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Aktuelle Nachrichten aus der Region Hannover vom 9. Juli 2019

REGION HANNOVER. 

Robotik: Team des Roberta RegioZentrums wird Weltmeister - Trio aus Hannover belegt in Sydney den ersten Platz in der Disziplin Rescue Maze

Leon Till Häberle (von lins), Jan Ole Weber und Fabrice Zeug freuen sich zusammen mit ihrem Coach Alexander Stark (quer) über den Weltmeistertitel. (C) Region Hannover Leon Till Häberle (von lins), Jan Ole Weber und Fabrice Zeug freuen sich zusammen mit ihrem Coach Alexander Stark (quer) über den Weltmeistertitel. (C) Region Hannover

 

Riesenerfolg für das Roberta RegioZentrum: Am Wochenende haben Leon Till Häberle, Jan Ole Weber und Fabrice Zeug zusammen mit ihrem Coach Alexander Stark im australischen Sydney bei der Robotik-Weltmeisterschaft den Weltmeistertitel in der Kategorie RoboCup Junior geholt. Das Trio gehört seit Jahren zu den Aktiven im Roberta RegioZentrum und ist bereits bei verschiedenen Wettbewerben an den Start gegangen. Zuletzt belegten Teams des Roberta RegioZentrums bei der Europameisterschaft, der in diesem Jahr auf der IdeenExpo stattfand, einen vierten, fünften, sechsten und elften Platz.

 

„Der Weltmeistertitel ist das i-Tüpfelchen für dieses überaus erfolgreiche Projekt“, sagt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, viele dieser Talente, die im Roberta RegioZentrum ihre Begeisterung für das Thema Robotik entwickeln können, in Hannover zu halten.“ Die Region Hannover ist Trägerin des 2013 gegründeten Roberta RegioZentrums und bezuschusst das Projekt mit 124.000 Euro im Jahr. Ziel ist, bei jungen Menschen das Interesse an Technik und Robotik zu wecken und zu fördern.

 

Aktuell betreut das RegioZentrum circa 60 Schülerinnen und Schüler im Alter von sieben bis 19 Jahren in schulformunabhängigen AGs. Seit Oktober 2017 ist das Zentrum in der bundesweit ersten „Roboterfabrik“ auf dem Campus der Leibniz Universität Hannover untergebracht. „Der Ansatz ist, jungen Menschen durchgängig von der Grundschule bis zum Studium die Chance zu geben, sich mit Robotik zu beschäftigen“, sagt Ina May, Leiterin des Roberta RegioZentrums. „Wir vermitteln durch zukunftsfähiges Lernen umfassende Schlüsselkompetenzen für die digitale Welt von morgen.“ Dass das Konzept funktioniert, zeigt sich am Beispiel von Leon Till Häberle, Jan Ole Weber und Fabrice Zeug. Die drei Abiturienten betreuen jetzt ihrerseits Nachwuchs im Roberta RegioZentrum.

In Sydney setzten sich die drei zusammen mit ihrem Coach in der Disziplin „Rescue Maze“ gegen die Mitbewerberinnen und -bewerber durch: In dieser Disziplin muss ein Roboter autonom einen Parcours, der ein Erdbebengebiet mit umgestürzten Häusern darstellt, durchfahren, nach „Überlebenden“ suchen und diese mit Notfallpaket versorgen. Der Parcours ist ein Labyrinth mit mehreren Räumen. Die „Opfer“ sind Heizelement oder Buchstaben und müssen vom Roboter mithilfe von Wärmesensoren oder Kameras erkannt werden. Eine besondere Schwierigkeit stellen Hindernisse dar, die der Roboter erkennen und umfahren muss. Der Parcours ist vor den Läufen nicht bekannt und wird nach jedem Lauf geändert.

Mitte Juli kommen Leon Till Häberle, Jan Ole Weber und Fabrice Zeug von ihrer Australien-Reise zurück. Danach steht auch ein kleiner Empfang für die drei Weltmeister im Regionshaus an.

