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Interimsbau entsteht an anderer Stelle / Bäume an Martin-Luther-Straße sollen am 28. April gefällt werden

Stadt wendet Verzögerung bei geplanten Arbeiten an Hermann-Löns-Schule ab

LANGENHAGEN. Die Stadt Langenhagen hat eine Möglichkeit gefunden, wie sie eine vermeintliche Verzögerung bei den geplanten Arbeiten an der Hermann-Löns-Schule abwenden kann. Die umfangreiche Sanierung der Grundschule und deren Umbau zur Ganztagsschule hatte die Stadt Lagenhagen seit langer Zeit vorbereitet. Alle Planungen waren abgeschlossen, bevor besondere Auflagen für Erd- und Tiefbauarbeiten aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie erlassen wurden.

Stadtverwaltung und Planungsbüro haben nun eine Lösung gefunden, um mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen zu können: Der Interimsbau, der für die Sanierung des von 1910 bis 1911 errichteten Hauptgebäudes sowie den Bau der neuen Schulgebäude benötigt wird, entsteht an einer anderen Stelle. Diese Fläche ist sondiert. Eine Fachfirma für Kampfmittelbergung hat sie freigegeben. Somit können dort unter anderem neue Leitungen verlegt werden.

Wermutstropfen: Die neue Stellfläche reicht bis an die südliche Grenze des Schulgeländes. Dort stehen auf Seite der Martin-Luther-Straße mehrere Bäume. Sie müssen nun aufgrund der Änderungen gefällt werden. Die Arbeiten sind für Dienstag, 28. April, geplant.

„Das ist sehr bedauerlich“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Doch unter den gegebenen Umständen mussten wir abwägen: Verzögern wir das von langer Hand vorbereitete und von vielen sehnsüchtig erwartete Bauvorhaben oder fällen wir gesunde Bäume?“ Die Entscheidung erleicherte letztlich der Umstand, dass die Bäume zu gegebener Zeit ersetzt werden. Auch wenn diese anfangs jünger sein werden als jene, die derzeit noch einen natürlichen Sichtschutz zur Martin-Luther-Straße bilden.

Die zu fällenden Bäume wurden bereits kontrolliert. Mit dem Ergebnis, dass weder Vogelnester noch andere Anzeichen auf andere größere Tiere als Bewohner gefunden wurden. Die Stämme der Bäume, die sowohl an der Straße als auch auf dem Schulgelände in Nähe der Baustelle erhalten werden können, bekommen in den nächsten Tagen eine Art Holzverschalung. Dieser Baumschutz bleibt für die Dauer der Bautätigkeiten bestehen.


Baustellenzufahrt an der Martin-Luther-Straße © Carl-Marcus Müller

Schulgelände für den geplanten Neubau © Carl-Marcus Müller

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Polizei Hildesheim

Polizei Nachrichten aus Hildesheim vom 26.April 2020

HILDESHEIM

Geparkter Pkw touchiert, Verursacher flüchtet

Zwischen dem 24.04.2020, 19.00 Uhr und dem 25.04.2020, 10:45 Uhr, befährt ein bisher unbekannter Fahrzeugführer die Adolf-Kolping-Straße in Harsum. Hierbei stößt er gegen den Seitenspiegel eines Pkw, welcher vor der Hausnummer 45 am Fahrbahnrand abgeparkt war.

Der unbekannte Fahrzeugführer entfernt sich vor Ort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Der verursachte Sachschaden wird auf ca. 100,- Euro geschätzt. Die Polizei Sarstedt bittet Personen, die Hinweise auf den Verursacher geben können, sich bei der Polizei Sarstedt zu melden. Tel. 05066/9850

 

Unerlaubtes Entsorgen von Abfällen

Bislang unbekannte Personen entsorgten am 24.04.2020 eine Vielzahl Restgebinde von Farben, Lacken und anderen Dispersionen. Die Behälter wurden im Bereich der Lobker Straße, dortige Brücke am Überflutungsgraben abgelegt. Sie hatten eine Größe zwischen 100ml bis zu 15l. Die Polizei Sarstedt bittet Zeugen, die Hinweise auf den/ die Täter geben können, sich bei der Polizei Sarstedt zu melden. Tel. 05066/9850

 

Brand eines Einfamilienhauses mit angrenzender Werkstatt

Am 24.02.2020, gegen 18:16 Uhr, geriet der Holzanbau eines Wohnhauses aus bisher ungeklärter Ursache in Brand. Das Feuer zerstörte den Anbau und Teile des angrenzenden Einfamilienhauses. Ein daneben befindliches Haus wurde durch die Hitzeeinwirkung ebenfalls beschädigt.

Der 81-jährige Hauseigentümer sowie die Nachbarn blieben unverletzt. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr Sarstedt vollständig gelöscht. Die Polizei Sarstedt bittet Zeugen, die Hinweise auf die Umstände des Brandes geben können, sich bei der Polizei Sarstedt zu melden. Tel. 05066/9850 

 

Diebstahl von Fahrzeugrädern aus einer Garage

Zwischen dem 23.042020, 18:00 und dem 24.04.2020, 11:00 Uhr, wurden von einer bislang unbekannten Person vier komplette Pkw-Räder entwendet. Die Räder wurden zur Tatzeit in einer Garage der Straße An der Sporthalle gelagert. Die Polizei Sarstedt bittet Zeugen, die Hinweise auf den/ die Täter geben können, sich bei der Polizei Sarstedt zu melden. Tel. 05066/9850

 

Verkehrsunfall mit einer leichtverletzten Person in der Schmiedetorstraße in 31008 Elze

Am 24.04.2020 befährt gegen 13:20 Uhr ein 54-jähriger Elzer mit seinem Pkw die Schmiedetorstraße in Fahrtrichtung B1/Mehle. Beim Abbiegen nach links in den Heilswannenweg stößt er frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 57-jährigen Elzers zusammen. Dieser wird durch den Zusammenstoß leicht verletzt.

Beide Pkw werden erheblich beschädigt und sind nicht mehr fahrbereit. Zeugen des Verkehrsunfalles werden gebeten, dass sie sich unter der Telefonnummer 05068-93030 bei der Polizei in Elze melden.

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Aktuell 390 gemeldete Todesopfer wegen dem Coronavirus in Niedersachsen

9.849 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen - 25.04.2020

HANNOVER / NIEDERSACHSEN. 9.849 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute -Samstag, Stand 13 Uhr- in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden.

Insgesamt 390 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA (bis 10 Uhr) als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 6.845 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 69,5 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 825 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt:

Davon liegen 646 Erwachsene auf Normalstationen, 178 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 119 Erwachsene beatmet werden, davon fünf auf ECMO-Plätzen. Ein Kind befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung (Normalstation).

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

LK Ammerland

161

1

4

0

LK Aurich

83

0

5

0

LK Celle

157

3

10

1

LK Cloppenburg

95

4

0

0

LK Cuxhaven

95

4

5

0

LK Diepholz

310

6

21

0

LK Emsland

381

0

16

0

LK Friesland

30

0

1

0

LK Gifhorn

122

0

4

0

LK Goslar

177

0

10

0

LK Göttingen

707

29

41

7

LK Grafschaft Bentheim

212

2

13

0

LK Hameln-Pyrmont

115

1

6

0

LK Harburg

469

3

9

0

LK Heidekreis

66

0

1

0

LK Helmstedt

140

0

1

0

LK Hildesheim

292

2

2

0

LK Holzminden

103

0

5

0

LK Leer

90

1

2

0

LK Lüchow-Dannenberg

17

0

2

0

LK Lüneburg

164

0

0

0

LK Nienburg (Weser)

63

0

1

0

LK Northeim

117

2

1

0

LK Oldenburg

204

7

10

0

LK Osnabrück

926

10

38

0

LK Osterholz

78

0

0

0

LK Peine

137

1

10

0

LK Rotenburg (Wümme)

92

0

1

0

LK Schaumburg

141

1

5

0

LK Stade

184

1

6

0

LK Uelzen

41

1

0

0

LK Vechta

306

1

10

0

LK Verden

116

0

1

0

LK Wesermarsch

51

0

1

0

LK Wittmund

24

0

0

0

LK Wolfenbüttel

165

0

7

0

Region Hannover

1847

38

63

6

SK Braunschweig

298

5

10

0

SK Delmenhorst

41

0

2

0

SK Emden

16

0

0

0

SK Oldenburg

156

1

0

0

SK Osnabrück

436

3

13

0

SK Salzgitter

125

0

5

0

SK Wilhelmshaven

18

1

0

0

SK Wolfsburg

281

1

48

0

Gesamt

9849

129

390

14

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch (bis 13 Uhr, Todesfälle bis 10 Uhr) mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen.

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Fallzahlanstiege können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten und die standardisierte Falldatenübermittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung erfolgen kann. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten.

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Virus: www.niedersachsen.de/coronavirus

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Ab dem 27. April 2020 erweitert die Stadt ihr Verwaltungsangebot in der Corona-Krise

Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover erweitert Kund*innenkontakte

HANNOVER. In der kommenden Woche erweitert die Landeshauptstadt Hannover die Möglichkeiten für Einwohner*innen, persönlich Angelegenheiten zu regeln beziehungsweise Einrichtungen zu nutzen. Auch in den vergangenen vier Wochen wurde eine Vielzahl von Aufgaben wahrgenommen. Viele Dienstleistungen wurden online oder auf dem Postweg bearbeitet, Beratungen per Telefon oder zu bestimmten Öffnungszeiten erbracht, wegen der Vorgabe, dass persönliche Kontakte aus Infektionsschutzgründen möglichst vermieden werden sollen.

Ab Montag (27. April) beziehungsweise Montag (4. Mai) sollen die Möglichkeiten für den Besucher*innenverkehr erweitert werden.

In jedem Fall ist der Schutz der Mitarbeitenden und der Kund*innen unbedingt zu beachten. Es ist sicherzustellen, dass die Abstandsregeln von 1,5 Metern durchgängig eingehalten werden. Wenn dies nicht möglich ist, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Besucher*innen werden gebeten, speziellen Hinweisen vor Ort zu folgen.

Im Einzelnen ist vorgesehen:

Herrenhäuser Gärten

Seit heute (Freitag, 24. April) sind der Große Garten und der Berggarten in Herrenhausen wieder für Besucher*innen geöffnet. Zur Sicherheit bleiben die Grotte, die Schauhäuser und der Irrgarten vorerst geschlossen. Dort könnte der geforderte Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden.

Gruppen – ausgenommen Familien - haben vorerst keinen Zutritt. Das Picknicken ist bis auf Weiteres nicht gestattet.

Geschlossen bleiben bis auf Weiteres das Museum Schloss Herrenhausen und der Schloss-Shop. Auch Führungen und Veranstaltungen können nicht durchgeführt werden.

Fachbereich Öffentliche Ordnung

Dienstleistungen, die aus rechtlichen Gründen ein persönliches Erscheinen der Kund*innen notwendig machen, werden ab Montag (27. April) schrittweise angeboten:

Es beginnt mit der Abholung von Personalausweisen und Reisepässen sowie der Zulassung von Kraftfahrzeugen. Termine für diese Dienstleistungen können telefonisch unter den Nummern 0511/168-32000 (Personalausweis- und Reisepassabholung) und 0511/168-44918 und 0511/168-44539 (Zulassungsangelegenheiten) vereinbart werden.

Hinzukommen sollen ab Mittwoch (29. April) die weiteren Dienstleistungsangebote der Bürgerämter – zunächst nur an einem, noch festzulegenden, Standort und ausschließlich nach Terminvereinbarung.

Ab Montag (4. Mai) soll das Dienstleistungsangebot im Fachbereich Öffentliche Ordnung wieder vollständig verfügbar sein, aus Infektionsschutzgründen ebenfalls zunächst nur nach Terminvereinbarung; im Internet wird laufend über den Fortgang neuer Terminangebote informiert.

Fachbereich Finanzen

Ab Montag (27. April) sind Terminvereinbarungen zu Steuer- und Vollstreckungsangelegenheiten nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Stadtbibliothek 

Die Zentralbibliothek (Hildesheimer Straße) wird mit reduziertem Service und für eine eingeschränkte Besucher*innenzahl am Montag (4. Mai) geöffnet; Bücher und andere Medien können zu den bekannten Öffnungszeiten ausgeliehen und zurückgegeben werden. Der längere Aufenthalt, so auch das Lesen von Tageszeitungen oder Arbeiten sind bis auf weiteres nicht zugelassen. Veranstaltungen finden nicht statt.

Auch einige Stadtteilbibliotheken, in denen die Abstandsregelungen eingehalten werden können, werden wieder öffnen. Genaue Informationen im Laufe der kommenden Woche auf www.stadtbibliothek-hannover.de

Seit der Woche nach Ostern wird sowohl in der Zentralbibliothek als auch in der Nordstadtbibliothek und der Stadt- und Schulbibliothek Bothfeld ein telefonischer Bestell- und Abholservice angeboten. Auch dazu gibt es genaue Informationen auf der Homepage.

