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Bauantrag für Peiner Kreishausanbau abgelehnt

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Bauantrag für Peiner Kreishausanbau abgelehnt Peine (C) Ulrich Stamm
Bauantrag für Peiner Kreishausanbau abgelehnt

Planungen für Neubau haben begonnen

Beim Landkreis ist jetzt die Ablehnung des Bauantrags für die beabsichtigte Errichtung eines Anbaus an das Kreishaus am Burgberg eingegangen. Die Stadt Peine lehnt das Vorhaben als zuständige Baugenehmigungsbehörde aus denkmalschutzrechtlichen Erwägungen heraus ab.

So sei die Böschung des künstlich aufgeschütteten Burgbergs als Kulturdenkmal zu bewerten, für dessen Erhalt „aus städtebaulichen, geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen ein in Teilen sogar erhöhtes öffentliches Interesse“ bestehe. Der vom Kreis geplante Bau würde „in Teilen das Baudenkmal zerstören“.

Teil der denkmalrechtlichen Prüfung war darüber hinaus der so genannte Umgebungsschutz. Hierbei wurde festgestellt, dass „der Zeugniswert der historischen Architektur- und Zuwegungshierachie zum Burgberg durch die (…) neue, dominante Treppenanlage in `zweiter Reihe` an ehemals untergeordneter  Stelle – die dadurch jedoch in die Vermittlung einer ersten Position gerate (…)“ gemindert werde.

Auch die von der Kreisverwaltung nachgereichten Vorschläge zur städtebaulichen Weiterentwicklung im Umfeld des Bauvorhabens konnten im Rathaus nicht überzeugen: Unter anderem führe dabei zwar die vom Landkreis beabsichtige Lindenallee zu einer „Stärkung der Zuwegung über die Straße `Am Schlosswall`“. Dies sei jedoch „in der vorgelegten Form nicht die historische Zuwegung oder einer bestimmten Entwicklungsphase zuzuordnen“.

Im Kreishaus wird der Ablehnungsbescheid nun geprüft. Weil in der jüngsten Sitzung des Kreissauschusses aus Reihen der Abgeordneten zum Teil weiterer Informationsbedarf angemeldet wurde, ist geplant, das Thema in der nächsten Sitzung des Kreisausschusses auf die Tagesordnung zu setzen.    

Der Immobilienwirtschaftsbetrieb des Landkreises arbeitet derzeit an verschiedenen Umsetzungsvarianten, so unter anderem dem Bau eines Verwaltungsgebäudes an der Werner-Nordmeyer-Straße in unmittelbarer Nähe zu den Kreis-Einrichtungen Straßenverkehrsamt und Feuerwehrtechnische Zentrale beinhalten. Publikumsintensive Bereiche sollen allerdings ihren Standort möglichst am Hauptsitz der Kreisverwaltung an der Burgstraße in Innenstadtnähe bekommen.

Hier ist auch geplant, ein Bürgerservicebüro zu platzieren. Inwiefern sich in diesem Kontext auch Möglichkeiten zur Unterbringung eines Multifunktionsraums ergeben, müssen die Planungen zeigen.  

 

Erforderlich wird der Neubau, weil bereits seit dem Jahr 2009 viele Mitarbeiter ihren Dienst in mittlerweile 64 Büro-Containern versehen müssen, für die mittlerweile Kosten in Höhe von rund 230.000 Euro jährlich anfallen.

 

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