 

Lebende Urlaubsmitbringsel: Vorsicht geht vor Tierliebe - Amtstierärzte der Region Hannover appellieren zum Ferienstart an tierliebe Urlauber

 

Hunde, Katzen, Papageien: Immer wieder bringen Urlauberinnen und Urlauber Tiere aus den Ferien im Flieger mit nach Deutschland. Die Folgen können teuer werden – und gefährlich. „Tollwut ist das größte Problem“, sagt Dr. Anna Mellin, Amtstierärztin der Region Hannover. Sie rät daher allen, die planen, ein Tier mitzubringen oder mit ihm zu reisen, sich vorher von einem Amtstierarzt eingehend beraten zu lassen. Und das am besten schon mindestens ein halbes Jahr vorher. Der Appell kommen nicht zufällig: „Allein in den  ersten sechs Monaten dieses Jahres hatten wir mehr Tiere, die wir am Flughafen in Quarantäne unterbringen mussten, als im gesamten vergangenen Jahr“, berichtet Dr. Mellin.

 

Die wenigsten Tiere aus dem Ausland sind ausreichend zum Beispiel gegen Tollwut geimpft. Und die Impfung selbst schützt erst nach drei Wochen vor Tollwut. „Bis dahin allerdings kann sich der Hund oder die Katze anstecken oder eine Tollwutinfektion an andere Tiere und Menschen weitergeben. Daher müssen wir die Tiere, deren Impfstatus unbekannt oder nicht ausreichend ist, in Quarantäne stecken. Zum Schutz für Tiere, aber auch für Menschen“, so die Tierärztin. Und so landen die mitgebrachten vierbeinigen Freunde bei der Ankunft am Flughafen in Langenhagen in der Quarantänestation. Bis zu 2.500 Euro kann ein viermonatiger Aufenthalt dort kosten. Und der Platz ist dort begrenzt.

 

Wenn ein Tier aus einem nicht-gelisteten Drittland – also nicht aus der EU - einreisen möchte, reicht auch der blaue Heimtierausweis mit der Bestätigung der Tollwutimpfung nicht aus. „Dann muss die Wirksamkeit dieser Impfung durch eine zusätzliche Blutuntersuchung nachgewiesen werden“, erläutert Dr. Anna Mellin. Je nach Einreiseland – beispielsweise Türkei oder Marokko – kann sich zudem eine Sicherheitsspanne von drei Monaten ergeben, die gewährleisten soll, dass keine unerkannt infizierten Hunde und Katzen als wirksam geimpft eingestuft werden.

 

Besondere Vorsicht ist bei jungen Tieren geboten: „Welpen können durch die Vorlaufzeiten für Impfungen häufig erst ab einem Alter von mindestens sieben Monaten legal eingeführt werden“, sagt die Tierärztin. Die Ein- und Ausreise von Vögeln ist über den Flughafen in Langenhagen generell nicht gestattet.

 

Wichtig: Jedes Tier, das auf Reisen geht, muss einen Chip tragen. Seit Beginn dieser Reisesaison überprüft der Zoll am Langenhagener Flughafen mit einem Mikrochiplesegerät die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Hunden und Katzen – zusätzlich zum Blick in den Ausweis des Tieres. Deshalb sollte unbedingt vor Antritt der Reise der Mikrochip des Tieres durch einen Tierarzt bzw. eine Tierärztin  oder einen Amtstierarzt bzw. Amtstierärztin einmal ausgelesen werden, rät Dr. Mellin.

 

Reisende, die über den Flughafen Hannover-Langenhagen mit ihrem Tier reisen möchten, können sich zu Fragen der Einreise nach Deutschland telefonisch beim Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover unter der Telefonnummer (0511) 616-22095 beraten lassen oder Anfragen per E-Mail senden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Musik aus Israel: Konzert mit The Paz Band am 18. Juli, 21 Uhr - Konzertreihe der Gedenkstätte Ahlem und des Café Glocksee

The Paz (C)Alon Levin The Paz (C)Alon Levin

 

 

Erderschütternder Rock aus Tel Aviv: In der Reihe „Musik aus Israel“ der Gedenkstätte Ahlem und des Café Glocksee ist am Donnerstag, 18. Juli 2019, The Paz Band in Hannover zu Gast. Fans der Lucille Crew dürfte die Stimme von Sängerin Gal De-Paz bekannt vorkommen, denn in dieser Formation sorgte die junge Israelin in der Glocksee schon zweimal für helle Begeisterung und lauten Applaus. Das Konzert beginnt um 21 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr. Eintrittskarten kosten 10 Euro plus Gebühren im Vorverkauf bzw. 12 Euro an der Abendkasse.

