Log in

Polizei Nachrichten aus Hildesheim vom 16.März 2021

(0 Stimmen)
Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hildesheim © Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hildesheim © Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

Unfall auf der A 7 - Beteiligter hat Glück im Unglück

Wahrscheinlich dem Zufall ist es zu verdanken, dass ein Mann bei einem Auffahrunfall am Samstagmittag, 13.03.2021, auf der A 7 Höhe Hildesheim nur leicht verletzt wurde. Dabei bohrten sich Langhölzer, die auf einem vor ihm fahrenden Anhänger geladen waren, in den Innenraum des 70-jährigen Fahrzeugführers aus Hildesheim.

Vorliegenden Erkenntnissen zufolge befuhr ein 45-jähriger aus dem Bereich Schloß Holte-Stukenbrock mit einem Gespann, bestehend aus einem BMW samt Anhänger, die A 7, auf dem rechten von drei Fahrstreifen, in Richtung Hannover.

Auf dem Anhänger waren Holzteile geladen, die nach vorn und hinten über die Anhängerabmessungen hinausragten. Zwischen den Anschlussstellen Hildesheim und Hildesheim-Drispenstedt näherte sich der 70-jährige Hildesheimer mit seinem Kia dem Gespann von hinten. Offenbar schätzte er die Geschwindigkeit des Gespanns, das mit etwa 60-70 km/h unterwegs gewesen sein soll, falsch ein und kollidierte mit dem Anhänger.

 

Dabei durchstieß ein Teil der geladenen Hölzer sowohl die Windschutzscheibe des Kia als auch die Heckscheibe des BMW. Weitere Holzteile blieben in der Karosserie des Kia stecken, der in der Folge nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen die Außenschutzplanke prallte.

Ein weiterer Teil der Anhänger-Ladung verteilte sich auf der Fahrbahn. Der 70-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall glücklicherweise "nur" leicht verletzt. Der Kia und auch der Anhänger mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Wie sich im Rahmen der Unfallaufnahme herausstellte, war der Anhänger nicht nur von den Gewichten her überladen. Die Ladung ragte weiterhin auch zu weit nach hinten über das Anhängerende hinaus. Die aufnehmenden Beamten leiteten gegen den 45-jährigen nicht nur ein Strafverfahren wegen des Anfangsverdachts einer fahrlässigen Körperverletzung sondern auch mehrere Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren ein.

 

Polizeistation Schellerten vorübergehend geschlossen

Wegen Bauarbeiten in der Polizeistation Schellerten wird diese in der Zeit vom 16.03. bis zum 01.04.2021 für den Publikumsverkehr geschlossen sein. Die Mitarbeiter werden weiterhin unter der Telefon-Nr. 05123/400690 erreichbar sein. In dringenden Fällen ist der Notruf 110 zu wählen.

 

Täter flüchtet mit zwei Taschen Lebensmitteln/ Zeugenaufruf

Am 13.03.2021, gegen 11:00 Uhr, kam es in einem Lebensmittelmarkt in der Drispenstedter Straße in Hildesheim zu einem räuberischen Diebstahl. Ein unbekannter Täter flüchtete, nachdem er sich aus dem Festhaltegriff einer Mitarbeiterin losriss. Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der Unbekannte ohne Einkaufswagen kurzzeitig in dem Geschäft auf, ging dann zur Kasse und fragte nach einem Handy, welches er angeblich verloren hat.

Die Kassiererin teilte ihm mit, dass bei ihr kein Mobiltelefon abgegeben wurde. Anschließend verließ der Mann mit einem mitgeführten Rucksack und einer Sporttasche das Geschäft und löste auf Höhe der Magnetschranke einen lauten Signalton aus. Der Mann wurde sofort aufgefordert stehenzubleiben, dem kam er aber nicht nach und wollte mit seinem mitgeführten Fahrrad flüchten.

Zwei Mitarbeiter liefen ihm nach, wobei eine den Flüchtenden an der Kleidung festhalten konnte. Der Mann riss sich jedoch los und lief ohne Taschen und Fahrrad davon. In den Taschen wurden Lebensmittel im niedrigen dreistelligen Bereich aufgefunden, die nachweislich aus dem Markt stammen. Die Mitarbeiterin wurde bei dem Gerangel leicht verletzt.

