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„Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ im Hildesheimer Rathaus bis zum 12.August 2015

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„Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ im Hildesheimer Rathaus bis zum 12.August 2015 Gruppenbild mit "Elise Bartels" (v. l.): Nina Lipecki, Eva Möllring, Corinna Finke, Annette Jander alias Elise Bartels und Karin Jahns, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hildesheim.
„Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ im Hildesheimer Rathaus

 

Ausstellung bis zum 12.August 2015 im Rathaus Hildesheim

 

Am 16. Juli wurde in der Rathaushalle die Ausstellung „Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ des Projekts frauenORTE NIEDERSACHSEN eröffnet. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Informationen über „tolle, starke Frauen“: „Diese Frauen haben sich getraut, anders zu sein“, so Dr. Meyer, der die politische Arbeit von Persönlichkeiten wie der Hildesheimerin Elise Bartels (1880 bis 1925) würdigte, die sich für die Erhöhung des Bildungsniveaus von Frauen sowie die gesellschaftliche und politische Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzte.

Mit Erfolg: „Die Saat, die ich gestreut habe, ist aufgegangen“, stellte Annette Jander in der Rolle der Elise Bartels fest. „Ich sehe voller Freude, was sich entwickelt hat!“ Im Hinblick auf die bestehenden Entgeltunterschiede von Frauen und Männern appellierte sie an die Anwesenden: „Macht weiter – es ist noch viel zu tun!“ Mit Marianne Bargmann nahm auch eine Enkelin von Elise Bartels an der Ausstellungseröffnung teil.

Nicht teilnehmen konnte leider die Hildesheimer Europaabgeordnete Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl, die aber in ihrem Grußwort übermittelte, sie sei  besonders stolz darauf, dass im Rahmen der Ausstellung mit Elise Bartels eine bedeutende Hildesheimer Persönlichkeit vorgestellt werde – eine Persönlichkeit, die ihre Grundsätze lebte und dafür eintrat, dass Frauen durch politische Arbeit ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und gestalten.

Die Journalistin Ita Niehaus, die als Mitglied im Kuratorium des Landesfrauenrates zu den frauenORTEn Niedersachsen mitarbeitet, wies besonders auf eine Gemeinsamkeit aller Frauen hin, deren Lebensgeschichte gewürdigt wird: „Sie haben sich eingebracht, etwas bewegt.“ Noch immer sei die weibliche Erinnerungskultur zu wenig in der Gesellschaft verankert. „frauenORTE sollen die gewürdigten Frauen und ihre Taten lebendig halten.“.

„frauenORTE sind überall da, wo Frauen sich zu Wort melden“, sagte Nina Lipecki, Vorsitzende im Kreis Hildesheim von Bündnis90/dieGrünen in ihren Grußworten. Sie würdigte die Ausstellung als Leuchtturmprojekt im Sinne des Feminismus.

„Ich finde, wir können gar nicht genug Frauen ehren“, so Dr. Eva Möllring (CDU-Stadtverband Hildesheim). „Gerade die Entgeltgleichheit, für die bereits Elise Bartels kämpfte, ist aktuell ein wichtiges Ziel auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern“.

 


Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer würdigte in seiner Rede die Leistung von Frauen wie Elise Bartels.

 

„Die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich. In 50 Jahren wird die Rathaushalle komplett gefüllt sein mit den Biografien engagierter Frauen“, prophezeite Corinna Finke (SPD-Fraktionsvorsitzende im Hildesheimer Rat) in ihrem Grußwort.

Die klangvolle musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier gestalteten Elisabeth Flämig, Sigrun Krüger, Kerstin Röhn und Inken Röhrs, bekannt als Jazzquartett „Sistergold“.

Das Projekt „frauenORTE Niedersachsen“ findet im Rahmen des offiziellen Festprogramms zum Stadtjubiläum Hildesheim 2015 statt.

 

Die Ausstellung ist bis zum 12. August zu den Öffnungszeiten des Rathauses (montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr) in der Rathaushalle zu sehen.

 

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