennachfrage nach der Partie in der Sporthalle am Salzweg war so hoch, dass die Tickets bereits seit einigen Tagen restlos vergriffen sind. Beim TBV Lemgo steht seit dieser Saison mit Gustav Rydergard ein Spieler in den Reihen, der bei der TSV Hannover-Burgdorf aus der Vergangenheit bestens bekannt ist. 

DIE RECKEN werden in Badenstedt nicht in Bestbesetzung antreten können. Neben Sven-Sören Christophersen (Hüfte) wird auch Rúnar Kárason (Fingerverletzung) ausfallen. Mait Patrail befindet sich ebenfalls noch im Aufbautraining, kann aber wohl auflaufen. Ein weiteres Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Lars Lehnhoff (Fuß). Die Juniorennationalspieler Timo Kastening und Yannick Dräger werden Jens Bürkle ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

„Das wird eine schwere Aufgabe gegen Lemgo, aber auch eine gute Standortbestimmung. Unsere konditionelle Belastung war in den letzten beiden Wochen sehr hoch und ich bin gespannt darauf, wie die Mannschaft die Trainingsinhalte bereits im Wettkampf abrufen kann“, freut sich Bürkle auf das Duell mit den Lipperländern.

Die weiteren Vorbereitungstermine im Überblick:

25.07.15 16.00 Uhr HSG Delmenhorst – DIE RECKEN (in Delmenhorst)

29.07.15 – 02.08.15 Sparkassen-Cup (in Korbach)

05.08.15 17.00 Uhr öffentliches Training (in Burgdorf)

08.08.15 16.00 Uhr DIE RECKEN – Rhein-Neckar Löwen (Erima-Cup in Bremen)

09.08.15 Spiel um Platz 3 od. Finale Erima-Cup

15.08.15 16.00 Uhr DIE RECKEN – VfL Bad Schwartau (Halbfinale 1. Runde im DHB-Pokal in Hildesheim)

16.08.15 17.00 Uhr ggf. Finale 1. Runde im DHB-Pokal in Hildesheim

 

22.08.15 19.00 Uhr DIE RECKEN – Frisch Auf! Göppingen (1. Spieltag DKB Handball-Bundesliga Swiss Life Hall)

 

„Orte der Erinnerung und des Gedenkens“ bereichern Erinnerungskultur   

Die Stadt Hildesheim pflegt eine ausgeprägte Erinnerungskultur, die nun um ein weiteres Element bereichert wird: Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Diese werden vom VHS-Projekt „Vernetztes Erinnern“ in Kooperation mit dem städtischen Kulturbüro mit insgesamt 13 Stelen, die sukzessive aufgestellt werden, und einer Tafel (am Rathaus/Ecke Rathausstraße) sichtbar gemacht. Das Besondere: Alle Erinnerungsorte sind mit QR-Codes versehen, sodass per Smartphone die Möglichkeit besteht, auf der entsprechenden Internetseite wichtige Informationen darüber zu erhalten, was die Orte zu Erinnerungsorten macht. Fördernde Partner sind die Sparkasse Hildesheim, die Friedrich-Weinhagen-Stiftung, der DGB und der Landschaftsverband Hildesheim.

 

Am 22. Juli übergaben Markus Roloff und Klaus Schäfer vom Projekt „Vernetztes Erinnern“ im Beisein unter anderem des italienischen Generalkonsuls Flavio Rodilosso und Bernd Westphals (MdB) der Stadt die ersten Erinnerungsorte. Enthüllt wurden die Tafel am Rathaus – Mahnmal für Hinrichtungen insbesondere von italienischen Zwangsarbeiten seitens der Gestapo auf dem Marktplatz – und die Stele Hoher Weg (an der Einmündung Andreasplatz zum Zuckerhut), die an die Verdrängung jüdischer Bürger aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben erinnert. Dirk Schröder (Stadt Hildesheim, Dezernent für Jugend, Soziales, Schule, Sport und Kultur) bedankte sich bei allen Beteiligten und verwies auf die umfassende Erinnerungskultur der Stadt, die unter anderem mit Gedenktagen/-veranstaltungen/-tafeln, dem Mahnmal am Lappenberg und bisher 45 verlegten Stolpersteinen gepflegt wird. „Das Projekt soll dazu dienen, dass die Opfer des NS-Regimes nicht in Vergessenheit geraten und ist auch als Prävention gegen Rechtsradikalismus gedacht. Mit den neuen Stelen wird so ein wichtiges Thema aufgegriffen und über die QR-Codes modern aufbereitet.“ 

 

Der Vorteil des Zugangs von Informationen über die QR-Codes liegt auf der Hand: Die Internetseiten lassen sich im Gegensatz zu Printprodukten flexibel gestalten und ermöglichen neben der Einbindung von Originaldokumenten auch die von Ton- und Filmdokumenten. Dieser multimediale Aspekt macht die Nutzung des Informationsangebots insbesondere auch für die jüngere Generation attraktiver. „Wir möchten damit Schulen die Chance geben, das Thema Nationalsozialismus am Beispiel der eigenen Heimatstadt bearbeiten zu können“, so Dirk Schröder. Wer kein Smartphone/keinen Internetzugang besitzt, kann sich weiterhin über Broschüren zum Thema informieren

 

 

Mehr zum Projekt „Vernetztes Erinnern“ unter http://vernetztes-erinnern-hildesheim.de.

 


Markus Roloff enthüllt die Tafel am Rathaus. (C) Stadt Hildesheim

Klaus Schäfer enthüllt die Stele am Hohen Weg. (C) Stadt Hildesheim

Qr-Code am Rathaus Hildesheim (C) Stadt Hildesheim

QR-Code am Hohen Weg (C) Stadt Hildesheim

Donnerstag, 23 Juli 2015 12:30

„Investitionen sind das richtige Signal“

 „Investitionen sind das richtige Signal“ 

 

Die SPD-Ratsfraktion begrüßt das Investitionsmemorandum, das Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtkämmerer Dr. Marc Hansmann heute vorgestellt haben. „Hannover wächst, und Investitionen sind der einzig richtige Weg, eine wachsende Stadt zu gestalten“, lobt der finanzpolitische Sprecher Dr. Jens Menge den Vorstoß der Landeshauptstadt. Mit verschiedenen Konzepten, etwa zur Sanierung und Neugestaltung der Bäder, der Stadtteilkulturzentren und Freizeitheime, dem Wohnbaukonzept 2025 und der Wohnbauflächeninitiative, haben Rat und Verwaltung in den letzten Monaten und Jahren ambitionierte Investitionsprogramme aufgelegt, erläutert Menge: „Die Umsetzung dieser Programme wird nun durch die Darstellung konkreter Finanzkorridore gestützt.“ In jüngster Zeit sei deutlich geworden, dass die Umsetzung dieser Programme dringender denn je sei. „Der Bevölkerungszuwachs freut uns, stellt uns aber auch vor immense Herausforderungen“, führt Menge aus. „Wir brauchen eine solide Infrastruktur für Kultur, Bildung, Sport und Mobilität – und all das muss finanziert werden.“ Mit dem Investitionsmemorandum verschaffe sich die Stadt die notwendigen Spielräume hierfür. Diese drohten zuletzt zu schwinden, weil die Unterbringung und die Integration von Flüchtlingen erhebliche Mittel binden. 

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