Fachbereich Soziales 

Im Fachbereich Soziales werden verschiedene Dienstleistungen (z.B. Leistungen nach dem SGB XII, AsylbLG, Wohngeld) erbracht, die zur kritischen Infrastruktur gehören Diese Dienstleistungen wurden und werden trotz Corona-Krise durchgängig erbracht. Der Fachbereich Soziales ist jeweils von 8.30 bis 12.00 Uhr (mit Ausnahme von Mittwoch) für Not- und Eilfälle geöffnet. Für alle anderen Kund*innen ist der Fachbereich Soziales darüber hinaus telefonisch, schriftlich und per E-Mail zu erreichen.

Fachbereich Jugend und Familie

In folgenden Dienststellen ist die Wiederaufnahme eines eingeschränkten Kund*innenbetriebes zu Montag (4. Mai) geplant:

- Ihmeplatz 5 (Zentrales Dienstgebäude): Wirtschaftliche Jugendhilfe; Beurkundungen; Elterngeld; Unterhaltsvorschuss

- Dezentrale KSD-Dienststellen: Anstelle offener Terminsprechstunden werden Telefonberatung und Beratung in den Dienststellen nach vorheriger Terminvereinbarung angeboten, auch kurzfristige Termine sind möglich. In akuten Krisensituationen bzw. Kindeswohlgefährdung erfolgen ggf. Hausbesuche.

- Dezentrale Dienststellen Jugend- und Erziehungsberatung: In der Jugend-, Familien- und Erziehungsberatung sowie der Schüler- und Elternberatung sind Beratungsgespräche durch einzelne Berater*innen mit Einzelpersonen in den üblichen Beratungsräumen geplant.

- Familienservicebüro: Sofern keine telefonische Klärung der Angelegenheit möglich ist, können Termine im Familienservicebüro vereinbart werden.

- Fluxx-Notfallbetreuung: Die Notfallbetreuung soll wieder angeboten werden.

Fachbereich Senioren

Die Senior*innenberatung läuft seit dem Beginn der Corona-Krise telefonisch. Ab Montag (4. Mai) sind nach telefonischer Terminvereinbarung bei Bedarf persönliche Beratungen wieder möglich.

Bürgerservice Bauen

Die Öffnung für den Kunden*innenverkehr ist ab Montag (4. Mai) geplant.

Fachbereich Planen und Stadtentwicklung

Der Fachbereich Planen und Stadtentwicklung plant zu Montag (4. Mai), die individuellen Beratungs- und Abstimmungsgespräche, die planungsrechtliche Beratung sowie die allgemeine Bauberatung wieder auf zu nehmen, sofern eine elektronische oder telefonische Klärung nicht möglich ist. 

Fachbereich Tiefbau

Im Fachbereich Tiefbau war in lediglich drei Arbeitsbereichen der Kunden*innenverkehr eingeschränkt (Schilderverleih an Dritte im Werkhof Burgweg; Aushändigung von Maschseeplaketten für Bootsinhaber*innen/-führer*innen sowie Ausstellung von Parkausweisen für Handwerk*innen, behinderte Menschen, Anwohner*innen). Im Laufe der Woche ab Montag (27. Apirl), spätestens am 4. Mai, werden diese Aufgabenbereiche für den Besucher*innenverkehr unter Einhaltung der entsprechenden Schutzmaßnahmen wieder geöffnet. 

Fachbereich Umwelt und Stadtgrün

Für die Aufgabenbereiche Umweltzone, Baumschutz und Friedhofsbüros war und ist eine Erreichbarkeit des Fachbereiches Umwelt und Stadtgrün telefonisch bzw. elektronisch durchgehend sichergestellt. Ab Montag (4. Mai) ist geplant, persönliche Vorsprachen mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder zu ermöglichen.

Stadtentwässerung

Die Überwachungsaufgaben im Rahmen der Grundstücksentwässerung mit Kunden*innenkontakten werden ab Montag (27. April) wieder aufgenommen. 

Über die sukzessiven Änderungen wird die Verwaltung unter anderem auf der Internetseite www.hannover.de informieren.

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Polizei Hannover

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 25.April 2020

HANNOVER. 

17-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Verkehrsunfall

Auf der Landesstraße (L) 401 im Bereich Gehrden ist es am Freitagabend, 24.04.2020, kurz vor 18:00 Uhr zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 17-Jähriger hat die Kontrolle über sein Leichtkraftrad verloren und ist anschließend gegen einen Baum geprallt. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Jugendliche mit der KTM 125 Duke, von Leveste kommend, in Richtung Langreder (Barsinghausen) unterwegs. In einer Rechtskurve verlor er aus bislang unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Motorrad, stürzte auf die Fahrbahn und prallte anschließend an der Gegenfahrbahn gegen einen Baum. Sofort alarmierte Rettungskräfte reanimierten den 17-Jährigen noch an der Unfallstelle. Jedoch verstarb er wenig später an der Schwere seiner Verletzungen. Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Auf rund 1.000 Euro schätzen sie den entstandenen Schaden. Die Unfallstelle war bis circa 20:15 Uhr voll gesperrt. Darüber hinaus suchen die Beamten dringend nach Zeugen des Unfalls. Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-1888 entgegen.

 

Leiche auf Friedhof entdeckt - erneuter Zeugenaufruf

Am Mittwochmorgen, 15.04.2020, haben Friedhofsmitarbeiter eine männliche Leiche auf dem Gelände eines Friedhofes an der Straße Kleiner Hillen in Kirchrode gefunden. Hierbei handelt es sich um den vermissten Kadir A. aus Bielefeld. Mit der Veröffentlichung eines weiteren Fotos des 28-Jährigen erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise aus der Bevölkerung. Durch die Beamten der Mordkommission "Zündschnur" wird mit Hochdruck weiter zu den Hintergründen der Tat und dem Täter ermittelt. Aktuell verteilen die Ermittler ein Plakat mit einem Foto des Getöteten im hannoverschen Stadtteil Kirchrode. Kadir A. war am Sonntag, 05.04.2020, mit der Straßenbahn und zu Fuß in Hannover unterwegs. Hierbei trug er unter anderem auch einen blau-gemusterten Turnbeutel. Zeugen, welche Kadir A. gesehen haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

 

Groß Buchholz: Autos beschädigt - Täter gefasst

Polizeibeamte haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (24.04.2020) zwei Täter festgenommen. Eine Zeugin hat sie dabei beobachtet, wie sie sich gemeinsam mit anderen an Autos zu schaffen gemacht haben, die an der Tischbeinstraße in Groß Buchholz geparkt gewesen sind. Eine aufmerksame Zeugin hatte die Gruppe gegen 02:20 Uhr bemerkt, als sie an Autos rüttelte und die Polizei alarmiert, da sie befürchtete, die Fahrzeuge könnten beschädigt worden sein. Die alarmierten Beamten trafen an der Lenbachstraße, Ecke Feuerbachstraße, vier Personen an, die sofort fußläufig flüchteten. Dennoch gelang es den Einsatzkräften nach kurzer Verfolgung, zwei von ihnen an der Leibelstraße zu stellen. Dabei handelt es sich um einen 15-jährigen Jugendlichen und einen 23-Jährigen. Entlang des Fluchtweges des 23-Jährigen wurde ein Autoradio gefunden, dass offenbar kurz zuvor dort abgelegt worden war.

Der 15-Jährige hatte unter anderem Mercedessterne sowie diverse andere Fahrzeugteile bei sich. Die Funde wurden sichergestellt. Die Fahndung nach den unbekannten Flüchtigen verlief bislang erfolglos. Im Anschluss nahmen die Beamten die geparkten Autos im Nahbereich in Augenschein und stellten fest, dass bei zwei Mercedes jeweils der Stern abgebrochen worden war und aus einem Ford offenbar ein solches Radioelement entwendet wurde, wie es kurz zuvor gefunden worden war. Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Polizisten zudem fest, dass gegen den 23-Jährigen ein Haftbefehl offen war. Nachdem er den ausgeschriebenen haftbefreienden Betrag von 200 Euro (Ersatzweise 20 Tage Haft) entrichtet hatte, durfte er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle wieder verlassen. Der Jugendliche wurde an einen Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen dauern an. Am frühen Freitagmorgen wurden der Polizei dann vier Wagen in den Hesemannstraße gemeldet, bei den die Kennzeichen fehlten. Diese wurden jedoch in der Nähe aufgefunden. Auch drei weitere beschädigte Autos im Rehmer Feld und im Antoniusweg wurden gemeldet. Die Polizei prüft, ob diese den ermittelten Täter ebenfalls zugeordnet werden können. Zudem schließen die Beamten nicht aus, dass im fraglichen Zeitraum auch weitere Fahrzeughalter zu Schaden kamen. Deshalb bitten sie die Eigentümer, sich beim Polizeikommissariat Lahe unter der Telefonnummer 0511 109-3315.

 

Polizei unterstützt den #stayathomemarathon

Die Polizeidirektion Hannover beteiligt sich am Sonntag, 26.04.2020, an der Initiative #stayathome HAJ Marathon Hannover. Polizeipräsident Volker Kluwe betont die Bedeutung dieser solidarischen Bewegung und freut sich auf ein Miteinander der besonderen Art, das von der Polizei Hannover ausdrücklich begrüßt wird. Der 30. HAJ Hannover Marathon wurde am 23.03.2020 offiziell abgesagt. Die jährliche Veranstaltung ist in Polizeikreisen beliebt - sowohl bei Einsatzkräften als auch bei den als Sportler teilnehmenden Polizeibeamten. In den letzten Jahren nahm eine Vielzahl von Mitarbeitenden der Polizeibehörde als Läuferinnen und Läufer teil. Eine der insgesamt acht Staffeln erreichte im vergangenen Jahr den 3.Platz in der Gesamtwertung. Die beschränkenden Regelungen aus der Allgemeinverfügung machen eine Durchführung der 30. Auflage unmöglich. Stattdessen wird es dieses Jahr alternativ den #stayathomemarathon geben. Polizeipräsident Volker Kluwe: "Der Hannover Marathon hat uns in den letzten Jahren viel Freude bereitet. Die Verbundenheit in der Gemeinschaft - sonst eine Stärke der Veranstaltung - wird in der aktuellen Corona-Zeit zur Schwäche. Der Aufruf zum Mitmachen läuft nun unter dem Motto "Wir laufen trotzdem: Jeder für sich und doch alle miteinander!" Eine Super-Idee, denn so entsteht wieder ein Gemeinschaftsgefühl." Kluwe betont: "Wir freuen uns über jeden Läufer, der sich beteiligt. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig für die Gesellschaft, sich gemeinschaftlich zu zeigen. Der Erfolg des Laufs hängt jedoch davon ab, dass sich alle an die Regeln halten. Als Polizei ist es uns wichtig, dass die Sportler alleine laufen und sich nicht gemeinsam in Gruppen verabreden. Der eigene Garten oder die einsame Lieblingsstrecke sind geeigneter als beliebte Ausflugsziele wie die Eilenriede oder der Maschsee.

Die Laufaktion "zu Hause" bietet die Chance, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Hannover sportlich und zugleich verantwortungsbewusst präsentieren." Die Polizei wird am Wochenende im Einsatz sein und das Verhalten der Teilnehmer im Auge behalten. "Wir setzen auf die Einsicht der Teilnehmer und möchten Laufspielchen á la Räuber und Gendarm vermeiden", sagt Kluwe mit einem Augenzwinkern.

 

Fahrradfahrer nach Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Donnerstagabend, 23.04.2020, ist ein 30-jähriger Radfahrer bei einem Verkehrsunfall an der Nienburger Straße in der hannoverschen Nordstadt schwer verletzt worden. Auf Höhe einer Stadtbahnhaltestelle ist es zu einer Kollision mit einem Pkw gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der 30-jährige Hannoveraner mit einem Klapp-Faltrad gegen 19:00 Uhr an der Nienburger Straße unterwegs. An einer nicht aktivierten Bedarfsampel überquerte er die Fahrbahn in Richtung der Universität. Hierbei wurde der 30-Jährige von dem Audi A4 eines 63-jährigen Hannoveraners erfasst, welcher auf der Nienburger Straße in Richtung Königsworther Platz unterwegs war. Ein Rettungswagen transportierte den Fahrradfahrer mit schweren Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Den entstandenen Schaden schätzen die Beamten auf 1.100 Euro.

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Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 25.April 2020

FRANKFURT/MAIN. Die meisten Börsen in Europa haben am Freitag wieder deutlich nachgegeben. Anleger reagierten enttäuscht auf nur sehr kleinen Fortschritte beim EU-Gipfel im Kampf gegen die Coronavirus-Folgen. Zudem herrscht inzwischen Skepsis, ob ein gegen Ebola entwickeltes Mittel auch Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnte. Ein vor dem Wochenende verhaltener Börsenstart in den USA tat zudem sein Übriges.

Nach der jüngsten Erholung gab der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) um 1,52 Prozent auf 2809,07 Punkte nach, was auf Wochensicht einen Verlust von 2,7 Prozent bedeutet. An den Börsen in Paris und London ging es am Freitag ähnlich stark abwärts: Der CAC 40 sank um 1,30 Prozent auf 4393,32 Zähler und der FTSE 100 verlor 1,28 Prozent auf 5752,23 Punkte. 

Die Videokonferenz der EU-Mitglieder über Hilfspakete und Exit-Strategien aus der Corona-Krise hätte durchaus besser enden können, kritisierte etwa Milan Cutkovic von Axitrader. "Es kam zu einer Einigung, aber nicht zu konkreten Ergebnissen."