Es gibt ihn noch, den „echten Rock“: The Paz Band sind ein gutes Beispiel dafür. Mit einer Stimmgewalt, die in manchen Tönen an AC/DC-Sänger Brian Johnson erinnert, führt Sängerin Gal De-Paz ihre fünfköpfige Band durch die zehn Tracks ihres neuen Albums „Supply and Demand“. Egal ob sie kreischt oder gefühlvoll ins Mikrophon haucht, ihre Stimme lässt eine Gänsehaut den Rücken runterlaufen. The Paz Band ist seit fünf Jahren aktiv und vor allem im Heimatland Israel unterwegs. Ihr Repertoire reicht von bluesigen Hymnen wie „Thoughts“ bis hin zu Balladen wie „Narcotic Heart“. Kraftvoller Rock’n’Roll wird dabei von langsamen, melancholischen Strophen abgelöst.

 

 

Gewerblicher Immobilienmarkt: Beste Aussichten für 2019 - Anhaltendes Hoch auf dem Büromarkt / Logistikflächenumsätze auf Rekordkurs

Der Immobilienmarkt in Stadt und Umland entwickelt sich weiterhin dynamisch und zieht Projektentwickler, Mieterinnen und Mieter, Nutzerinnen und Nutzer sowie Investorinnen und Investoren an. Davon zeugen volle Auftragsbücher und zahlreiche Baustellen. Die regionale Immobilienwirtschaft erarbeitet auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Hannover und in Kooperation mit der Landeshauptstadt den Immobilienmarktbericht. In ersten Workshops wurde jetzt Bilanz für das Jahr 2018 gezogen und ein Ausblick für das erste Halbjahr 2019 entwickelt.

Die beteiligten Akteure bescheinigen dem Büroimmobilienmarkt eine durchweg positive Entwicklung, insbesondere was die seit Jahren stabil hohen Vermietungszahlen betrifft. 133.000 Quadratmeter Büroflächen wurden im vergangenen Jahr vermietet, 47.000 Quadratmeter gehen zusätzlich auf das Konto von Eigennutzern. Damit war 2018 das beste Jahr seit 2011 – damals wurde ein Gesamtumsatz von 182.000 Quadratmetern registriert. Zu den größten Deals des vergangenen Jahres zählt der Neubau der Continental AG, die seit Juli am Pferdeturm rund 39.000 Quadratmeter Bürofläche für 1.250 Beschäftigte errichten lässt. 

Zur Jahresmitte 2019 liegt der Flächenumsatz aktuell bei rund 70.000 Quadratmetern. Größter Einzelvertrag ist eine Anmietung an der Hans-Böcklerallee durch das Land Niedersachsen für das Kultusministerium (rund 7.000 Quadratmeter). Weitere größere Einzeldeals (größer als 3.500 Quadratmeter) wurden bislang im Bereich Hannover-Lahe und im Expo-Park im Süden Hannovers vermittelt. Die hannoverschen Marktteilnehmer erwarten angesichts der im Bau befindlichen bzw. gerade abgeschlossenen Projekte in der City übereinstimmend, dass sich die Spitzenmiete im Laufe des Jahres 2019 auf dem starken Vorjahresniveau von 17 Euro pro Quadratmeter hält. 

