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Aktuelle Nachrichten aus Wolfsburg vom 11. November 2019

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Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Wolfsburg - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

WOLFSBURG

Vier allgemeine Unterrichtsräume und eine Außentreppe - Bautätigkeiten an der Eichendorffschule

Das Bistum Hildesheim als Schulträger der Eichendorffschule errichtet aufgrund des bestehenden, zusätzlichen Raumbedarfs vier allgemeine Unterrichtsräume zu Gesamtkosten in Höhe von rund 1.850.000 Euro. Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich an den Kosten im Umfang von 80 % (1.480.000 Euro). Eine Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Eine Brandverhütungsschau ergab für den Trakt 8 der Eichendorffschule das Fehlen eines zweiten Fluchtweges. Eine Außentreppe wird künftig den zweiten baulichen Flucht- und Rettungsweg sicherstellen. Die Gesamtkosten belaufen sich dabei auf 215.000 Euro. Über beide Vorlagen berät zuerst der Schulausschuss am 13. November, bevor der Rat der Stadt Wolfsburg am 4. Dezember Beschlüsse herbeiführt.

 

Die Mauer muss weg! - Ausstellungsrundgang CONFRONTIER. Mauern 1989 – 2019. Fotografien von Kai Wiedenhöfer

Zu einem Rundgang durch die Ausstellung "CONFRONTIER. Mauern 1989 – 2019. Fotografien von Kai Wiedenhöfer", lädt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K interessierte Besucherinnen und Besucher ein. Gezeigt werden 28 großformatigen Mauer-Fotografien von Kai Wiedenhöfers – von der Öffnung der Berliner Mauer 1989 und von Grenzmauern weltweit, die den politischen Alltag bis in die Gegenwart prägen.

Kuratorin Nicole Trnka führt am Mittwoch, 13. November, 18.30 Uhr durch die Ausstellung, erläutert die Konfliktlagen zur Entstehung der heutigen High-Tech-Barrieren und wieso diese Ausstellung im Hoffmann-Museum mit seinem Schwerpunkt zum 19. Jahrhundert gezeigt wird. Der Eintritt zu diesem Ausstellungsrundgang ist frei.

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K erinnert mit seiner neuen Sonderausstellung einerseits an den Mauerfall vor 30 Jahren und richtet andererseits den Blick bis in die Gegenwart: "Die Mauer muss weg!", das forderten die demonstrierenden DDR-Bürger im Herbst ’89. Heute, 30 Jahre später, sichern rund 65 Staaten ihre Grenzen mittels Sperrwälle. Die Hälfte dieser Absperrungen entstand im noch jungen 21. Jahrhundert. Diese Entwicklung dokumentiert der aus Schwenningen stammende und seit vielen Jahren in Berlin lebende Fotograf Kai Wiedenhöfer. Als die Mauer fiel studierte er das Fach Fotojournalismus an der Essener Folkwangschule.

Doch die Geschehnisse in Berlin führten ihn und seine Kommilitonen nach Berlin. Die Ereignisse in der geteilten Stadt prägten ihn bis heute. Seither fotografiert er immer wieder Grenz-Mauern, ob  in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea, zwischen den USA und Mexiko oder an den europäischen Außengrenzen wie im spanischen Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste.

Der für seine Arbeiten vielfach, unter anderem mit dem World Press Photo Award, ausgezeichnete Kai Wiedenhöfer möchte mit diesem Motiv zeigen, dass Mauern keine Lösung für politische und wirtschaftliche Probleme bieten: "Hinter Grenzmauern gedeihen Feindbilder und Klischees ohne Bezug zur Realität. Wenn jede Kommunikation abbricht, wird die Lösung von Konflikten unmöglich. Ich möchte den Konflikt aufzeigen, der Grenzen innewohnt." So erklärt sich auch der Titel "CONFRONTIER" als Mischung aus den Wörtern confrontation/Konfrontation und frontier/Grenze.

 

Fotograf Kai Wiedenhöfer: Mauern wurden sein Thema Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zeitgt aktuelle Ausstellung

Den Fall der Berliner Mauer erlebte der Fotograf Kai Wiedenhöfer als Augenzeuge. Als die Medien von der Grenzöffnung berichteten, machte sich der damalige Student umgehend auf den Weg in die geteilte Stadt.

Mit seiner Kamera hielt er unter anderem fest, wie am 11. November 1989 DDR-Bürger erstmals den Potsdamer Platz, während der 1920er-Jahre einer der verkehrsreichsten Plätze Europas und heute wieder eines der Zentren in Berlin, überquerten und bereits erste Segmente dieses betonierten Teils des Eisernen Vorhangs abgebaut wurden. Das Erlebte prägte ihn nachhaltig: "Der Fall der Mauer war das wichtigste und aufregendste politische Ereignis meines Lebens. Ich war direkt dabei, als Geschichte geschrieben wurde, das hat mich als junger Student tief bewegt."