Hinzu kam, dass der Covid-19-Hoffnungsträger Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead Sciences am Vorabend einen Dämpfer erhalten hatte. Die Gabe des Medikaments habe in China bei Patienten nicht zu einer spürbaren Verbesserung geführt, meldete die "Financial Times". Laut Stepen Innes von AxiCorp hat diese Nachricht den Märkten "einen Schlag versetzt", denn die aktuelle wirtschaftliche Lage sei durch das Corona-Virus ausgelöst worden.

Sämtliche Branchen in Europa gaben nach. Trotz der Stabilisierung am Ölmarkt geriet auch dieser Sektor mit minus 2,1 Prozent deutlich unter Druck. Hierzu trug auch der 2,6-prozentige Kursabschlag beim italienischen Energieriesen Eni bei, der über einen Milliardenverlust im ersten Quartal berichtet hatte.

Die niederländische ING (ING Group) verlor als Schlusslicht im EuroStoxx 6,2 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Vorabend gewarnt, dass der Konjunktureinbruch die Finanzinstitute in den kommenden Quartalen schwer belasten dürfte. Sie senkte daher die Bonitätsnoten für zahlreiche Branchenmitglieder. Für die ING senkte sie den Ausblick für die Kreditwürdigkeit auf "negativ".

Für Sanofi ging es an der Index-Spitze um 2,3 Prozent aufwärts. Der Pharmakonzern profitierte zu Beginn des Jahres reichlich von den Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie. Hinzu kamen erneut gut laufende Geschäfte mit dem Erfolgsmedikament Dupixent.

Signify (Signify (ehemals Philips Lighting)) sprangen nach Zahlen um 14,1 Prozent hoch. Der niederländische Lichtkonzern hatte zwar bei der Vorlage seiner Quartalszahlen seine Prognosen gekappt und den Dividendenvorschlag zurückgezogen, der operative Quartalsgewinn war allerdings besser als erwartet ausgefallen. Zudem strich die US-Bank JPMorgan ihre Verkaufsempfehlung.

Positiv nahmen die Investoren auch den Bericht vom Lebensmittelkonzern Nestle (Nestlé) auf. Den Schweizern hatten Hamsterkäufe als eine Folge der Viruskrise im ersten Quartal ein überraschendes Absatzplus beschert. Die Aktie legte im SMI um 1,8 Prozent zu

(Quelle: finanzen.net)

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Austretendes Gefahrgut bestätigt sich zum Glück nicht

Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 2

HANNOVER. Gegen 15:45 Uhr ging die Meldung zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei beteiligten LKW und einen eingeklemmten LKW-Fahrer auf der BAB 2 in Fahrtrichtung Berlin kurz vor dem Autobahnkreuz Ost (Lahe) in der Regionsleitstelle Hannover ein. Unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät konnten die alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst den schwer verletzten Fahrer des auffahrenden Scania-Sattelaufliegers aus seinem stark deformierten Fahrerhaus befreien. Unter Begleitung des Notarztes wurde er in die Medizinische Hochschule transportiert. Die ersten Meldungen zu austretenden Gefahrgut hatten sich glücklicherweise nicht bestätigt.

Die Leitstelle der Polizei meldete einen schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person und zwei beteiligten polnischen LKW-Sattelaufliegern. Aufgrund dieser Lagemeldung alarmierte die Regionsleitstelle Hannover zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehren Anderten und Misburg zusammen mit der Fachgruppe für schwere Technische Hilfeleistung sowie den Rettungsdienst. Da der Sattelauflieger des unfallbeteiligten MAN-LKW samt Ladung beschädigt war und es eine Gefahrgutkennzeichnung gab, alarmierte der Einsatzleiter zusätzlich die Spezialfahrzeuge für Einsätze mit Gefahrgut nach. Die Erkundung der Spezialisten ergab jedoch das es sich hier nicht um gefährliche Stoffe handelte.

Notfallsanitäter und Notarzt kümmerten sich umgehend um den Fahrer des aufgefahrenen Scania-LKW. Durch die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen zur Befreiung des LKW-Fahrers aus seinem stark deformierten Fahrerhaus, konnte er ansprechbar aber mit schweren Verletzungen an den Rettungsdienst übergeben werden. Unter Begleitung des Notarztes erfolgte der Transport in die Medizinische Hochschule. Der Fahrer des unfallbeteiligten MAN-LKW war unverletzt, so dass nach Untersuchung ein Transport in eine Klinik nicht erforderlich war.

Die Polizei hat umgehend die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Die Einsatzkräfte der hannoverschen Brandschützer streuten ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemittel ab und beseitigten die Ladung des aufgefahrenen Sattlaufliegers, die sich über weite Teile der Fahrbahnen verteilt hatte. Dieser hatte Getränkekisten geladen.

Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren mit 21 Fahrzeugen und 61 Einsatzkräften für rund eineinhalb Stunden im Einsatz. Gegen 17:20 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Fahrbahn in Richtung Berlin wegen der erforderlichen Aufräumarbeiten noch weiterhin gesperrt. Die Schadenhöhe beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 250.000 Euro.

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Fragen und Antworten zur Maskenpflicht

Land Niedersachsen ändert seine Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus

HANNOVER. Das Land Niedersachsen ändert seine Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus mit Wirkung ab kommendem Montag. Wir haben ihnen die häufig gestellten Fragen im unteren Teil unseres Artikels mit veröffentlicht.

Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung im Personenverkehr und Einzelhandel gilt ab Montag, den 27. April – Friseure dürfen unter Auflagen ab dem 4. Mai öffnen

Wie bereits am Mittwoch angekündigt wird in Niedersachsen ab kommenden Montag, den 27. April, eine  landesweite Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung für Fahrgäste im Personenverkehr und Kundinnen und Kunden im Einzelhandel gelten. Die entsprechende Änderung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat die Landesregierung am Freitag vorgestellt.

Aus der Verordnung:

(1) Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen, Einkaufscentern und Einrichtungen nach § 3 Nrn. 6 und 7, mit Ausnahme von Buchst. k, sowie Personen, die als Fahrgast ein Verkehrsmittel des Personenverkehrs und die hierzu gehörenden Einrichtungen, wie zum Beispiel Haltestellen und Aufenthaltsbereiche am Gleis, nutzen, sind verpflichtet, eine textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Private Personenkraftwagen sowie private und gewerbliche Lastkraftwagen sind keine Verkehrsmittel des Personenverkehrs im Sinne des Satzes 1.

(2) Eine Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne des Absatzes 1 ist jede textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie; geeignet sind auch Schals, Tücher, Buffs, aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material selbst hergestellte Masken oder Ähnliches.

(3) Personen, für die aufgrund von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung nach Absatz 1 ausgenommen.

(4) Von der Verpflichtung nach Absatz 1 sind Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres ausgenommen.

Einen umfangreichen Antwortkatalog auf die häufigsten Fragen zur beschlossenen Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung in Niedersachsen und vielen weiteren Themen rund um das Corona-Virus finden Sie im Internet unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/187161.html .

Weitere Änderungen der Verordnung umfassen im Wesentlichen:

· Möglichkeit der Öffnung von Friseurbetrieben ab Montag, den 4. Mai

„Frisörinnen und Frisöre dürfen ebenfalls Dienstleistungen unter Beachtung von Hygieneregeln erbringen, wenn ein Abstand zwischen den Kundinnen und Kunden von mindestens 1,5 Metern gewährleistet ist, die Frisörin oder der Frisör bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt und nach jeder Kundin und jedem Kunden eine Händedesinfektion durchführt. Jede Frisörin und jeder Frisör hat den Namen und die Kontaktdaten der Kundin oder des Kunden sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Salons mit deren oder dessen Einverständnis zu dokumentieren und drei Wochen aufzubewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann; eine Kundin oder ein Kunde darf nur bedient werden, wenn sie oder er mit der Dokumentation einverstanden ist.“

· Regelungen zum Besuch von engen Angehörigen und LebenspartnerInnen auf den niedersächsischen Inseln

Vom Beförderungsverbot von Personen auf die niedersächsischen Inseln sind zukünftig folgende Personengruppen ausgenommen:

1.       Personen, die aufgrund eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses, eines Werkvertrages oder eines Dienst- oder Arbeitsauftrages zum Zweck der Arbeitsaufnahme die Insel betreten,

2.       Personen, die die medizinische, notfallmedizinische, geburtshelfende und pflegerische Versorgung, einschließlich der Angehörigenpflege, oder die Versorgung der Inselbewohnerinnen und Inselbewohner mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen,

3.       die Ehegattin, der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes einer Bewohnerin oder eines Bewohners mit erstem Wohnsitz auf der Insel,

4.       Verwandte ersten Grades einer Bewohnerin oder eines Bewohners mit erstem Wohnsitz auf der Insel, soweit zwingende familiäre Gründe vorliegen, sowie

5.       von der Kommune akkreditierte Journalistinnen und Journalisten.

· Regelungen zur schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Vom generellen Verbot des Präsenzunterrichts sind zukünftig ausgenommen:

1.       der Präsenzunterricht im 4. Schuljahrgang in Schulen des Primarbereichs mit Ausnahme des Fachs Sport,

2.       der Präsenzunterricht des Schuljahrgangs 13 in Schulen des Sekundarbereichs II sowie der Präsenzunterricht für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 9 und 10 des Sekundarbereichs I, die an den Abschlussprüfungen zum Erwerb der Abschlüsse nach den Schuljahrgängen 9 und 10 teilnehmen, jeweils mit Ausnahme des Fachs Sport,

3.       der Präsenzunterricht in der Fachstufe 2 der Berufsschule, im Jahrgang 13 des Beruflichen Gymnasiums (nur Prüfungsvorbereitung) und der Klasse 13 der Berufsoberschule (nur Prüfungsvorbereitung), der Abschlussklasse der Fachschule (nur Prüfungsvorbereitung), der Klasse 1 der Pflegeschule für neu beginnende Schülerinnen und Schüler, die unmittelbare Prüfungsvorbereitung und Prüfung in den Schulen für andere als ärztliche Heilberufe sowie in den überbetrieblichen Bildungsstätten der Kammern und der von ihnen mit der Durchführung beauftragten Träger, jeweils mit Ausnahme des Fachs Sport.

 

FAQs zur Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen

(www.niedersachsen.de – Stand 24.04.2020)

Warum gibt es in Niedersachsen eine „Maskenpflicht“?

Es gibt keine Maskenpflicht, wohl aber die Pflicht, in bestimmten Situationen eine Mund-NasenBedeckung zu tragen. Die wenigsten Menschen haben Freude bei dem Gedanken, einen Teil des eigenen Gesichts verdecken zu müssen. Es gibt allerdings Situationen, in denen – gerade unter den Bedingungen zunehmender Lockerungen – wieder mehr Menschen zusammenkommen werden und der notwendige Abstand nicht immer eingehalten werden kann. Dies gilt insbesondere in Bussen, Bahnen und Zügen, aber auch im Einzelhandel.

Mund und Nase in solchen Situationen mit einfachen Mitteln abzudecken, schützt Dritte vor unseren Viren und ist deswegen sinnvoll. Entscheidend sind und bleiben dennoch:

Abstand halten und eine strikte persönliche Hygiene!

Welche Art von Mund-Nasen-Bedeckung ist vorgeschrieben?

Vorgeschrieben ist nach dem neu in die Verordnung eingefügten § 9 Absatz 2 eine Mund-NasenBedeckung, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, als textile Barriere eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern. Es muss also keine Maske getragen werden, zulässig sind auch Schals, Tücher, Buffs oder ähnliches. Geeignet sind auch sog. Alltagsmasken, also selbst hergestellte oder gekaufte Masken aus Baumwolle oder anderem gut abdeckenden Material.

Wo genau soll diese Pflicht gelten und ab wann?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist zum einen für alle Personen verpflichtend, die als Fahrgast ein Verkehrsmittel des Personenverkehrs und die hierzu gehörenden Einrichtungen nutzen. Diese Verpflichtung gilt also bei der Nutzung von Bussen, Bahnen und Zügen, aber auch in Taxen und für die Beförderung von Passagieren durch eingesetzte Kleinbusse (Moia etc.). Gleiches gilt für Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen, also insbesondere im Einzelhandel, sei es im Supermarkt, im Baumarkt, einer Drogerie oder in einem Bekleidungsgeschäft. Diese Regelung gilt ab Montag, den 27.04.2020.

Was gilt beim Besuch eines Wochenmarktes im Freien?

Auch auf dem Wochenmarkt muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Was gilt beim Betreten einer Bank?

In einer Bank und auch beim Nutzen eines Geldautomaten muss man keinen Mund-Nasen-Schutz tragen! In § 9 Absatz 1 der Verordnung sind Einrichtungen nach § 3 Nrn. 7, Buchst. K ausdrücklich ausgenommen. (In § 3 Nrn. 7, Buchst. werden Banken, Sparkassen und Geldautomaten genannt.)

Gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen auch in privaten oder gewerblich genutzten Fahrzeugen?