Auch der Umsatz mit Logistikimmobilien zieht weiter an und stieg 2018 auf einen Höchststand von etwa 375.000 Quadratmeter logistisch genutzter Hallenfläche (plus 115.000 Quadratmeter im Vergleich zu 2017). Der Jahresumsatz lag damit rund 170.000 Quadratmeter über den Umsätzen der vergangenen Jahre 2013 bis 2018 (205.000 Quadratmeter) und auch deutlich über dem bislang gemessenen Höchststand von 310.000 Quadratmetern im Jahr 2011. Bis zur Jahresmitte 2019 hat das lokale Expertennetzwerk bereits rund 260.000 Quadratmeter Logistikhallenumsätze registriert. Alleine damit wird der Jahresumsatz 2019 deutlich über dem langjährigen Mittel liegen. Auch die Spitzenmiete in diesem Marktsegment wächst: Für einen Quadratmeter Hallenfläche in Toplage werden Mitte 2019 bis zu 5,10 Euro fällig.

„Mit dieser Jahresbilanz und dem positiven Ausblick auf das laufende Jahr können wir mehr als zufrieden sein. Die Region Hannover entwickelt sich dynamisch und zieht Investoren an“, so ordnet Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, die jüngste Marktbewertung ein. Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, freut sich, dass Hannover seine Position als stärkster deutscher Immobilienstandort hinter den Top-7-Städten erneut unter Beweis stellt: „Die reinen Quadratmeterzahlen sind das eine. Auf der anderen Seite sprechen wir in den jeweiligen Teilmärkten mittlerweile von Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe. Das sorgt für Beschäftigungszuwächse in der gesamten Region Hannover.“

Insgesamt werden für den nächsten Immobilienmarktbericht in den nächsten Wochen die aktuellen Trends und Zahlen zu den Teilmärkten Büro, Logistik, Einzelhandel, Hotel und Wohnen detailliert zusammengetragen und aufbereitet.

2018 haben Region und Landeshauptstadt Hannover mit insgesamt 20 Unternehmen am Immobilienmarktbericht und der Jahresbilanz gearbeitet, 2019 beteiligen sich 24 namhafte Unternehmen, die in allen Teilmärkten des hannoverschen Immobilienmarktes aktiv sind, an der Berichterstellung.

Das Marktgebiet umfasst bei Büroimmobilien die Städte Garbsen, Hannover, Laatzen und Langenhagen. Bei Logistikimmobilien werden Umsätze in der gesamten Region Hannover betrachtet. Ausschlaggebend für die Umsatzstatistik ist nicht der Zeitpunkt der Fertigstellung oder des Einzugs in ein neues Gebäude, sondern der Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bei Miet- und Kaufverträgen beziehungsweise der Baubeginn bei selbstgenutzten Immobilien. Die Region orientiert sich damit an den Vorgaben der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif), die in allen großen deutschen Städten Anwendung finden.

Der nächste Immobilienmarktbericht 2019 ist für Anfang Oktober in Vorbereitung und erscheint pünktlich zur internationalen Leitmesse Expo Real in München. Der Immobilienmarktbericht aus dem Jahr 2018, das Zahlenupdate zur Jahresbilanz von Anfang 2019 und weitere Informationen sind auf www.immobilienmarktbericht-hannover.de abrufbar.

 

Jetzt anmelden! Dem Universum im GEO600 lauschen - Besichtigung des Gravitationswellen-Detektors GEO600 in Sarstedt am 24. Juli

 
Schon mal ins All gehorcht? Wie das geht und was dort zu hören ist, erfahren Interessierte am Mittwoch, 24. Juli, 14 bis 18 Uhr, von Dr. Benjamin Knispel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik bei einer exklusiven Tour für die Hörregion. Nach einem Vortrag über den Sound Schwarzer Löcher im Institut in Hannovers Nordstadt geht es mit dem Oldtimer-Bus nach Sarstedt zum GEO600, dem weltweit ersten Gravitationswellen-Detektor. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Callinstraße 38, 30167 Hannover, wo Dr. Knispel zunächst ins Thema einführt. Um 15 Uhr startet der Bus dann nach Sarstedt. Die Rückreise zum Max-Planck-Institut erfolgt gemeinsam mit dem Bus. Die Ankunft ist für 18 Uhr geplant.
 
Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Es stehen insgesamt 30 Plätze zur Verfügung. Ein Ticket kostet 10 Euro. Interessierte können sich unter Telefon (0511) 616-22208 oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ein Ticket sichern.
 
Hörregion Hannover
In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis entwickelt die Region Hannover die neue Marke und das neue Netzwerk Hörregion, mit der Absicht, auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam zu machen, für gutes Hören zu werben und den Standort Region Hannover zu stärken.
 
 
Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de.
 
 

Märchen- Sagen – Legenden im Weserbergland und Teutoburger Wald

HOLZMINDEN. Seit mehr als 40 Jahren lädt die Deutsche Märchenstraße dazu ein, den Spuren der berühmten Brüder Grimm zu folgen. Von der hessischen Brüder-Grimm-Stadt Hanau im Kinzigtal über 600 Kilometer bis ins norddeutsche Bremen, der Stadt der Bremer Stadtmusikanten verbindet die Märchenstraße über 60 Städte und Gemeinden. Ein bedeutender Abschnitt der Deutschen Märchenstraße liegt im Weserbergland und am Rande des Teutoburger Waldes.  Gleich sieben Orte von Holzminden bis Hessisch Oldendorf liegen auf der beliebten Ferienstraße und bieten ein reiches Angebot an märchen- und sagenhaften Erlebnissen.


Luftaufnahme Polle an der Weser (C) Ulrich Stamm

Luftbild Weserbergland (C) Ulrich Stamm

 

Ob eine Tour mit dem Baxmann durch Hessisch Oldendorf, ein geschichtenreicher Spaziergang mit dem Lügenbaron Münchhausen durch Bodenwerder, eine Begegnung mit dem  Hamelner Rattenfänger oder eine Wanderung entlang des Mythenwegs durch Lügde, die historischen Städte mit ihren sagenumwobenen Orten lassen die Besucher abtauchen in eine sagenhafte Welt.  Die pittoreske Malerstadt Schieder-Schwalenberg, die Heimat Aschenputtels Polle und die Stadt der Düfte und Aromen Holzminden runden die fabelhafte Reise durch das Weserbergland und den Teutoburger Wald ab.

Alle genannten sieben Orte haben sich im Frühjahr 2018  gemeinsam  auf den Weg gemacht, um diese sagenhaften Angebote besser zu verknüpfen und diesen Schatz besser zu vermarkten. Unter dem Titel „Märchen- Sagen – Legenden im Weserbergland und Teutoburger Wald“ ist nun eine gemeinsame Broschüre der Kooperation erschienen. Sie gibt einen Überblick über alle sieben zauberhaften Orte und ihre fantastischen Erlebnissen. Auf 21 Seiten werden Stadtführungen, Wanderempfehlungen und Veranstaltungstipps vorgestellt, die sowohl für Einheimische als auch für Urlaubsgäste als sagenhafter Reiseführer durch die Region dienen.

Benjamin Schäfer, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße, zeigt sich von den neu entstandenen Kooperation und der Broschüre begeistert: „Das Weserbergland und unsere Mitgliedsorte im Teutoburger Wald sind ein wahrer Schatz auf der Deutschen Märchenstraße. Mit der neuen Broschüre  ist ein tolles Produkt entstanden, das unseren Gästen einen echten Mehrwert bietet und das Thema Märchen, Sagen und Legenden erlebbar macht.“

Die Broschüre ist ab sofort in den Tourist-Informationen von Hessisch Oldendorf, Hameln, Lügde, Schieder-Schwalenberg, Bodenwerder, Polle und Holzminden erhältlich.

 

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„Der (fast) perfekte Ehemann“ - Letzte Aufführung am 14. Juli 2019

POLLE. Aus gegebenem Anlass weist die Laienspielgruppe Polle darauf hin, dass die letzte Aufführungen der Komödie „Der (fast) perfekte Ehemann“ von Jennifer Hülser am Sonntag, den 14.7. um 16.00 Uhr stattfindet. Auf einigen Veröffentlichungen, die zu früh in Umlauf gebracht wurden, ist als Aufführungsbeginn 17.00 Uhr angegeben.


