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Landgericht verkündet Urteil im Strafprozess um Archiveinsturz

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Landgericht verkündet Urteil im Strafprozess um Archiveinsturz (C) Lothar Schulz 2018 - Unglücksstelle in Köln - heute - hier stürzte das Magazingebäude des Historischen Archivs der Stadt Köln ein

Gut neun Jahre ist die Katastrophe her: am 03. März 2009 kurz vor 14:00 Uhr stürzte das Magazingebäude des Historischen Archivs der Stadt Köln in der Kölner Innenstadt ein. Ursächlich für den Einsturz waren angrenzende U-Bahn-Bauarbeiten. Bei dem Einbruch in die Tiefe wurden auch zwei benachbarte Wohnhäuser mitgerissen. Dabei starben zwei Anwohner und Unmengen wertvoller Archivalien wurden unter Schuttbergen begraben und teilweise zerstört. In einem Strafprozess verkündete am letzten Freitag (12.10.) nun das Kölner Landgericht sein Urteil: drei Angeklagte wurden freigesprochen und ein Bauüberwacher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) erhielt eine Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung. Laut Anklage hatten Fehler bei den U-Bahn-Bauarbeiten zu dem Unglück im Jahr 2009 geführt. Unabhängig von dem Strafprozess wird es in einem späteren Zivilverfahren auch noch um die Frage gehen, wer für den entstandenen Schaden letztlich aufkommen muss. Allein die Kosten für das Bau- und Beweissicherungsverfahren werden mit 125 Millionen Euro veranschlagt. Der Gesamtschaden wird derzeit auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Die U-Bahn sollte ursprünglich bereits im Jahr 2011 auf der Strecke unterwegs sein. Nun hofft man in Köln, dass im Jahr 2026 der U-Bahn-Betrieb auf der Strecke aufgenommen werden kann. Für das Archiv ist ein Neubau an anderer Stelle geplant. 

 


(C) Lothar Schulz 2018 - Unglücksstelle in Köln - heute -

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