Nein. In privaten oder gewerblich genutzten PKW und LKW gilt keine Pflicht, Mund und Nase zu bedecken. Private Personenkraftwagen sowie private und gewerbliche Lastkraftwagen sind keine Verkehrsmittel des Personenverkehrs im Sinne von § 9 Absatz 1 Satz 1. Das ist in § 9 Absatz 1 Satz 2 ausdrücklich geregelt. Auch wenn es in privaten PKW und LKW keine Pflicht gibt, Mund und Nase zu bedecken, sollte man das aber bitte unbedingt tun, wenn andere Personen, die nicht in der gleichen häuslichen Gemeinschaft leben, mitfahren.

Darf denn auch der Fahrer eines PKW, eines LKW oder eines Busses überhaupt einen MundNasen-Schutz tragen? Wie kann er dann identifiziert werden bei, zum Beispiel bei Geschwindigkeitsüberschreitungen?

Viele Menschen fragen sich, ob denn das freiwillige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Autofahren nicht gegen die Regelung des § 23 Abs. 4 StVO verstoßen würde. Darin ist geregelt, dass, wer ein Kraftfahrzeug führt, sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken darf, dass er nicht mehr erkennbar ist. In aller Regel aber können Menschen, die ‚nur‘ eine Mund-NasenBedeckung tragen, dennoch erkannt werden – etwa auf einem bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung gemachten Foto.

Überall dort, wo das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes- ggfs. vom Arbeitgeber vorgeschrieben ist, dürfte in der Regel ohnehin durch Fahrtenbücher oder ähnliche betriebliche Dokumentationen sichergestellt sein, dass die Fahrer bei Verkehrsverstößen auch trotz einer Teilverhüllung des Gesichts ermittelt werden können.

In den Fällen, in denen der Fahrer weder erkennbar, noch durch ausreichende Dokumentation identifizierbar ist, aber dennoch freiwillig eine Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich erscheint (Fahrgemeinschaften), sind die Kontrollbehörden in Niedersachsen gebeten, von einer Verfolgung der Ordnungswidrigkeit abzusehen.

Was mache ich, wenn ich mein Frühstück in Bus oder Bahn einnehmen möchte?

Es möglichst vermeiden und die Essgewohnheiten dahingehend anpassen. Der mit der MundNasen-Bedeckung angestrebte Schutz von Anderen wird leider kaum möglich sein, wenn ein opulentes Frühstück im Zug eingenommen wird. Der kurze Biss in die Stulle und der Schluck Kaffee sollte aber auch mit einem kurzen Wegschieben der Bedeckung möglich sein.

Was ist mit dem Fernverkehr der deutschen Bahn? Kann das Land dort überhaupt MundNasen-Bedeckungen vorschreiben?

Sobald sich ein Fernzug auf niedersächsischem Territorium befindet, sind die Fahrgäste verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt, obwohl es seitens der Deutschen Bahn generell bislang nur eine dringende Empfehlung gibt, Alltagsmasken zu nutzen. Der Bundesverkehrsminister aber hat sich im Deutschen Bundestag bereits für eine Maskenpflicht in Bahn und Flugzeug ausgesprochen. Darüber wird noch beraten.

Gilt das auch, wenn jemand längere Zeit im Bus oder in der Bahn unterwegs ist?

Ja! Gerade auf längeren Strecken in geschlossenen Räumlichkeiten ist die Bedeckung wichtig.

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch auf dem Weg zu Geschäften oder zum Bus oder zur Bahn?

Jein. Draußen auf Straßen, Plätzen und Wegen gilt die Pflicht nicht, wohl aber in Passagen, auf dem Weg zu den Gleisen und in allen zu dem Personenverkehr gehörenden Einrichtungen wie zum Beispiel Haltestellen oder Aufenthaltsbereiche am Gleis oder an Busbahnhöfen.

Müssen auch kleinere Kinder oder Babys eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Wo ist die Altersgrenze?

Nach $ 9 Absatz 4 der Verordnung sind Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres ausgenommen. Kleineren Kindern ist die Notwendigkeit, Mund und Nase zu bedecken, kaum zu vermitteln bzw. zuzumuten.

Gilt die Maskenpflicht auch in der Kita oder in der Schule?

Nein, in Kitas ist eine Bedeckung von Mund und Nase nicht vorgeschrieben. Das ergibt sich bei den Kindern bereits aus der Altersstruktur. Auch in Schulen gilt keine Pflicht, eine Alltagsmaske

oder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Unterricht ist so zu organisieren, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass Schülerinnen und Schüler in der Pause Mund-Nasen-Bedeckung tragen, eine Pflicht besteht aber nicht.

Können Schulen eigenverantwortlich eine „Maskenpflicht“ anordnen?

Nein. Hierzu gibt es keine Rechtsgrundlage. Mund-Nasen-Bedeckung als Pflicht gilt in Niedersachsen für Fahrgäste des Personenverkehrs sowie beim Einkaufen.

Gilt die Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, auch für Menschen mit Asthma und ähnlichen Schwierigkeiten beim Atmen?

Nein. Personen, für die aufgrund von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwerer Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-NasenBedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung nach Absatz 1 ausgenommen. Dies gilt beispielsweise auch in Fällen von schwererem Asthma.

Müssen die Betroffenen diese Vorerkrankungen nachweisen?

Wer nachweisen kann (möglichst durch Attest), dass eine Maske nicht getragen werden kann (z.B. bei Menschen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind oder Menschen mit Sprachstörungen, Menschen mit schwerer geistiger Beeinträchtigung etc.), oder wem es aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist (z.B. bei allergischen Reaktionen auf eine Maske, bei entsprechender psychischer Beeinträchtigung oder anderen Krankheitsbildern, wie etwa einem verringerten Lungenvolumen, bei schwerem Asthma etc. = nicht abschließende Aufzählung) muss der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, nicht nachkommen und natürlich auch kein Bußgeld zahlen. Es wird dann jedoch geraten, sich möglichst nicht dort aufzuhalten, wo viele Menschen auf engerem Raum bzw. in geschlossenen Räumen zusammenkommen, um Ansteckungen zu vermeiden. Da es bei Kontrollen nicht vermeidbar sein wird, dass diese Personen angesprochen werden, sollten mittelfristig entsprechende Belege/Nachweise mitgeführt werden, um jederzeit darlegen zu können, dass eine Maskenpflicht nicht eingefordert werden kann.

Nehmen wir nicht denen die Masken weg, die sie dringend im Beruf zum Schutz brauchen (Pflege, Krankenhaus etc.)?

Nein – ganz bewusst gibt es keine Maskenpflicht in Niedersachsen und erst Recht keine Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Vorgeschrieben ist bewusst nur eine einfache Mund-NasenBedeckung. Der Einsatz von qualifizierten Schutzmasken (FFP-Masken) soll den Beschäftigten in den besonders betroffenen Berufsgruppen vorbehalten bleiben. FFP2- und FFP3-Schutzmasken sind für medizinisches und pflegerisches Personal überlebenswichtig.

Wenn alle eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ich damit vor allem mein Gegenüber schütze, dann dürfen wir uns doch jetzt wieder mit Freunden in der Gruppe treffen?

Nein! Mit dieser Pflicht wollen wir insbesondere die ersten Lockerungen schützend begleiten, da nun wieder mehr Menschen z.B. in Geschäften oder in Bussen zusammenkommen werden und der notwendige Abstand eventuell nicht immer eingehalten werden kann.

Die Pflicht hilft, die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen sinnvoll zu unterstützen, sie kann aber nicht die derzeit bestehenden Maßnahmen ersetzen.

Was muss ich beim Gebrauch meiner genähten Mund-Nasen-Bedeckung beachten?

Selbst genähte Mund-Nasen-Bedeckungen haben den Vorteil, dass sie mehrmals verwendet werden können, wenn sie als Kochwäsche (bei 90°C, mindestens 60 °C) gewaschen und anschließend gebügelt werden. Wichtig ist, die selbst genähten Masken regelmäßig, insbesondere wenn sie durchfeuchtet sind, zu wechseln und zu waschen. Das Reinigen kann auch durch Auskochen im Topf auf dem Herd erfolgen.

Wenn ich keine Maske bekomme und auch ohne sonstigen Mund-Nasen-Schutz einkaufen gehe, muss ich dann mit einem Bußgeld rechnen?

In der ersten Woche nicht, aber ab dem 4. Mai 2020. Die Maskenpflicht nach dem neuen § 9 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus soll in der Einführungsphase vom 27.4. bis 3.5.2020 nicht bußgeldbewehrt sein. Die Bußgeldbewehrung tritt erst zum 4.Mai 2020 ein, da dann die Pflicht etabliert und allgemein bekannt ist.

Über das Hausrecht kann Ihnen aber im Einzelhandel und im ÖPNV der Zutritt verwehrt werden. Da bereits ein Schal oder ein Tuch ausreichen, sind sie aber nicht vom Kauf einer Maske abhängig und sollten idealerweise erst gar nicht in diese Situation kommen müssen.

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz, wenn ich dort mit anderen Menschen zusammenkomme?

Nein. Grundsätzlich ist aber zu beachten, welche Standards der Arbeitgeber Ihnen hierzu vorgibt.

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch in anderen Situationen, in denen größere Gruppen von Menschen zusammen kommen? (Beim Warten in Behörden, in engen Durchgängen im öffentlichen Raum, oder in Fußgängerzonen, wenn viele Menschen unterwegs sind?) Nein. Aber wir empfehlen dies in den Situationen, wo der Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden kann, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Verstößt man gegen die Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, wenn man diese nur über den Mund und nicht über die Nase zieht?

Da Mund UND Nase bedeckt sein sollen – Ja!

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch auf Demonstrationen? Was ist dann mit dem Vermummungsverbot?

Versammlungen unter freiem Himmel können trotz des generellen Verbots in Ausnahmefällen erlaubt werden, beispielsweise damit politische Meinungsäußerungen möglich sind. Die Veranstalter müssen dann aber den Schutz vor Infektionen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen. Welche Maßnahmen dies dann sind, ist vor Ort und anlassbezogen festzulegen. Durch das Tragen der Gesichtsmasken wird kein Verstoß gegen das Vermummungsverbot begangen. Etwas anderes gilt nur, wenn deutlich erkenntlich sei, dass die getragene Maske diese Vermummung als primäres Ziel verfolgt.

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Hohe Waldbrandgefahr / Vorsorge läuft auf Hochtouren / Dank an Landwirte

Forstministerin Barbara Otte-Kinast: „Bitte passen Sie auf unseren Wald auf"

Hannover. Die Waldbrandgefahr steigt durch Trockenheit und Wind. In einigen Bereichen Niedersachsens gilt bereits die höchste Warnstufe 5 (u.a. Celle, Faßberg, Lüchow). Noch nie landeten so früh im Jahr so viele Warnmeldungen bei der Waldbrandzentrale in Lüneburg. Forstministerin Barbara Otte-Kinast appelliert eindringlich an Waldbesucher: „Bitte passen Sie auf unseren Wald auf! Wer gegen das Rauchverbot verstößt, setzt mutwillig die Natur aufs Spiel und gefährdet Mensch und Tier." Deshalb sei Prävention besonders wichtig. Otte-Kinast dankte den zahlreichen freiwilligen Feuerwehrleuten, die sich für einen Einsatz bereithalten und weiteren Personen, die im Einsatzfall unterstützen. Unter ihnen sind auch viele Landwirte, die zum Beispiel ihre Güllefässer befüllen und so beim Wassertransport helfen.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ist für die Waldbrandvorsorge zuständig, deshalb kümmert es sich auf vielfältige Weise um den Schutz vor Waldbränden. Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist seit dem 16. März wieder besetzt. Dort laufen die Bilder des kameragestützten Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS) zusammen. 20 Kameras an 17 Standorten überwachen eine rund eine Million Hektar große Fläche mit 400.000 Hektar Wald in den Haupt-Risikogebieten des ostniedersächsischen Tieflands. Durchschnittlich erfolgen über 100 Brandmeldungen pro Jahr an die Einsatzleitstellen der Feuerwehr. Im „Supersommer 2018" lag die Zahl um ein Vielfaches höher. In diesem Jahr hat das System bislang an 27 Einsatztagen bereits 57 Mal Rauch detektiert. Das Landwirtschaftsministerium investiert in den kommenden beiden Jahren Haushaltsmittel von über 950.000 Euro in die Waldbrandfrüherkennung.

Damit die Einsatzkräfte im Notfall bei einem Waldbrand schnell über die wichtigsten Einsatzinformationen verfügen, haben Landwirtschafts- und Innenministerium gemeinsam mit dem Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) die Waldbrandeinsatzkarten (WBEK) für die mittel- und hochwaldbrandgefährdeten Gebiete in Niedersachsen und damit für ein Drittel der Waldfläche aktualisiert. Die Bereitstellung für den übrigen Teil des Landes wird mit Hochdruck verfolgt.

Die Ursache für die besondere Waldbrandgefährdung liegt neben den geringen Niederschlägen im geringen Wasserhaltevermögen der Böden. Begünstigt durch ihr harz- und terpenhaltiges Holz gehören die Kiefern mit ihrem niedrigen Brennpunkt zu den am stärksten brandgefährdeten Baumarten. Das Ostniedersächsische Tiefland ist mit 41 Prozent stärker als alle anderen Landesteile bewaldet. Der Nadelwaldanteil in dieser Region liegt derzeit noch bei 70 Prozent. Über die Hälfte der Waldfläche besteht aus der Baumart Kiefer.