„Der (fast) perfekte Ehemann“ - Letzte Aufführung am 14. Juli 2019 (C) Laienspielgruppe Polle e.V.

„Der (fast) perfekte Ehemann“ - Letzte Aufführung am 14. Juli 2019 (C) Laienspielgruppe Polle e.V.

Burgruine in Polle (C) Ulrich Stamm

Luftaufnahme Burg Polle (C) Ulrich Stamm

 

Mit der Auswahl der diesjährigen Komödie haben die Poller Amateurschauspieler wieder einmal voll den Publikumsgeschmack getroffen. Dem Team um Spielleiterin Cora Holste ist es auch diesmal hervorragend gelungen, die Rollen mit den passenden Darstellern zu besetzen. Kurz zum Inhalt: Gaby (Carola Elster) hat ihren Ehemann satt und ist zu ihrer Freundin nach Mallorca gefahren. Ständig trägt sie ihrem Peter (Hans-Jürgen Toschek) alles hinterher und dieser tut keinen einzigen Handschlag. Sie stellt ihm ein Ultimatum, dass er lernt, wie es im Haushalt funktioniert, sonst reicht sie die Scheidung ein. Das ist für Elfriede (Christa Runge), die Mutter von Gaby, ein gefundenes Fressen. Sie wünscht sich nichts mehr, als das Peter und Gaby sich trennen. Olaf (Heinz Heil), der beste Freund von Peter, versucht diesem natürlich zu helfen, was nicht ganz einfach wird, als Diana (Annalena Wolter), die schöne Nachbarin, bei Peter leicht bekleidet auftaucht, weil sie sich ausgesperrt hat. Das Chaos ist schon fast perfekt, als die überfürsorgliche Nachbarin Ella (Cora Holste) eine Kammerjägerin (Elke Toschek) engagiert, weil sie gehört hat, dass sich Ungeziefer bei den Maurers eingenistet hat.

Zahlreichen Zuschauern der bisherigen Aufführungen scheint dieser das Zwerchfell strapazierende Schwank außerordentlich gut gefallen zu haben, denn etliche von ihnen haben bereits zum zweiten Mal Karten reserviert. Und auch die Mundpropaganda ist nicht ganz ohne Wirkung geblieben, denn die Kartenbestellungen laufen für die letzten beiden Aufführungen unerwartet gut, zumal das Wetter an den beiden vorrangegangenen Wochenenden mit zu hohen und danach zu niedrigen Temperaturen viele Stammzuschauer von einem Theaterbesuch abgehalten hat.

Wer also am 13.7. um 19.30 Uhr oder am 14.7. um 16.00 Uhr wieder einmal ausgiebig lachen und abschalten möchte, sollte sich seine Karten unbedingt zurücklegen lassen. Alle Aufführungen finden auf der überdachten Bühne im Amtshof statt. Karten können wie immer bei der Laienspielgruppe Polle, Tel.: 05535/911006, Fax: 05535/911008, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, auf der Homepage der Laienspielgruppe www.lsgp.de und bei Facebook www.facebook.com/freilichtbuehne.polle reserviert werden.

 

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 9. Juli 2019

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag knapp behauptet geschlossen. Bereits am Freitag war es an der Wall Street abwärts gegangen, und auch am Montag eröffnete sie im Minus. Auslöser für die neue Vorsicht der Anleger ist der starke US-Jobbericht vom Freitag, der die heißgelaufene Zinssenkungsfantasie etwas eindampfte. Daneben sorgte auch die Verschärfung der Iran-Krise für Vorsicht, nachdem das Land demonstrativ die Bedingungen des Atomabkommens nicht mehr erfüllt. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,1 Prozent auf 3.524 Punkte, der DAX 0,2 Prozent auf 12.544 Punkte.

Thema Nummer eins war der Umbau der Deutschen Bank. Nachdem die Märkte seit einer Woche auf einen solchen Schritt bereits vorbereitet wurden, stehen seit dem Wochenende die Fakten fest. Für die Anleger sowie die Analysten ist der immense Jobabbau sowie die damit verbundenen Kosten in Milliardenhöhe kein Befreiungsschlag, bei dem die Karten neu verteilt werden. Vielmehr wird klar, dass es wohl Jahre dauern wird, bis es bei der Deutschen Bank wieder aufwärts geht.