Und Mauern wurden sein Thema. Glaubten damals viele angesichts der "Wende", Mauern als Instrument der Politik hätten ausgedient, wird man 30 Jahre später eines Besseren belehrt. "Mauern sind nicht als Anachronismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet. Ganz im Gegenteil – sie erlebten eine bemerkenswerte Renaissance." Und so sind gesicherte Grenzanlagen  weltweit eines seiner bevorzugten Fotomotive. Zwei Bücher mit seinen Fotografien erschienen – "Wall", 2007, und CONFRONTIER, 2013. Und die Bilder werden immer wieder spektakulär präsentiert, so 2013 unter dem Titel "Wall on Wall" auf den Mauerstücken der East Side Gallery oder seit September 2019 auf den "Peace Walls" in Belfast.

Seine Fotodokumente beweisen für Kai Wiedenhöfer, dass Grenzbarrieren keine Lösung für die politischen und wirtschaftlichen Probleme von heute bieten. "Die Berliner Mauer ist hierfür der beste Beweis – Frieden beginnt dort, wo Mauern fallen, nicht, wo sie errichtet werden. Hinter Grenzmauern gedeihen Feindbilder und Klischees ohne Bezug zur Realität. Wenn jede Kommunikation abbricht, wird die Lösung von Konflikten unmöglich. Ich möchte den Konflikt aufzeigen, der Grenzen innewohnt."

Der Fotograf Kai Wiedenhöfer wurde 1966 in Schwenningen geboren und ist inzwischen seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Er studierte an der Essener Folkwangschule Fotojournalismus und lernte in Damaskus Arabisch. Für seine Arbeiten wurde Kai Wiedenhöfer mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem World Press Photo Award.

 

Strategieausschuss trifft sich

Der nächste Ausschuss für Stadtentwicklung, Stadtmarketing und Strategische Planung trifft sich am Dienstag, 19. November, um 16 Uhr im Sitzungszimmer 1, Rathaus A, Porschestraße 49 in Wolfsburg. Auf der Tagesordnung steht neben der Einwohnerfragestunde auch eine Vorlage zu Bürgschaften für die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH. Außerdem gibt es eine Kenntnisgabe zur Wohnstandortentwicklung.

Die genaue Tagesordnung und die einzelnen Unterlagen zu der Sitzung sind einsehbar unter wolfsburg.de/sitzungskalender.

 

Aus dem Rahmen gefallen - Offenes Atelier in der Städtischen Galerie Wolfsburg

Das "Offene Atelier" unter dem Motto "Aus dem Rahmen gefallen" findet am Sonntag, 17. November, von 14 bis 17 Uhr in der Städtischen Galerie Wolfsburg statt. Interessierte treffen sich im Südflügel und anschließend in der Bürgerwerkstatt. Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Altersgruppen.

Die Künstlerin und Kunstvermittlerin Elke Schulz wird mit den Gästen auf Entdeckungsreise zu "DEINE KUNST" gehen. Unter diesem Motto steht die neue Präsentation der Städtischen Kunstsammlung im Westflügel von Schloss Wolfsburg. Die Städtische Galerie Wolfsburg wurde am 20. Oktober 1974 im Schloss Wolfsburg eröffnet. Aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums wurde der in Berlin lebenden Künstler Michael Müller (*1970) eingeladen, eine experimentelle Neupräsentation der Sammlung zu kuratieren.

Der Künstler zeigt den Ausstellungszyklus "DEINE KUNST", der sich über den Zeitraum von zwei Jahren erstreckt und die Sammlung in mehreren aufeinanderfolgenden Fassungen vorstellt. Es werden dabei verschiedene formale wie inhaltliche Schwerpunkte gesetzt.

Als Künstler kann Michael Müller im Gegensatz zu Museumskuratoren anders argumentieren, er kann Grenzen überschreiten und museale Verhaltensmuster aufheben. Ziel ist, statt einem Präsentieren der Sammlungsschätze, eine Auseinandersetzung mit den Mechanismen des Ausstellens sowie dem Verhältnis zum Ausstellungsort und dem Ausstellungsraum. So setzt sich Michael Müller beispielweise auch mit der Rahmung von Bildern auseinander und demonstriert mit mehreren Beispielen, wie der Rahmen ein Bild verändert.

Und genau das wird auch Thema beim "Offenen Atelier" sein. Im Anschluss an das Gespräch in der Ausstellung können die Gäste eigene Gestaltungsideen zu Rahmungen entwickeln und umsetzen. Alle Materialien stehen bereit und wie immer beim Offenen Atelier kann natürlich auch frei gearbeitet werden. Es treffen sich all Diejenigen, die etwas ganz Neues und Unbekanntes kennen lernen wollen oder Bekanntes wiedersehen möchten. Einfach mal reinschauen und mitmachen!

 

Ausprobieren und kennenlernen - Musikschule der Stadt Wolfsburg informiert am Tag der offenen Tür über Unterrichtsangebot

Die Musikschule der Stadt Wolfsburg lädt wieder zum Tag der offenen Tür in die Goetheschule ein. Vom Baby-Musikgarten bis zum Saxophon heißt es am Samstag, 16. November, von 15 bis 17Uhr in der Goetheschule. Qualifizierten Lehrkräften geben an diesem Nachmittag alle wichtigen Informationen für die Entscheidung, ein Instrument zu erlernen.