Als Baustein zur Waldbrandvorsorge startete man vor 25 Jahren mit einem Strategiewechsel zum naturnahen Waldumbau. Ziel ist die Entwicklung von vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern. Dies mindert auch die Waldbrandgefahr, die vor allem in reinen Nadelwäldern erhöht ist. Beim Nadelholz zeigen insbesondere die Fichte und vor allem die waldbrandgefährdete Baumart Kiefer die stärksten Rückgänge.

Zum Zeitpunkt der ersten Bundeswaldinventur im Jahr 1987 lag der Nadelholzanteil im Hauptbestand noch bei 61 Prozent Zwischenzeitlich ist dieser Anteil um rund zehn Prozent gesunken. Entsprechend stieg der Laubholzanteil im Hauptbestand.

Auf Landesebene wurde 2019 durch das Innenministerium eine Expertenkommission eingerichtet, um das Gesamtsystem und die sich ergebenen Wechselwirkungen (Waldbrandvorsorge und -bekämpfung) ganzheitlich zu betrachten und Empfehlungen für die Zukunft zu erarbeiten. Das Landwirtschaftsministerium und Waldbesitzer sind ebenso vertreten wie Vertreter aus den Feuerwehren, der Bundeswehr und viele mehr. Die Kommission hat sich unter anderem mit den Handlungsfeldern Klimawandel, forstliche und infrastrukturelle Maßnahmen, vorbeugende Maßnahmen, Löschwasserversorgung, technische Weiterentwicklungen, Einsatz von Luftfahrzeugen bei der Waldbrandbekämpfung, Digitalisierung und Kartenwesen, Notfalltreffpunktsystem, Kommunikation, Nutzung von Fördertöpfen, Aufklärung der Bevölkerung, Versicherungswesen, Kooperation mit Streitkräften, Ausstattung der Feuerwehren und Aus- und Fortbildung der Feuerwehren und Waldbrandbeauftragten befasst. Die Expertenkommission wird zukünftig als ständige Einrichtung fortgeführt, um insbesondere zu Beginn und Ende der Waldbrandsaison die aktuelle Situation zu bewerten und Empfehlungen zu erarbeiten.

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Niedersachsen steuert auf 10.000 gemeldete Infektionen zu

9.720 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen - 24.04.2020

HANNOVER / NIEDERSACHSEN. 9.720 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute -Donnerstag, Stand 13 Uhr- in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden.

Insgesamt 376 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA (bis 10 Uhr) als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 6.630 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 68,2 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 867 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt:

Davon liegen 671 Erwachsene auf Normalstationen, 193 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung.

Auf den Intensivstationen müssen 128 Erwachsene beatmet werden, davon sieben auf ECMO-Plätzen. Drei Kinder befinden sich in stationärer Behandlung (Normalstation).

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

LK Ammerland

160

1

4

0

LK Aurich

83

0

5

0

LK Celle

154

5

9

1

LK Cloppenburg

91

0

0

0

LK Cuxhaven

91

4

5

2

LK Diepholz

304

6

21

0

LK Emsland

381

7

16

1

LK Friesland

30

0

1

0

LK Gifhorn

122

0

4

0

LK Goslar

177

4

10

0

LK Göttingen

678

0

34

0

LK Grafschaft Bentheim

210

1

13

1

LK Hameln-Pyrmont

114

0

6

0

LK Harburg

466

3

9

0

LK Heidekreis

66

1

1

0

LK Helmstedt

140

16

1

1

LK Hildesheim

290

0

2

0

LK Holzminden

103

0

5

0

LK Leer

89

0

2

0

LK Lüchow-Dannenberg

17

0

2

0

LK Lüneburg

164

0

0

0

LK Nienburg (Weser)

63

0

1

0

LK Northeim

115

5

1

1

LK Oldenburg

197

2

10

1

LK Osnabrück

916

6

38

1

LK Osterholz

78

1

0

0

LK Peine

136

0

10

0

LK Rotenburg (Wümme)

92

0

1

0

LK Schaumburg

140

2

5

0

LK Stade

183

1

6

0

LK Uelzen

40

0

0

0

LK Vechta

305

1

10

0

LK Verden

116

1

1

0

LK Wesermarsch

51

0

1

0

LK Wittmund

24

0

0

0

LK Wolfenbüttel

165

5

7

1

Region Hannover

1809

37

57

3

SK Braunschweig

293

0

10

0

SK Delmenhorst

41

1

2

0

SK Emden

16

0

0

0

SK Oldenburg

155

0

0

0

SK Osnabrück

433

3

13

0

SK Salzgitter

125

7

5

0

SK Wilhelmshaven

17

0

0

0

SK Wolfsburg

280

1

48

0

Gesamt

9720

121

376

13

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch (bis 13 Uhr, Todesfälle bis 10 Uhr) mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen.

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Fallzahlanstiege können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten und die standardisierte Falldatenübermittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung erfolgen kann. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten.

* Als Kriterium für die Meldung „genesen“ gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus

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MHH-Professor Pietschmann, Forscher des Exzellenzclusters RESIST und des TWINCORE, leitet in Deutschland stattfindende Forschungsarbeiten eines internationalen Konsortiums

Suche nach Medikament gegen das Coronavirus mit weltweit führender Wirkstoff-Sammlung

HANNOVER. Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe, neue Indikationen für etablierte Mittel - das Prinzip des Repurposing hat in der Medizin schon oft zum Erfolg geführt. Deshalb wird es auch gegen SARS-CoV-2 eingesetzt: Um rasch ein Medikament zur Behandlung von COVID-19 zu finden, sucht ein internationales Forschungsnetzwerk in der weltweit größten Substanz-Repurposing-Bank "ReFrame" nach Stoffen, die gegen SARS-CoV-2 wirken. Die Sammlung umfasst rund 14.000 zugelassene Medikamente sowie Wirkstoffe, für die es bereits umfangreiche Sicherheitsdaten in Bezug auf die Anwendung beim Menschen gibt. An der Suche sind mehrere Labors in den USA, vier in Großbritannien und je eins in China und Deutschland beteiligt. "ReFrame" wurde von Scripps Research, Kalifornien, im Jahr 2018 mit Unterstützung der Bill & Melinda Gates Foundation aufgebaut.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir innerhalb von wenigen Wochen Substanzen finden werden, welche die Vermehrung des Virus hemmen können. Dabei bekommen wir ein umfassendes Bild von der Wirksamkeit der Substanzen gegen dieses Coronavirus, da sich die Untersuchungen in den verschiedenen Labors ergänzen", beschreibt Professor Pietschmann, der die in Deutschland stattfindenden Forschungsarbeiten leitet. Professor Pietschmann ist Wissenschaftler des Exzellenzclusters RESIST, das von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) geleitet wird, und des TWINCORE-Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung - einer gemeinsamen Einrichtung der MHH und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI).

Das Ziel: Ansatzpunkte für Medikamente zur Behandlung von COVID-19

Den Nachweis, ob die Vermehrung des Virus gehemmt wird, erarbeitet Professor Pietschmann gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Schulz, Leiter des MHH-Instituts für Virologie und Sprecher des Exzellenzclusters RESIST. Ihre Teams nutzen dazu einen Roboter, der im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) betrieben wird, dessen Mitarbeiter Professor Schulz und Professor Pietschmann auch sind. Das notwendige speziell markierte Coronavirus hat Professor Dr. Volker Thiel vom Institut für Virologie und Immunologie der Universität Bern hergestellt."Wenn wir Substanzen gefunden haben, die die Virusvermehrung hemmen können, untersuchen wir sie näher: Wir schauen dann, wie sie in der menschlichen Lungenzelle wirken, warum sie die Vermehrung hemmen und welche Dosis dafür nötig ist", erläutert Professor Pietschmann. Chemisch-biologische Eigenschaften ausgewählter Wirkstoffe werden in Kooperation mit Professor Dr. Mark Brönstrup, HZI und DZIF. Diese Zusammenarbeit wird durch einen Sonderfond des Landes Niedersachsen gefördert, der kurzfristig zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise bewilligt wurde.

Aufbauend auf die Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Professor Pietschmann und seinen Kolleginnen und Kollegen können dann klinische Studien durchgeführt werden. Wenn es sich um ein bereits zugelassenes Medikament handelt, könnte es sein, dass der Wirkstoff sehr zügig für eine Behandlung von COVID-19 entwickelt werden kann. Ist die Substanz noch nicht zugelassen, kann man an bereits vorhandene Daten anknüpfen, so dass eine Zulassung schneller erreicht werden kann als dies sonst möglich wäre. Wie lange das dauert hängt davon ab, wie weit sie bis dahin schon in klinischen Untersuchungen getestet wurden.

Ein Beispiel für das Repurposing-Prinzip ist der zeitliche Ablauf bei dem bisher noch nicht für die Behandlung einer Krankheit zugelassenen Wirkstoff Remdesivir, der auch in der Substanzsammlung ist: Als SARS-CoV zu Beginn des Jahres auftauchte, gab es bereits Tests in Zellkulturen und an Versuchstieren und auch im Kontext der Ebolavirus-Krise am Menschen. Die Ergebnisse der Zulassungsstudie zur Anwendung gegen COVID-19 werden in den nächsten Wochen erwartet.

"Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass sich aus unserer Orientierungsstudie, die wir öffentlich zugänglich machen, Ansatzpunkte für Medikamente zur Behandlung der Erkrankung COVID-19 ergeben werden", sagt Professor Pietschmann.

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Eine Hilfsorganisation zwischen Wahnsinnspreisen und Warenschwund

Johanniter aus Hannover versorgen Verbände in Niedersachsen und Bremen

HANNOVER. Schutzmasken, Handschuhe, Desinfektionsmittel… Seit Beginn der Corona-Krise ist der Bedarf an Schutzkleidung bei den Johannitern in Niedersachsen und Bremen stark gestiegen. Rund 30 Rettungswachen, acht Pflegedienste und 48 Ortsverbänden müssen versorgt werden – trotz angespannter Warenlage und Material zu völlig überteuerten Preisen. Aufgrund der besonderen Situation, hat sich der Landesverband der Johanniter in Niedersachsen und Bremen dazu entschlossen, die Materialbeschaffung zu zentralisieren: Seit Ende Februar versorgen die Johanniter aus Hannover alle anderen Johanniter-Verbände in Niedersachsen und Bremen mit dringend benötigtem Schutzmaterial.

Freitag, der 28. Februar 2020 war für die fünf Johanniter Benjamin Häselbarth, Dana Jörk, Falco Seekircher, Nils Bültemann und Andreas Honsell vom Ortsverband Hannover-Wasserturm ein sehr besonderer Tag. Die Pandemie stand am Beginn in Deutschland, einen Tag später wurde der erste Sars-CoV2-Infizierte in Niedersachsen gemeldet. „Bei uns wurde nach einer Lagebesprechung im Innenministerium die Entscheidung für das Zentrallager für den Landesverband getroffen“, sagt Benjamin Häselbarth, Fachbereichsleiter Sondereinsatzdienste. Für die geordnete Bestellung von Schutzmaterial für alle Ortsverbände gab es zwei gute Gründe: Zum einen sollten die vielen Verbände nicht gegenseitig um begehrte Ware konkurrieren müssen. Zum anderen erhoffte man sich, durch hohe Bestellmengen gute Ware zu akzeptablen Preisen von verlässlichen Händlern beziehen zu können.

Noch am gleichen Abend legten die fünf Mitarbeiter los. Zunächst riefen sie die ihnen bekannten Händler und Unternehmen an. Die Antworten waren ernüchternd, bis auf Handschuhe in sehr überschaubarer Zahl war nichts mehr zu bekommen. Damit war klar: Es eilt. Die Preise schossen im Stundentakt in die Höhe. „Auf einmal wurden uns einzelne OP-Masken für vier Euro angeboten. Sonst hatten wir vier Euro für ein Paket mit 50 Stück bezahlt“, sagt Falco Seekircher, Teamleiter Sondereinsatzdienste. In 24 Stunden telefonierten die Johanniter mit 350 Unternehmen auf der Suche nach Schutzmaterial. Manchmal mit Erfolg, meist aber nicht, mitunter mit Verwunderung. „Interessant war zum Beispiel, als ein Händler uns Händedesinfektionsmittel anbot mit der Information, man dürfe dies aber nur mit Handschutz verwenden“, erinnert sich Falco Seekircher.

Kaum waren die Bestellungen raus, trafen die ersten Lieferungen ein und sorgten mitunter für Überraschungen. Unvergessen bleibt Notfallsanitäter Andreas Honsell eine Lieferung mit 10.000 Masken, „die die Bezeichnung Maske“ nicht verdiente und umgehend zurückgesandt wurde. So erging es auch einer Ladung vermeintlicher FFP2-Masken, auf die jemand mit schwarzem Stift zusätzlich „FFP2“ geschrieben hatte, was die mindere Qualität allerdings nicht verbesserte. Andreas Honsell: „Es geht zurzeit nicht anders. Wir öffnen jedes Paket, kontrollieren die Ware, probieren sie mitunter auch selbst aus, um ganz sicher zu gehen, dass die versprochene Qualität gegeben ist.“ Es gibt noch einen zweiten Grund für dieses mühevolle Arbeiten: Nicht immer findet sich selbst in originalverpackten Lieferungen die angegebene Warenmenge. Weil das Verschwinden von Schutzmaterial in den meisten Fällen nicht aufgeklärt werden könne, bestellt das Team inzwischen nur noch unter zwei Bedingungen, sagt Benjamin Häselbarth: „Ist die Ware in Deutschland, und können wir sie abholen?“ Wenn das gegeben ist, machen die Johanniter sich auf den Weg. Niemals allein, nicht zu auffällig und immer mit Versicherungsschutz.

