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Tag des offenen Denkmales unter dem Motto Handwerk, Technik, Industrie am 13.September

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Tag des offenen Denkmales unter dem Motto Handwerk, Technik, Industrie am 13.September Bauherren, Architekten und Mitarbeiter der Stadt Wolfsburg vor dem Vierständer-Hallenhaus von 1833 in Brackstedt. (C) Stadt Wolfsburg
Tag des offenen Denkmales unter dem Motto Handwerk, Technik, Industrie

 

Fachwerkhaus und Turmhügelburg zu besichtigen

 

Ein Fachwerkhaus in Brackstedt und die Turmhügelburg Rothehof sind am Sonntag, 13. September, in Wolfsburg zu besichtigen, wenn der Tag des offenen Denkmales bundesweit begangen wird. Das Motto lautet in diesem Jahr Handwerk, Technik, Industrie. Interessierte Bürger haben auch in diesem Jahr damit wieder die Gelegenheit mit Denkmalen in ihrer Stadt auf Tuchfühlung zu gehen.

Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt für diesen Tag zum einen ein Fachwerkhaus in Brackstedt in der Kästorfer Straße 1 aus dem Jahr 1833 ausgewählt. Das seit mehreren Jahren leerstehende Gebäude wurde Ende 2014 von einer jungen Familie erworben und wird aktuell saniert.

Zwischen 11 und 17 Uhr wird hier Rado Velkavrh (Untere Denkmalschutzbehörde) gemeinsam mit den Bauherren und dem Architekturbüro Haar die denkmalgerechte Instandsetzung in Lehmbauweise sowie Möglichkeiten sinnvoller energetischer Verbesserungen in Theorie und Praxis erläutern. Darüber hinaus wird es praktische Vorführungen historischer Bautechniken geben.  

Für archäologisch Interessierte erläutert Daniel Pollok (Untere Denkmalschutzbehörde) ebenfalls zwischen 11 und 17 Uhr die mittelalterliche Befestigungsanlage der ehemaligen Turmhügelburg Rothehof. Die erste urkundliche Nennung der Burg stammt aus dem Jahr 1304.

Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass die Turmhügelburg schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts existierte und daher mit hoher Wahrscheinlichkeit älter ist als die Wolfsburg. Sie wurde genutzt, um Handelswege durch das Urstromtal zu überwachen. Die Burgstelle, welche bis ins 14. Jahrhundert bewohnt gewesen sein könnte, geriet lange in Vergessenheit und wurde erst 1939 von einem Wolfsburger Lehrer wieder entdeckt.

Die Anlage der ehemaligen Turmhügelburg befindet sich im Stadtwald nördlich der Straße Burgwall, der Zugang an der Bushaltestelle Burgwall ist ausgeschildert. Alle Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

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