Der Täter konnte wie folgt beschrieben werden: - männlich, osteuropäisches Aussehen - ca. 25 - 35 Jahre - schwarze Lederjacke mit schwarzer Basecap - Muttermal / Hautdefekt auf dem Kopf - ca. 175 cm groß, schlanke Statur Zeugen, die zur der Tat weitere Angaben machen oder Hinweise zu dem Täter geben können, werden gebeten, sich mit der Hildesheimer Polizei unter 05121-939-115 in Verbindung zu setzen.

 

Tatverdächtige nach Einbruch in Modegeschäft festgenommen

Bereits in der Nacht zum 12.03.2021 kam es zu einem Einbruch in ein Modegeschäft in der Fußgängerzone. Der Polizei gelang es, kurz nach der Tat drei Verdächtige festzunehmen und das mutmaßliche Diebesgut sicherzustellen. Den Ermittlungen zufolge ereignete sich der Einbruch am 12.03.2021, gegen 02:00 Uhr morgens. Eine Zeugin wurde auf Lärm aufmerksam und stellte bei einer Nachschau mehrere Personen fest, die durch eine gewaltsam geöffnete Eingangstür in ein Geschäft in der Almsstraße eindrangen. Unter Mitführung von Bekleidungsgegenständen verließen die Personen das Geschäft anschließend wieder und flüchteten. Die Zeugin alarmierte sofort die Polizei, die umgehend eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen einleitete. Nur kurze Zeit später kontrollierte eine Besatzung im Nahbereich des Tatortes ein Taxi, das mit drei Fahrgästen besetzt war. Dabei handelte es sich um drei Hildesheimer im Alter von 19, 23 und 45 Jahren. Im Fußraum des Taxis lag Einbruchwerkzeug.

Weiterhin konnte ermittelt werden, dass die Männer kurz vorher, nach dem Verlassen eines Mehrfamilienhauses, in dem keiner von ihnen wohnt, in das Taxi gestiegen sind. In einem frei zugänglichen Kellerraum des zur Rede stehenden Hauses konnten die Beamten diverse Kleidungsstücke auffinden und sicherstellen, die dem geschädigten Laden zugeordnet werden konnten. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen und zur Dienststelle in die Schützenwiese verbracht. Mangels Haftgründen beantragte die Staatsanwaltschaft gegen keinen der Männer Untersuchungshaftbefehle. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

 

Illegale Einreise nach Deutschland

Am 11.03.2021 stellten Polizeibeamte auf der T-R-Anlage Hildesheimer Börde sechs Personen auf einer Ladefläche eines Aufliegers fest. Nach einer Überprüfung wurden die Männer, die vermutlich aus Afghanistan stammen, in Einrichtungen in Braunschweig und in Hildesheim untergebracht.

 

Nach bisherigen Erkenntnissen erhielten Beamte des Einsatz- und Streifendienstes gegen 15:30 Uhr einen Einsatz auf die o.g. Anlage, weil ein Führer eines Lkw von seinem Auflieger Klopfgeräusche wahrgenommen hatte.

Die Beamten suchten den Einsatzort umgehend auf und stellten vor Ort Stimmen fest, die aus dem Auflieger drangen. Sie öffneten die verplombten Türen des Lkw und stellten 6 Männer auf der Ladefläche fest, denen es augenscheinlich gut ging. Da die Personen über keine Ausweisdokumente verfügten und sich mit den eingesetzten Beamten nur bedingt verständigen konnten, wurden alle Personen, auch der 50-jährige Fahrer des Lkw, der hiesigen Dienststelle zugeführt.

In der Schützenwiese erfolgten diverse polizeiliche Maßnahmen. Unter anderem wurde der Fahrzeugführer mit einem Dolmetscher vernommen und die Personalien der sechs Männer wurden erfasst.

Dabei stellte sich heraus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit bei zwei Personen um Jugendliche handelt. Aus diesem Grund wurde das Jugendamt hinzugezogen, dass die zwei jungen Männer in Obhut nahm.

Die anderen Personen wurden nach Braunschweig zur Landesaufnahmebehörde Niedersachsen gebracht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Fahrer mit Wohnsitz im Ausland wieder entlassen. Gegen alle beteiligten Personen wurden Strafanzeigen u.a. wegen unerlaubter Einreise eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Schreibe einen Kommentar