Wer als Investor diesen langen und wohl schwierigen Weg nicht mitgehen will, der verabschiedete sich. Nachdem die Aktie mit dem gewagten Rundumschlag von CEO Christian Sewing im Plus eröffnete, kamen schnell Verkäufe an den Markt. Der Wert stellte mit einem Minus von 5,4 Prozent den Verlierer im DAX.

Deutsche Bank wird neu aufgestellt

Die Deutsche Bank will mithilfe massiver Einschnitte wieder in die Erfolgsspur finden und nimmt dafür bis 2022 insgesamt 7,4 Milliarden Euro an Sonderbelastungen in Kauf. Alleine im zweiten Quartal werden 3 Milliarden für die Restrukturierung berücksichtigt, weshalb nach vorläufiger Rechnung ein Verlust nach Steuern von 2,8 Milliarden Euro anfällt. Mit dem Kostensenkungsprogramm, dem 18.000 Jobs zum Opfer fallen, will die Bank ihre bereinigten Kosten bis 2022 auf 17 Milliarden Euro drücken. 2018 hatte dieser Wert bei 22,8 Milliarden Euro gelegen.

Die Analysten sind skeptisch. Für eine Herausforderung hält die UBS das Ziel der Deutschen Bank, über einen Zeitraum von vier Jahren die Kosten um 25 Prozent zu senken und zugleich die Erträge um 10 Prozent zu steigern. Dies dürfte sich besonders schwierig gestalten aufgrund des derzeitigen Marktumfeldes und angesichts der gleichzeitigen Umstrukturierung der Bank. Die Analysten von Citi stufen die Wahrscheinlichkeit als sehr gering ein, dass es ab 2022 zu Aktienrückkäufen und einer Dividende kommen wird. Zudem sei eine Kapitalerhöhung nach wie vor nicht auszuschließen. Die Kollegen bei Berenberg raten nach wie vor zum Verkauf der Aktie. Die Umsetzung der Strategie sei mit erheblichen Risiken behaftet.

Sodexo erwartet nur noch moderates Wachstum

Der Kantinenbetreiber Sodexo hat den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres gesteigert. In den verbleibenden drei Monaten werde das Wachstum aber moderater ausfallen, erwartet der Cateringanbieter aus Paris. Der Kurs gab mit dem schwachen Ausblick 4,2 Prozent nach.

Für die Aktie des spanischen Versorgers Enagas ging es erneut um 4,8 Prozent nach unten. Dabei belastete, dass die spanische Wettbewerbsbehörde CNCM am Freitag bereits neue Vorschläge für die Kompensation des Gasgeschäftes sowie der Nutzung von Stromnetzen vorgelegt hatte. "Der Vorschlag gefährdet die Strategie und die Equity Story von Enagas", hieß es von den Analysten der Citi. Der schlechter als erwartet ausgefallene Vorschlag von CNMC werde die Gewinnerosion erheblich beschleunigen und den Cashflow des Konzerns zudem reduzieren.

Eine Achterbahnfahrt absolvierte die Aktie von Thyssenkrupp. Gegen Mittag schoss sie steil nach oben auf bis zu 5 Prozent Plus. Hintergrund waren Gerüchte, dass der Konzern bereits im Herbst Gespräche über den Verkauf seiner Aufzugssparte führen will. Doch die Titel gaben die Gewinne wieder ab und schlossen lediglich 0,1 Prozent im Plus.

Fuchs Petrolub gaben 4,4 Prozent ab. Der Schmierstoffhersteller wird wegen der schwachen Autokonjunktur seine Prognosen nicht erreichen. Washtec brachen um 12 Prozent ein. Auch der Waschanlagenhersteller hat eine Gewinnwarnung abgegeben. Noch im März hatte sich das Unternehmen äußerst zuversichtlich geäußert.