Bereits um 14.30 Uhr öffnen sich die Türen zum Großen Saal der Musikschule für eine Probe der ganz besonderen Art: Alle Schüler und Schülerinnen der Musikalischen Früherziehung bereiten sich gemeinsam mit den Lehrkräften des Elementarbereiches auf das Familienkonzert "Wir sind die Weihnachtswichtel" vor.

Schon seit einigen Wochen üben sie fleißig während ihres Unterrichtes vier Weihnachtslieder, die sie nun das erste Mal auf einer großen Bühne, begleitet von einem Kammerensemble gemeinsam proben. Zu diesem besonderen Konzert am Sonntag, 15. Dezember um 11.15 Uhr lädt die Musikschule schon jetzt ein.

Anmeldungen für kostenlose Schnupperstunden in verschiedenen Instrumentalfächern können am Tag der offenen Tür im Sekretariat erfolgen. Die Lehrkräfte stellen hier die Instrumente vor und beraten Schülerinnen, Schüler und Eltern über die musikalischen Möglichkeiten, aber auch über organisatorische Erfordernisse wie Instrumentenmiete und -kauf, Ensembles und Ergänzungsfächer.

Die Kolleginnen des Elementarbereiches der Musikschule informieren über Angebote des Baby-Musikgartens bis hin zum Instrumenten-ABC für Vorschulkinder und dem Instrumentenkarussell für Schulkinder. Eröffnet der Musikgarten Babys bis 18 Monaten und deren Eltern die Welt zum musikalischen Spiel, so helfen die beiden Orientierungsangebote bei der Auswahl des richtigen Instrumentes. Das instrumentale und vokale Unterrichtsangebot der Musikschule umfasst fast alle Instrumente von der Blockflöte und dem Dudelsack bis zum Kontrabass. Damit die Wahl keine Qual wird, sind das persönliche Ausprobieren und das Kennenlernen des individuellen Instrumentenklanges unter fachkundiger Anleitung unverzichtbare Erfahrungen.

Der Tag der offenen Tür spricht aufgrund des vielfältigen Instrumentenspektrums alle Altersgruppen an. Der Verein der Freunde und Förderer der Musikschule sorgt in einer Cafeteria für das leibliche Wohl der Besucher. Angesichts der knappen Parkplätze an der Musikschule wird dringend empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder Parkmöglichkeiten in der Umgebung der Goetheschule zu nutzen. Der Eintritt ist zu dieser Veranstaltung ist frei.

 

Die Biotonne im Winter - Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung gibt Tipps und Hinweise

Bei Minusgraden frieren Bioabfälle leicht in der Mülltonne fest. Häufig sind es nasses Herbstlaub oder feuchte Gartenabfälle, welche schon bei geringem Frost am Behälterrand anfrieren. Obwohl die Schüttung am Müllentleerungsfahrzeug so eingestellt ist, dass der Behälter dreimal über Kopf gegen den Deckelöffner schlägt, passiert es, dass die Biotonnen nicht vollständig geleert wird. Der Abfallbehälter muss grundsätzlich schüttfähig zum Leeren bereitgestellt werden (§ 22 Abs.12 Abfallwirtschaftssatzung).

So empfiehlt es sich, nasse Küchenabfälle vorher in eine Lage Zeitungspapier einzuwickeln und die Biotonne an einen geschützten Ort zu stellen, damit ein Einfrieren der Abfälle zumindest erschwert wird. Bei feuchtem Laub und Gartenabfällen sollte vor dem Bereitstellen der Biotonne kontrolliert werden, ob diese eingefroren sind. Mit einem Spaten können diese vereisten Abfälle von der Innenwand gelöst werden. So wird der Tonneninhalt wieder schüttfähig gemacht.

Konnte trotz dieser Vorkehrungen ein Festfrieren der Abfälle nicht verhindert werden und die Mülltonne wurde bei der Schüttung nicht oder nur teilweise entleert, weist die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) ausdrücklich darauf hin, dass kein Anspruch auf Extratouren besteht, um nicht entleerte Biotonnen noch einmal zu schütten. Dieses ist aufgrund der vorgenannten satzungsrechtlichen Regelungen nicht möglich.

Kommt es dadurch zu Entsorgungsengpässen, besteht die Möglichkeit, selbst die Bioabfälle mit dem eigenen PKW für 4 Euro pro Anlieferung zum Entsorgungszentrum Wolfsburg, Weyhäuser Weg 3 anzuliefern. Kompostierbare Bioabfallsäcke können bei der WAS oder in den Stadt- und Ortsteilsprechstellen zu einem Stückpreis von 2 Euro erworben werde0n, um sie bei der nächsten Biotonnenleerung daneben zu stellen. Weitere Infos auf www.was-wolfsburg.de.

 

 

 

 

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