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Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus besucht DRK-Sozialstation in Seelze

Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus besucht DRK-Sozialstation in Seelze Petra Ruppel (li.), Pflegedienstleiterin und Geschäftsführer Mario Damitz (re.) im Gespräch mit Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung © DRK-Region Hannover e.V.

Seelze - 14.01.2019. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, besuchte am heutigen Tag die DRK-Sozialstation Seelze. In der Sozialstation Seelze machte sich Westerfellhaus ein Bild von der ambulanten Pflege vor Ort. Die Einrichtung spiegelt die Vielfältigkeit des DRK-Pflegeangebots wider, da hier viele Wohn- und Pflegeformen unter einem Dach vereint sind. Nach der Begrüßung von Staatssekretär Westerfellhaus durch Mario Damitz, Geschäftsführer DRK-Pflegedienste Hannover gemeinnützige GmbH, führten Yvonne Friedrich, Leitung der DRK-Tagespflege Seelze, und Petra Ruppel, Pflegedienstleiterin DRK-Sozialstation Seelze, durch die Tagespflege-Einrichtung, den Bereich Betreutes Wohnen und die Sozialstation. Im Anschluss tauschten sich Westerfellhaus, Damitz, Valentina Schuljak, stellvertretende Leitung DRK-Pflegedienste Hannover gem. GmbH, und Silvia Raffel, Geschäftsführerin einer Unternehmensberatung und beratend für das DRK tätig, über die Herausforderungen des Leistungsrechts in der Praxis aus und darüber, was das Deutsche Rote Kreuz trotz des Fachkräftemangels insbesondere im Bereich der Personalgewinnung und -bindung unternimmt. Einig waren sich Westerfellhaus und Damitz, dass gute Arbeitsbedingungen in der Pflege Schlüsselfaktoren für eine gute Versorgung sind. Westerfellhaus regte zu Mut und Kreativität bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen durch die Arbeitgeber in der Pflege an: „Wenn Fachkräfte in Altenpflege und Krankenhäusern gewonnen und gehalten werden sollen, bedarf es attraktiver Arbeitsbedingungen, sonst verlaufen alle anderen Bemühungen im Sande.“   Damitz ergänzte, dass man den Mitarbeitenden ein gutes Umfeld, gute Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten müsse, damit diese ihre täglich herausfordernde Arbeit gut meistern können. Vor diesem Hintergrund habe das DRK ein Innovationsprojekt initiiert und verfolge auf mehreren Ebenen nachhaltige Maßnahmen. So biete es beispielsweise ein „Lebensarbeitszeitmodell“, das Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, Arbeitszeiten anzusparen und flexibel abzurufen. „So haben unsere Mitarbeitenden die Möglichkeit – ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente – vorzeitig in den Ruhestand zu gehen und nach eigenen individuellen Wünschen flexible Auszeiten, zum Beispiel für Weiterbildungen wahrzunehmen“, so Damitz. Das DRK biete seinen Beschäftigten zudem durch seine vielfältigen Versorgungsformen die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern wie der ambulanten, teilstationären und vollstationären Pflege individuell eingesetzt zu werden. Neben der verstärkten Investition in die Ausbildung des Nachwuchses und der Optimierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements hob Damitz hervor, dass vielfältige Personalentwicklungs- sowie Coaching- und Trainee-Programme unter externer Begleitung verfolgt würden. Zudem hätten die Pflegekräfte im Regionsverband Hannover in vielfältigen Projektgruppen die Möglichkeit, ihr Wissen einzubringen und somit das Unternehmen aktiv mitzugestalten. Dieser Arbeitsstil und die Einbindung der Mitarbeiter seien wichtige Motoren der Verbesserung. Wichtig sei jedoch auch, dass das Leistungsrecht mit den Entwicklungen Schritt halte. „Hier bedarf es weiterer gemeinsamer Anstrengungen insbesondere der Leistungserbringer, Leistungsträger und der Politik“, so Westerfellhaus. Er hob hervor, dass Pflegeeinrichtungen, die ihre Mitarbeiter wertschätzen und ihnen gute Arbeitsbedingungen zur Verfügung stellen, weniger Probleme mit dem Fachkräftenachwuchs haben. Der Staatssekretär verwies auf sein „Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege“. Hier vereinbarten Damitz und Westerfellhaus einen Austausch.

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