Kursverluste in Athen nach Wahlsieg der Opposition

Der Wahlsieg der Opposition und der damit einhergehende zu erwartende Regierungswechsel in Griechenland sorgte am dortigen Aktienmarkt für keine Euphorie. Der FTSE/Athex büßte 2,2 Prozent ein. Die neue Regierung unter der Nea Dimokratia verspricht eine traditionelle Mitte-rechts-Agenda auf der Grundlage von Steuersenkungen und der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen, will daneben aber auch die bisherige Sparpolitik aufheben. Im Vergleich zur vorherigen Regierung dürfte das Land zwar von den verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitieren, doch die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Effizienz und die Stärkung des Arbeitsmarktes stellen nach Einschätzung von Aberdeen Standard Investments nach wie vor große Herausforderungen dar.

Derweil stand die türkische Lira leicht unter Druck. Sie fiel zum Euro um knapp 1 Prozent, für einen Euro mussten 6,42 Lira bezahlt werden nach 6,32 Lira am Freitag. Grund war der Angriff des türkischen Präsidenten Recep Erdogan auf die Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank. Erdogan hat per Dekret den Gouverneur der türkischen Zentralbank entlassen und durch dessen Stellvertreter ersetzt. Murat Cetinkaya hatte gegen den ausdrücklichen Willen Erdogans die Leitzinsen erhöht, um die heftige Inflation zu bekämpfen. Diese war daraufhin von einem Höchststand von 25 Prozent auf 15,7 Prozent zurückgegangen.

(Quelle:finanzen.net)

70.000ter Einsatz für Luftretter "Christoph 4"

HANNOVER. Zum 70.000ten Mal hob der Rettungshubschrauber Christoph 4 ab. Eine allergische Reaktion nach Insektenstichen war der Auslöser. Glücklicherweise konnte das Schlimmste verhindert werden. Der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stationierte Christoph 4 ist seit 1972 ständig im Einsatz.

Betrieben wird der Rettungshubschrauber von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) im Landesverband Niedersachsen/Bremen, die damit verantwortlich für den Dienstbetrieb ist. Die Crew besteht aus einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn) sowie einem speziell ausgebildeten Notfallsanitäter der Johanniter und einem Notarzt der Unfallchirurgie der MHH.

Der Helikopter wird meist in einem Radius von 50 Kilometern eingesetzt, bekommt bisweilen aber auch darüber hinausgehende Aufträge. Er fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 257 Kilometern pro Stunde meist in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel.

Die medizinische Besatzung kümmert sich vor allem um die Versorgung internistischer und neurologischer Notfälle wie zum Beispiel Schlaganfälle, Kindernotfälle und Traumaverletzungen durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle.

Natürlich sind unter dem Namen „Christoph 4“ im Verlauf der Jahre unterschiedliche Hubschraubertypen im Einsatz gewesen. Zuerst war es eine BO 105, 1984 die Bell-UH-1D, abgelöst von der BO 105CBS 1997 und ab 2007 die EC-135. Der Luftrettungsstützpunkt in Hannover ist seit 2004 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Bei seiner Indienstnahme vor über 45 Jahren durch den damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher war Christoph 4 einer der ersten Rettungshubschrauber in Deutschland – heute gibt es bundesweit 52 zur Primärrettung.

Der Christoph 4 gehört zu den Rettern in „Orange“ der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nimmt alle Aufgaben der Verwaltung wahr, die sich aus dem Betrieb ergeben. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des Bundesministeriums des Innern zu beschaffen und auszustatten. Mit ca. 1500 Einsätzen im Jahr zählt Christoph 4 zu den einsatzstärksten unter den Rettungshubschraubern in Deutschland. Dabei rangieren die internistischen Notfälle wie Herzinfarkte an erster Stelle, dicht gefolgt von den Traumaverletzungen, verursacht durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle. Im vergangenen Sommer wurde der Rettungshubschrauber zu vielen Ertrinkungsnotfällen mit Kindern alarmiert, zudem war die A2 auch 2018 ein Schwerpunkt von schwerwiegenden Lkw-Unfällen, bei denen Christoph 4 zu Hilfe kam.