Während die Ware bewegt wird, sichtet Nils Bültemann von der Logistik die Lieferscheine und Bestellungen und spricht mit den wartenden Kollegen in Niedersachsen und Bremen. „Am Anfang wurden noch Mengen abgerufen, die nicht lieferbar waren, aber das hat sich inzwischen reguliert. Alle wissen, dass sie verlässlich versorgt werden. Das hat Ruhe reingebracht“, sagt Nils Bültemann. Denn auch bei den Johannitern gilt: Hamstern ist verboten!

Zwischenzeitlich lagen die Angebote für Schutzmaterial mehr als 30- oder sogar 40-fach über dem Normalpreis. „Für einen Schutzanzug, der sonst 1,10 Euro gekostet hat, bezahlen wir zurzeit etwa elf Euro“, sagt Benjamin Häselbarth, aber beim Zehnfachen sei auch Schluss. Generell entspannt sich die Lage auf dem Markt etwas, so der Eindruck des Lager-Teams. Im Vergleich zu der Zeit vor Corona liegen viele Preise aktuell etwa sechs- bis siebenfach höher als üblich.

Dass sich das Team in absehbarer Zeit wieder auflöst und jeder zu seiner eigentlichen Arbeit zurückkehrt, damit rechnet aktuell niemand. Die fünf Johanniter und ihre Mitarbeiter organisieren weiterhin Material für den Corona-Alltag ihrer Kollegen im gesamten Landesverband und bereiten sich zugleich auf mögliche Katastropheneinsätze vor.

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Region versorgt dieses Wochenende rund 200 Pflegeheime und ambulante Pflegedienste mit Schutzmaterialien

Die Region Hannover geht mit noch 837 infizierten Coronavirus-Patienten ins Wochenende

HANNOVER. Die Region Hannover versorgt dieses Wochenende rund 200 Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit Schutzmaterialien. Insgesamt werden unter anderem rund 2,4 Millionen Handschuhe, 195.000 Mund-Nasen-Schutze, 117.000 FFP-2-Masken, 15.000 Schürzen, 9.300 Liter Desinfektionsmittel sowie über 1.000 Liter Handseife am Freitag und am Samstag auf dem Messegelände zusammengestellt und von dort aus verteilt.

Das ist bereits die dritte Ausgabe von Schutzmaterialien an Einrichtungen durch die Region Hannover: „Der Bedarf der Einrichtungen an Schutzausstattung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Pflegebedürftige bleibt hoch“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. „Bei der derzeit weltweiten Knappheit von Schutzmaterialien versuchen wir auch weiterhin, die Einrichtungen und ambulanten Pflegedienste in der Region mit gebündelten Großbestellungen zu entlasten.“

+ + + Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 1819 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 922 Personen als genesen registriert. 60 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 83,1 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 837 Menschen in der Region infiziert.

Achtung, in der Verteilung nach Alter und Kommunen sind die Personen erfasst, die als gegenwärtig infiziert registriert sind.

Verteilung nach Alter:

Alter

Aktuelle Fallzahl

   

bis 14 Jahre

27

15 bis 34 Jahre

206

35 bis 49 Jahre

160

50 bis 59 Jahre

161

über 60 Jahre

283

keine Angabe

-

 

Verteilung nach Kommunen:

Kommune

Aktuelle Fallzahl

Fallzahl Gesamt seit Ausbruch

     

Barsinghausen

13

31

Burgdorf

30

48

Burgwedel

12

39

Garbsen

46

96

Gehrden

7

19

Hemmingen

11

32

Isernhagen

14

39

Laatzen

47

82

Landeshauptstadt Hannover

453

978

Langenhagen

38

78

Lehrte

26

55

Neustadt

12

26

Pattensen

5

17

Ronnenberg

25

46

Seelze

13

45

Sehnde

14

32

Springe

31

45

Uetze

7

26

Wedemark

16

34

Wennigsen

6

16

Wunstorf

11

35

keine Angaben

-

-

 

Verteilung nach Geschlecht (bezogen auf die Gesamtzahl von 1819 nachweislich Infizierten):

Männer                     46,7 Prozent

Frauen                      51 Prozent

keine Angabe             2,3 Prozent

 

+ + + Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 186 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 42 befinden sich davon auf der Intensivstation.

+ + + Das Bürgertelefon ist auch am Sonnabend und Sonntag unter der Rufnummer 0800 7313131  erreichbar.

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News aus der Landeshauptstadt

Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 24.April 2020

HANNOVER. 

Rat der Stadt bringt ersten Kulturentwicklungsplan „Vorwärts nach weit“ auf den Weg

Historische Entscheidung: Heute (23. April) hat der Rat mit großer Mehrheit den ersten Kulturentwicklungsplan (KEP) in der Geschichte der Stadt mit dem passenden Titel „Vorwärts nach weit“ auf den Weg gebracht. Diese bis ins Jahr 2030 eingeleitete Kulturstrategie ist nicht nur ein wertvolles Instrument für eine gemeinsam gesteuerte und transparente Kulturentwicklung der nächsten zehn Jahre, sondern auch ein wichtiger und notwendiger Baustein und Voraussetzung für die Kulturhauptstadtbewerbung.

Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf betont, dass der KEP gerade jetzt, in dieser schwierigen Corona-Zeit, in der Kultur nicht stattfindet, ein wichtiges Signal sei: „Wir kümmern uns um den Erhalt, die Unterstützung und Weiterentwicklung unserer vielfältigen Kulturlandschaft und freuen uns schon jetzt auf die Zeit, wenn das von uns allen so schmerzlich vermisste kulturelle Leben wieder lebendig sein wird.“

 

Inhalt KEP

Der Kulturentwicklungsplan beschreibt zunächst Hannovers vielfältiges, teilweise exzellentes Kulturprofil. Eine Analyse der Potenziale und Herausforderungen benennt neben den Stärken auch die Schwächen und zeigt auf, an welchen Stellen eine infrastrukturelle und strategische Weiterentwicklung notwendig ist. Darauf aufbauend werden vier Handlungsfelder beschrieben, die mit 18 konkreten Zielen und insgesamt 133 Maßnahmen angegangen werden. Diese sollen dabei helfen, die bereits bestehenden guten Angebote zu bewahren, zu stärken, weiter zu entwickeln und ebenso notwendiges Neues zu ermöglichen. Zwölf Leitlinien, die sich aus den Handlungsfeldern ergeben, beschreiben die Grundlagen künftiger kommunaler Kulturarbeit sowie deren Umsetzung.

Vier Handlungsfelder

Die vier Handlungsfelder „Ein starkes Fundament“, „Für Kultur als Möglichkeitsraum“, „Auf der Weltbühne Hannover“ und „Im Mittelpunkt der Mensch“ bilden das strategische Narrativ des rund 70 Seiten starken Dokuments.

„Ein starkes Fundament“ bezieht sich unter anderem auf infrastrukturelle Verbesserungen, die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung von Förderstrukturen. Dieses Handlungsfeld ist mit 50 Maßnahmen das umfangreichste Handlungsfeld im Kulturentwicklungsplan und soll, wie der Titel bereits verrät, eine solide und zukunftsbewusste Basis für die anderen Handlungsfelder und die weitere Kulturentwicklung schaffen.

Ziele dieses Handlungsfeldes sind neben der Weiterentwicklung der kommunalen und kommunal geförderten Kulturinstitutionen und der Weiterentwicklung der Förderstrukturen und Vergabeverfahren in der Kulturförderung, die Stärkung der Freien Kulturszene und die Förderung des Empowerments und des Zusammenwirkens der Kulturschaffenden. Maßnahmen zur Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft und der lokalen Wirtschaft zur Unterstützung des digitalen Wandels und zur Entwicklung einer zeitgemäßen Kulturkommunikation vervollständigen den Maßnahmenplan dieses Handlungsfeldes.

„Für Kultur als Möglichkeitsraum“ widmet sich unter anderem dem Bereich der kulturellen Stadtentwicklung und der verbesserten Handlungs- und Wirkungsfähigkeit von Kulturakteur*innen im Dialog mit der Verwaltung. Dies soll durch die Entwicklung von Freiräumen und die Etablierung einer „Ermöglichungskultur“ erreicht werden. Weitere Ziele in diesem Handlungsfeld sind unter anderem die Weiterentwicklung der Kultur im Stadtteil und die Bewahrung und Erneuerung der Kunst im öffentlichen Raum.

„Auf der Weltbühne Hannover“ enthält Maßnahmen zur Internationalisierung der hannoverschen Kultur, sowohl in der Außenwahrnehmung und im kulturellen Angebot als auch in Bezug auf die Sichtbarmachung der bereits vorhandenen internationalen Kulturszene innerhalb der Stadt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung bereits bestehender internationaler Netzwerke sowie der Reflexion der internationalen Stadtgeschichte.

„Im Mittelpunkt der Mensch“ beschreibt demokratie- und gesellschaftsfördernde Maßnahmen, die das Ziel haben, neue kulturelle Zugänge zu schaffen und Demokratie zu befördern. Durch Beteiligung sollen gezielt Barrieren abgebaut werden. Mit Programmen der kulturellen Bildung und mit historisch-politischen Bildungsangeboten sollen kulturelle Teilhabe und demokratisches Verständnis gefördert werden.

Acht Modellprojekte

Um die Zielsetzungen in den Handlungsfeldern anschaulich und greifbar zu machen, wurden zudem insgesamt acht Modellprojekte entwickelt, mit denen die Kulturentwicklungsstrategie zügig in die Umsetzung gebracht werden soll.

Diese umfassen

-    das Projekt der Digitalen Kulturstadt, mit dem Ziel einer gemeinsamen Gestaltung einer interaktiven, digitalen Plattform für das hannoversche Kulturleben,

-    die Transformation der Kulturverwaltung zur Schaffung von geeigneten strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Kulturentwicklungsplans,

-    einen 10-Punkte-Plan UNESCO City of Music, der die Musikstadt Hannover vernetzt und sichtbarer macht, und als Beispiel für gute, kooperative Zusammenarbeit zwischen Stadt, Umlandkommunen und Regionsverwaltung sowie dem Land fungiert,

-    die Entwicklung zweier Kulturareale, zum einen im Bereich des Maschparks sowie im Dreieck zwischen Künstlerhaus, Staatsoper und Schauspiel unter Einbezug der dort ansässigen Einrichtungen,

-    den Neubau und die Neuausrichtung des Stadtteilzentrums Döhren zu einem Treffpunkt, Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort im Stadtteil für alle Generationen,

-    ein Programm zur internationalen Positionierung, das mit gezielten Projekten zur internationalen Ausrichtung der Einrichtungen und Programme beitragen soll,

-    ein Programm zur transkulturellen Öffnung des hannoverschen Kulturbetriebs, das unter anderem Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen enthält, um die transkulturelle Kompetenz, den internationalen Austausch und die Auseinandersetzung mit internationalen Themen zu unterstützen und zu guter Letzt

-    den Aufbau eines Netzwerks Kulturelle Bildung zur Systematisierung und Professionalisierung der Aktivitäten im Bereich der kulturellen Bildung.

Die Handlungsfelder sind thematische Richtungsangaben und Schwerpunktsetzungen innerhalb derer die jeweiligen Ziele durch die Umsetzung von Maßnahmen und Modellprojekten in Form einer rollenden Planung umgesetzt werden. Grundlage für die Umsetzung ist weiterhin ein partizipatives Vorgehen und die Einbindung der Kulturschaffenden. Ein dauerhaftes, verlässlich installiertes Berichtsverfahren und eine wissenschaftliche Evaluation sollen dabei helfen, die Umsetzung und Planungsschritte zu bewerten, zu konkretisieren und gegebenenfalls zu ergänzen.

Die Finanzierung

Zur Umsetzung von Maßnahmen und Projekten aus dem Kulturentwicklungsplan ist in den Jahren 2021 bis 2026 eine jährliche Steigerung des Kulturetats in Höhe von 1,5 Prozent vorgesehen.

Die Entstehung

In einem großangelegten Beteiligungsverfahren mit rund 500 Kulturakteur*innen wurde zwischen August 2018 und März 2020 der Kulturentwicklungsplan entwickelt. Der Prozess hat in einem kontinuierlichen Dialog zwischen der Kulturverwaltung, den Kulturinstitutionen, den Kulturschaffenden, den Gremien der Kulturhauptstadtbewerbung – Beirat, Kuratorium und im Besonderen der Kulturrat – und der Kulturpolitik stattgefunden. Begleitet wurde der Prozess durch externe Beratung von Pia Leydolt-Fuchs, CaP.CULT, und Dr. Patrick S. Föhl, Netzwerk Kulturberatung.

