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Der Tag der Niedersachsen in Wolfsburg war den Aufwand wert

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Der Tag der Niedersachsen in Wolfsburg war den Aufwand wert Nachrichten und News aus Wolfsburg (C) Ulrich Stamm

WOLFSBURG.Dem Verwaltungsausschuss der Stadt Wolfsburg wurde am Dienstag, 6. Februar, die vorläufige Endabrechnung zum Tag der Niedersachsen 2017 (TDN17) vorgelegt. Wegen erhöhter Ausgaben, vor allem um Sicherheit beim Fest zu gewährleisten, und durch geringere Sponsoring-Einnahmen als erwartet sind Kosten von rund 397.000 Euro entstanden. Das Defizit in Höhe von 197.000 Euro über der im Haushalt bereitgestellten Garantiesumme in Höhe von 200.000 Euro wird durch nicht in Anspruch genommene Haushaltsmittel von 2017 aus anderen Organisationseinheiten ausgeglichen.

Der finanzielle und organisatorische Aufwand hat sich gelohnt: Das Fest verlief trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur neun Monaten ordentlich, friedlich und zur vollsten Zufriedenheit der Besucher und Beteiligten. Dass 325.000 Besucher, 6.000 Aktive sowie das Publikum der breiten Berichterstattung dieses gelungene Fest langfristig mit Wolfsburg verknüpfen, ist ein Imagegewinn, den keine Kampagne hätte erzielen können. Die Stadt und die beteiligten Vereine und Organisationen wurden weit über die Region hinaus als hervorragende Gastgeber wahrgenommen. Dies belegen auch tausende Beiträge in den sozialen Netzwerken und mehr als 700 Presseberichte, die zum TDN17 in Print- und Onlinemedien sowie im Rundfunk erschienen sind. Mit neuen Impulsen und Exponaten insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Mobilität konnte Wolfsburg auch sein Image als Standort für Innovation festigen."Auch von den Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern habe ich viel positives Feedback erhalten. Eine Bürgerin hat uns zum Beispiel extra einen Brief mit Geld geschickt, um zu sagen, dass sie gerne für die tollen Erlebnisse beim TDN zahlt", berichtet Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Er betont: "Es war richtig, den Tag der Niedersachsen 2017 in Wolfsburg auszurichten. Es wäre fatal, wenn aus Scheu vor Terroranschlägen oder vor dem Aufwand für Sicherheitsvorkehrungen keine großen Feste mehr stattfinden. Es muss in einer offenen, freiheitlichen Gesellschaft möglich sein, zusammenzukommen und zu feiern! Alles andere ist eine Kapitulation vor Terroristen."Die Sicherheitsvorkehrungen fielen nach Anschlägen in Nizza und Berlin umfangreicher aus als erwartet. Es waren mehr Sperrmaterial, mehr Personal und Equipment beim Sanitätsdienst sowie eine Akkreditierung und Sicherheitsprüfung von Teilnehmern erforderlich. Der Sicherheitsdienst kostete mehr als geplant. Eine Bühne musste verlegt werden, weil ein Act eine sehr hohe Besucherzahl lockte. So entstanden in diesem Bereich Mehrkosten von 175.000 Euro.Die Sponsoring-Einnahmen blieben rund 150.000 Euro unter dem Ansatz. Auf Grundlage von Erfahrungen vergangener Veranstaltungen und vorheriger Ausrichterstädte war die Stadt von höheren Sponsoring-Summen ausgegangen. Insbesondere das überregionale Sponsoring fiel deutlich geringer aus.Auch Einnahmen für Gastronomierechte, Vermietung von Zelten und Marketingartikel waren geringer als erwartet. Landesmittel konnten nicht in voller Höhe abgerufen werden. Insgesamt wurden rund 265.000 Euro weniger eingenommen als veranschlagt.

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