 

 

 

Rat beschließt Nachtragshaushaltssatzung 2020

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der zu erwartenden außergewöhnlichen Auswirkungen auf die städtische Finanzlage hat die Verwaltung den Ratsgremien eine Nachtragshaushaltssatzung zum Beschluss vorgelegt. Damit wird der Höchstbetrag der Liquiditätskredite, die für die Landeshauptstadt Hannover im Haushaltsjahr 2020 beansprucht werden dürfen, von knapp 402 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro erhöht. Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung heute (23. April) der Satzung zugestimmt.

„Die gegenwärtige Krise stellt den städtischen Haushalt vor massive Herausforderungen. Auch wenn es noch zu früh ist, die finanziellen Auswirkungen der Pandemie exakt zu beziffern, wissen wir doch sehr genau, dass die Belastungen gewaltig sein werden“, erläutert Stadtkämmerer Dr. Axel von der Ohe. „Insbesondere vor dem Hintergrund absehbar drastisch sinkender Steuererträge ist das Gebot der Stunde, die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Mit der Nachtragssatzung tun wir dies schnell und effektiv. Wir wappnen uns gegen bestehende Risiken, stellen die Erledigung unserer regulären Aufgaben auf finanziell sichere Füße und sind vorbereitet, wenn weitere gezielte Reaktionen auf die Corona-Krise notwendig werden.“

„Die Nachtragshaushaltssatzung ist ein wichtiger Baustein im Gesamtpaket, das Hannover zur Begegnung der Corona-Krise in den vergangenen Wochen geschnürt hat,“ unterstreicht Oberbürgermeister Belit Onay. „Die Erhöhung des Kreditrahmens und die ebenfalls die Satzung aufgenommene Anpassung der Hauptsatzung für Geschäfte der laufenden Verwaltung zeigen ebenso wie das Förderprogramm für Freiberufler*innen und Unternehmen, Maßnahmen für Obdachlose oder die Aussetzung von Kinderbetreuungsentgelten und anderes: Wir ziehen in Hannover an einem Strang.“ Der Oberbürgermeister dankt in diesem Zusammenhang der Ratspolitik für das gemeinsame Vorgehen in der Krise. Von Bund und Ländern fordert das Stadtoberhaupt zugleich die Einrichtung eines Schutzschirms für Kommunen: „Wir werden die Lasten der Corona-Pandemie nicht dauerhaft alleine tragen können.“

 

Hannover schafft die Möglichkeiten zum Homeschooling für alle Schüler*innen

Die Landeshauptstadt Hannover hat während der Osterferien 46 Schulen an die im städtischen Rechenzentrum betriebene Plattform schulen-hannover.de angeschlossen.

Das niedersächsische Kultusministerium hat am 16. April 2020 seine Maßnahmen zur schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen vorgestellt. Hierbei spielt Home Learning eine wesentliche Rolle. Die digitale Bereitstellung von Lernmitteln sowie eine direkte digitale Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrkräften ist hier eine wichtige unterstützende Maßnahme.

Um die hiermit verbundenen Herausforderungen zu meistern, hat die Landeshauptstadt Hannover 46 weitere Schulen (insbesondere Grund- und Oberschulen) an die Plattform www.schulen-hannover.de angebunden. Die Lernplattform wurde im Rahmen des Pilotprojektes Medienentwicklungsplan im städtischen Rechenzentrum aufgebaut und gemeinsam mit den sechs Pilotschulen getestet und weiterentwickelt. Durch den Anschluss von nun insgesamt 52 Schulen sind über die Hälfte der 99 Schulen der Landeshauptstadt Hannover an die Plattform angebunden. Die anderen Schulen betreiben einen eigenen Schulserver.

„Während die weiterführenden Schulen häufig bereits mit einem Schulserver versorgt waren und diese auch für die Prüfungsvorbereitung nutzen können, stellt die schrittweise Wiederaufnahme der Schulen, insbesondere Grundschulen, vor eine große Herausforderung. Einige Schüler*innen können erst Ende Mai die Schule wieder besuchen – mit der Lernplattform können die Schulen Unterrichtsmaterialien auch online zur Verfügung stellen und die Schüler*innen und Eltern beim Home Learning sinnvoll unterstützen,“ so Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover.

Nutzer*innen von schulen-hannover.de erhalten eine erprobte Lernplattform mit einer Dateiablage, schulischen E-Mail-Adressen, einem datensicheren Messengerdienst, der Möglichkeit zum gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten sowie der Einbindung eines Tools für Videokonferenzen, Lernvideos und vielen pädagogischen Möglichkeiten.

Hierbei stellt die Landeshauptstadt Hannover sicher, dass die Dienste datenschutzgerecht betrieben werden und ein Support geleistet werden kann.

Das Angebot der niedersächsischen Bildungscloud kann in die Plattform schulen-hannover.deintegriert werden.

„Wir haben in den vergangenen Jahren mit dem Pilotprojekt Medienentwicklungsplan viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Ergebnisse und unsere Umsetzungsvorschläge haben wir dem Schulausschuss vorgestellt und gemeinsam mit Schulen, Eltern und der Politik diskutiert. Für die Umsetzung der weiteren Maßnahmen werden wir im Mai eine Beschlussdrucksache in den Ausschuss für Schule und Bildung zur Beratung einbringen“, so Dezernentin Rzyski.

 

Oberbürgermeister Belit Onay unterstützt World Choir for Peace - Video „I Hope“ des Chores ist online

Der World Choir for Peace hat mit Sänger*innen aus 28 Ländern zusammen mit dem Kammerchor Hannover in einer gemeinsamen Aktion den Song „I Hope“ vom norwegischen Komponisten Kim André Arnesen aufgenommen. Das Stück zeigt, dass es trotz Corona möglich ist, gemeinsam zu musizieren und so ein Zeichen der Hoffnung und des Friedens in die Welt zu senden. Das Video endet mit den Worten von Oberbürgermeister Belit Onay: „Als Oberbürgermeister der UNESCO City of Music und Mayors for Peace-Stadt Hannover begrüße ich es sehr, dass sich Sänger*innen aus der ganzen Welt mit diesem Projekt für ein solidarisches Miteinander und für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft einsetzen. Junge Menschen von allen Kontinenten, die gemeinsam singen, setzen auf diese Weise ein starkes Zeichen für den Frieden! Das stimmt mich zuversichtlich und gibt uns allen Kraft in diesen aktuell schwierigen Zeiten.“

Die Aufnahme ist auf YouTube zu hören und zu sehen. Den Link gibt es auf hannover.de auf der Mayors for Peace- und der UNESCO City of Music-Seite.

World Choir for Peace plant Gedenkkonzert im Hannover Congress Centrum (HCC)

Hintergrund des Videos ist die Absicht des World Choir for Peace unter der künstlerischen Leitung des renommierten Dirigenten Nicol Matt ein großes Gedenkkonzert am UN-Weltfriedenstag, den 21. September, im HCC zu veranstalten. Mit dem Konzert soll an 75 Jahre Atombombenabwurf in Hiroshima und an das Ende des 2. Weltkrieges gedacht werden. Ob das Konzert am Weltfriedenstag der Vereinten Nationen am 21. September in Hannover stattfinden kann oder ob es in das Jahr 2021 verlegt wird, wird derzeit geklärt.

 

Der World Choir for Peace, der vor kurzem im Tonstudio Tessmar in Hannover sein erstes Album für das Label SONY eingespielt hat, hat zudem beschlossen, seine zukünftigen Aktivitäten von Hannover aus aufzubauen. Oberbürgermeister Belit Onay sagt dem Chor seine Unterstützung zu. „Wir freuen uns als Chorstadt und UNESCO City of Music sowie als Lead City im Städteverbund Mayors for Peace sehr, dass der Chor so aktiv und engagiert ist und unterstützen dieses außerordentliche Projekt.“

Der Weltfriedenschor wurde unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO Kommission im Jahr 2018 anlässlich der 100 Jahr Feier des Endes des ersten Weltkrieges in Berlin gegründet. Zum ersten MitSingKonzert des Chores kamen in 2018 2.000 Sänger*innen aus der ganzen Welt nach Berlin. Das Konzert wurde in mehreren europäischen Ländern im Fernsehen übertragen.

 

42. Bücherschrank im Stadtgebiet wird auf dem Lavesplatz aufgestellt

Am Dienstag (28. April) bekommt der Stadtbezirk Mitte am Lavesplatz einen weiteren der beliebten Bücherschränke. Aufgrund der aktuellen Situation wird die offizielle Eröffnung durch Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Finanziert wird der Bücherschrank durch den Stadtbezirksrat Mitte sowie eine private Spenderin aus dem Stadtteil.

Alle Anwohner*innen des Stadtteils sind eingeladen, den neuen Schrank vom 28. April an mit Büchern quer durch alle Genres zu bestücken – nur so viele wie hineinpassen – und sich mit neuem Lesestoff zu versorgen.

Mit diesem Bücherschrank stehen dann 42 Bücherschränke im Stadtgebiet Hannover. Der erste Bücherschrank wurde 2005 in Stöcken aufgestellt. Alle Schränke werden gebaut vom Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V., einem Projekt für Langzeitarbeitslose.

 

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Polizei Hannover

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 24.April 2020

HANNOVER.

Wer kann Hinweise zum Aufenthalt von Kimberly B. geben?

Wer kann Hinweise zum Aufenthalt von Kimberly B. geben? (C) Polizei Hannover Wer kann Hinweise zum Aufenthalt von Kimberly B. geben? (C) Polizei Hannover

 

Die Polizei sucht nach der 17-jährigen Kimberly B. und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sie hat am Freitag, 17.04.2020, ihre Wohnadresse in Hannover-Vinnhorst verlassen und gilt seitdem als vermisst. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei hat die Jugendliche am Freitag nach 18:00 Uhr ihre Wohnadresse an der Schulenburger Landstraße unbemerkt verlassen.

Seitdem fehlt jede Spur von Kimberly B.; Suchmaßnahmen der Polizei führten bislang nicht zu ihrem Auffinden. Deshalb wendet sich die Polizei nun mit einem Foto an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweise, wo sich die 17-Jährige aufgehalten hat oder sich aktuell befindet. Die Vermisste ist circa 1,75 Meter groß und hat rötliche, mittellange Haare. Zuletzt war sie mit einer Jeans und einer hellen Jacke bekleidet. Hinweise zum Aufenthaltsort nimmt das Polizeikommissariat Nordstadt unter der Telefonnummer 0511 109-3117 entgegen.

 

26-Jährige bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Donnerstag, 23.04.2020, gegen 09:30 Uhr, ist eine 26-Jährige mit ihrem Nissan Micra auf der Landstraße (L) 192 zwischen Eilvese und Hagen (Neustadt am Rübenberge) verunglückt und mit ihrem Pkw gegen einen Baum geprallt. Sie hat dabei schwere Verletzungen erlitten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Verkehrsunfalldienstes Hannover war die junge Frau mit ihrem Auto auf der L 192, von Eilvese kommend, in Richtung Hagen unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache kam die Frau mit ihrem Nissan auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Auto gegen einen Baum. Bei der Kollision wurde sie schwer verletzt. Sie wurde mit einem alarmierten Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Unfallstelle musste bis circa 10:45 Uhr voll gesperrt werden. Es kam zu leichten Beeinträchtigungen des Verkehrs. Der Verkehrsunfalldienst Hannover schätzt den entstandenen Schaden auf rund 3.000 Euro. Zudem suchen die Beamten nach Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang gegeben können. Sie werden gebeten, Kontakt unter der Rufnummer 0511 109-1888 aufzunehmen.

 

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Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 24.April 2020

FRANKFURT/MAIN. Mit Rückenwind von der Wall Street haben die meisten europäischen Börsen am Donnerstag ihre Erholung fortgesetzt. "Die Aktienmärkte werden erneut vom Öl beeinflusst", erklärte Analyst David Madden von CMC Markets UK den sich wieder etwas breiter machenden Optimismus unter den Anlegern. Bereits in den USA hatten die Börsen mit Erleichterung darauf reagiert, dass der am Montag vor dem Kontraktwechsel in negatives Terrain abgestürzte Preis für die wichtigste US-Sorte WTI-Öl wieder über 17 US-Dollar je Barrel gehandelt wird. Dazu trugen aber auch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran bei.

 

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) legte um 0,62 Prozent auf 2852,46 Punkte zu. Der französische CAC 40 gewann 0,89 Prozent auf 4451,00 Punkte und der britische FTSE 100 stieg um 0,97 Prozent auf 5826,61 Zähler.

  

Die Wirtschaftsdaten für die Eurozone indes verheißen nichts Gutes. So trübte sich durch die Corona-Krise im April die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone noch stärker als befürchtet ein und sackte auf ein Rekordtief. Auch in Großbritannien war die Stimmung so schlecht wie nie.

 

Die Erholung der Ölpreise spiegelte sich in Europa in steigenden Kursen von Aktien der Öl- und Gasbranche wider. Das Branchenplus war mit 3 Prozent so groß wie das der Banken an diesem Tag. Damit waren die beiden Sektoren die Favoriten. Der einzige Sektor in Europa mit Verlusten war der Einzelhandel: Der Index verlor 0,7 Prozent.

 

Das Bild im EuroStoxx 50 entsprach dem der Sektoren: Aktien der französischen Banken BNP Paribas und Societe Generale (Société Générale (Societe Generale)) waren mit Gewinnen von 6,3 Prozent und 5,2 Prozent die gefragtesten Werte. BBVA stiegen um 4,6 Prozent und ING (ING Group) um 4,0 Prozent. Unter den Ölwerten fanden sich Total SA (TOTAL) mit plus 4,2 Prozent auf den vordersten Plätzen. LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton), Kering und Inditex dagegen zählten mit Abschlägen von 1,4 bis 2,3 Prozent zu den Schlusslichtern.

 

Die Bankenwerte erhielten vor allem von der Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) einen Schub, denn trotz hoher Rückstellungen für drohende Kreditausfälle durch die Corona-Krise überraschte die Großbank aus der Schweiz mit einem Gewinnsprung und dem besten Quartalsergebnis der vergangenen fünf Jahre. Das Papier gewann im SMI 2,3 Prozent.

 

Unilever (Unilever)-Papiere büßten angesichts der kassierten Jahresprognose in Amsterdam 1,7 Prozent ein. Im ersten Quartal hatte der Konsumgüterkonzern zudem mit einem stagnierenden organischen Umsatz enttäuscht.

 

Einen kräftigen Umsatzeinbruch verzeichnete wegen der Corona-Krise der französische Autobauer Renault, doch da das erwartet worden war, reagierten die Papiere nicht mit Verlusten. Sie stiegen angesichts des vorangegangenen kräftigen Kursverfalls nun um 4,2 Prozent.

 

Schneider Electric (Schneider Electric), die um marktkonforme 0,8 Prozent stiegen, gaben nicht nur Umsatzzahlen für das erste Quartal bekannt, sondern auch den Erfolg der geplanten Übernahme von RIB Software (RIB Software SE). Die Mindestannahmeschwelle wurde erreicht.

 

Dass der niederländische Essenslieferant Takeaway den britischen Wettbewerber Just Eat übernehmen darf, sorgte für keine Überraschungen. Unterdessen hat sich Takeaway am Kapitalmarkt Geld beschafft. Die bereits unter dem Namen Just Eat Takeaway (Just Eat Takeawaycom) geführte Aktie büßte etwas mehr als 2 Prozent ein.

(Quelle: finanzen.net)

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Regionsversammlung verabredet Pairing-Verfahren für Fraktionen und Gruppen

Neuinfektionen in der Region Hannover steigt um 77 Fälle

HANNOVER. Die Regionsversammlung tagt am Dienstag, 28. April, 14 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Regionshaus in den Sitzungsräumen N001-N003, Hildesheimer Straße 18. Die Fraktionen und Gruppen haben ein Pairing-Verfahren verabredet, um die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu reduzieren und das Infektionsrisiko zu drosseln. Das heißt, die Fraktionen und Gruppen werden den Mehrheitsverhältnissen entsprechend vertreten sein, jedoch nicht in voller Stärke. Die Sitzordnung ist verändert, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Zuschauerzahl muss aufgrund der Abstandregelungen begrenzt werden.

Regionspräsident Hauke Jagau betont: „Auch und gerade in besonderen Lagen ist es wichtig, dass die politischen Gremien über die Situation und den Umgang damit diskutieren und Entscheidungen treffen können. Dazu gehört auch die politische Willensbildung in den Fachausschüssen. Es widerspräche dem Demokratieverständnis, wenn die Steuerung über einen längeren Zeitraum in den Händen der Verwaltung und nicht der gewählten Vertreterinnen und Vertreter liegt. Deshalb ist mein Ziel, dass wir – unter den gebotenen Schutzvorkehrungen - zurück in die Routine der politischen Beratung kommen.“

+ + + Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 1793 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 889 Personen als genesen registriert. 53 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 83,6 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 851 Menschen in der Region infiziert.

Achtung, in der Verteilung nach Alter und Kommunen sind die Personen erfasst, die als gegenwärtig infiziert registriert sind.

Verteilung nach Alter:

Alter

Aktuelle Fallzahl

   

bis 14 Jahre

25

15 bis 34 Jahre

208

35 bis 49 Jahre

163

50 bis 59 Jahre

162

über 60 Jahre

293

keine Angabe

-

 

Verteilung nach Kommunen:

Kommune

Aktuelle Fallzahl

Fallzahl Gesamt seit Ausbruch

     

Barsinghausen

13

31

Burgdorf

33

48

Burgwedel

13

39

Garbsen

47

95

Gehrden

7

19

Hemmingen

12

31

Isernhagen

13

38

Laatzen

47

79

Landeshauptstadt Hannover

458

962

Langenhagen

39

78

Lehrte

27

54

Neustadt

12

26

Pattensen

5

17

Ronnenberg

23

44

Seelze

13

45

Sehnde

15

32

Springe

31

45

Uetze

8

26

Wedemark

18

34

Wennigsen

5

15

Wunstorf

12

35

keine Angaben

-

-

 

Verteilung nach Geschlecht (bezogen auf die Gesamtzahl von 1793 nachweislich Infizierten):

Männer                     47,0 Prozent

Frauen                      50,6 Prozent

keine Angabe             2,4 Prozent

+ + + Derzeit werden in Krankenhäusern in der Region Hannover 192 Patientinnen und Patienten behandelt, die nachweislich oder mutmaßlich mit Corona infiziert sind. 44 befinden sich davon auf der Intensivstation.

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Über 5000 Covid-19 Todesfälle in Deutschland

COVID-19: FALLZAHLEN IN DEUTSCHLAND - 23.04.2020

BERLIN. Aktuell wurden in Deutschland 148.046 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Steigerung von 2.352 Personen zum Vortag.

Deutschlandweit sind nun bereits 5.094 Todesfälle zu beklagen, das zeigt die aktuelle Auswertung des RKI (Robert-Koch-Instituts).

Von den gemeldeten Infektionen gelten nach Angabe des RKI bereits ungefähr 99.400 Personen als wieder genesen.

 

Weltweit wurden, per 02.00 Uhr MESZ, 23. April 2020,  2.544.792 bestätigte Fälle von COVID-19, einschließlich 175.694 Todesfälle, an die WHO (Weltgesundheitsorganisation) gemeldet.

 

Wenn man sich an den Zahlen der Johns Hopkins University (JHU) orientiert, so wurde die Zahl von 5.300 Todesfällen in Deutschand überschritten.

Hier wurde die Zahl der Infizierten bereits mit 150.773 beziffert. (Stand 23.04.20 - 14.31 Uhr)

 

Fallzahlen in Deutschland

Stand: 23.4.2020, 00:00 Uhr (online aktualisiert um 14:00 Uhr)

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
  An­zahl Dif­fe­renz zumVor­tag Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 29.443 +545 266 1.113
Bayern 39.395 +581 301 1.476
Berlin 5.324 +12 142 105
Brandenburg 2.447 +58 97 84
Bremen 672 +48 98 27
Hamburg 4.286 +82 233 113
Hessen 7.593 +213 121 286
Mecklenburg-Vor­pommern 659 +3 41 15
Niedersachsen 9.391 +155 118 340
Nordrhein-West­falen 30.584 +399 171 999
Rhein­land-Pfalz 5.643 +50 138 131
Saarland 2.395 +28 242 99
Sachsen 4.327 +54 106 127
Sachsen-Anhalt 1.425 +30 65 34
Schles­wig-Holstein 2.530 +34 87 84
Thüringen 1.932 +60 90 61
Gesamt 148.046 +2.352 178 5.094

Detaillierte Fallzahlen in Deutschland: Dashboard

Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland stellt das COVID-19-Dashboard (https://corona.rki.de) bereit.

Hinweise zum Dashboard (Stand: 26.03.2020):

Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden.

Für die Darstellung der neu übermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat.

Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf. Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher kein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen.

Für eine detailliertere Analyse der der COVID-19-Fälle siehe bitte den täglichen Lagebericht des RKI .

Quelle RKI

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9.599 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen - 23.04.2020

HANNOVER / NIEDERSACHSEN. 9.599 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute -Donnerstag, Stand 13 Uhr- in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden.

Insgesamt 363 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA (bis 10 Uhr) als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 6.371 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 66,4 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 891 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt:

Davon liegen 681 Erwachsene auf Normalstationen, 206 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung.

Auf den Intensivstationen müssen 135 Erwachsene beatmet werden, davon acht auf ECMO-Plätzen. Vier Kinder befinden sich in stationärer Behandlung (Normalstation).

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

LK Ammerland

159

0

4

0

LK Aurich

83

2

5

0

LK Celle

149

0

8

0

LK Cloppenburg

91

0

0

0

LK Cuxhaven

87

3

3

0

LK Diepholz

298

1

21

0

LK Emsland

374

5

15

0

LK Friesland

30

0

1

0

LK Gifhorn

122

0

4

0

LK Goslar

173

7

10

1

LK Göttingen

678

40

34

2

LK Grafschaft Bentheim

209

2

12

1

LK Hameln-Pyrmont

114

2

6

0

LK Harburg

463

20

9

0

LK Heidekreis

65

1

1

0

LK Helmstedt

124

0

0

0

LK Hildesheim

290

5

2

1

LK Holzminden

103

0

5

0

LK Leer

89

1

2

0

LK Lüchow-Dannenberg

17

1

2

0

LK Lüneburg

164

0

0

0

LK Nienburg (Weser)

63

0

1

0

LK Northeim

110

0

0

0

LK Oldenburg

195

1

9

0

LK Osnabrück

910

13

37

9

LK Osterholz

77

1

0

0

LK Peine

136

1

10

0

LK Rotenburg (Wümme)

92

0

1

0

LK Schaumburg

138

1

5

0

LK Stade

182

2

6

0

LK Uelzen

40

1

0

0

LK Vechta

304

2

10

0

LK Verden

115

0

1

0

LK Wesermarsch

51

0

1

0

LK Wittmund

24

0

0

0

LK Wolfenbüttel

160

2

6

0

Region Hannover

1772

31

54

2

SK Braunschweig

293

2

10

0

SK Delmenhorst

40

3

2

0

SK Emden

16

1

0

0

SK Oldenburg

155

2

0

0

SK Osnabrück

430

2

13

4

SK Salzgitter

118

0

5

0

SK Wilhelmshaven

17

0

0

0

SK Wolfsburg

279

7

48

0

Gesamt

9599

162

363

20

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch (bis 13 Uhr, Todesfälle bis 10 Uhr) mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen.

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Fallzahlanstiege können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten und die standardisierte Falldatenübermittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung erfolgen kann. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten.

* Als Kriterium für die Meldung „genesen“ gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus

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Verordnung soll die Mindestarbeitsbedingungen insbesondere in der Altenpflege verbessern

Pflegekräfte brauchen bessere Arbeitsbedingungen

BERLIN. Das Bundeskabinett hat gestern, am 22.April 2020, die Vierte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche zur Kenntnis genommen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird die Verordnung nun kurzfristig erlassen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:„In dieser Corona-Epidemie spüren wir einmal mehr, wie wichtig Pflegekräfte für unsere Gesellschaft sind. Ihre verantwortungsvolle Aufgabe wollen wir besser honorieren als bisher. Der heute im Kabinett beschlossene Pflegemindestlohn für die Altenpflege ist dafür ein guter Anfang. Viele zigtausende Pflegekräfte – gerade in den östlichen Bundesländern – werden künftig deutlich besser bezahlt als bisher. Wir sind uns innerhalb der Regierung zudem einig, dass dies ein Schritt von vielen ist, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und den Beruf attraktiver zu machen. Angesichts der stark fordernden Situation in der Altenpflege ist auch klar, dass die Pflegekräfte für ihren Einsatz während des Corona-Ausbruchs einen Bonus verdient haben. Sie leisten unter schwierigen Bedingungen gerade Großes.“

Die Verordnung soll die Mindestarbeitsbedingungen insbesondere in der Altenpflege verbessern, denn die Attraktivität des Pflegeberufs muss dringend gesteigert werden. Die Corona-Pandemie offenbart die große Verantwortung der Pflegekräfte für das Leben und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Die 4. Pflegekommission hatte am 28. Januar 2020 einstimmig neue Mindestarbeitsbedingungen für die Pflegebranche empfohlen. Die Verordnung macht diesen Beschluss für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis zum 30. April 2022 branchenweit verbindlich. Erstmalig werden nach der Art der Tätigkeit und der Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer differenzierende Mindestentgelte festgesetzt. Dadurch werden insbesondere Pflegefachkräfte und Pflegekräfte mit einer mindestens einjährigen Ausbildung und entsprechenden Tätigkeit bessergestellt. Die Mindestentgelte in Ost und West werden bis zum 1. September 2021 sukzessive angeglichen. Darüber hinaus wird als Ausgleich für die anstrengende, oftmals kräftezehrende Tätigkeit in der Pflegebranche bezahlter Mehrurlaub eingeführt.

Die Vierte Pflegekommission konnte die massiven Mehrbelastungen der Pflegekräfte im Zuge der Corona-Pandemie nicht vorhersehen. Die Verordnung ist jetzt jedoch ein wichtiger Schritt zur attraktiveren Gestaltung des Pflegeberufs.

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